Herzlich Willkommen!

bei der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

Anliegen der Arbeitsgruppe ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Allgemeinen und zu Naturschutzstrategien und ökologischen Planungsmethoden im Besonderen zu leisten. Sie will dabei Brücken in die Zukunft bauen und den Transfer aus der Hochschulforschung in die Gesellschaft leisten. Wir sind stark darin, echte Feldarbeit zu leisten, die auf klassischen Daten- und Arterhebungen basiert und durch Fernerkundungstechniken wie Dronen-  oder GIS-Technologien ergänzt wird. Daneben arbeiten wir intensiv mit qualitativen Methoden der Sozialforschung. Wir denken, dass sich Natur- und Gesellschaftswissenschaften in der Landschaftsökologie ergänzen müssen.

Aktuelles zum Studium

Hand Tillmann 2zu1
Aktuelles zur Forschung

Forschung Lehmann 2zu1
Aktuelles aus der AG

Vortrag in der Ringvorlesung WasserWissen

Rvlwasser
© Netzwerk Wasser

Im Rahmen der Ringvorlesung WasserWissen sprachen am Mittwoch, den 20.11.2019, um 18:15 Uhr im Hörsaal B008 der Fachhochschule Münster
Johanna Buss M.Sc. und Saskia Rohrer M.Sc. von der WWU Münster zum Thema
„172 km² Vielfalt im Münsterland – hydrochemische und biologische Untersuchung im Einzugsgebiet der Münsterschen Aa“
Der Vortrag war sehr gut besucht und fand eine große Resonanz! Eine Kurzfassung zum Vortrag finden Sie hier.

Der Vortrag berichtet aus dem von der DBU geförderten Projekt: Gewässerentwicklung erheblich veränderter Fließgewässersysteme

Vortrag am INTA

Volante Seminario Cornelia Def
© C. Steinhäuser

Dr. Cornelia Steinhäuser bereist derzeit die argentinische Provinz Entre Ríos. Es ist eine spannende Region. Sie liegt direkt nördlich von Buenos Aires und gehört zum argentinischen "Mesopotamien", d.h. zwischen den Flüssen Uruguay und Paraná. Sie ist geprägt von Feuchtgebieten und Flussauen, jedoch ist die intensive Landwirtschaft dort ebenfalls sehr stark. Die Forschungsreise dient der Vorbereitung eines Projektantrages und wird aus der Anschubfinanzierung des Fachbereichs Geowissenschaften getragen.
Am 13.11.2019 hält Frau Dr. Steinhäuser am Centro de Capacitación Integral (CECAIN) des INTA, EEA Paraná, einen Vortrag mit dem Thema: Iniciativas y movimientos agroecológicos en Alemania. Es geht dabei um agroökologische Initiativen und Bewegungen in Deutschland.

T. Buttschardt
|

2. BIOBRAS Sommerschule vom 10.-28.09.2019

Fotos

Auch in der Serra do Cipó brennt es
© Ricardo Solar
  • UAV Foto Serra do Cipó
    © Jan Lehmann
  • Fieldwork
    © Ricardo Solar
  • Vortragsprogramm
    © AG Ökoplan
  • Vor dem Start
    © T. Buttschardt
  • Flussquerung
    © T. Buttschardt
  • Früh am Morgen an der Klimastation der LTER-Site
    © T. Butschardt
  • Ricardo Solar, der Organisator der Sommerschule in Brasilien
    © Ricardo Solar
  • Geliebter Ipe - Baum und Wahrzeichen Brasiliens
    © Ricardo Solar
  • Prof. Marcos Callisto erklärt das brasilianische Protokoll
    © Ricardo Solar
  • Porf. Tillmann Buttschardt erklärt das deutsche Protokoll
    © Ricardo Solar
  • Blick auf Belo Horizonte
    © AG Ökoplan
  • Lecture
    © Jan Lehmann
  • Selfie an der Traverssao
    © Ricardo Solar
  • Pesquisa = Forschung
    © Jan Lehmann
  • Dokumentation im Cerrado
    © Nico Espadrilha
  • Gruppenbild im INHOTIM botanischen Garten und Museum
    © Ricardo Solar

