Archiv

der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung
  • 2024

    Kompost Festival ´24 - Zurück zur Erde

    Das Kompost Festival entsteht im Zwischenraum von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und bodenständiger Praxis. Es experimentiert mit Methoden lebendiger Regeneration und der kreislaufförmigen Kunst sozio-ökologischer Transformation. Das Festival beschäftigt sich mit konkreten Aktionen und drängenden Fragen für das Überleben auf der Erde. Als Antwort auf die planetare Krise tasten wir uns an den Planeten von innen heran. Alles dreht sich und das Ende wird der Anfang: Wo sind wir gelandet und was können wir vom Kompost lernen?

    Ein buntes Programm mit Open Air Kino „Holy Shit“, Workshops zu Bokashi, Upcycling und Ökofeminismus, Vorträgen zu Urban Gardening und Mikrobiologie, sowie Ausstellungen zur Innenansicht der Erde und Kartierungen des Münsteraner Flächenhungers. Die entschleunigte Veranstaltungsreihe bietet eine interaktive Plattform für Austausch und Inspiration. Partizipative, innovative und künst­lerische Formate sollen dazu anregen sozial-ökologische Wandlungsprozesse aktiv mitzugestalten und dabei auch über das Verhältnis von Ökologie, Wis­senschaft, Kunst und Praxis nachzudenken.

    Das Festival ist eine Veranstaltung des  Stadtlobors Münster mit Partneren; es ist  umsonst und findet teilweise draußen statt. Für einzelne Veran­staltungen ist eine Anmeldung sowie ein Unkostenbeitrag nötig. Weitere Informationen: www.kompost.zone

    Am 10.6.2024 vermisst Prof. Dr. Tillmann Buttschardt im Rahmen einer einführenden Erkundung der "kritischen Zone" mit den Teilnehmenden die wenigen Meter der Erdhülle, die alles Leben bedingt und greift die Frage Bruno Latours auf: Wo sind wir?

     

    Am 13.06.2024 (13.00 Uhr) wird 13:00 Uhr Dr'in Cornelia Steinhäuser mit Julia Haarmann und Escuela de Garaje  ein Gespräch über die Workshopreihe „Making Worlds“ des Künstlerdorfs Schöppingen führen, die verschiedene Auffassungen von „Welt“ anhand von sozial engagierten Praktiken der „Welterzeugung“ internationaler Künstler:innen in den Fokus nimmt.


    Kongress "Grün! Blau! Grau! - Was braucht die Stadtlandschaft?" am 05.06.2024 in Witten

    Wie steht es um die grün-blaue Infrastruktur in den versiegelten Städten Nordrhein-Westfalens? Welches Grün brauchen wir für klimaresiliente Stadtlandschaften, was soll es leisten und wie pflegen wir es? Im Kontext der Klimakrise und zunehmenden Flächenkonkurrenz sind anpassende und klimaschützende Maßnahmen in der Gestaltung von lebenswerten Städten von besonderer Relevanz. Baukultur NRW veranstaltet am Mittwoch, 5. Juni 2024, den Kongress „Grün! Blau! Grau! Was braucht die Stadtlandschaft?“ im Saalbau Witten. Gemeinsam mit vielen Akteur*innen aus Forschung und Lehre, Politik, Planung und Praxis diskutiert Baukultur NRW über Planungs- und Umsetzungsprozesse, die den Stellenwert von Grün und Blau in unseren Städten stärken.

    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt nimmt an der Veranstaltung im Rahmen einer Podiumsdiskussion/Gesprächsrunde teil. Näheres zum Programm finden Sie hier.


    Zwei Gastwissenschaftlerinnen bereichern die AG Ökoplan

    Wir freuen uns, Dr. Sherly da Costa und Arianne Flexa di Castro als Gastwissenschaftler in der AG Ökoplan begrüßen zu können. So ähnlich ihre Nachnamen klingen so verschieden sind die Regionen aus denen SIe zu uns gekommen sind und die Themen, die sie bearbeiten:

    Dr. Sherly da Costa kommt als Postdoc aus Indonesien und forscht über sozial-ökologische Resileinz von Flutlatastrophen, wie sie sich beispielsweise in Osttimor oder im Ahrtal zugetragen haben. Sie wird vom KAAD gefördert. Zuvor war sie Visiting Fellow at Centre for Geography Study and Spatial Planning (CEGOT) an der  University of Porto Portugal.

    Arianne Flexa di Castro kommt von der UFPA - Universidade Federal do Pará (Brasilien) und schreibt ihre Doktorarbeit zu "Detection and Monitoring of Invasive Species in Rehabilitating Mine Lands from Eastern Amazon". Sie wird ein Jahr bleiben, sich in Fernerkundungsmethoden vertiefen und wird hierbei durch ein Stipendium der Fundação Coordenação de Aperfeiçoamento de Pessoal de Nível Superior - CAPES -gefördert.

    Die Gastaufenthalte basieren einerseits auf unseren guten Beziehungn zu brasillianischen und portugiesischen Universitäten und Forschungseinrichungen, andererseites dienen sie auch dazu, die Internationalisierung der AG Ökoplan und und des ILÖK zur stärken und unsere Verbindung zu anderen (Forschungs)Kulturen zu vertiefen.


    Das Sommersemester 2024

    Wir freuen uns auf das kommende Semester und begrüßen alle Studierenden zurück an unserer Unsiversität. Gemeinsam wollen wir Neues entdecken, Horizonte weiten, uns vernsetzen und als Gemeinsam-forschende erleben. Unser Ziel bleibt weiterhin, Beiträge zu leisten, für eine lebendige und zukunftsfähige Entwirklung gemäß unserem Motto "Pfade über die Nachhaltigkeit hinaus".

    Neben unseren Lehrveranstaltungen merken Sie sich bitte schon die Vorträge und Veranstaltungen vor, die wir  (für Sie) organisieren:

    • Donnerstag, den 18.04.2024, 12:15 Uhr, F4 Fürstenberghaus
      ZIN | ULYSSEUS Brown Bag Lecture: Digging for Diversity
      Cornelia Steinhäuser: Diverse People, Divers Knowledges
    • Donnerstag, den 18.04.2024; 19 Uhr, vhs-Forum im Aegidiimarkt
      Münsteraner Klimagespräche; Moderation Esther Dohmen Tillmann Buttschardt,
      European Green Deal – was regelt die EU: Münsteraner Klimagespräche zur Europawahl im Juni
      Bericht von Amina Diehl efm
    • Donnerstag, den 25.04.2024, 9:00  Uhr, Botanicum (Anmeldung erforderlich)
      ULYSSEUS European University:
      Climate Change Workshop and Cities Mission
    • Dienstag, den 07.05.2024, 18:15 Uhr,  GEO1, R.323
      Lecture Series “Interdependencies” der "Economic Geography and Globalisation Working Group" des IfG
      Cornelia Steinhäuser, Mayra Rojo Gomez: Shifting boundaries: exploring approaches in a more-than-human world
    • Donnerstag, den 16.05.2024 12:15 Uhr, F4 Fürstenberghaus
      ZIN | ULYSSEUS Brown Bag Lecture: Digging for Diversity
      Tillmann Buttschardt, Bodo Philipp: Biodiversity and Bio-Cultural Diversity
    • Dienstag, 28.05.2024, Wersehaus
      Klausurtag der AG Ökologische Planung mit mehr als 50 eingeladenen Abschlusskandidat*innen und Ehemaligen
    • 10.-15.06.2024
      3. Kompostfestival des Stadtlabor Münster
    • Dienstag 18., 25.06. und 09.07.2024, 18:15 Uhr Hörsaal Geo1
      Berichte zur Berufspraxis
      Öffentliche Vorträge zur Arbeitswelt von Landschaftsökolog*innen

    Neue Publikation erschienen: Klimaschutz auf kommunaler Ebene – ein Aufruf zum Handeln

    Mit dem zu Ende gehenden Jahr 2023 geht auch die Illusion verloren, die schwer wiegenden Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels könnten noch abgewendet werden: Die Marke von 1,5° C wurde überschritten. In 'Sozialethik konkret – Klimaschutz global gerecht gestalten' (einem Kooperationsprojekt der Akademie Franz Hitze Haus Münster, der Akademie Die Wolfsburg und der Konrad-Adenauer-Stiftung, betrachten Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen diese Krise durch das Prisma der Sozialethik. Im nun publizierten Hauptreferat stellt Tillmann Buttschardt die Frage "wie wir leben können, ohne unsere Lebensgrundlagen zu zerstören." Der Text geht von zwei Annahmen aus: 1. Es steht fest, dass es zu einer sehr starken Erhitzung des Klimasystems kommen wird, und 2. da die Menschheit vermehrt in Städten leben wird und diese besonders gefährdet sind, muss Klimaschutz in Kommunen besonderes Gewicht bekommen. Thesenartig besschreibt der Artikel daraufhin, welche z.T. radikalen Veränderungen in Kommunen abgestoßen werden müßten, um dem neuen Klimaregime gewachsen zu sein.

