


















Das StadtLabor Münster ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund der Universität Münster.
Ziel des StadtLabor Münster ist es, im Rahmen von kollaborativen Projekten, partizipativer Forschung und diskursiven Austauschformaten, gemeinsam mit der Münsteraner Zivilgesellschaft, zur Lösung von Herausforderungen in der Stadt beizutragen. Hierzu nutzt das StadtLabor Münster die insbesondere im Fachbereich Geowissenschaften gebündelte Expertise zu urbanen Fragen und ergänzt diese durch interdisziplinäre Kooperationen mit vielfältigen universitären und städtischen Akteur*innen.
In den ersten drei Jahren werden iterativ Strukturen zur festen Verortung des StadtLabors Münster in Universität und Stadt entwickelt. Neuigkeiten aus dem StadtLabor finden Sie unter Aktuelles.

Am 25. und 26. Juni 2026 findet die Kompost Konferenz unter dem Motto „Münster von der Verrottung her denken“ statt.
Am Donnerstag 25.6. im Haus der Nachhaltigkeit (Hammer Str. 1):
Am Freitag 26.6.
Die Kompost Konferenz entsteht im Zwischenraum von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und Praxis. Die Konferenz beschäftigt sich mit konkreten Aktionen und drängenden Fragen für das Überleben auf der Erde. Als Antwort auf die planetare Krise steht die kreislaufförmige Regeneration im Mittelpunkt: Alles dreht sich und das Ende verwandelt sich in einen Neuanfang!
Die Konferenz wird organisiert vom StadtLabor Münster und ist Teil der Soil Assembly einem internationalen Netzwerk der Bodenfürsorge, das im Sommer 2026 eine europaweite Veranstaltungsreihe rund um das Thema Böden realisiert.
Die Konferenz ist umsonst. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung nötig.
Weitere Informationen: www.kompost.zone soilassembly.net
instagram: @kompost.zone

Im Juni 2026 veranstaltet das StadtLabor Münster eine 2teilige Vortrags- und Workshopreihe unter dem Titel "Mapping from below". Anschließend an die Lecture Series „We are not above - Mapping the earth from inside“ aus dem Jahr 2025 und in Kooperation mit dem kollektiv orangotango, steht dieses Jahr die Visualisierung von Wut (Maps of Anger, Phillipe Rekacewicz) und relationales Kartieren an und mit Gewässern (Amphibische K/arten, Karin Singer) im Mittelpunkt.
Maps of Anger: When experimental mapping aims to represent what infuriates us about the brutality of the world
Philippe Rekacewicz (University of Wageningen, visionscarto)
Dienstag 2.6. um 18 Uhr im Geo1, Lernatelier (Heisenbergstr. 2)
This presentation will outline the contours of our anger. It will explore what, in the way the world works, revolts us. Because these situations of injustice and violence constitute a violation of our fundamental human values. But if I use the word “outline,” it is precisely because we are not merely identifying the things that make us angry; we are also seeking a way to make them visible. We can talk about them, write about them, but we can also draw them — visually represent this violence.
But how? With what designs, what forms, which colors?
For which audience?
And for what reasons?
Amphibische K/arten: Unsichtbare Kämpfe an den Rändern des Anthropozentrismus
Katrin Singer (Universität Hamburg, Kollektiv Kartattack)
Donnerstag 18.6. um 17 Uhr in der B-Side Münster, Gruppenraum 1 (Am Mittelhafen 42)
Amphibische K/arten fragen danach, wie und durch wen Kartographie entsteht – und was dabei oft übersehen wird. Kartographie bildet Raum ab, ist zugleich aber auch eine Praxis: Sie beeinflusst mit, wie wir Wissen gewinnen, Dinge erkennen und uns im Raum bewegen. Ausgangspunkt bei dieser kartographischen Suche ist die Idee, dass Flüsse und Flusslandschaften Wissen nicht einfach „bereitstellen“, sondern selbst daran mitwirken, wie wir die Welt wahrnehmen. Ebbe und Flut, Strömungen, Mäander, amphibische Arten, Aktivismus und alltägliche Wasserpraktiken prägen die Bedeutungen, die entlang des Wassers entstehen.
Dabei geht es auch darum, den Blick auf die Ränder des Anthropozentrismus zu richten. Denn viele Auseinandersetzungen bleiben unsichtbar – nicht zuletzt deshalb, weil Karten nicht alles zeigen oder nur bestimmte Perspektiven ernst nehmen. Der Beitrag nähert sich dem Thema mit einem feministisch-relationalen Zugang: Kartographie wird dabei als kritische Übersetzungsarbeit verstanden, bei der eine kreative, künstlerisch-ethnographische Forschungspraxis entlang der Tideelbe zum Einsatz kommt, um Raum, Zeit und Leben an Flüssen mehrperspektivisch erfahrbar zu machen. So entsteht gemeinsam ein Kaleidoskop dafür, wie ein amphibisches, also relationales Leben am und mit dem Fluss gedacht und gestaltet werden kann.

