Charakterisierung des Windfelds am Heideweiher

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Am Heideweiher – oder man könnte auch sagen im Heideweiher – in der Nähe der Gemeinde Hopsten an der Nordspitze der westfälischen Region Tecklenburger Land, findet ab sofort auch Atmosphärenforschung statt. Vor Ort und im umliegenden Naturschutz- und FFH- Gebiet „Heiliges Meer-Heupen“, was von der biologischen Station des Kreises Steinfurt betreut wird, finden schon seit vielen Jahren unterschiedliche Umweltforschungsprojekte statt – auch von der Arbeitsgruppe „Ökohydrologie und Stoffkreisläufe“ des Instituts für Landschaftsökologie. Wir wollen in Zusammenarbeit und komplementär zu deren laufenden Kammermessungen mit der Eddy-Kovarianz Methode den vertikalen turbulenten Austausch des wichtigen Treibhausgases Methan in der bodennahen Atmosphäre über dem Heideweiher quantifizieren. Dazu wurde nun ein Gitterohrmast fest am Seegrund verankert und mit einem Ultraschallanemometer ausgerüstet. Die Installation war vergleichsweise einfach, da der See durch den niederschlagsarmen Sommer fast vollständig trocken gefallen ist. Mit einer Vorstudie wird in den nächsten Wochen zunächst das am Standort erwartete komplexe Windfeld analysiert.

Prof. Klemm nicht weiter im Klimabeirat der Stadt Münster aktiv

Anfang November 2018 erklärte Prof. Klemm gegenüber dem Oberbürgermeister der Stadt, Markus Lewe, sein Ausscheiden aus dem Klimaberat. „Es ist mir in den sieben Jahren seit der Neueinrichtung des Klimabeirats, in denen ich den Vorsitz führte, nicht gelungen, den Klimabeirat zu einem Gremium von Bedeutung in der Stadtgesellschaft Münsters zu entwickeln.“ Wiederholte Anregungen des Klimabeirats, zum Beispiel zur zukunftsfähigen Neugestaltung der ehemaligen Kasernengelände „York“ (Gremmendorf) und „Oxford“ (Gievenbeck), wo viele Hundert neuer Wohnungen entstehen werden, fanden kaum Widerhall.„Nach Abwägung der öffentlich und privaten Belange gegeneinander und untereinander wird den … Stellungnahmen nicht gefolgt“, lautete beispielsweise eine schnöde, schriftliche Antwort auf detaillierte Vorschläge des Klimabeirats. Debatten mit dem Klimabeirat über Inhalte fanden kaum statt.

  • Fortsetzung:

    Prof. Klemm kündigte bereits im Sommer 2018 intern an, nicht weiter den Vorsitz des Klimabeirats führen zu wollen. Die turnusgemäße Neuwahl im November 2018 ging jedoch schief, da sich keine Kandidatin und kein Kandidat für die Nachfolge finden ließ. Auch der stellvertretende Vorsitz blieb vakant. Der Klimabeirat schien zu diesem Zeitpunkt paralysiert. Prof. Klemm erklärte als Konsequenz, aus dem Klimabeirat auszutreten. „Ich tue das nicht gerne, es bleibt mir aber keine andere Wahl. Vielleicht gelingt unter anderen Umständen ein erfolgreicher Neustart.“ Es benötigt ein Umdenken bei einigen politischen Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie in Teilen der Verwaltung, um Klimaschutz in Münster zu dem Stellenwert zu verhelfen, den er benötigt.

    Münster will bis 2050 seine CO2-Emissionen um 95 % reduzieren. Die EU hat sich verpflichtet, um 80 % bis 95 % zu reduzieren. Der jüngste Bericht des Weltklimarats (IPCC) zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels (Oktober 2018) fordert eine Reduzierung der Emissionen um faktisch 100 % bis 2050. Ansonsten seien dramatische weitere Folgen für die Weltbevölkerung zu erwarten. „Deutschland als Industrienation und insbesondere solche Kommunen, die sich Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben haben, müssen hier forsch vorangehen“, so Prof. Klemm. Vor diesem Hintergrund kann es keine andere Überlegung geben als heute neue Gebäude (Stichworte: York, Oxford) konsequent so zu planen und zu bauen, dass sie im Jahr 2050 netto keine Treibhausgase emittieren! Dies scheint jedoch nicht in Erwägung gezogen zu werden. Prof. Klemm betont, dass ausreichend Expertise in Politik und Verwaltung Münsters vorhanden sei, bei vielen Akteuren auch der Wille zur konsequenten Umsetzung von Klimaschutz. Alleine es fehlt der Konsens, dem Klimaschutz neben anderen wichtigen Aspekten (Soziales, Finanzen, …) den Status einer Leitplanke der Stadtentwicklung zuzugestehen. Die Rolle des Klimabeirats war bislang marginal. Vielleicht gelingt ein erfolgreicher Neustart. Viel Glück!