    André Algermißen kommentiert den Beitrag von Tillmann Buttschardt in seinem Koreferat mit dem Titel: Klimaschutz auf kommunaler Ebene – Wirksamer Hebel zum Erreichen der Klimaneutralität?

    Die Publikation finden sie als Open Access-Publikation zum Download auf der Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung.


    Tagung Farbe der Forschung

    Unsere Landschaften sind geprägt von Monokulturen. Diese lassen sich nur mit hohen Inputs von Nährstoffen (Minderal und Wirtschaftsdüngern), Agrocheikalien (Pestizide, Fungizide, Herbitzide) und oft auch einer intensiven Bodenbearbeitung zu hohen Ertragsleistungen führen. Sie sind das Rückgrat der Erzählung, die moderne Agronomie sei Ertragreicher und könne die Welt ernähren. Doch zu welchen Kosten? Auf der Tagung Farbe der Forschung vom 15.-16.03.2024 wird daher dem Thema nachgegangen, ob nicht Mischkulturen zukunftsfähiger sind. SIe bergen eine große Vielfalt, unterstützen den Aufbau von gesunden Böden und können eine erhebliche Steigerung des Ertrages und der Widerstandsfähigkeit in landwirtschaftlichen Kulturen ergeben. Sie sind am besten geeignet, die großen Herausforderungen im Umgang mit dem Klimawandel zu bewältigen.
    Tillmann Buttschardt hielt einen Vortrag halten zum Thema: Vielfalt - Synergie - Resilienz: Welche Vorteile bieten neue Ansätze wie syntropische Agrikultur und Agroforstsysteme?
    Nähere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
    Zum Programm.


    Buchbeitrag zur "Ökologischen Planung"

    In einem Buchbeitrag zueinem Lehrbuch der Angewandten Geographie ist eine Übersicht von T. Buttschardt zum Tätigkeitsfeld bzw. Fachgebiet der "Ökologischen Planung" erschienen. Gerade in einer Zeit schneller und sprunghafter Entwicklungen ist eine fundierte Umweltvorsorgeplanung bedeutsamer denn je. Fachlich fundiert verfasste Risikoanalysen bilden das Rückgrat von Planungs-, Landnutzungs- und Investitionsentscheidungen, die mit anderen Belangen sorgsam abgewochen werden müssen, um nicht schwere Hypotheken für kommende Generationen zu hinterlassen. Der Beitrag erscheint im Kontext eines Buches, das Arbeitsfelder, Tätigkeiten und Methoden in der geographischen Berufspraxis beleuchtet und auch für Landschaftsökolog*innen lesenswert ist.

    Buttschardt T.K. (2023): Ökologische Planung. in: Dziomba, M., Krajewski, C., Wiegandt, C. (Hg.): Angewandte Geographie Arbeitsfelder, Tätigkeiten und Methoden in der geographischen Berufspraxis. UTB-Band-Nr: 5915. ISBN 978-3-8252-5915-0, S. 259-272

    Eine Inhaltsübersicht findet sich hier.


    Agroforst-Team gewinnt Forschungspreis

    Herzlichen Glückwünsch an das Team vom Forschungsprojekt „agroforst-monitoring“ für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Anwendung von Citizen Science! Die deutschlandweite Auszeichnung „Wissen der Vielen – Forschungspreis für Citizen Science“ wurde dieses Jahr erstmalig ausgelobt von Wissenschaft im Dialog (WiD) und dem Museum für Naturkunde Berlin im Rahmen des Projekts „Bürger schaffen Wissen“. Alles zur Preisverleihung lesen Sie hier. Der preisgekrönte Methodenleitfaden nahm seinen Ausgangspunkt in einem Projektpraktikum im Modul M7 Landschaftsökologie.

    In der Vitrine des Agroforst-Teams wird es langsam eng: Der in Freiburg überreichte Preis findet seinen Platz neben der Auszeichnung „wissen.kommuniziert“, der Preis der Universitätsgesellschaft Münster für Wissenschaftskommunikation (Uni-News). Diesen hatten Julia Binder und Thomas Middelanis zusammen mit Severin Halder (Stadtlabor)  am 22. November 2023 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Studiobühne der Universität erhalten. Dieser Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Vorstand der Universitätsgesellschaft alle zwei Jahre vergeben.


    Münsteraner Klimagespräch

    „Klimaschutz muss man sich leisten (können)!" -Wege in eine sozial-gerechte Klimazukunft

    Donnerstag, 22.2.2024, 19h   Forum der Volkshochschule (Aegidiimarkt 2)

    Es ist nicht mehr zu übersehen, dass der Klimaschutz als gemeinschaftlich akzeptiertes und getragenes Anliegen in die Defensive geraten ist. Das hat wohl in erster Linie mit dem weit verbreitetem Gefühl zu tun, dass die Belastungen und Zumutungen einer ambitionierten Klimapolitik nicht gerecht verteilt sind. Dies auf dem Hintergrund, dass die wohlhabenderen Schichten der Bevölkerung das Klima erheblich mehr belasten als die ärmeren Schichten. Die Diskussion um das Gebäudeenergie-/Heizungsgesetz, die Erhöhung der CO2-Bepreisung und die Kürzung klimaschädlicher Subventionen haben gesellschaftlich erhebliche Widerstände hervorgerufen.

    Hinzu kommt eine Kommunikation auf Seiten der Bundesregierung, die vielfach als verfehlt empfunden wird, weil sie einen großen Teil der Bevölkerung nicht erreicht. Auf der einen Seite stehen üppige Förderungen eines Heizungsaustausches auch für solche Bevölkerungsteile, die eine solche Förderung eigentlich nicht brauchen; auf der anderen Seite müssen diese Ausgaben herhalten für das weitere Hinauszögern der Zahlung eines „Klimageldes“ als Ausgleich für die CO2-Bespresung, wovon vor allem die weniger Vermögenden profitieren würden.

    All das wirft die Frage auf, wie künftig vermieden werden kann, dass der Klimaschutz die Gesellschaft spaltet und möglicherweise sogar Populisten vom rechten Rand in die Hände spielt. Was muss passieren, damit Klimaschutz und Klimapolitik von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden und die notwendigen Priorität erhalten?

    Als Gäste und Gesprächspartner sind dabei:

     

    • Niklas Haarbusch, M.A. ( ZIN & Institut für Soziologie der Universität Münster )
    • Bulut Surat (Umwelt- und Klimareferent beim DGB-NRW)
    • Thomas Weber (Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW)
    • Moderation: Christine Bertels (Volkshochschule Münster), Michael Tillmann

     

    Veranstaltet werden die Münsteraner Klimagespräche von einem Trägerkreis bestehend aus dem Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster, dem Umweltforum Münster e. V., dem Evangelischen Forum, dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, dem Beirat für Klimaschutz der Stadt Münster und der Volkshochschule Münster.


    Tagung Rechte der Natur in Grundgesetz mit Seminar

    Am 01. und 02. Februar 2024 findet in der Akademie Franz Hitze Haus, Münster, die Tagung "Die Rechte der Natur ins Grundgesetz" statt. Sie wird gemeinsam vom ZIN (konkret:  Tillmann Buttschardt & Anne Käfer), dem Netzwerk Rechte der Natur e.V., dem Institut für Theologische Zoologie und der Akademie Franz Hitze Haus organisiert.
    Zu dieser Tagung wurde ein interdisziplinäres Seminar im Rahmen des ZIN mit Prof. Dr. Anne Käfer (Evangelische Theologie).

