Herzlich willkommen ...

... Dr. Emal Wali am Institut für Landschaftsökologie. Emal Wali kam kürzlich von Afghanistan nach Münster und wird durch ein Stipendium der Philipp Schwartz-Initiative für 2 Jahre gefördert. Er hat in Japan promoviert und interessiert sich im weitesten Sinne für Wassermanagement / Landwirtschaft / Fernerkundung. Er ist im Böro 543 (Geo1). Herzlich willkommen!
 

Exkursion 5. - 9. September: Ein Platz kurzfristig frei geworden

Wegen Krankheit ist kurfristig ein Platz in der Exkursion Umweltmeteorologische Aspekte mit Zielen in Garmisch-Partenkirchen, Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, Zugspitzgipfel, Meteorologisches Obsevatorium Hohenpeißenberg des DWD, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen frei geworden. Termin: 5. - 9. September 2022. Haben Sie Interesse? Bitte melden Sie sich so schnell wie möglich bei O. Klemm

Klausurankündigungen ...

... veröffentlichen wir hier: LINK

37,0 °C / 37,4 °C

Wir beteiligen uns gerne an der Rekordjagd nach den höchsten Temperaturen. In der Hitzeperiode im Juli 2022 haben wir am Sonntag, 19. Juli, an unserer Geo1-Dachstation die Höchsttemperatur 37,0 °C erfasst. Wie ist dieser Wert einzuordnen? (i) Ist das der Klimawandel? Antwort wie immer: Ja und nein. Nein, weil eine oder mehrere Hitzeperioden das Wetter oder die Witterung abbilden, aber nicht das langjährige Klima. Ja, weil der Klimawandel das Auftreten von Hitzeperioden wahrscheinlicher macht. Wir messen seit 2003 die Temperatur an unseren Dachstationen. Der Höchstwert (37,6 °C) wurde am 25. Mai 2019 erfasst, den dritten Platz (nach Juli 2022) teilen sich der 2. August 2013 und der 19. Juli 2017 (jeweils 36,7 °C). (ii) An unserer Station Steinfurter Str (Münster) war der Maximalwert am 19. Juli 2022 bei 37,4 °C. Der DWD erfasste an der Station Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) maximal 37,7 °C. Im Ruhrgebiet erfasste der DWD höhere Werte in Duisburg, maximal 39,1 °C. Es treten regionale Unterschiede auf z.B. durch Verstädterung. (iii) Alle Daten sind 10-min-Mittelwerte. Ensprechende Stundenwerte liegen etwas niedriger. Wir wissen aus der Turbulenzforschung, dass die Temperaturunterschiede in kurzen Zeitabständen sehr groß sein können z.B. 2 Grad im Sekundentakt. Kurze MIttelungszeiträume (z.B. 1 Minute) können also zu deutlichen Unterschieden führen. Fazit: Eine hohe, gemessene Temperatur sagt uns: Ja, es war heiß. Die Einordnung einzelner Werte bedarf großer Sorgfalt.

Herzlichen Glückwunsch!

© AG Klimatologie

Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss der Promotion, Bettina Breuer!

Sprechstunde Prof. Klemm in der vorlesungsfreien Zeit

Die regelmäßige Präsenzsprestunde findet in der vorlesungsfreien Zeit nicht statt. Bitte vereinbaren Sie Termine per E-Mail. Ab Dienstag, 11. Oktober 2022 können Sie gerne wieder ohne Voranmeldung in's Büro kommen (10 - 12 Uhr).

Being Cool is a Slow Ride When You’re a Restored Wetland

Luftbild (links) und Nahaufnahme (rechts) des Messturms im Uchter Moor (aus Carsten Schaller et al., 2022).
© Schaller et al. (2022)

Die Wiederherstellung von entwässerten Moor-Ökosystemen hat als langfristig wirkende Klimaschutz-Maßnahme auch in Deutschland eine besondere Bedeutung. Unser kürzlich im Journal of Geophysical Research: Biogeosciences veröffentlichtes neues Paper zeigt 18 Jahre nach Wiedernässung einer Fläche im Großen Uchter Moor (Niedersachsen) vielversprechendes. Denn obwohl der wiedervernässte Bereich noch immer eine Quelle für Treibhausgase ist, ist die daraus resultierende wärmende Wirkung auf das Klima wahrscheinlich bereits kleiner als vor Beginn dieser Klimaschutzmaßnahme im Jahr 1999.