Die Welt sieht derzeit nach New York, wo bei der 72. Vollversammlung der Vereinten Nationen vor allem der Klimaschutz und die Brände im Amazonas-Regenwald im Mittelpunkt stehen. Da diese Thematik von allergrößter Bedeutung auch in Münster ist, wird sie zu Recht derart prominent verhandelt. Weniger bekannt dagegen ist, dass mit dem Cerrado eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt, das alleine 4800 endemische Tier- und Pflanzenarten beherbergt, noch stärker von Rodung, Bränden und Landnutzungswandel betroffen ist als die südamerikanischen Waldökosysteme. Im Rahmen der zweiten BIOBRAS Sommerschule vom 10.-28.09.2019 werden Cerrado, Campos rupestres und Cangas als sogenannte "neglected Ecosystems" betrachtet und in der Serra do Cipó und Serra do Gandarela lernend erforscht. Das Besondere an dieser Sommerschule ist, dass drei Universitäten aus zwei Ländern (WWU, UFMG und UFV) zusammenarbeiten und vor allem, dass insgesamt 22 Bachelor- und Masterstudierende, Doktorand*innen und Postdocs sowie insgesamt 4 Professor*innen über alle Stufen der Universitäten hinweg zusammen arbeiten. Die Sommerschule wird vom DAAD gefördert. Zum Kernkonzept der Partnerschaft gehört die Integration der Lehre in Forschungsprojekte. Es werden u.a. Module für Universitätskurse und im Fernstudium erarbeitet, um Grundlagen und neueste Erkenntnisse allen Partnern und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zum Einsatz kommen klassische und moderne Feldmethoden (UAV) sowie eine gründliche Diskussion von theoretischen Konzepten (z.B. OCBIL-Theorie) auch durch den Beitrag zahlreicher Wissenschaftler und Praktiker aus den Einrichtungen vor Ort. Natürlich steht auch der interkulturelle Austausch bei der Sommerschule nicht zurück ... lesen Sie mehr über das Projekt

Jahrestagung der DGL 2019 – 23. -27. September 2019 in Münster, Deutschland

Mit dem Tagungsmotto wasser.leben.zukunft knüpft die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie an die vergangene UN-Dekade „Water for Life“ an, um davon ausgehend den Bogen weiter spannen über aktuelle Problemfelder und neue Erkenntnisse bis hin zu zukünftigen wasserbezogenen Herausforderungen, denen sich Wissenschaft, Gesellschaft und Politik stellen müssen. Das Tagungsthema passt daher ausgezeichnet zu den Zielen der AG Ökoplan, die an der Konferenz gleich mehrfach beteiligt ist.

Sessions:

  • A02: Diversität and Ökologie aquatischer Lebensgemeinschaften
    Moderation: Benjamin Kupilas, Caroline Winking
Vorträge:
  • Spurenstoffbelastungen der Münsterschen Aa im jahreszeitlichen Wandel
    Johanna Buss; Saskia Rohrer; Christine Achten; Tillmann Buttschardt
  • Fließgewässermetabolismus als funktioneller Indikator zur Bewertung von ökologischen Verbesserungen – eine Untersuchung an der Emscher-Versuchsstrecke
    Christian Lieske; Caroline Winking; Benjamin Kupilas; Mario Sommerhäuser; Jens Haberkamp
Poster:
  • POSTERPREIS Platz 2
    Wanted: Groppe - auf Spurensuche in der Vechte
    Diehle, Naomi, Julia Fröhlich, Jan Philip Josten, Ines Lober, Patrick Günner, Christian Edler, Tillmann Buttschardt
  • POSTERPREIS Platz 3
    Litterbags – ein funktionaler Indikator zur Fließgewässerbewertung im Test an der Münsterschen Aa    
    Per-Olaf Walter; Benjamin Kupilas
  • Der Biber – unterschätzter Entwicklungshelfer für NRWs Gewässer?
    Ramona Hinz; Sarah Gerritzen; Verena Haupt; Lukas Iking; Jan R.K. Lehmann; Rainer Mohn; Elisabeth I. Meyer; Ingo Bünning
  • Bewertung von Gewässerrenaturierungen am Beispiel der Münsterschen Aa: ergänzende Methoden für ein ganzheitliches Monitoring
    Mike Müller; Leonie Bley; Melanie Diepenbruck; Sabrina Fehlhaber; Michel Harre; Jasmin Meyer; Friederike Schumann; Lelaina Teichert; Benjamin Kupilas
  • Gewässerökologische Untersuchungen im FFH Gebiet Berkel zur Erstellung eines geeigneten Maßnahmenkonzeptes
    Ramona Winkens; Franziska Roßocha; Jannik Düllmann; Julia Fröhlich; Benjamin Kupilas; Patrick Günner; Saskia Rohrer; Christian Edler; Birgit Stephan; Stefan Platz; Tillmann Buttschardt
  • 172 km2 Vielfalt im Münsterland – biologische und hydrochemische Untersuchungen in der Münsterschen Aa
    Saskia Rohrer; Johanna Buss; Benjamin Kupilas; Christine Achten; Tillmann Buttschardt

Jahrestagung der GfÖ 2019 – 09. - 13. September 2019 in Münster, Deutschland

Im Rahmen der GfÖ-Tagung richtete die AG Ökologische Planung eine sehr gut besuchte Session mit dem Titel:
Die ”neue” Agrarökologie: Ein Ansatz für eine nachhaltige Landwirtschaft? aus.