    Nähere Informationen zu der interdisziplinären und interaktiven Tagung, in der die Wechselwirkungen zwischen den Weltbildern und Werten, Glauben und (Natur)wissenschaft und den Rechten der Natur sichtbar gemacht und diskutiert werden sollen, finden Sie auf der Website der Akademie Franz Hitze Haus: https://www.franz-hitze-haus.de/info/24-504.

    Die Tagung wurde von Karina Czupor, Tillmann Buttschardt, Rainer Hagencord und Christian Müller organisiert.

  • 2023

    Ulysseus COMPASS Conference

    Im Kontext der Hochschulallianz Ulysseus, der die Universität Münster erfolgreich beigetreten ist (nähere Infos dazu gibt es hier), findet am 4.10./5.10.2023 die „COMPASS Conference: Transferable Skills for Research & Innovation“ in Helsinki statt. Eine virtuelle Teilnahme ist möglich.
     
    Die Agenda, weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung (bis 03.10.2023; kostenfrei) finden Sie hier.

    Warum geht es?

    Ziel dieser Konferenz ist es, junge und erfahrene Forscher zusammenzubringen, um ihre Arbeit im Zusammenhang mit den Themen des Ulysseus European University Innovation Hub vorzustellen:

    • Sustainable energy, transport, mobility for smart cities
    • Ageing & wellbeing
    • Tourism, arts & heritage
    • Sustainable entrepreneurship and impact
    • Digitalization, robotics and cybersecurity transforming the future
    • Applied AI for business and education
    • Socio-ecological sustainability

    Die COMPASS-Konferenz bietet den Teilnehmenden ein internationales Forum, an dem Fachkolleg*innen aus allen acht Partneruniversitäten und darüber hinaus teilnehmen. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre laufenden Projekte oder abgeschlossenen Forschungsarbeiten entweder persönlich oder online zu präsentieren.

    Die Session "Socio-ecological sustainability" wird von Prof. Dr. Tillmann Buttschardt moderiert.


     Ökolandbau Convergence 19.-22. Oktober 2023

    Wir beschäftigen uns in der AG Ökoplanung mit den Besonderheiten und Gemeinsamkeiten von alternativen Formen das Landbaus. Hierzu haben wir eine eigene Forschungslinie, die der Agroökologie bei uns in der AG aufgebaut. In diesem Rahmen nehmen wir teil an einem viertägigen Treffen in Steyerberg dem in einem spannenden Format Ökolandbau und Permakultur zusammentreffen. Die Konferenz will Begegnungsort von Praktiker*innen mit außergewöhnlichen Ideen und Lösungen sein. Im „Open-Space“ Konferenzformat entwickelt sich eine eigene Dynamik, Vernetzung und Inspiration. Unsere (Forschungs-)Aufgabe wird sein, zu sehen, welche Menschen sich zusammenfinden, welche Inhalte für diese Praktiker*innen interessant sind, welche Lösungen diskutiert werden und wie die Menschen miteinander interagieren.
    Ein solcher Wissensaustausch zwischen Praktiker*innen untereinander und mit Forscher*innen ist in der Bewegung der Agroökologie wesentlich. Ziel ist dabei, die vielen Dimensionen eines nachhaltigen Agar-Ernährungssystems im Blick zu behalten.  Wir wollen auf der Konferenz diese Perspektive der Agroökologie einbringen und sehen, wie sie kreativ mit Ansätzen des Ökolandbaus und der Permakultur verbunden werden kann. Erkenntnisse aus der Teilnahme an der Konferenz werden im Seminar Agrökologie wieder aufgegriffen.

    Dr.'in Cornelia Steinhäuser leitet die Forschungslinie Agroökologie und hält das gleichnamige Seminar.
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt ist einer der Impulsgeber auf der Konferenz.


    DGL Tagung 2023: Plastik in Binnengewässern – Quellen, Transport und Auswirkungen

    Bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie (DGL) bieten Katrin Wendt-Potthoff und Friederike Gabel eine Session zu Plastik in Binnengewässern – Quellen, Transport und Auswirkungen an.

    Plastik wird zunehmend in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und in der Öffentlichkeit als Umweltproblem wahrgenommen. Besonderes Augenmerk gilt dem Mikroplastik, das von Organismen aufgenommen werden kann, wegen seiner großen Oberfläche Schadstoffe adsorbieren kann und damit möglicherweise weitreichende ökologische Konsequenzen hat. Viele Seen und Flüsse enthalten Plastikpartikel, aber die unterschiedlichen Transportmuster und mögliche Wirkungen auf limnische Organismen sind unzureichend verstanden. Es ist unter anderem noch wenig darüber bekannt, wie aquatische Organismen auf Plastik und seine Additive reagieren, welche Effekte die Aufnahme von Mikroplastik auf die Physiologie von aquatischen Organismen hat und welche Effekte in der Nahrungskette auftreten können. Die Session soll dazu beitragen, einen aktuellen Wissensaustausch zu den methodischen Untersuchungsansätzen, den Quellen und Senken und den biologischen Wirkungen von (Mikro)plastik im limnischen Milieu zu ermöglichen und Ansätze für weitergehende Forschungen aufzuzeigen.

    Zudem tragen zahlreiche Studierende aus den Studiengängen Landschaftsökologie und Wasserwissenschaften in Köln vor oder liefern Beiträge:

    • Yara Kobbe: Totholz in urbanen Gewässern: Auswirkungen von Totholzersatzstrukturen auf die Makrozoobenthos-Besiedlung
    • Joachim Rikus: Durchlässe als teilendes Element? Uferverbau hat keinen Einfluss auf Unterschiedlichkeit der Makrozoobenthos-Zönose
    • Hanna Schlüter und Fiete Winkelmann: Das Potential renaturierter Fließgewässer gegenüber klimawandelbedingten Stressoren
    • Verena Haupt: Quantitative und qualitative Analyse eines auf Mulchfolien wachsenden Biofilms als Nahrungsquelle für Physa fontinalis – Unterschiede zwischen konventionellen und Biokunststoffen
    • Henrike Jägel: Polyvinylchlorid-Mikroplastikpartikeln als Adsorbens für Kupfer und die Auswirkungen der Exposition auf Asellus aquaticus
    • Maike Kuhls: Influence of water quality and polymer type on the oxygen production and consumption of plastic associated biofilms
    • Isabell Bußmann: Auswirkungen von Polyamidpartikeln und dem Herbizid Terbuthylazin auf das Wachstum und die Entwicklung von Egeria densa
    • Theresa Sodenkamp: Auswirkungen von PET in Kombination mit Diclofenac auf Asellus aquaticus

     


    GfÖ Tagung 2023: Session Agroecology

    Die AG Ökoplan richtete zusammen mit dem Thünen Institut auf der GfÖ-Jahrestagung 2023 eine gemeinsame Session zur Agroökologie aus.
    Der Titel war: Agroecology - towards a transformation of farming and food systems in Europe und Fand am Mittwoch, den 13.09.2023 im Audimax der Universität Leipzig statt. Es schloss sich ein Interactive Lunchtime event - des AK Agroecology an,  dessen Sprecher Prof. Dr. Tillman Buttschardt gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Dauber ist.