Unter dem Titel Being Cool is a Slow Ride When You’re a Restored Wetland wurden unsere Ergebnisse nun im Journal Eos als Editors' Highlight vorgestellt!

Vulkanausbruch in Tonga: Druckwellen wurden auf dem Dach des Instituts gemessen

Luftdruck [hPa] an der Wetterstation des Instituts mit Anomalien aufgrund der Eruption von Tonga.
© F. Lohoff

Als am frühen Morgen (5:00 Uhr MEZ) des 15. Januars der Vulkan Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Pazifik ausbrach, erzeugte dies Druckwellen, die um den Globus wanderten. Laut dem Deutschen Wetterdienst konnten zwei Druckwellen mit einem Abstand von rund sechs Stunden an zahlreichen Messstationen beobachtet werden. Aufgrund der geographischen Aufteilung dieser konnte zudem ein zeitlicher Verlauf der Druckwellen ermittelt werden: Um 20:35 (21:02) Uhr Ortszeit wurde auf Helgoland (in Hohenpeißenberg) ein signifikanter Ausschlag der Barometer beobachtet. Mit den Daten weiterer Messstationen konnte ein Verlauf der ersten Druckwelle von Norden nach Süden bestätigt werden. In Gegenrichtung dazu (Süd nach Nord) wurde sechs Stunden später in Hohenpeißenberg, respektive auf Helgoland, um 02:12 Uhr, beziehungsweise um 02:52 Uhr Ortszeit, die zweite Druckwelle nachgewiesen.

Auch auf dem Dach des Instituts konnten die genannten Druckwellen nachgewiesen werden (Abbildung). Dargestellt sind die 10-Minuten-Mittelwerte des Luftdrucks vom Mittag des 15. Januars bis zum Mittag des Folgetages. Deutlich zu erkennen sind die Fluktuationen des Luftdrucks während der ersten Druckwelle von etwa 20:30 Uhr bis 22:00. Weniger markant, aber dennoch sichtbar, sind die Veränderungen des Luftdrucks aufgrund der zweiten Druckwelle rund sechs Stunden später.

Stadtklimatologische Feldmesskampagne „CalmCity“ erfolgreich abgeschlossen

Messaufbau CalmCity
© O.Klemm

Im Juli und August 2021 hat die Arbeitsgruppe Klimatologie gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Mikrometeorologie der Universität Bayreuth eine Intensiv-Messkampagne zum „Stadtklima“ durchgeführt. Ein Fokus lag auf der Analyse von Schwachwindlagen und deren Bedeutung von bodennahen Austauschprozessen. Ein anderer Schwerpunkt lag auf der Analyse des Wärmeinseleffekts der Stadt und seinem Zusammenhang mit der Verteilung der Feinstaubbelastung der Luft. Siehe auch WWU => Kommunikation.

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Studienprojekt „Stadtklima“

Startseite des Studienprojekts: zu sehen ist das Lastenrad mit Messtechnik im Hintergrund, sowie die Menüpunkte im Vordergrund.
© AG Klima

Das Studienprojekt der Bachelor Studenten zum Thema Stadtklima konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Hierbei haben die Studenten mit Hilfe unseres Messfahrrades untersucht, ob der „Lockdown light“ im November 2020 einen Einfluss auf die Luftqualität in Münster hatte. Die Ergebnisse und generelle Informationen zum Projekt finden Sie hier: Abschlusspräsentation Prezi

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EGU General Assembly 2021 - Tagung online

Vom 19. bis zum 30. April findet online die jährliche Tagung der European Geosciences Union (EGU) statt.