Exkursionsankündigung

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Im Sommer 2019 wird eine Exkursion nach Taiwan angeboten. Die Exkursion findet statt vom 20.07. bis 02.08. und wird sich im Schwerpunkt mit klimatologischen Aspekten beschäftigen. Es wird aber auch die Landschaft, Geologie und Kultur betrachtet um einen uneingeschränkten Blick auf das Land zu erhalten. Nähere Informationen stehen auf dem Aushang zur Exkursion: Taiwan

In diesem Semester findet wieder eine eintägige Exkursion nach Essen statt. Zum einen wird der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit dem dazugehörigen Messfeld besichtigt und zum anderen wird das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) besucht. Die Exkursion findet am 07.02.2019 statt und es fallen keine Kosten an, wenn ein Semesterticket vorhanden ist. Mehr Informationen stehen hier: DWD und LANUV.

Am 12.03.2019 wird es eine eintägige Exkursion zum Deutschen Wetterdienst in Offenbach und zur EUMETSAT in Darmstadt geben. Für diese Exkursion fallen 20 Euro für die Fahrt an. Alles Weitere steht hier: DWD und EUMETSAT

Neue Untersuchungen zur Luftqualität in Münster

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Ende August startete eine neue Messkampagne zur Untersuchung der urbanen Luftqualität am Bült, einer vielbefahrenen Straße in der Münsteraner Innenstadt. Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts „LUFTHY“ werden dort Luftschadstoffe wie Kohlenstoffdioxid, Ammoniak, Stickoxide und bodennahes Ozon sowie Feinstaub im Bereich von 6 nm bis 10 µm kontinuierlich und zeitlich hochaufgelöst gemessen. Zudem werden Informationen über den vorbeifahrenden Verkehr mittels eines Mikrofons und speziellen Kameras erhoben.
Ziel des Projektes ist es die verkehrsbedingten Emissionen von Luftschadstoffen und Feinstaub mit den Eigenschaften der vorbeifahrenden Fahrzeuge (z.B. Emissionsklassen) in Verbindung zu bringen. Auf lange Sicht sollen die gesammelten Erkenntnisse zur Verbesserung von Modellvorhersagen und zur Entwicklung von Strategien zur Verminderung der Schadstoffbelastung im urbanen Raum beitragen.

Messkampagne in Taiwan

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Seit Mitte August führt Bettina Breuer Nebelmessungen an der Lulin Atmospheric Background Station in Taiwan durch. Mit Hilfe eines aktiven Nebelsammlers werden automatisiert und zeitlich hochaufgelöst Nebelwasserproben genommen, diese werden anschließend auf ihre Ionenzusammensetzung hin analysiert. Außerdem ist ein neues Aerosolspektrometer erstmalig im Geländeeinsatz, um die Größenverteilung der Nebeltropfen zu messen. Es konnten bereits einige spannende Nebelevents erfasst werden.

Mobile Messungen in Münster

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Im Rahmen einer Masterarbeit wurden im August mobile Messungen im Stadtgebiet von Münster durchgeführt. Dazu wurden verschiedene Messgeräte auf ein Lastenfahrrad montiert. Die Messungen dienen der Untersuchung von Partikel- und CO2-Konzentrationen sowie deren räumlicher Verteilung.

March for Science

AG Klimatologie beim March for science
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Am 14. April fand in mehreren Städten der March for Science statt. Dabei handelt es sich um eine internationale Bewegung, die den Wert der Wissenschaft aufzeigt. Auch in Münster haben sich unter dem Motto "Wissenschaft bewegt" Menschen zusammengefunden. Nach einem Marsch durch die Stadt wurde die Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion beendet. Ein Teil unserer AG war ebenfalls vor Ort, um für die Freiheit der Wissenschaft einzustehen.

Update zur "MünsterWetter" App

Über die "MünsterWetter" App werden die Daten der Wetterstation auf dem Dach des Institutsgebäudes zur Verfügung gestellt. Leider hatte die App einige Aussetzer, die durch ein Update beseitigt worden sind. Das Update ist jetzt im Google Play Store für Android-Betriebssysteme erhältlich.

Wir begrüßen einen neuen Mitarbeiter

Zum 01. April 2018 beginnt Bastian Paas seine Tätigkeit in der Arbeitsgruppe Klimatologie. Wir freuen uns über die Verstärkung und wünschen ihm einen guten Start.

Wir begrüßen eine neue Doktorandin

Zum Sommersemester 2018 unterstützt Bettina Breuer die AG Klimatologie als neue Doktorandin. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit.

Exkursion nach Essen

Sondereinsatz des LANUV
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Im Rahmen einer eintägigen Exkursion wurde am 22.02. der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Essen besucht. Beim DWD hatten die Studenten die Möglichkeit die regionale Wetterberatung kennenzulernen und am Messfeld vor Ort einen Radionsondenaufstieg zu erleben. Das LANUV hat Einblicke in sein weites Aufgabenfeld ermöglicht und im Speziellen die Überwachung der Luftqualität in NRW erläutert. Außerdem wurde Einblick in das Fahrzeug des Sondereinsatzes gewährt. Der vom LANUV unterhaltene Bereitschaftsdienst untersucht bei Schadensfällen vor Ort gefährdenden Immissionen.