    Die Vortragenden und Themen der Session waren:
    Nicolas Tinois
    AGROECOLOGY - European Partnership on accelerating farming systems transition: Agroecology living labs and research infrastructures

    Heather McKhann
    Thinking the future European network of Living Labs and Research Infrastructures for accelerating agroecology transition

    Natalia Rastorgueva
    Living labs as entry points for agroecological transition: testing of the theoretical framework in local, regional and national living labs
     
    Sandrine Petit
    Agroecology in action: engaging with stakeholders to move towards pesticide-free landscapes

    Emily Poppenborg Martin
    The KoMBi network: Exploring collective models for enhancement of biodiversity in farmed landscapes

    Viviana Alarcon-Segura
    BEATLE project: Inter and transdisciplinary assessment of agricultural policy transformation pathways towards a biodiversity-friendly food system


     WWU Fellowship für Prof. Dr. Damián Vega

    Wir freuen uns, Prof. Dr. Damián Vega als Gastwissenschaftler in der AG Ökoplan zu begrüßen Er hat von der Universität Münster Vor-Ort-Stipendium als WWU Fellow vom 01.05.2023 bis 31.07.2023 aus den Mitteln des Internationalisierungsfonds des Rektorates bewilligt bekommen. Prof. Vega kommt von der Universidad de Buenos Aires (Argentinien) und wurde von Dr. Cornelia Steinhäuser eingeladen. Zusammen wollen sie die Frage beantworten, wie Landwirte die Gesundheit in realen Agrarökosystemen ohne den Einsatz von Pestiziden fördern können, wobei der Schwerpunkt auf Pflanzenkrankheiten liegt. Weizen wurde aufgrund seiner Bedeutung für die weltweite Ernährungssicherheit als Modellkultur ausgewählt. Da die Gesundheit von Nutzpflanzen mit der Gestaltung und dem Management von Agrarökosystemen, dem Aufbau von lokalem Wissen und sozialen Kooperationsnetzen zusammenhängt, werden Informationen quantitativer und qualitativer Art benötigt. Hierzu werden Modellhöfe im Münsterland und in Argentien untersucht und verglichen.
    Der Gastaufenthalt dient auch dazu, die Internationalisierung der AG Ökoplan und und des ILÖK zur stärken und eine Kooperation mit der UBA aufzubauen. Ähnliche Verbindungen bestehen zu Hochschulen in Brasilien (UfMG, UfV) und Tansania (NM-AIST).


    Neue Veröffentlichung erschienen

    Der Bericht über die wissenschaftliche Perspektive auf das Projekt "Lebensraum Künstlerdorf - Von der Natur lernen" ist erschienen. Er beschreibt die Herausforderungen, Chancen und Potenziale eines sozio-ökologischen Transformationsprozesses einer Kunstinstitution. Und er untersucht für diese Fallstudie, wie Permakultur, Gartenarbeit und "Lernen von der Natur" als Inspiration genutzt wurden mit dem Ziel, eine gerechte und nachhaltige Gemeinschaft zu schaffen.

    Steinhäuser, Cornelia (2022). Begegnungen mit Mensch und Natur im Künstlerdorf Schöppingen: Socializing with people and nature at the Künstlerdorf. In Julia Haarman (Ed.), Ecosystem Künstlerdorf (pp. 21–41). Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.

  • 2022

    Das Kompost Festival – Das Ende wird zum Anfang - 16. – 22. Juni 2023

    Das Kompost Festival ist ein experimentelles Veranstaltungsformat, rund um Ökologie und sozio-ökologische Transformation. Das Festival widmet sich Mensch-Umwelt-Beziehungen tiefgründig, behutsam und praktisch. Im Zwischenraum von Ökologie, Kunst, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichem Engagement erkundet es Fragen fruchtbarer Regeneration.
    Zwischen Freitag 16. Juni und Donnerstag, den 22. Juni finden an verschiedenen Orten in Münster Radtouren, Improtheater, Workshops, Vorträge, Freiluftkinos und Interventionen statt, bei denen sich auf innovative, praktische, künstlerische und wissenschaftliche Weise mit Bodenleben, Versiegelung, Mensch-Boden Beziehungen, Landwirtschaft, Upcycling und dem Anthropozän beschäftigt wird. Das Festival ist umsonst und findet überwiegend draußen statt. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung sowie ein Unkostenbeitrag nötig. Das vollständige Programm finden sie unter http://kompost.zone // Instagram: kompost.zone.
    Das Kompost Festival ist eine Initiative des StadtLaborMünster. Die AG Ökoplan ist Mitglied im Stadtlabor. Im Rahmen des Kompostfestivals wird Prof. Dr. Tillmann Buttschardt zwei Impulsvorträge halten.


    Öffentliche Veranstaltung mit Fokus „Kreislaufwirtschaft“ am 17. Juni ab 17 Uhr, vhs Münster

    Am Samstag, den 17. Juni von 17 Uhr bis 21:30 Uhr findet in der VHS Münster das "Kreislauf-Dinner" statt, das vom StadtLabor, dem ZIN, der vhs und der fairTEilBAR gemeinsam organisiert wird. Das "Kreislauf-Dinner" hat das Ziel, Wissenschaftler*innen, Praktiker*innen und interessierte Bürger*innen in vier Gesprächsrunden ("Gängen") in den Austausch über verschiedene Facetten des Themas Kreislaufwirtschaft zu bringen. Jeder dieser Gänge beginnt mit zwei Impulsvorträgen, die geladene Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft – darunter auch ZIN-Mitglieder - halten. Zu jeder Gesprächsrunde wird von der fairTEilBAR ein Snack serviert der das Thema der Runde kulinarisch übersetzt. Prof. Dr. Tillmann Buttschardt hielt bei diesem Kreislaufdinner einen Impulsvortrag zur Kreislaufwirtschaft und moderierte einen der Tische.

    Die Veranstaltung fand im Rahmen des Kompostfestivals 2023 statt. Das Kompost Festival ist eine Initiative des StadtLaborMünster. Die AG Ökoplan ist Mitglied im Stadtlabor.


    Essen macht Klima - Welche Beiträge leistet das Ernährungssystem?

    Wie tragen Ernährung und Landwirtschaft in Münster und seinem Umland dazu bei, die Klimaziele zu erreichen? Welche Möglichkeiten gibt es, die Nachhaltigkeitsziele mit dem Klimaschutz zu verbinden? Wie ist eine gute und gesunde Ernährung möglich, die auch klimafreundlich ist? Die Münsteraner Klimagespräche suchen auf der Ebene der Stadt und Region Münster auszuloten, welche Beiträge auf lokaler Ebene geleistet werden können. Hier gibt es viele Initiativen und Entwicklungen, die zu diesem Thema existieren.

    2020 wurde in Münster der Ernährungsrat gegründet. Ein weiteres Beispiel ist der Bürgerdialog „Food Futures: Unser Ernährungssystem in Münster“. Es gibt den Ratsbeschluss aus dem Jahr von 2021 der Biostadtinitiative beizutreten und den Nachhaltigkeitsbeirat, der natürlich auch die mit der Ernährung verbundenen UN-Nachhaltigkeitsziele im Blick hat. Die Regionalwert AG investiert in nachhaltig wirtschaftende Betriebe vom Acker bis zum Teller, die Christliche Initiative Romero schlägt die Brücke zu einem solidarischen Ernährungssystem und die fairTEiLBAR steht für ein Engagement zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. Viele diese Aktivitäten fokussieren die Klimathematik nicht an erster Stelle. Aber sie stärken das Handeln von Bürgerinnen und Bürgern.

    Professor Dr. Guido Ritter vom Fachbereich Oecotrophologie und Facility der Fachhochschule Münster wird in seinem Eingangsvortrag die Herausforderungen für die Landwirtschaft betrachten, denn er berät landwirtschaftliche Betriebe bei der Entwicklung neuer ressourcenschonender Produkte, etwa aus Lupinen. Daraus entstehen zum Beispielfleischlose Patties für Burger und co. Rund um die Ernährung engagieren sich zivilgesellschaftliche Akteure und Akteurinnen.

    Mit ihnen diskutiert Prof. Dr. Tillmann Buttschardt vom Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität Münster zusammen mit Dr. Susanne Eichler, Fachbereichsleiterin für Gesellschaft und Kultur der vhs Münster.
    Mehr unter stadt-muenster.de/vhs.

    Veranstaltet werden die Münsteraner Klimagespräche von einem Trägerkreis bestehend aus dem Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster, dem Umweltforum Münster e. V., dem Evangelischen Forum, dem Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, dem Beirat für Klimaschutz der Stadt Münster und der Volkshochschule Münster.