Zwei Mitglieder der AG werden eine vPICO Präsentation halten:


Laura Ehrnsperger wird in der Session CL2.2 - 'Urban climate, urban biometeorology, and science tools for cities' präsentieren:
EGU21-15830: Air pollution in an urban street canyon: Novel insights from highly resolved traffic information and meteorology von Laura Ehrnsperger und Otto Klemm
Die zwei-minütige Präsentation findet am Dienstag, den 27 April 2021, 13:34 CEST statt. Der breakout text chat findet am Dienstag, den 27 April 2021, 14:08-15:00 CEST statt.


Jennifer Sobiech-Wolf wird in der Session GI6.4 - 'Airborne observations in multidisciplinary environmental research using European Research Infrastructures; observations, campaigns and future plans' präsentieren:
EGU21-14864 SMART - Space monitoring of Arctic Tundra landscapes von Jennifer Sobiech-Wolf et al.
Die zwei-minütige Präsentation findet am Freitag, den 30 April 2021, 15:54 CEST statt. Der breakout text chat findet am Freitag, dem 30 April 2021, 16:00-16:15 CEST statt.

EGU General Assembly 2021 - Tagung online

Vom 19. bis zum 30. April findet online die jährliche Tagung der European Geosciences Union (EGU) statt.

Die Teilnahme ist für Studis kostenlos.
Eine Anmeldung ist auf der Website der EGU möglich unter https://www.egu21.eu/
Auf der Tagung gibt es Sessions zu allen abiotischen Themen von „Climate: Past, Present & Future“ über „Geomorphology“ bis hin zu „Planetary & Solar System Sciences“. Eine Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall.

Pressekonferenz zur Klimapolitik

update 2020-01-20
© Facebook

Unsere Kollegin Dr. Jennifer Sobiech-Wolf wird am 3. November 2020 um 11:30 Uhr die Interessen der Scientists for Future auf der Pressekonferenz "Unser Klima. Unsere Entscheidung." vertreten.

Hier geht's zum Livestream der PK.

Aesosols and COVID-19: Podiumsdiskussion am Rande der Europäischen Aerosolkonferenz 2020

Als einzige Präsenz-Veranstaltung während der Europäischen Aerosolkonferenz 2020 fand am 3. September 2020 in Aachen eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Aerosols and COVID-19" statt. Die mögliche Übertragung des Virus über Aerosolpartikel, Effektivität von Mund-Nasen-Masken sowie Konsequenzen für das Management der Innenraum-Luftqualität wurden erläutert und diskutiert. Eine Aufzeichnung ist  nun online verfügbar, das Video kann hier heruntergeladen werden. Herr Prof. Klemm beteiligte sich an der Podiumsdiskussion, sie fand in englischer Sprache statt.

Masterpraktikum Biosphäre/Atmosphäre-Austausch

© AG Klima

Das Masterpraktikum zum Erlernen der Eddy-Kovarianz-Methode konnte im Sommersemester trotz Einschränkungen durch die aktuelle Pandemie erfolgreich abgeschlossen werden. An unserer Station "Steinfurter Straße" wurden Austausch von CO2 und H2O gemessen. Besonderer Augenmerk lag auf der Quantifizierung des Leaf Area Index (LAI). Hier finden Sie den Abschlussbericht der Studierenden.

Corona-Krise: Partikelmessungen in Münster

Fotos

Cargobike mit 3D-Ultraschallanemometer, Ansaugtrichtern für Feinstaub und Messeinheiten für Temperatur und CO2
Cargobike mit 3D-Ultraschallanemometer, Ansaugtrichtern für Feinstaub und Messeinheiten für Temperatur und CO2
© D.Berger
  • Cargobike mit 3D-Ultraschallanemometer, Ansaugtrichtern für Feinstaub und Messeinheiten für Temperatur und CO2
    © D.Berger

Durch die aktuell von der Landesregierung angeordneten Kontaktbeschränkungen ist vielerorts eine Reduktion von Emissionen jeglicher Art beobachtet worden, welches wir auch für Münster erwarten. Deswegen hat sich die AG Klimatologie entschieden, mit einem Lastenfahrrad, welches mit unterschiedlichen Messgeräten ausgestattet ist, Aerosolpartikel mit einer hohen zeitlichen Frequenz in Münster zu Zeiten der Corona-Krise zu messen. Dabei werden direkt nacheinander 2 Routen gefahren. Die erste auf befahrenen Straßen mit typischerweise hohem Verkehrsaufkommen in der Nähe der Promenade, die zweite auf der Promenade selbst.
Im Oktober und November 2019 sind dieselben Routen schon einmal durch ein Studienprojekt befahren worden.
Wir sind sehr auf die Ergebnisse gespannt!

