Institut für Landschaftsökologie

Herzlich willkommen!

Ornithologie in der Paläarktis: öffentliches Vortragstreffen

Aushang Amurtreffen 2018 Wh
© Wieland Heim / Foto: Arend Heim

Russland beherbergt die größten Populationen der meisten paläarktischen Vogelarten. Leider ist jedoch oft nur wenig über die Ökologie und die Bestandsveränderungen dieser Kernpopulationen bekannt. Der ferne Osten gehört dabei zu den am wenigsten erforschten Gebieten. Seit dem Jahr 2011 finden im Rahmen des Amur Bird Projects Untersuchungen zu den Brut- und Zugvögeln des Muraviovka Parks am Amur statt. Die diesjährige Feldsaison führte das Team zudem in weitere Gebiete im Westen Russlands. Wer sich für die Ergebnisse dieser Expeditionen interessiert, ist herzlich zu den öffentlichen Vorträgen im Rahmen des Jahrestreffens am 15.12.2018 im Institut für Landschaftsökologie in Münster eingeladen.
Programm

ILÖK-Kolloquium im WS 2018/2019

Im Namen des Instituts für Landschaftsökologie laden wir Sie herzlich zum ILÖK-Kolloquium im Wintersemester 2018/19 ein! Die Vorträge sind öffentlich und finden jeweils dienstags um 18.15 h im Hörsaal Geo 1 in der der Heisenbergstr. 2 statt.  "Exotic plant invasion under increased environmental variability"  Zu diesem Thema hält Frau Dr. Madalin Parepa, Universität Tübingen am 11. Dezember 2018 den nächsten Vortrag in dieser Reihe.  Die Veranstaltung ist im MSc Lök, Modul M2/M1, anrechenbar.  Hier finden Sie das aktuelle Programm mit den weiteren Beiträgen im Wintersemester.

Forscher präsentieren einmalige Datenbank zur Vegetation der Erde

Von der Arktis bis zu den Tropen /AG Biodiversität und Ökosystemforschung beteiligt
Oekosystemforschung Nov18
© Francesco Maria Sabatini / MLU

Welche Pflanzenart wächst wo, mit welcher anderen zusammen – und warum? Um die Vielfalt der globalen Vegetation zu beschreiben, lassen sich ausgewählte Eigenschaften der verschiedenen Arten nutzen, darunter die Größe einer Pflanze, die Dicke ihrer Blätter oder Blattinhaltsstoffe. Bereits wenige dieser sogenannten funktionellen Eigenschaften, die beispielsweise darüber bestimmen, wie viel Biomasse Pflanzen produzieren oder wie viel Kohlenstoffdioxid sie aus der Luft binden, reichen für eine sinnvolle Vegetationsbeschreibung aus. Das zeigt nun ein internationales Forscherteam, darunter Landschaftsökologe Prof. Dr. Norbert Hölzel, AG Biodiversität und Ökosystemforschung. Weiter.....

Aktuelle Publikationen am ILÖK

  • Gao, C.; Sander, M.; Agethen, S.; & Knorr, K-H (2019): Electron accepting capacity of dissolved and particulate organic matter control CO2 and CH4 formation in peat soils. Geochimica et Cosmochimica Acta 245: 266-277, doi: 10.1016/j.gca.2018.11.004
  • Maneke-Fiegenbaum, F.; Klemm, O.; Lai, Y.-J.; Hung, C.-Y.; Yu, J-C. (2018): Carbon exchange between the atmosphere and a subtropical evergreen mountain forest in Taiwan. Advances in Meteorology, doi: 10.1155/2018/9287249
  • Giuffrida, L.; Lokys, H.L.; Klemm, O. (2018): Assessing the effect of weather on human outdoor perception using Twitter. International Journal of Biometeorology doi: 10.1007/s00484-018-1574-7
  • Bozó, L.; Csörgő, T.; Heim, W. (2018): Weather conditions affect spring and autumn migration of Siberian leaf warblers. Avian Research 9:33 doi: 10.1186/s40657-018-0126-5 Open Access
  • Breed, M.; Harrison, PA.; Bischoff, A.; Durruty, P.; Gellie, NJ.; Gonzales, E.K; Havens, K.; Karmann, K.; Kilkenny, FF.; Krauss, SL.; Lowe, AJ.; Marques, P.; Nevill, PG.; Vitt, PL.; Bucharova, A. (2018) :Priority actions to improve provenance decision-making. BioScience 68 (7): 510516 doi:10.1093/biosci/biy050
  • Elias, D.; Hölzel, N.; Tischew, S. (2018) Positive effects of goat pasturing on the threatened spring geophyte Gagea bohemica in formerly abandoned dry grasslands. Flora 249: 53–59 doi: 10.1016/j.flora.2018.09.008