    Women and girls can transform food systems for climate resilience

    Zusammen mit der CGIAR Gender Platform orgenisierte die AG Ökologische Planung ein Side Event zur 27. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvetion in Sharm El-Sheich, Ägypten. Unser Anliegen war das Potenzial geschlechtsspezifischer Ansätze für den Aufbau von Klimaresilienz in Kontexten von Anfälligkeit, Ernährungsungssicherheit und Konflikten herauszustellen. Prof. T. Buttschardt wies darauf hin, dass es notwendig sei Praktiken zu förden die darüber hinaus auch Böden, Biodiversität und Gewässerökosysteme regenerierten. Dies sei ein Ansatz, den die Agroökologie verfolge, betonte Dr'in C. Steinhäuser, indem durch sensible partizipative Forschungsmethoden die spezifischen lokalen Bedingungen aus Sicht der Akteur*innen untersucht werden. Nun hat das Earth Negotiations Bulletin (ein unabhängiger Berichterstattungsdienst über die Verhandlungen der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung) über die Veranstaltung berichtet und ein Video zusammengestellt.

    Zum Bericht

    Das Side Event auf der CGIAR Gender platform Website. Dort ist unter anderem die livestream Übertragung zu finden.


    ILÖK-Kolloquium im WS 2022/2023

    Die AG Ökoplan organisierte im Rahmen des Kolloquiums des Instituts für Landschaftsökologie den Vortrag"In der kritischen Zone oder 'Gaia c'est le nom'.

    In einer Art Sonderausgabe des Kolloquiums haben wir uns mit dem Werk des im Oktober 2022 verstorbenen Wissenssoziologen und Philosphen Bruno Latour aus einer interdisziplinären Perspektive gewidmet. Natürlich wurde seine Bedeutung für die Erdsystemforschung heraus gestellt. Auch wurden Originalwerke und Dokumente vorgestellt. Die Veranstaltung wurde gestaltet von Prof. Dr. Tillmann Buttschardt und Dr.'in Cornelia Steinhäuser mit Gästen aus dem ZIN und Stadtlabor Münster und per Zoom übertragen. Zuhörer*innen warn u.a. auch in Kanada zugeschaltet.


    CAMPUS EARTH 2022 – Der WWU-Nachhaltigkeitstag

    Der erste Nachhaltigkeitstag der Universität Münster fand statt am 20. Oktober und stand ganz im Zeichen globaler, sozialer und intergenerationeller Ressourcengerechtigkeit. Die Öffentlichkeit war eingeladen, in die Universität und mit Expertinnen und Experten in den Austausch zu kommen. Die AG ÖKOPLAN beteiligt sich mit mehreren Angeboten am Programm des Nachhaltigkeitstages.Es präsentierten sich auch das ZIN und das Stadtlabor Münster. Auch hier waren wir von der AG ÖKOPLAN aktiv.

    Im Blog Nach(haltig)gedacht hat Lilli Möller über den Nachhaltigkeitstag geschrieben. Der Artikel findet sich hier.
    Einen Bericht des mit dem ZIN und dem Brasilienzentrum veranstaltet World Café: Energiewende aus anderer Sicht: Perspektiven aus Südamerika - Erfahrungsbericht einer internationalen Veranstaltung können Sie hier lesen. Ein Youtube Video zur Veranstaltung finden Sie hier.


    Diana Michler-Kozma verteidigte am 24.06.2022 erfolgreich ihre Dissertation und wurde zur Doktorin der Naturwissenschaften promoviert. Der Titel der Doktorarbeit lautet: Fate and effects of plastic pollution in lentic freshwater ecosystems - A risk assessment of different polymers on macroinvertebrates.
    Die AG Ökoplan gratuliert sehr herzlich!

    Die zugehörigen Publikationen finden sich hier.


    Das Stadtlabor Münster (eine Transferaktivität des Fachbereichs Geowissenschaften) veranstaltete zum ersten Mal das
    das Kompostfestival vom 16. – 25. Juni.
    Es werden verschiedene Ort in Münster Festivalschauplätze sein, u.a. das Geo urbanum in der Heisenbergstraße

    Kompost ist das Beispiel einer symbiotischen und fürsorglichen Mensch-Umwelt Beziehung. Das Kompost-Festival beschäftigt sich mit sozial-ökologischen Transformationen und fruchtbaren Mensch-Boden Kreisläufen. Der experimentelle Charakter des Festivals entfaltet sich an den Schnittstellen von Wissenschaft, Kunst, Aktivismus und Ökologie mit der Frage: Was können wir vom Kompost lernen?
    Im Zwischenraum von Wissenschaft, Kunst und zivilgesellschaftlicher Praxis erkundet es Fragen lebendiger Regeneration und sozio-ökologischer Transformation. In zahlreichen Veranstaltungen öffnen wir eine neue (Unter-)Welt voller Leben und drängender Fragen für die Zukunft unserer Erde. Denn intensive Nutzung, Klimaveränderung, Erosion, Versiegelung und Schadstoffeintrag bedrohen die dünne Schicht von der wir leben. Als Antwort auf diese globale Bodenkrise lenken wir den Blick auf den „Dreck“ unter unseren Füßen und jene Menschen die sich um ihn kümmern.

    Von der AG Ökoplan sind Dr. Cornelia Steinhäuser, Prof. Dr. Tillmann Buttschardt und Studierende aus dem Modul M7 beteiligt.

    Weitere Infos unter:
    http://kompost.zone/
    https://www.instagram.com/kompost.zone/
    Plakat


    Viola Krone verabschiedet

    Mit einer schönen Kartierübung verabschiedete sich Viola Krone aus der AG Ökoplan, der sie seit 2015 angehörte:
    Die Kartierungen der Übung in B19: Biotop- und FFH-Lebensraumkartierung fanden in 2022 Jahr fanden im Emsauenpark Telgte statt. Dort wird seit einigen Jahren durch die Biostation Münsterland versucht, wieder blumenreiche Mähwiesen herzustellen. Die Westfälische Nachrichten berichteten darüber. Den Artikel können Sie hier nachlesen.
    Viola Krone wird der AG Ökoplan als Doktorandin weiterhin erhalten bleiben. Wir wünschen Ihr für Ihre Zukunft alles Gute!


    Auch die AG Ökoplan beteiligte sich am Schlauraum, dem Wissenschaftsfestival in Münster zum Thema Wasser.
    Dr. Benjamin Kupilas sprach im  Open Air Hörsaal in der Stubengasse am Mittwoch, den 22.05.2022 um 18 Uhr zum Thema:

    Flussgeschichten – Wasser in der Stadt

    Viele Städte sind historisch in Flussnähe entstanden: Sie bieten Trinkwasser, ermöglichen Transport und Energiegewinnung und dienen heute häufig als Naherholungsgebiete. Neben diesen Funktionen gehören Bäche und Flüsse zu den artenreichsten und zugleich am stärksten bedrohten Lebensräumen. Flüsse bilden gemeinsam mit ihren Ufern die sogenannte „grün-blaue Infrastruktur“, die im urbanen Raum eine wichtige Rolle einnehmen kann: Sie federt Starkregen und Hitzephasen ab, stellt einen wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen dar und bietet den Anwohnern Möglichkeiten zur Naherholung. Wir gehen gemeinsam auf Entdeckungsreise und thematisieren wie wir Menschen unsere Flüsse geprägt haben und wie wir sie nachhaltig entwickeln können, um klimatische Veränderungen abzufedern, die Artenvielfalt zu schützen und unsere Städte nach dem Motto „grün und blau statt grau“ lebenswerter zu gestalten.

    Der Vortrag ist Teil der Ringvorlesung „WasserWissen“ des Netzwerks Wasser; die Teilnahme kann im M.Sc. LÖK angerechnet werden.