Gesichtsmasken: Das Vlies ist sehr effizient!

© O.Klemm

Wir haben heute mit unserer Cargo Bike Platform die Filtereffizienz des Stoffs einer einfachen Gesichtsmaske getestet. Der Stoff filtert - wie erwartet - über 99 % der Aerosolpartikel (> 3 nm Durchmesser) heraus. Das Vlies ist also ein effizientes Filtermaterial auch für Viren. Probleme entstehen dann, wenn der Stoff nicht eng am Gesicht anliegt und Atemluft herumfließen kann. Soweit durch den Stoff geatmet wird, schützt er aber auch den Träger der Maske vor Infektion.

Willkommen im Team

Wir freuen uns sehr, Dr. Jennifer Sobiech-Wolf in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Gratulation zur Promotion, Falk Maneke

Am 16.Dezember 2019 hat Falk Maneke-Fiegenbaum mit seiner Disputation die Promotion abgeschlossen. Wir gratulieren alle sehr herzlich!

promotion_maneke
© private

Gratulation zur Promotion, Carsten Schaller!

Doktorhut_Carsten_Schaller
© privat

Am 21. Oktober hat Carsten Schaller mit seiner Disputation die Promotion abgeschlossen. Wir gratulieren alle sehr herzlich!

Nebelmessungen in Taiwan

Fotos

© AG Klima
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  • © Ag Klima
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Im Juli und August 2019 werden durch Bettina Breuer, Maiken Baumberger und Leonie Bronkalla Nebelmessungen  im Experimental Forest der National Taiwan University in Xitou durchgeführt.
Mit einem aktiven Nebelsammler werden zeitlich hochaufgelöst Nebelwasserproben gesammelt, diese werden auf ihre Ionenzusammensetzung analysiert.
Zudem wird die Größenverteilung der Nebeltropfen mit einem Tropfenspektrometer und einem Streulichtaerosolspektrometer gemessen. Durch die Kombination der beiden Geräte kann nun erstmals ein weites Größenspektrum der Nebeltropfen erfasst werden. Mit den Daten sollen nach der Größe aufgelöste Nebeltropfenflüsse ermittelt werden.

Taiwan-Exkursion 2019

Gewitterewolke über Taipeh
© AG Klimatologie

Zum dritten Mal ist der Inselstaat Taiwan das Ziel einer Exkursion für die Studiengänge Geographie und Landschaftsökologie. Unter der Leitung von Prof. Dr. Otto Klemm erfahren die 16 Studierenden näheres über den Hochwasserschutz von Taipeh und besuchen eine Einrichtung für Nebelmessungen im Wald von Xitou, die im Zuge von Abschlussarbeiten von Studierenden der Universität Münster betrieben wird. Im astronomischen Observatorium auf dem Mount Lulin beobachten  sie die Veränderung der Grenzschicht mit zunehmender Sonneneinstrahlung.
Neben den meteorologischen Aspekten bekommen die Studierenden besondere Einblicke in die taiwanesische Kultur. Sie besuchen ein Teehaus, probieren landestypische Früchte und kommen in den Genuss der asiatischen Küche.

Die Studierenden dokumentieren ihre Reise in einem Blog. Täglich erscheinen neue Stories und Bilder.

Interessiert? Hier geht’s zum Blog.

Wetterhütten – gebaut von Tischlern der WWU

Azubi@WWU: Tischler*in

Eine Videoproduktion beschreibt die Ausbildung zur Tischlerin / zum Tischler an der Universität Münster. Der Film beschreibt auch die Wetterhütten, die für die Arbeitsgruppe Klimatologie gebaut wurden. Ein Blick hinein lohnt sich.

https://www.youtube.com/watch?v=92F3wMsGhVE

GfÖ Jahrestagung in Münster

Vom 9. bis 13. September 2019 richtet die Gesellschaft für Ökologie ihre 49. Jahrestagung in Münster aus.
Die AG-Klimatologie wird zwei Sitzungen mit dem Titel „Urban Air Pollution“ unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Held, Prof. Dr. Otto Klemm und Dr. Bastian Paas ausrichten.