weitere Publikationen: ILÖK, Arbeitsgruppen, Mitarbeiter

1. NRW-Naturschutztag unter dem Motto "Blühende Land(wirt)schaft"

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© Martin Gebhardt

Die biologische Vielfalt ist in den letzten Monaten unter anderem durch das Thema Insektenschwund stark in den öffentlichen Fokus gerückt. Viele von Ihnen engagieren sich bereits landesweit zu diesem und vielen anderen Naturschutzthemen in Fachgruppen, Kooperationen und bei praktischen Naturschutzmaßnahmen und helfen so unsere biologische Vielfalt und damit unsere Lebensgrundlage zu erhalten oder wiederherzustellen. All diese Aktiven und die, die es noch werden möchten, möchte der NABU-Landesverband Nordrhein-Westfalen nun beim 1. NRW-Naturschutztag zusammen bringen. Wir laden Sie ganz herzlich zum 1. NRW-Naturschutztag unter dem Motto "Blühende Land(wirt)schaft" ein, der am 06. Oktober 2018 ab 10.00 Uhr im Institut für Landschaftsökologie stattfinden wird. Weitere Informationen finden Sie hier...

Naturwissenschaftliche Fachtagungen und Posterpreis der DGL.

Posterdgl
© diana michler-kozma

Mit Beiträgen des UFZ und der WWU war MikroPlaTaS in der vergangenen Woche gleich auf zwei naturwissenschaftlichen Fachtagungen vertreten:
der "Umwelt2018" vom 09. - 12.09.2018 in Münster und der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Limnologie e.V. (DGL) in Kamp-Lintfort vom 10. - 14.09.2018.
Dort wurde das Poster "Biofilme auf Plastikpartikeln und deren Nährwert für das Makrozoobenthos" der Münsteraner Doktoranden Diana Michler-Kozma und Rense Jongsma durch das Votum der Tagungsteilnehmer als eines der fünf besten Poster mit dem Posterpreis der DGL ausgezeichnet.

Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand

Berg-Sandglöckchen
© T. Starkmann

Biodiversität: schätzen, schützen, vernetzen
Fachtagung mit Rückblick, Ausblick und Vernetzung der Akteure am 12.09.2018

Das Projekt "Wege zur Vielfalt - Lebensadern auf Sand" hat sich den Erhalt und die Vernetzung nährstoffarmer Sandstandorte als Ziel gesetzt, um die Lebensbedingungen für typische Arten der mannigfaltigen Flora und Fauna wie z.B. Rebhühner, Glockenheide, Feuerfalter und Knoblauchkröte zu verbessern. Dafür wird es seit 2013 durch das Bundesprogramm zur Biologischen Vielfalt gefördert und ist damit das erste Hotspot-Projekt. Die Tagung dient in erster Linie der Vernetzung und dem fachwissenschaftlichen Informationsaustausch im deutschsprachigen Raum.

Tagungsprogramm Projekt-Homepage

Professur Hydrologie wieder besetzt

Klaus-Holger Knorr
© K.-H. Knorr

Klaus-Holger Knorr wurde zum 01. August 2018 von Rektor Johannes Wessels zum neuen Professor für Hydrologie berufen. Mit der Berufung auf die Professur verbunden ist die Leitung der Arbeitsgruppe Ökohydrologie und Stoffkreisläufe und die Leitung des ILÖK-Labors, Aufgaben, die Klaus-Holger Knorr bislang kommissarisch wahrgenommen hatte.
Das ILÖK begrüßt Klaus-Holger Knorr im neuen Amt und wünscht ihm gutes Gelingen. Wir freuen uns auf die künftige, gute Zusammenarbeit.

Singvogelzug entlang des Ostasiatischen Zugweges: Feldsaison 2018 erfolgreich beendet

Ilka Beermann Ag _ Kosystemforschung Aug18
© Ilka Beermann

Die Zugwege von Vögeln, welche von Eurasien nach Afrika und zurück fliegen, sind mittlerweile gut erforscht. Weitaus weniger wissen wir jedoch über die Aufenthaltsorte der Arten, welche im Winter nach Asien ziehen. Seit 2016 setzen wir licht-basierte Geolokatoren ein, um Singvögeln aus Russland in ihr Winterquartier zu folgen. Das Team begann die Arbeit im fernen Osten, und fuhr westwärts von einem Untersuchungsgebiet ins nächste mit der transsibirischen Eisenbahn, durch ganz Sibirien bis nach Nordwest-Russland. Eine der Zielarten war dabei die vom Aussterben bedrohte Weidenammer. Um die Überlebensraten dieser gefährdeten Vögel zu ermitteln, markierten wir einige Individuen mit Farbringen – sowohl im Selenga-Delta am Baikalsee als auch in der Nähe von Syktyvkar. Außerdem konnten insgesamt 113 Individuen aus 8 Arten im Laufe der aktuellen Feldsaison an vier weiteren Stationen mit neuen Geolokatoren ausgestattet werden. Mehr Informationen.......

Feldarbeit im nördlichen Westsibirien: Wie beeinflussen Feuer das Ökosystem Waldtundra?