    Gastprofessur in Mexico

    Prof. Dr. Tillmann Butschardt hielt vom 24.-29.04.2022 an der Autonomen Universtät des Bundesstaates Hidalgo in Pachuca (Mexico) eine Gastprofessur u.a. zu den Themen Klimawandel und Transformative Ansätze in der Landschaftsökologie. Nach einer Festvorlesung im Hauptgebäude der Universität zum Thema "Impacto y evaluación de la contaminación ambiental" wurde er vom Rektorat als Gastprofessor ehrenhalber ausgezeichnet. Die Gastprofessur fand im Rahmen des "Festival Internacional de la Imagen (XII Edición)" statt.
    Eine Bildergalerie des Besuches findet sich hier.
    Weitere Informationen zu den Vorträgen finden Sie unter der Rubrik "Talks der AG Ökoplan"


    Dritte Sommerschule im Projekt "Forschendes Lernen in wenig beachteten, biodiversen Ökosystemen in Brasilien": Aus Münster und Berlin reisten 9 Studierende zusammen mit Sam Lucy Behle und Dr. Jan Lehmann als Betreuender des ILÖK nach Minas Gerais um dort mit Prof. Dr. Ricardo Solar und Prof. Dr. Joao Meira verschiedene Ökosysteme wie die Campos rupestres oder Cerrado zu untersuchen. Das besondere an diesen Sommerschulen ist, dass drei Universitäten aus zwei Ländern (WWU, UFMG und UFV) mit Studierenden, Promovierenden, Postdocs und Profs zusammen lernen und leben. Zwei der dortigen Organisatoren Alex Coelho und Herval Pinto waren bereits zu einem Auslandsaufenthalt in Münster. So wird der vom DAAD geförderte interkulturelle Austausch auch in Zeiten der Pandemie aufrecht erhalten. Wir sind sehr froh, dass uns das gelungen ist. Die Sommerschule dauerte vom 05.-26.02.2022.
    Zur Projektseite geht es hier.


    Studierendenpreis des Rektorats geht an Studierende des ILÖK

    Studierende der Landschaftsökologie setzen sich dafür ein, landwirtschaftliche Flächen mit Hilfe der „Agroforstwirtschaft“ künftig nachhaltiger zu gestalten. Bei dieser Methode ergänzen passende Gehölze die ackerbauliche Nutzung. Die Initiative für landwirtschaftlichen Wissensaustausch (ILWA) soll dazu beitragen. Das Rektorat zeichnete stellvertretend für das Team Julia Binder und Thomas Middelanis mit dem Studierendenpreis 2021 aus, der mit 7.500 Euro dotiert ist.

    Das ILÖK gratuliert sehr herzlich!
    Zur Preisverleihung im Rahmen des Neujahrsempfangs am 14.01.2022 wurde ein Video gedreht.

    Video zum Studierendenpreis 2021
    Gesamte Meldung
    Webauftritt des Projekts Agroforst-Monitoring
    Website von ILWA
    Exkursionsangebot von ILWA im Sommersemester 2022


    Optimierung naturbasierter Lösungen in unter Druck stehenden Flusseinzugsgebieten

    Dr. Benjamin Kupilas ist seit einiger Zeit auch am Norwegian Institute for Water Research (NIVA) in Norwegen tätig. Dort arbeitet er u.a. im SABICAS Projekt, welches von NIVA geleitet wird. "Im SABICAS Projekt werden wir in zwei Flussgebieten in Norwegen arbeiten, die durch unterschiedliche Landnutzungsarten unter Druck stehen", sagt Benjamin Kupilas dem Freshwater Blog, der aktuell einen Beitrag über das Projekt veröffentlicht hat. Der Freshwater Blog veröffentlicht regelmäßig Artikel, Interviews und Analysen, die sich mit Gewässerrenaturierung, Wissenschaft und Politik beschäftigen.

    Lesen Sie hier den ganzen Artikel über das SABICAS Projekt.


    Zu diesem Thema:

    Forschung in Norwegen? Jetzt bewerben!

    Das Norwegian Institute for Water Research (NIVA) bietet im kommenden Sommer wieder Möglichkeiten zum sogenannten Transnational Access in der dortigen Forschungsinfrastruktur (Mesokosmen und Fließrinnen - s. Bilderslider Forschung) an. Bewerbungen insbesondere auch von Studierenden und Doktoranden sind ausdrücklich gewünscht! Ansprechpartner ist Dr. Benjamin Kupilas.

    Weitere Informationen finden Sie hier.


    Vortrag und internationaler Forschungsaustausch zur Transformation ländlicher Räume

    César Soares, Cornelia Steinhäuser und Tillmann Buttschardt haben zum 28. Colloquium der IGU Commission on the Sustainability of Rural Systems (IGU CSRS) das Paper "Kūmara, Maís and Cassava: Socio-Environmental Inequalities and the Rural Transformation in New Zealand, Argentina, and Brazil" vorgestellt.
    Cornelia Steinhäuser hat zudem als Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses des IGU CSRS bei der Tagungsorganisation und Fachsitzungsleitung mitgewirkt. Weitere Informationen dazu finden sich in unserem Blog.


    Die Agroökologie im Official UNFCCC side event at COP27 am 11. November 2022

    4. November 2022

    Tillmann Buttschardt und Cornelia Steinhäuser bieten gemeinsam mit dem IFPRI ein Side Event. Wir gehen der Frage nach, inwiefern geschlechtergerechte Ansätze zu mehr Resilienz gegenüber der aktuellen Krisen führen können. Eingeladen haben wir zwei Experten der Agroökologie: William Moseley und Rachel Bezner-Kerr. Der Side Event wird im Livestream übertragen. 


    Feldtag zur Regenerativen Landwirtschaft

    11. Mai 2022

    Im Rahmen des Seminars Agroökologie haben wir zwei Höfe besucht, die Regenerative Landwirtschaft betreiben. Zusammen mit den Betriebsleiter*innen haben wir aus ackerbaulicher und landschaftsökologischer Sicht beobachtet und diskutiert, wie die sog. fünf Prinzipien der Regenerativen Landwirtschaft für mehr Humusaufbau und Bodengesundheit umgesetzt werden (können), und zwar: Bodenbedeckung, Bodenruhe, Vielfalt, Durchwurzelung und Ganzheitlichkeit.


    Blog-Beitrag bei Nach­(haltig)­gedacht

    4. Mai 2022

    Ein zentrales Thema der Agroökologie sind Institutionen, welche die Gemeingüter (common pool resources) verwalten und öffentliche Güter (public goods) bereitstellen. Es geht dabei um den Erhalt von Bewässerungssystemen bei Terrasenanbau in Bergregionen oder um den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht. Doch auch Blühstreifen im Münsterland können Impulse geben, um über die Verfügung über Güter nachzudenken, wie in folgendem Blog von Cornelia Steinhäuser: Blühstreifen am Wegesrand – über Ökosystemleistungen, den Begriff des Gemeingutes, und verschiedene Perspektiven auf das Blumenpflücken


    Methodenworkshop SoWiLök des Sommersemesters 2022 gestartet

    28. April 2022

    Die Transition zur Agroökologie erfordert eine Transformation der Gesellschaft. Wir beschäftigen uns im Workshop mit Theorien und methodischen Ansätzen, welche Grundlagen für Abschlussarbeiten in diesem Bereich bilden. Dieses Semester treffen wir uns Donnerstags von 16.00 bis 17.30 Uhr in Raum 455. Eine Übersicht über die behandelten Themen und unsere Ziele ist hier zu sehen.


    Besuch bei der Kompostierungsanlage der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM)

    28. April 2022

    Im Rahmen der Lehrveranstaltung M7 Projektpraktikum und des geplanten Kompostfestival Münster haben wir an einer Führung durch die Kompostierungsanlage und weitere Einrichtungen teilgenommen.


    IGU Commission Excellence Award 2021

    23. April 2022

    Das Steering Committee der Commission on the Sustainability of Rural Systems (CSRS), dem Cornelia Steinhäuser angehört, wurde von der International Geographical Union (IGU) für ihre aktive und produktive Arbeit ausgezeichnet.


    Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises Agri-Food-Geographies

    22. und 23. April 2022

    Auch in Deutschland sollen die Forschungsarbeiten und die Lehre zum gesamten Agrar-Ernährungssystem durch die Bildung eines eigenen Arbeitskreises sichtbar werden. Cornelia Steinhäuser hat teilgenommen und die Perspektiven der Agroökologie eingebracht. https://vgdh.geographie.de/tagungen/calls/2022/16932/


    Tagesexkursion Regenerative Landwirtschaft

    7. März 2022

    Wir besuchten zwei Bauernhöfe, die sich durch ihre regenerativen Praktiken zum Ziel setzen den Boden zu schüzen und naturnah sowie energieeffizient zu wirtschaften.