Herzlich eingeladen sind Wissenschaftler aus den Bereichen Umweltmeteorologie und Luftschadstoffkontrolle, die sich mit atmosphärischer Chemie, Biometeorologie, Schadstoffausbreitung und den gesundheitlichen Auswirkungen in urbanen Gebieten beschäftigen.
Thema werden verschiedene Herangehensweisen zur Einschätzung von städtischer Luftverschmutzung sein.

Gerne können Sie Ihr eigenes Forschungsprojekt in Form von Paper oder Poster bis zum 21. Juni 2019 einreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen GfÖ-Tagungsseite.

Luftqualitätsmessungen am Innsbruck Atmospheric Observatory (IAO)

Fotos

© Klimatologie WWU
  • © Klimatologie WWU
  • © Klimatologie WWU

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Atmosphären- und Kryosphärenwissenschaften der Universität Innsbruck (Arbeitsgruppe Atmospheric Chemistry and Physics, Prof. Thomas Karl, https://www.atm-phys-chem.at/) untersuchen wir im Rahmen einer Intensivmesskampagne von März 2019 bis April 2019 den turbulenten Austausch von Feinstaubpartikeln zwischen der Stadt und der Atmosphäre. Die Messungen am IAO kombinieren größenaufgelöste Partikelflüsse mit der Bestimmung der chemischen Signatur organischer Aerosole und Spurengase. Eine zusätzliche stabile Isotopenanalyse von 15N und 13C der Partikel soll außerdem Aufschluss über die Feinstaubquellen in Innsbruck geben. Wir hoffen zusammen mit unseren Kooperationspartnern die Verbreitungsmechanismen von Luftschadstoffen in der Stadt besser charakterisieren zu können.

 

Charakterisierung des Windfelds am Heideweiher

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© AG Klimatologie
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Am Heideweiher – oder man könnte auch sagen im Heideweiher – in der Nähe der Gemeinde Hopsten an der Nordspitze der westfälischen Region Tecklenburger Land, findet ab sofort auch Atmosphärenforschung statt. Vor Ort und im umliegenden Naturschutz- und FFH- Gebiet „Heiliges Meer-Heupen“, was von der biologischen Station des Kreises Steinfurt betreut wird, finden schon seit vielen Jahren unterschiedliche Umweltforschungsprojekte statt – auch von der Arbeitsgruppe „Ökohydrologie und Stoffkreisläufe“ des Instituts für Landschaftsökologie. Wir wollen in Zusammenarbeit und komplementär zu deren laufenden Kammermessungen mit der Eddy-Kovarianz Methode den vertikalen turbulenten Austausch des wichtigen Treibhausgases Methan in der bodennahen Atmosphäre über dem Heideweiher quantifizieren. Dazu wurde nun ein Gitterohrmast fest am Seegrund verankert und mit einem Ultraschallanemometer ausgerüstet. Die Installation war vergleichsweise einfach, da der See durch den niederschlagsarmen Sommer fast vollständig trocken gefallen ist. Mit einer Vorstudie wird in den nächsten Wochen zunächst das am Standort erwartete komplexe Windfeld analysiert.

Prof. Klemm nicht weiter im Klimabeirat der Stadt Münster aktiv

Anfang November 2018 erklärte Prof. Klemm gegenüber dem Oberbürgermeister der Stadt, Markus Lewe, sein Ausscheiden aus dem Klimaberat. „Es ist mir in den sieben Jahren seit der Neueinrichtung des Klimabeirats, in denen ich den Vorsitz führte, nicht gelungen, den Klimabeirat zu einem Gremium von Bedeutung in der Stadtgesellschaft Münsters zu entwickeln.“ Wiederholte Anregungen des Klimabeirats, zum Beispiel zur zukunftsfähigen Neugestaltung der ehemaligen Kasernengelände „York“ (Gremmendorf) und „Oxford“ (Gievenbeck), wo viele Hundert neuer Wohnungen entstehen werden, fanden kaum Widerhall.„Nach Abwägung der öffentlich und privaten Belange gegeneinander und untereinander wird den … Stellungnahmen nicht gefolgt“, lautete beispielsweise eine schnöde, schriftliche Antwort auf detaillierte Vorschläge des Klimabeirats. Debatten mit dem Klimabeirat über Inhalte fanden kaum statt.