Daniel Rieker Ag Oekosystemforschung Aug18 Gruppenbild
© Daniel Rieker

Mitte Juli machte sich ein Team aus 13 Studierenden und Wissenschaftlern aus Russland und Münster auf den Weg in den Norden Westsibiriens, um die Arbeit zum Einfluss von Feuer auf die Waldtundra fortzusetzen. Bis vor wenigen Jahrzehnten waren Feuer in der Tundra ein sehr seltenes Phänomen. Aktuelle Studien prophezeien im Zuge des Klimawandels einen Anstieg in der Häufigkeit und dem Ausmaß von Feuerereignissen. Über die ökologischen Auswirkungen von Tundrafeuern ist bisher aber nur wenig bekannt. Mehr Informationen..

Statuskonferenz - Zwischen Europa und Orient

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© WWU Iloek

Die VolkswagenStiftung unterstützt eine größere Zahl an inter- und transdisziplinären Projekten der Natur- und Sozialwissenschaften in Zentralasien und dem Kaukasus innerhalb der Fördermaßnahme Zwischen Europa und Orient.

In Zusammenarbeit mit unserem kasachischen Partner ACBK organisierten Mitglieder der AG Biodiversität und Ökosystemforschung vom 16. -18. April 2018 eine Statuskonferenz der Fördermaßnahme in Almaty, Kasachstan. Zum vollständigen Bericht....

WWU-Forscher untersuchen Mikroplastik in den Rieselfeldern

Landschaftsökologen und Mikrobiologen nehmen Mikroorganismen und Auswirkungen auf die Nahrungskette unter die Lupe
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© © WWU/ILÖK

Plastik in der Umwelt ist ein weltweites Problem – auch viele Binnengewässer sind betroffen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) nehmen nun besonders winzige Kunststoffpartikel, sogenanntes Mikroplastik, in den münsterschen Rieselfeldern unter die Lupe. Konkret will das Team aus Landschaftsökologen um Dr. Friederike Gabel und Mikrobiologen um Prof. Dr. Bodo Philipp herausfinden, welche Mikroorganismen die Plastikteilchen besiedeln und welche Auswirkungen es auf wirbellose Tiere wie Schnecken und Krebse hat, wenn diese die Plastikteilchen fressen. Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Verbundprojekts "Mikroplastik in Talsperren und Staubereichen: Sedimentation, Verbreitung, Wirkung (MikroPlaTaS)". Zusammen erhalten die Münsteraner dafür rund 470.000 Euro. Weiter.....

Sensorgestützte Früherkennung von Ökosystemveränderungen durch eingeschleppte Akazien

© André Große-Stoltenberg

Update: André Große-Stoltenberg ist für diese Studie mit dem diesjährigen Helmut-Lieth-Preis für Umweltforschung der Universität Freiburg ausgezeichnet worden. Dieser Preis wird jedes Jahr gemeinsam von der Fakultät für Biologie und der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen für eine herausragende Publikation einer promovierten Nachwuchswissenschaftlerin/eines promovierten Nachwuchswissenschaftlers auf dem Gebiet der Umweltforschung verliehen.

Die Akazie in Portugal ist ein Paradebeispiel dafür, dass eine eingebürgerte Pflanze die einheimischen Ökosysteme erheblich gefährden kann: Im 20. Jahrhundert wurde die aus Australien stammende Langblättrige Akazie zur Befestigung von Sanddünen angepflanzt. Seither breitet sich der gelb blühende Strauch als sogenannte invasive Art massiv aus und beeinflusst den Wasser- und Nährstoff-Haushalt zu Ungunsten einheimischer Pflanzen. Wissenschaftlern der Universitäten Münster, Hamburg, Freiburg und Bielefeld ist es nun erstmals gelungen, den gesamten Akazienbestand in einem mediterranen Dünen-Ökosystem und die damit einhergehenden Veränderungen des Nährstoffgehalts mit hoher Genauigkeit zu kartieren. Dazu nutzte das Team hoch aufgelöste Flugzeug-Sensordaten. Die Studie ist aktuell in der Fachzeitschrift „Remote Sensing of Environment“ veröffentlicht.

Die ausführliche Pressemeldung der WWU Münster finden Sie hier. Orginalveröffentlichung

Exkursionsblog Nepal

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© Andy Malkus

Vorlesungsfreie Zeit bedeutet an den geographischen Instituten der Uni Münster regelmäßig Exkursionszeit. So hat sich eine Gruppe von 16 Geographen und Landschaftsökologen unter kompetenter Führung von Dr. Andreas Malkus und Christoph Nothelfer Ende Februar in wissenschaftlicher Mission nach Nepal aufgemacht. Dort steht eine Trekkingtour durch das Himalaya und ein mehrtägiger Aufenthalt in der quirligen Hauptstadt Kathmandu auf dem Programm.

Da neben den wissenschaftlichen Aspekten selbstverständlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen soll, verspricht es, eine famose Reise zu werden.
Was die Truppe auf dieser Tour erleben wird, erfahren Sie hier in diesem Blog.

In diesem Sinne: Namaste, welcome to Nepal!