  • 2020-21

    Weihnachtsgruß 2021

    Die Welt steht Kopf.

    Helfen wir mit, sie wieder auf die Beine zu stellen:
    auf die Erde.
    Verbinden wir uns wieder mit der Erde: dem Boden.
    Im Hier, im Jetzt, im Leben!

    Arbeiten wir an der regenerativen Kultur der Zukunft: und geben uns damit selbst eine.
    Wir wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit mit
    stillen und heilige Nächten
     und dann im neuen Jahr einen frischen und mutigen Geist.

    Herzlichst, Ihre/Eure AG Ökoplan

     
    Herzliche Einladung zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der "Münsteraner Klimagespräche"

    Sind wir auf dem 1,5-Grad-Pfad? - Die Weltklimakonferenz von Glasgow und die künftige Klimapolitik Deutschlands

    Gesprächspartner:

    • Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer (Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt)

    • David Ryfisch (Germanwatch, Teamleiter Internationale Klimapolitik)

    (beide Referenten sind Teilnehmer bzw. Beobachter bei der Weltklimakonferenz in Glasgow)

    • Moderation: Harald Nölle (Umweltforum Münster)

    Donnerstag, 18.11.2021, 19:30 - 21:00 Uhr

    Aula der Kath. Studierenden- und Hochschulgemeinde Münster, Frauenstr. 3-6 -

    Eintritt frei - es gilt die 3G-Regel

    Zusätzlich eröffnen wir aber die Möglichkeit, die Veranstaltung auch per Zoom zu verfolgen. Dazu hier der Link:
     
    Zoom-Meeting beitreten 

    Dem Trägerkreis der „Münsteraner Klimgespräche“ gehören an: Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit Münster, das Evangelische Forum e.V., die Klimainitiative Münster, das Umweltforum Münster, die Volkshochschule Münster, das Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der WWU (ZIN)

     

    Ringvorlesung:

    Wie lässt sich unsere Zukunft nachhaltig gestalten?

    Eine Online-Ringvorlesung lädt im Wintersemester alle Interessierten ein, sich mit der aktuellen Forschung zur Nachhaltigkeit zu beschäftigen. In der Reihe „Zukunftsentscheidungen?! Interdisziplinäre Forschungen zur Nachhaltigkeit“ stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Arbeit und Erkenntnisse vor – immer montags von 16 bis 18 Uhr. Die Vorträge werden live im Internet übertragen, die Teilnahme ist kostenlos.

    • Am 18.10.2021 sprach Prof. Dr. Tillmann Buttschardt zum Thema Zusammen stark: Klima und Biodiversität gleichzeitig schützen? Das 30x30 Ziel der Campaign for Nature und der G7 Staaten.
    • Am 08.11.2021 ist dann erneut eine Wissenschaftlerin aus dem ILÖK auf dem Podium: Dr.‘in Cornelia Steinhäuser referiert dann über "Ernährungssouveränität".

    Organisiert wird die Ringvorlesung von der Kontaktstelle Studium im Alter und dem  Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster. Eine Anmeldemöglichkeit sowie weitere Informationen zu Terminen und Themen bietet die Seite www.uni-muenster.de/Studium-im-Alter/ring.html

    „Zukunftsentscheidungen?! Interdisziplinäre Forschungen zur Nachhaltigkeit“ lautet der Titel einer Online-Ringvorlesung an der Universität Münster.<address>© WWU - Designservice</address>

    Münsteraner Klimagespräche

    Wie können wir so über das Klimaproblem reden, dass Menschen sich weiter damit beschäftigen wollen und zum Handeln motiviert werden? Dass die reine Information über die Erkenntnisse der Klimawissenschaften hierbei nur bedingt hilfreich ist, hat sich allgemein schon herumgesprochen. Welche Rolle spielt dann aber das Angst einflößende Heraufbeschwören bedrohlicher oder gar apokalyptischer Zukunftsszenarien? Wie Erfolg versprechend ist es, die ethische Seite des Problems zu betonen und an unsere Verantwortung für die Zukunft kommender Generationen zu appellieren? Wie schaffen wir es, große Teile der Stadtgesellschaft mitzunehmen beim Projekt „Klimaneutralität 2030“?

    Fragen wie diese stehen im Mittelpunkt des nächsten „Münsteraner Klimagesprächs“

    • am 7.10. um 19.30h mit dem
    • Thema „Klima.Kommunikation.Kooperation - Wie wir über das Klima sprechen und gemeinsam handeln können".

    Gäste und Gesprächspartnerinnen sind: Prof'in Dr. Maren Urner, Neurowissenschaftlerin und Medienpsychologin, deren Buch „Schluss mit dem täglichen Weltuntergang“ auch ein SPIEGEL-Bestseller wurde. Ferner Pia Niehues von der Klima-Koordinationsstelle der Stadt Münster, in deren Verantwortung die Erarbeitung einer „Klimakommunikationsstrategie“ für Münster fällt und die Politologin Prof'in Dr. Antonia Graf (WWU), die darüber geforscht hat, wie das Umweltthema im Laufe de Jahre in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

    Die Moderation hat Prof. Dr. Tillmann Buttschardt vom Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Universität Münster.

    Coronabedingt wurde die Veranstaltung als Zoom-Konferenz durchgeführt.

    Das CorrenslabCorrenslabCorrenslab

    Wir denken Straße neu
    Correnslab
    © WWU, FH MS, Stadt Münster

    Die Wissensquartiere in Münster sind in Bewegung: neue Orte für Forschung und Lehre, zum Wohnen und Arbeiten, für Leben und Begegnung werden unsere Umwelt verändern. Diese Veränderung müssen den heutigen Anforderungen an eine klimafreundliche und resiliente, zugleich aber auch soziale Stadt Münster gerecht werden.
    Wir machen mit und zeigen auf der Corrensstraße, wie öffentlicher Raum nachhaltig, gemeinwohl orientiert und mit hoher Aufenthaltsqualität für alle Menschen gedacht werden kann.
    Vom 29. September bis zum 02. Oktober 2021 laden FH Münster, WWU Münster und Stadt Münster in das CorrensLab ein: Studierende unterschiedlicher Fächer stellen ihre Ideen zum Thema „Nachhaltiger Straßenraum“ vor.

    Die AG Ökoplan war mit einer Fallstudie im Rahmen des M.Sc. Wasserwissenschaften beteiligt, in der untersucht wird, wie ein klimaresilientes Quartier aussehen kann. Betreut wird die Fallstudie von den Professoren Jens Haberkamp und Mathias Uhl von der FH Münster sowie Tillmann Buttschardt aus dem ILÖK.


    Informationen zum CorrensLab

    CorrenslabCorrenslabCorrenslab

    Tag der Agroforstsysteme erfolgreich verlaufen

    Die studentische Initiative für Landwirtschaftlichen Wissensaustausch (ILWA) hatte am 03.08.2021 zum ersten „Tag der Agroforstsysteme“ nach Münster eingeladen. Es war die erste Veranstaltung im Uni-Hörsaal nach so langer Zeit. Der „Tag der Agroforstsysteme“ bot vom Morgen bis Nachmittag ein volles Programm an Infos und Diskussionspunkten rund um Agroforst als zukünftige (?) Landnutzungsform. Hier ein paar Schlaglichter:

    • Dr’in. Leonie Göbel eröffnete uns unter anderem die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Studierenden Forschende, Freiberufler*innen, Landwirt*innen im Bereich Agroforstwirtschaft.
    • Der Agroforstberater Burkhard Kayser kennt viele Agroforstsysteme und begleitet Landwirt*innen über bürokratische Hürden und durch die Komplexität der Standortansprüche jeder einzelnen Art. Er beschrieb Beispiele, wie Agroforstwirtschaft konkret umgesetzt werden kann.
    • Die Landwirtschaftskammer NRW wurde durch Dr. Michael Dickeduisberg vertreten. Er vollzog für uns den Transfer ins Münsterland: Ist Agroforstwirtschaft hier Zukunftspfad oder eher Holzweg?