  • Fortsetzung:

    Prof. Klemm kündigte bereits im Sommer 2018 intern an, nicht weiter den Vorsitz des Klimabeirats führen zu wollen. Die turnusgemäße Neuwahl im November 2018 ging jedoch schief, da sich keine Kandidatin und kein Kandidat für die Nachfolge finden ließ. Auch der stellvertretende Vorsitz blieb vakant. Der Klimabeirat schien zu diesem Zeitpunkt paralysiert. Prof. Klemm erklärte als Konsequenz, aus dem Klimabeirat auszutreten. „Ich tue das nicht gerne, es bleibt mir aber keine andere Wahl. Vielleicht gelingt unter anderen Umständen ein erfolgreicher Neustart.“ Es benötigt ein Umdenken bei einigen politischen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie in Teilen der Verwaltung, um Klimaschutz in Münster zu dem Stellenwert zu verhelfen, den er benötigt.

    Münster will bis 2050 seine CO2-Emissionen um 95 % reduzieren. Die EU hat sich verpflichtet, um 80 % bis 95 % zu reduzieren. Der jüngste Bericht des Weltklimarats (IPCC) zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels (Oktober 2018) fordert eine Reduzierung der Emissionen um faktisch 100 % bis 2050. Ansonsten seien dramatische weitere Folgen für die Weltbevölkerung zu erwarten. „Deutschland als Industrienation und insbesondere solche Kommunen, die sich Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben haben, müssen hier forsch vorangehen“, so Prof. Klemm. Vor diesem Hintergrund kann es keine andere Überlegung geben als heute neue Gebäude (Stichworte: York, Oxford) konsequent so zu planen und zu bauen, dass sie im Jahr 2050 netto keine Treibhausgase emittieren! Dies scheint jedoch nicht in Erwägung gezogen zu werden. Prof. Klemm betont, dass ausreichend Expertise in Politik und Verwaltung Münsters vorhanden sei, bei vielen Akteuren auch der Wille zur konsequenten Umsetzung von Klimaschutz. Alleine es fehlt der Konsens, dem Klimaschutz neben anderen wichtigen Aspekten (Soziales, Finanzen, …) den Status einer Leitplanke der Stadtentwicklung zuzugestehen. Die Rolle des Klimabeirats war bislang marginal. Vielleicht gelingt ein erfolgreicher Neustart. Viel Glück!

Exkursionsankündigung

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Im Sommer 2019 wird eine Exkursion nach Taiwan angeboten. Die Exkursion findet statt vom 20.07. bis 02.08. und wird sich im Schwerpunkt mit klimatologischen Aspekten beschäftigen. Es wird aber auch die Landschaft, Geologie und Kultur betrachtet um einen uneingeschränkten Blick auf das Land zu erhalten. Nähere Informationen stehen auf dem Aushang zur Exkursion: Taiwan

In diesem Semester findet wieder eine eintägige Exkursion nach Essen statt. Zum einen wird der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit dem dazugehörigen Messfeld besichtigt und zum anderen wird das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) besucht. Die Exkursion findet am 07.02.2019 statt und es fallen keine Kosten an, wenn ein Semesterticket vorhanden ist. Mehr Informationen stehen hier: DWD und LANUV.

