Innovation Hub Sozial-ökologische Nachhaltigkeit

"Nachhaltig in die Zukunft: Gemeinsam den gesellschaftlichen Wandel gestalten"

Hände, die Globus halten
© Innovation Hub Münster

Über den Innovation Hub in Münster 

  • Angesiedelt an der Universität Münster und in der Region des Münsterlandes (Nordrhein-Westfalen, Deutschland, Europa, Planet Erde).
  • Der Hub leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung innovativer Ideen und Lösungen für das Streben nach nachhaltigem Wohlergehen auf dem Planeten, indem es sich mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt, Energiewende und Fragen von Frieden und Demokratie befasst.

  • Er konzentriert sich auf inter- und transdisziplinäre Formate in Forschung, Lehre und Transfer/Innovation und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf soziale Innovationen sowie transformative Ansätze in der Nachhaltigkeitsforschung und -praxis.

Thematische Schwerpunkte

  • Gestaltung und Erforschung von Nachhaltigkeit
  • Inter- und Transdisziplinarität
  • Sozioökologische Transformation und gesellschaftlicher Wandel
  • Ko-Kreation und Gestaltung von Reallaboren
  • Ernährung und Agrarökologie
  • Wasser- und Kreislaufsysteme
  • Transformative Bildung und Zukunftsfähigkeiten

Ziele 

Mit seinem Fokus auf nachhaltige Entwicklung widmet sich der Innovation Hub für sozio-ökologische Nachhaltigkeit an der Universität Münster einer zentralen Herausforderung unserer Zeit, die einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel erfordert.

Vorwiegend ökologische Probleme wie die Klimakrise, das Artensterben und andere planetare Belastungsgrenzen lassen sich nicht von vorwiegend sozialen Fragestellungen wie der (Energie-)Wende, Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit trennen.

Da die Krisen komplex und global miteinander verflochten sind, müssen auch die Lösungsansätze dieser Komplexität Rechnung tragen. Dringend erforderlich sind innovative Strategien und Ideen, die Gesellschaften befähigen, die sozio-ökologischen Herausforderungen der Gegenwart zu bewältigen. Zu deren Entwicklung bedarf es inter- und transdisziplinärer Ansätze sowie einer tiefgehenden Integration und Vernetzung sozial- und naturwissenschaftlicher Beiträge in der Nachhaltigkeitsforschung und -praxis.

Ziel des Innovation Hub in Münster ist es, die vielfältigen Anforderungen an tragfähige Lösungen für kommende Nachhaltigkeitsherausforderungen zu analysieren, zu diskutieren und darauf zu reagieren.

Unser Ansatz

Was verstehen wir unter sozioökologischer Nachhaltigkeit?

  • Berücksichtigung und Sicherung der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse und eines guten Lebens für alle – überall, heute und in Zukunft.
  • Berücksichtigung und Sicherung biophysischer Systeme und Lebensbedingungen (über Artengrenzen hinweg) unter Einhaltung der Grenzen des Planeten. 
  • Anerkennung der Dringlichkeit des Übergangs zu kohlenstoffarmen Gesellschaften angesichts weitverbreiteter, sich rasch zuspitzender Klima- und Polykrisen.

Welche Ausgangspunkte leiten uns?

  • Erforschung vielfältiger Beziehungen und Dynamiken innerhalb von Mensch-Natur-Beziehungen und mehr-als-menschlichen Ökologien.
  • Erforschung, wie Gesellschaften (menschliches) Wohlergehen sichern können, während Umweltbelastungen drastisch reduziert und regenerative Fähigkeiten gestärkt werden.
  • Erforschung transformativer Pfade, die Minderungs- und Anpassungsstrategien einschließen, mit dem übergeordneten Ziel, das Wohlergehen zu verbessern und zugleich das 1,5-Grad-Ziel sowie die planetaren Grenzen einzuhalten.

Wie möchte unser Innovation Hub hierzu beitragen?

Verknüpfung von Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften durch die Entwicklung interdisziplinärer Austauschformate und Forschungsgruppen.
Bereitstellung und Erarbeitung normativer und ethischer Bewertungen sowie evaluativer Kriterien für Nachhaltigkeitsherausforderungen.
Betonung einer transdisziplinären Ausrichtung durch Citizen Science, Outreach-Aktivitäten und Ko-Kreationsprozesse, die (Selbst-)Bildung und authentische Begegnungen fördern.

  • Struktur, Elemente und Handlungsfelder

    © Innovation Hub Münster

    Der Innovation Hub für sozial-ökologische Nachhaltigkeit ist am Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) der Universität Münster angesiedelt und fungiert als verbindende Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeitsakteurinnen und -akteuren aus der Universität, der Stadt Münster, der Region Münsterland sowie dem Europäischen Hochschulnetzwerk Ulysseus.

    Der Innovation Hub verknüpft deren Nachhaltigkeitsaktivitäten in den Bereichen Bildung, Forschung und Transfer/Innovation. Die folgende Abbildung erläutert die grundlegenden Elemente des Innovation Hubs, die den universitären Handlungsfeldern zugeordnet sind oder querschnittliche, transversale Elemente darstellen.