    In einem komplexen Thema, wo viele Vorteile, sowie eine lange Reihe bestehender Hürden zu berücksichtigen sind, ist der Wissensaustausch umso wichtiger. In einem abschließenden Workshop wurden die Eindrücke des Tages zusammengetragen. Spätestens hier traten die unterschiedlichen Akteur*innen aus Landwirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in den Dialog. Viele neue Verknüpfungen und Ideen für die Zukunft lassen uns auf Veränderungen zu mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft hoffen.

    Die Ergebnisse sowie Präsentationsfolien und weiterführende Links finden sich hier.

     

    Neue Publikation erschienen:

    de la Vega-Leinert, A. Cristina, Kieslinger, Julia, Jiménez-Moreno, Marcela und Steinhäuser, Cornelia (2021). Young People’s Visions for Life in the Countryside in Latin America. Geographical Review, 1–25. https://doi.org/10.1080/00167428.2021.1925897

    Die Abwanderung aus den ländlichen Räumen, insbesondere von jungen Menschen, wird als Herausforderung für die Vielfältigkeit und Vitalität ländlicher Räume diskutiert. So werden junge Menschen aktiv in die politischen Debatten der nachhaltigen Entwicklung eingebunden (siehe zum Beispiel bei dem UN Food Systems Summit 2021). Unsere Untersuchung vereint Perspektiven aus vier unabhängig voneinander geführten Studien in ländlichen Räumen Lateinamerikas, und zwar in Argentinien, Bolivien, Ecuador und Mexiko. Wir gehen mit partizipativen Methoden den Fragen nach, wie junge Menschen ihr Leben in ländlichen Orten wahrnehmen; was sie dazu bewegt zu gehen und/oder zu bleiben; und wie sich ihre Entscheidungen auf ihre Familien, Gemeinschaften und Landschaften auswirken können. Trotz der unterschiedlichen regionalen Kontexte identifizieren wir wesentliche Übereinstimmungen in den Visionen unserer Teilnehmer*innen, die ein dynamisches Kontinuum vielfältiger Formen einer Verschmelzung des ländlichen und städtischen Lebens aufzeigen. Unsere Forschung leistet einen Beitrag zum Feld der Kindergeographien, indem sie untersucht, wie Kinder und Jugendliche die ländlichen Orte, in denen sie leben, konzeptualisieren und sich zu ihnen in Beziehung setzen, jedoch auch zu imaginären Orten, in die sie sich projizieren. Wir argumentieren, dass Kinder und Jugendliche eine entscheidende Rolle bei der Konstruktion ländlicher Orte spielen. Die Erkenntnisse unserer Fallstudien sind anschlussfähig für Untersuchungen zu Nachhaltigkeitsstrategien junger Menschen, ihren Vorstellungen, Bedürfnissen und Forderungen für ein erfülltes Leben, sowie für die Vitalität der Lebensgrundlagen in ländlichen Räumen insgesamt.

     

    17. Juni 2021: Münsteraner Klimagespräche

    „Klimaneutralität durch Klimakompensation - (wie) kann das gelingen?"

    Das Münsteraner Klimagespräch „Klimaneutralität durch Klimakompensation – (wie) kann das gelingen?“  stellte die Frage nach der Wirksamkeit von Projekten in anderen Teilen der Erde, um hier erzeugte CO2-Emissionen auszugleichen. Klimakompensation findet bereits in allen Lebensbereichen breite Anwendung. Vom DHL-Paket bis zur Gesichtsmaske spielt sie eine wesentliche Rolle im Alltagsleben, nicht nur beim (Luxus-) Produkt Fliegen. Klimaneutralität als Ziel aller Klimaschutzbemühungen ist inzwischen fest etabliert. Gleichzeitig werden die Zweifel lauter, ob es wirklich zu schaffen ist, bundesweit bis 2045 oder sogar - wie in Münster - bis 2030 die Treibhausgasemissionen auf Null herunterzufahren, ohne dabei die wirtschaftlichen Aktivitäten oder den eigenen Konsum einzuschränken. Es existiert mittlerweile eine große Bandbreite an Konzepten, durch Investitionen in anderen Ländern CO2-Emissionen einzusparen oder etwa durch Aufforstungsprogramme CO2 zu binden und sich das in der Bilanz als Reduktionsleistung anerkennen zu lassen.

    Auch die Stadtwerke Münster bieten eine Reihe von Möglichkeiten wie ein Waldschutz-Projekt in Brasilien, hocheffiziente Kochöfen in Kenia oder ein Windpark-Projekt in Taiwan an. Für die private CO2-Bilanz beim Reisen geben verschiedene Einrichtungen wie beispielsweise „atmosfair“ oder die „Klimakollekte“ die Möglichkeit, durch Zahlungen für solche Kompensationsprojekte die eigene, persönliche CO2-Bilanz zu verbessern. Regelmäßig wird der Einwand laut, dabei handele es sich nur um eine Art „Ablasshandel“, der auch bei einem verschwenderischen Lebensstil ein gutes Gewissen verschaffen soll.

    Darüber sprachen
    Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster für den Bereich Energie und weiteren Mitarbeitern der Stadtwerke,     
    Professor Dr. Andreas Löschel, Wirtschaftswissenschaftler der WWU Münster, der sich im Schwerpunkt mit der Ökonomie der Energiewende befasst. Löschel ist Vorsitzender der Experten-Kommission "Energie der Zukunft" und nimmt auf wissenschaftlicher Basis zu den jeweiligen Monitoring-Berichten der Bundesregierung Stellung, zuletzt im Februar 2021.

    Die Moderation hatte Prof. Dr. Tillmann Buttschardt vom Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (ZIN).

    Neuer Artikel aus dem Limnolab: Bewaldete Uferzonen sind ein wichtiger Lebensraum für Fische in städtischen Bächen

    Wer die Münstersche Aa kennt, weiß, dass bewaldete Uferzonen an diesem Flüsschen eine Seltenheit sind. Im Stadtgebiet gibt es nahezu keine derartige Flächen. Umso bedeutsamer ist es, dass eine Forscher*innen-Gruppe mit Dr. Benjamin Kupilas die Bedeutung dieser Habitatbausteine nun am Beispiel Oslo's - der Hauptstadt Norwegens - herausgestellt hat.
    Die Publikation ist in der Zeitschrift Water erschienen.

    Nebenstehende Abbildung zeigt das Forschungsdesign. Die untersuchten Gewässer entspringen im teilweise sogar als Nationalpark geschützten Hinterland Oslos und durchfließen dann das Stadtgebiet. Hierbei nehmen die Stressoren immer weiter zu. Diesem Gradient folgend wurden die Untersuchungen an der Fischfauna durchgeführt. Hierzu dienten Elektrobefischungen, die auch in der AG ÖKOPLAN zum Standardrepertoire zählen und die Analyse von multitrophischen Nahrungsnetzen als methodische Grundlage für die zu lösenden Fragestellungen.

    Die Bachforelle (Salmo trutta) ist hier die dominierende Fischart. Es zeigte sich zunächst eine alt bekannte Tatsache, nämlich,  dass in stark verschmutzten Bächen keine Fische vorkamen. Interessant ist, dass die bewaldeten Uferzonen (riparian buffer) nur eine schwache positive Auswirkungen auf die Fischdichten bei niedrigem bis mäßigem Grad der Verstädterung des Einzugsgebiets hatten. Erst im Stadtgebiet nimmt die Bedeutung zu. Subtile Verschiebungen in der Größenverteilung der Fische legen nahe, dass Uferpuffer eine wichtige Rolle in der Metapopulationsdynamik spielen. Stabile Isotope in Fischen aus gepufferten Abschnitten wiesen auf Veränderungen in der Ernährung hin, die auf eine größere Abhängigkeit von terrestrischem Kohlenstoff hindeuten. In Kombination mit diesen Ergebnissen postulieren die Autor*innen, dass räumlich vermittelte ontogenetische Nahrungsverschiebungen für den Fortbestand der Bachforelle in städtischen Bächen wichtig sein könnten. Weblink