Am 12.03.2019 wird es eine eintägige Exkursion zum Deutschen Wetterdienst in Offenbach und zur EUMETSAT in Darmstadt geben. Für diese Exkursion fallen 20 Euro für die Fahrt an. Alles Weitere steht hier: DWD und EUMETSAT

Neue Untersuchungen zur Luftqualität in Münster

Fotos

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  • © O.Klemm

Ende August startete eine neue Messkampagne zur Untersuchung der urbanen Luftqualität am Bült, einer vielbefahrenen Straße in der Münsteraner Innenstadt. Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „LUFTHY“ werden dort Luftschadstoffe wie Kohlenstoffdioxid, Ammoniak, Stickoxide und bodennahes Ozon sowie Feinstaub im Bereich von 6 nm bis 10 µm kontinuierlich und zeitlich hochaufgelöst gemessen. Zudem werden Informationen über den vorbeifahrenden Verkehr mittels eines Mikrofons und speziellen Kameras erhoben.
Ziel des Projektes ist es die verkehrsbedingten Emissionen von Luftschadstoffen und Feinstaub mit den Eigenschaften der vorbeifahrenden Fahrzeuge (z.B. Emissionsklassen) in Verbindung zu bringen. Auf lange Sicht sollen die gesammelten Erkenntnisse zur Verbesserung von Modellvorhersagen und zur Entwicklung von Strategien zur Verminderung der Schadstoffbelastung im urbanen Raum beitragen.

Messkampagne in Taiwan

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Seit Mitte August führt Bettina Breuer Nebelmessungen an der Lulin Atmospheric Background Station in Taiwan durch. Mit Hilfe eines aktiven Nebelsammlers werden automatisiert und zeitlich hochaufgelöst Nebelwasserproben genommen, diese werden anschließend auf ihre Ionenzusammensetzung hin analysiert. Außerdem ist ein neues Aerosolspektrometer erstmalig im Geländeeinsatz, um die Größenverteilung der Nebeltropfen zu messen. Es konnten bereits einige spannende Nebelevents erfasst werden.

Mobile Messungen in Münster

© AG Klimatologie

Im Rahmen einer Masterarbeit wurden im August mobile Messungen im Stadtgebiet von Münster durchgeführt. Dazu wurden verschiedene Messgeräte auf ein Lastenfahrrad montiert. Die Messungen dienen der Untersuchung von Partikel- und CO2-Konzentrationen sowie deren räumlicher Verteilung.

March for Science

AG Klimatologie beim March for science
© AG Klimatologie

Am 14. April fand in mehreren Städten der March for Science statt. Dabei handelt es sich um eine internationale Bewegung, die den Wert der Wissenschaft aufzeigt. Auch in Münster haben sich unter dem Motto "Wissenschaft bewegt" Menschen zusammengefunden. Nach einem Marsch durch die Stadt wurde die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion beendet. Ein Teil unserer AG war ebenfalls vor Ort, um für die Freiheit der Wissenschaft einzustehen.

Update zur "MünsterWetter" App

Die "MünsterWetter" App liefert die Daten der Wetterstation auf dem Dach des Intstituts. Leider hatte die App einige Bugs, die nun durch ein Update beseitigt wurde. Das Update ist verfügbar im Google PlayStore für Android.

Wir begrüßen einen neuen Mitarbeiter

Zum 01. April 2018 beginnt Bastian Paas seine Tätigkeit in der Arbeitsgruppe Klimatologie. Wir freuen uns über die Verstärkung und wünschen ihm einen guten Start.

Wir begrüßen eine neue Doktorandin

Zum Sommersemester 2018 unterstützt Bettina Breuer die AG Klimatologie als neue Doktorandin. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit.

Exkursion nach Essen

Sondereinsatz des LANUV
© AG Klimatologie

Im Rahmen einer eintägigen Exkursion wurde am 22.02. der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Essen besucht. Beim DWD hatten die Studenten die Möglichkeit die regionale Wetterberatung kennenzulernen und am Messfeld vor Ort einen Radionsondenaufstieg zu erleben. Das LANUV hat Einblicke in sein weites Aufgabenfeld ermöglicht und im Speziellen die Überwachung der Luftqualität in NRW erläutert. Außerdem wurde Einblick in das Fahrzeug des Sondereinsatzes gewährt. Der vom LANUV unterhaltene Bereitschaftsdienst untersucht bei Schadensfällen vor Ort gefährdenden Immissionen.