Die Session wird im "deutschen Fenster" der Tagung angeboten und rückt die international längst gebräuchliche Sicht der Agrarökologie als transdisziplinären Ansatz in den Fokus, der außerhalb Deutschlans spätestens seit den 1990er Jahren verfolgt wird, wie sie in einer Definition von Steve Gliessmann deutlich wird: Agroecology is the integration of research, education, action and change that brings sustainability to all parts of the food system: ecological, economic, and social (GLIESSMANN 2018). In Deutschland verharrt die Ökologie jedoch in der naturwissenschaftlichen Betrachtung. Ein Aufbruch ... lesen sie mehr

Gast der AG Ökologische Planung ist bei der Konferenz Julieta Decarre, PhD,  Grupo Biodiversidad, Ecología y Gestión Ambiental en Agroecosistemas des Instituto Nacional de Tecnología Agropecuaria. Sie wird ihre Arbeiten in der AG sowie auf der Tagung präsentieren.

Elekrobefischung in der Berkel

Berkel
© Birgit Stephan, NZ COE

Derzeit werden die Fischbestände im FFH-Gebiet Berkelaue durch ein Kooperationsprojekt mit dem Naturschutzzentrum Coesfeld e.V. und der Bezirksregierung Münster erfasst. Ziel ist die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstrukturen für die Fischfauna mit dem Fokus auf die besonderen FFH-Arten. Daneben werden die Gewässerstrukturgüte, das Makrozoobenthos sowie gewässerkundliche Vor-Ort-Parameter aufgenommen. Erstmals kommen auch die neu beschafften Temperaturlogger zum Einsatz, die an allen Probestellen über einen längeren Zeitraum  ausgebracht wurden. Im Rahmen des forschenden Lernens ist dieses Kooperationsprojekt verbunden mit der Fallstudie in M9 (LV 146643) des M.Sc. Wasserwissenschaften und zweier  Master-/Diplomarbeiten. Betreut werden die Arbeitenvon der AG aus von Patrick GünnerSaskia Rohrer und Dr. Benjamin Kupilas. Zudem freuen wir uns immer über die Unterstützung von Stefan Platz aus der IVV. Weitere Informationen finden Sie hier.

Exkursion: Oslo / Südnorwegen (07.06. - 16.06.2019)

Fotos

© AG Ökoplan
  • © AG Ökoplan
  • © AG Ökoplan
  • © AG Ökoplan

Über Pfingsten waren Prof. Buttschardt und Dr. Kupilas mit insgesamt 16 Studierenden (LÖK, 2 Fach-Bachelor, Wassermaster) auf Exkursion in Norwegen. Bepackt mit Zelten und Wanderschuhen ging die Reise von Oslo (Grüne Hauptstadt Europas 2019), zu Forschungsstationen vom Norwegian Institute for Water Research (NIVA), einer mehrtägigen Wanderung im Nationalpark Jotunheimen, über den UNESCO Weltnaturerbefjord Nærøyfjord bis nach Bergen.

Neue Studie zu Niederwild im GrünSchatz

Lara Blome
© AG Ökoplan

Die jüngst vorgelegte Masterarbeit von Lara Blome zeigt, dass die Wildpflanzen-Einsaat im  GrünSchatz-Projekt vom Niederwild bevorzugt genutzt wurden. Die Wildpflanzenmischung von ursprünglich 22 Arten, die teilweise aus Regiosaatgut stemmen bieten Nahrung und Deckung in der sonst homogenen Landschaft. Geprägt durch ihren Insektenreichtum und eine heterogene Struktur finden unterschiedliche Tierarten einen Lebensraum. Verschiedene Habitatansprüche können in dieser Kultur abgedeckt werden. In weiteren Studien konnten positive Effekte auf die Diversität und das Vorkommen von Insekten, Kleinnagern oder der Avifauna nachgewiesen werden. Je nach Region und Ausgangssituation kann der positive Einfluss auf die Artenvielfalt unterschiedlich ausgeprägt sein. Zudem kann jede Tierart anders auf eine Wildpflanzen-Einsaat reagieren.