Severin Halder hat im Rahmen des Projektes Kompost Zone und als Teil des internationalen Netzwerks Soil Assembly ein europäisches Projekt zur partizipativen Bearbeitung der globalen Bodenkrise eingeworben. SoilTribes zielt darauf ab, die soil literacy zu stärken und den Schutz der Böden durch einen multidisziplinären und kooperativen Ansatz zu fördern. Es begegnet der Bodendegradation, indem es innovative Kommunikationskampagnen, kreative Aktivitäten und die Beteiligung von Bürger:innen an nachhaltigen Praktiken unterstützt. Das Projekt stellt finanzielle Unterstützung für kollaborative Initiativen bereit, die Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zusammenbringen, und verfolgt das Ziel, Verhaltensweisen im Hinblick auf den Schutz und die Regeneration von Böden zu verändern. Die Förderung läuft über 12 Monate um eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Böden in Europa zu realisieren (u.a. in Münster und Berlin) und verbindet das StadtLabor mit Boden-Akteuren u.a. aus Frankreich, Niederlande, Slowenien und der Ukraine. Dieser Trailer gibt einen Einblick in das Projekt: Soil Assembly - European Edition




Von April bis Juli 2025 veranstalten das StadtLabor Münster zusammen mit der Arbeitsgruppe Digitale Geographie (Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg) und dem kollektiv orangotango eine state-of-the art Lecture Series mit dem Titel „We are not above - Mapping the earth from inside“, in der aktuelle planetare Ansätze im Bereich der kritischen Kartographie präsentiert werden.
Diese experimentelle und kollaborative Vortragsreihe diskutiert alternative, pluriversale und spekulative Ansätze zur Darstellung des Planeten Erde. Sie betont den Wandel von klassischen (aus-der-Vogelperspektive gedachten) kartografischen Darstellungen hin zu einer Perspektive des „In-der-Welt-Seins“.
Die Vortragsreihe dreht sich um Ansätze wie Sensorial Mapping, Pluriversal Mapping, Body Mapping, Indigenous Mapping, Deep Mapping and Speculative Mapping – unter anderem – aus Geowissenschaften, Kunst, Aktivismus und Architektur.
Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung (Sprache: Englisch). Die Teilnahme ist hier möglich.
Das Programm kann hier runtergeladen werden.

Das Kompost Festival entsteht im Zwischenraum von Ökologie, Wissenschaft, Kunst und bodenständiger Praxis. Es experimentiert mit Methoden lebendiger Regeneration und der zirkulären Kunst sozio-ökologischer Transformation. Das Festival beschäftigt sich mit konkreten Aktionen und drängenden Fragen für das Überleben auf der Erde. Als Antwort auf die planetare Krise tasten wir uns an den Planeten von innen heran. Alles dreht sich und das Ende wird der Anfang: Wo sind wir gelandet und was können wir vom Kompost lernen?
Ein vielfältiges Programm umfasst das Open-Air-Kino "Holy Shit", Workshops zu Bokashi, Upcycling und Ökofeminismus, Vorträge über Urban Gardening und Mikrobiologie sowie Ausstellungen, die das Innenleben der Erde erforschen. Diese entschleunigte Veranstaltungsreihe bietet eine interaktive Plattform für Austausch und Inspiration. Partizipative, innovative und künstlerische Formate sollen zur aktiven Mitgestaltung von Transformationsprozessen anregen und dabei das Verhältnis zwischen Ökologie, Wissenschaft, Kunst und Praxis reflektieren.
Das Festival ist eine Veranstaltung des StadtLabors Münster in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern. Die Teilnahme ist kostenlos und findet teilweise im Freien statt. Für einzelne Programmpunkte sind eine Anmeldung und ein Kostenbeitrag erforderlich.
Weitere Informationen unter: www.kompost.zone