    © Innovation Hub Münster

    Das Team des Innovation Hub vernetzt relevante Akteurinnen und Akteure, fördert Austausch sowie Wissenstransfer, konzipiert Lehrveranstaltungen, unterstützt beim Matchmaking und beteiligt sich an Forschungsgruppen und -projekten. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Identifikation, Schaffung und Nutzung von Synergien in allen Handlungsfeldern.

  • Bildung

    Im Bereich Bildung werden am Innovation Hub verschiedene Formate zu Nachhaltigkeitsthemen wie Sustainable Design Thinking, Green Skills sowie Sustainability & Green Transition entwickelt und umgesetzt. Neben unterschiedlichen Joint Courses für Studierende bieten Open Classes ein öffentlich zugängliches Bildungsangebot, und verschiedene Fortbildungsformate sowie Workshops ermöglichen Weiter- und Zusatzqualifizierungen für unterschiedliche Zielgruppen innerhalb und außerhalb des Ulysseus-Netzwerks. Ein Teaching Innovation Lab unterstützt die Konzeption und Entwicklung von Lehrangeboten im Sinne einer transformativen Bildung.

  • Forschung

    Im Bereich Forschung unterstützt der Innovation Hub die Entwicklung des Emerging Fields „Exploring and Shaping Sustainability“, das Teil der Impact Area  „Sustainable Futures“ im Forschungsprofil der Universität ist und einen Rahmen zur Bündelung von Forschungsaktivitäten bietet. Das Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung (ZIN) fungiert dabei als Research Center, in dem thematische Forschungsgruppen zu den Schwerpunkten des Innovation Hubs eingerichtet sowie Forschungsprojekte entwickelt und beantragt werden.

    Ulysseus fördert den Aufbau von Joint Research & Innovation Groups im Netzwerk, die an Fragestellungen arbeiten, die mit den Innovation Hubs verbunden sind. Der Innovation Hub für sozial-ökologische Nachhaltigkeit unterstützt R&I Groups in diesem Themenfeld insbesondere in den Bereichen Co-Creation & Reallabore, Ernährung & Agrarökologie, Wasser & zirkuläre Systeme sowie Futurabilities & transformative Bildung.

    © Innovation Hub Münster
  • Transfer & Innovation

    „Living Labs“ und „Reallabore“ sind eine Besonderheit des Münsterschen Innovation Hub-Ökosystems. Diese Formate verbinden alle drei Handlungsfelder, schaffen Transfer in die Gesellschaft und fördern nachhaltige Transformation. In der Nachhaltigkeitsforschung werden Living Labs als transdisziplinäre und transformative Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen konzipiert, in denen verschiedene Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam und voneinander lernen und zusammen an nachhaltigen Lösungen arbeiten. Innovative Ideen, Transformationsansätze und neue soziale Praktiken werden in experimentellen Settings erprobt und erforscht.

    Das REACH – Euregio Start-up Center fungiert als Start-up-Inkubator und Transferzentrum. Die Förderung und Vernetzung von Start-ups und Spin-offs erfolgt insbesondere durch ein Coach-the-Coach-Programm sowie verschiedene Workshops zu Themen wie Frauen*, soziales und intersektionales Unternehmertum, Innovationsfähigkeiten & -kompetenzen sowie Know-how für Start-up-Teams.

  • Querschnittselemente

    Mehrere Elemente liegen über die Handlungsfelder hinweg oder stehen in Verbindung mit Aktivitäten in allen drei Bereichen. In dieser Projektphase von Ulysseus liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Open Science sowie auf Kultur & Kreativität.

    Das Münster Center for Open Science (MüCOS) dient als institutioneller Servicepunkt für Open-Access-Praktiken und unterstützt die freie Zugänglichkeit von in Forschung, Lehre und Transfer erzeugten Materialien und Daten, insbesondere Open-Access-Publikationen, Open Educational Resources und Open Data. Es fördert Open Science als nachhaltige Praxis und als Teil einer institutionellen Nachhaltigkeitskultur.

    Das Querschnittselement „Kultur & Kreativität“ zielt darauf ab, das kreative Potenzial zu nutzen, das im Dialog und in der Interaktion von Kunst und Kultur mit Wissenschaft, Forschung und Lehre entsteht, und wird in verschiedene Aktivitäten des Innovation Hubs integriert.

Beteiligung & Kontakt zum Team

Wir laden herzlich dazu ein, gemeinsam eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft mitzugestalten und sich an den Aktivitäten des Hubs zu beteiligen bzw. Ihre Aktivitäten mit denen des Hubs zu verbinden.

Für Anfragen aller Art wenden Sie sich bitte an das InnoHub-Team aus Münster unter: innohub@uni-muenster.de

Standort 

Wenn Sie sich an bestimmte Teammitglieder wenden möchten, finden Sie hier in der Spalte "Ansprechpartner*innen" die Kontaktdaten und Hinweise zu Aufgabenbereichen.