Neue Publikation: "Mountain farmers’ intangible values foster agroecological landscapes"

Der Text beschäftigt sich mit der Frage, welche Werte, Fähigkeiten und Wissensformen die untersuchten Gemeinschaften von Bergbäuerinnen und Bergbauern pflegen, um in den Anden Nordargentiniens bzw. den Dolomiten Norditaliens artenreiche Kulturlandschaften zu erhalten und erneuern. Die Ergebnisse beschreiben, welche Bedeutung nicht nur die Bildung von menschlicher Gemeinschaft für die zeitintensive Arbeit zur Biodiversitätssteigerung hat, sondern auch wie Gemeinschaftsbildung zwischen Menschen und Nicht-Menschen in den untersuchten Orten als wesentliche Grundlage für diese Zusammenarbeit betrachtet wurde. Welche die Sicht der jungen Erwachsenen auf die Weiterführung einer solchen agroökologischen Landnutzung hatte, hat Cornelia Steinhäuser auf zwei Konferenzen im Kontext der Kulturanthropologie bzw. der nachhaltigen Entwicklung des ländlichen Raums diskutiert
Conferencia Las Américas 2019; Bonn
2019 International Geographical Union Commission on the Sustainability of Rural Systems (IGU-CSRS) Colloquium, Saint Paul, MN, USA.
Der Artikel wurde in Agroecology and Sustainable Food Systems (DOI: 10.1080/21683565.2019.1624285) veröffentlicht.
s. Publikationen

Eva Huth und Harald Grote promoviert

2018 07 Eva Huth Promotion
© AG Ökoplan

Die AG Ökoplan hat zwei neue Doctores: Eva Huth und Harald Grote haben zum Ende des Sommersemesters promoviert. Eva Huth arbeitete zum Thema  "Die Wahrnehmung räumlicher Veränderungen durch die Erschließung erneuerbarer Energieträger" während die Doktorarbeit von Harald Grote den Titel trägt: "Konzept der hydromorphologischen-ökologischen Aue und Herleitung hierauf basierender Leitbilder für die obere Ems – Integration von dynamischen Prozessen in das Verständnis von Fließgewässern und die EU-WRRL". Beide Arbeiten setzen wichtige Impulse für die Ökologische Planung und sind bereits - oder werden es in Kürze - in Fachzeitschriften publiziert.
Die AG Ökoplan gratuliert sehr herzlich.

Klausurtag

Kt 2019
© AG Ökoplan

Am 22. Mai, dem Tag der Biodiversität hatte die AG ökologische Planung ihre diesjährige Klausurtagung. Vor allem die Bachelor-Studierenden stellten dort ihre Abschlussarbeitsthemen vor. Die Beteiligung war so groß wie niemals zuvor. Qualitiativ waren die Vorträge auf eine sehr hohen Niveau und die Bandbreite der Themen war groß wie immer. Ein fruchtbarer, anregender und verbindender Tag!

Neue Publikation: "Hidden treasures: Human-made aquatic ecosystems harbour unexplored opportunities"

Hiddentreasures Screenshot
© AG Ökoplan

Die Bemühungen der WRRL zielen vor allem auf natürliche Gewässer, dabei haben auch von Menschenhand gemachte Gewässer und Wasserläufe einiges zu bieten ... s. Publikationen

Wissenschaftler aus Brasilien zu Gast in der AG Ökoplan

Wire2019
© Sabine Paltrinieri

Im April und Mai freute sich die AG Ökoplan über den Besuch von drei Gastwissenschaftler*innen aus Brasilien. Dr. Dayana Almeida (2. v. l.) von der Bundesuniversität São Carlos arbeitet an dem vom Internationalisierungsfonds der WWU geförderten Projekt "Abgrenzung prioritärer Flächen für die nachhaltige Bewirtschaftung der Grünflächen aus Campos Gerais, Brasilien". Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Identifizierung invasiver Gehölzarten auf den Wiesen von Campos Gerais und der Entwicklung von Managementstrategien mit GIS- und Fernerkundungstechniken. Der methodische Ansatz ist eng mit den Forschungslinien, die wir im Projekt INSPECTED.NET verfolgt haben, und den Aktivitäten der AG in Neuseeland verbunden. Ricardo Meireles (1. von links) ist Stipendiat im BIOBRAS-Projekt und arbeitet an der Vogelwelt in den Graslandschaften Zentralbrasiliens. Er kommt von der Bundesuniversität Minas Gerais, Belo Horizonte, und wird von Prof. Ricardo Solar (nicht im Bild) betreut, der im Mai nach Münster kam und vom 13. bis 15. Mai einen Kurs in Tropenökologie hielt. Ebenfalls auf dem Bild von links nach rechts Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, Viola Krone, Dr. Jan Lehmann, Dr. Benjamin Kupilas und Patrick Günner. Sabine Paltrinieri ist nicht auf dem Foto, weil sie hinter der Kamera war.

Ältere Meldungen finden Sie im Archiv der AG Ökoplan.