Die Landschaftsökologie als interdisziplinäre naturwissenschaftliche Disziplin untersucht die einzelnen Teile der Ökosysteme einer Landschaft wie Luft, Boden, Wasser, Vegetation und Tierwelt hinsichtlich ihrer Struktur und Funktion sowie die Wechselwirkungen und der Teile zueinander. Sie erarbeitet Grundlagen für einen Schutz und die nachhaltige Entwicklung natürlicher Ressourcen, die im Zuge der menschlichen Nutzung einer ständigen Veränderung unterliegen. Das eingesetzte Methodenspektrum umfasst moderne Laboranalytik, experimentelle Ansätze, quantitative Feldarbeit und Fernerkundung sowie Planungs- und Gesellschaftswissenschaften.

© Nils Stahlhut

Die moderne Landschaft ist dramatischen Veränderungen ausgesetzt. Der Globale Wandel wirkt sich durch signifikante Zunahme der Temperatur in der Atmosphäre nicht nur auf das Klima aus, sondern direkt und indirekt auch auf den Wasserhaushalt, die Biozönosen, auf Land- und Forstwirtschaft, die Gesundheit und viele andere Wirkungsmechanismen und Prozesse. In der Landschaftsökologie studieren Sie ausgehend von den derzeitigen und anstehenden Veränderungen, die Einflussmöglichkeiten sowie die Erfordernisse an Anpassung und gesellschaftlicher Reaktion.

Weitere Veränderungen der Landschaft entstehen durch Nutzungsänderung durch den Menschen. Auch in Mitteleuropa steht noch immer Intensivierung der Nutzung im Vordergrund. Für den Klimaschutz, die Anpassung an den Klimawandel und die Maßnahmen gegen den Biodiversitätsverlust stellen große Herausforderungen dar. Der Schutz der althergebrachten, artenreichen Kulturlandschaft ist eine wichtige Aufgabe, daneben bedarf es aber auch Strategien die artenarme Normallandschaft aufzuwerten und nachhaltiger zu gestalten.

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