Informationen zur aktuellen Lage aufgrund der Maßnahmen gegen COVID-2019

Informationen zur Situation, Lehre und Prüfungen in der AG Ökoplan finden Sie hier (update vom 20.05.2020).

Herzlich Willkommen!

bei der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

Die Arbeitsgruppe Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung gehört zum Institut für Landschaftsökologie (ILÖK) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Wir arbeiten über das Entstehen, die Erhaltung und Entwicklung von Landschaften als Produkt menschlichen Handelns im Zusammenwirken mit den Naturkräften. Anliegen der Arbeitsgruppe ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Allgemeinen und zu Naturschutzstrategien und ökologischen Planungsmethoden im Besonderen zu leisten. Sie will dabei Brücken in die Zukunft bauen und den Transfer aus der Hochschulforschung in die Gesellschaft leisten. Wir sind stark darin, echte Feldarbeit zu leisten, die auf klassischen Daten- und Arterhebungen basiert und durch Fernerkundungstechniken wie Dronen-  oder GIS-Technologien ergänzt wird. Daneben arbeiten wir intensiv mit qualitativen Methoden der Ethnigraphie und Sozialforschung. Wir denken, dass sich Natur- und Gesellschaftswissenschaften in der Landschaftsökologie ergänzen müssen.

Aktuelles zum Studium

Hand Tillmann 2zu1
Aktuelles zur Forschung

Forschung1
Aktuelles aus der AG

ZIN-Brotzeitkolloquium im Sommersemester 2020: "The future is now!"

Plakat Bzk 2020 Foto
© ZIN

Bereits zum fünften Mal findet im Sommersemester 2020 das ZIN-Brotzeitkolloquium unter dem Titel „The future is now“ statt. In fünf Vorträgen setzt sich das Brotzeitkolloquium in diesem Semester mit Nachhaltigkeitsperspektiven aus Soziologie, Philosophie, Politikwissenschaft, Theologie und Chemie auseinander. Studierende aller Fachrichtungen sowie interessierte Bürger*innen sind herzlich zu den Vorträgen eingeladen, die an fünf Donnerstagen von Ende April bis Juli zur Mittagszeit stattfinden - in diesem Jahr aufgrund der Kontakteinschränkungen digital über Zoom.
In der Rubrik "Brotzeitkolloquium" versorgen wir alle Interessierten mit den relevanten Informationen: von Terminen bis hin zu den Links für die Vorträge.
Außerdem finden Sie alle Informationen zu den Vorträgen des ZIN-Brotzeitkolloquiums auf dem Plakat zur Veranstaltungsreihe, auf Twitter (@zin_wwu) und Facebook (@zin.wwu).

Online Lehre Cov19
© B. Kupilas

Alles anders- oder doch schon neue Normalität?
Die Ausbreitung des Corona 2019-Virus bedeutet Umstellung auf vielen Ebenen: Eine Universität ohne Studierende, Verlagerung der Aktivitäten ins Home Office, ein weitreichendes Verbot von Feldforschung und Exkursionen, Abbruch von Versuchen - all das sind Umstände, an die wir uns erst gewöhnen müssen und die hoffentlich bald überwunden werden.
Dennoch ist es auch eine Zeit zum Nachdenken, darüber wie wir (bislang) gelebt haben, in welche Abhängigkeit  wir unsere Existenz und unser tägliches Leben an die globalen Warenströme gebunden haben, wie verletzbar unsere komplexe Gesellschaft eigentlich ist.
Wir in der AG ÖKOPLAN überlegen derzeit, wie wir das Sommersemester gestalten können. Online Meetings und kollaboratives Arbeiten wird so nicht mehr nur in Kooperationen mit Partnern aus anderen Ländern oder Projekten stattfinden sondern auch an unserer heimischen Universität. Das Bild zeigt das Meeting einer Arbeitsgruppe aus dem Projektpraktikum in M7.
Alles, was Sie derzeit zu den Lehrveranstaltungen wissen müssen, finden Sie hier.

Zwei neue Publikationen

Es sind zwei neue Artikel erschienen, die sich mit verschiedenen Bereichen der Arbeit der AG Ökologische Planung befassen.

  • Harald Grote beschreibt in einem Aufsatz für die Springer Zeitschrift Wasserwirtschaft Die Hydromorphologischen Verhältnisse der Westfälischen Bucht. Alle Gewässer sind gemäß der europischen Wasserrahmenrichtlinie in einen guten Ökologischen zustand zu bringen. Da die Gewässer des Münsterlandes jedoch sehr stark überfomt sind, gilt hier das gute ökologische Potenzial. Obwohl große Anstrengungen unternommen werden und Gewässer renaturiert worden sind, stellt sich der erwünschte Zustand oft nicht ein. Zudem zeigten die beiden Jahre 2018 und 2019 extreme Trockeheiten. Der Artikel diskutiert den Zusammenhang zwischen hyrdomorphologischen Verhältnissen, der Landnutzung und der Bedeutung geklärten kommunalen Abwassers und analysiert die Jahre 2006-2015.
  • Cornelia Steinhäuser schreibt in ihrer auf spanisch erschienenen Publikation:  Los saberes de los ancestros: clave para los vínculos con la Madre Tierra en una comunidad andina en Argentina (in englisch: The knowledge of ancestors: Key to the linkages with Mother Earth in an Andean community in Argentina) über das Netzwerk der Verbindungen zwischen Menschen und Welt, welche als Basis für die Gestaltung der dortigen Landschaft verstanden werden kann.

Mesokosmen gedruckt
© Multec

Neue Forschungsanlage an der Münsterschen Aa
Auch der Aufbau der Mesokosmen an der Münsterschen Aa wird wegen Corona verzögert. Dennoch wollen wir weiterhin das Projekt umsetzen und arbeiten derzeit daran, wie das unter den gegebenen Umständen durchgeführt werden kann. Mit einem umfassenden Foschungsansatz soll herausgefunden werden, wie verschiedene Stressoren auf die Makrozoobenthos Lebensgemeinschaft der sandgeprägten Tieflandsbäche wirken. Hierfür wird Wasser aus der Aa durch 32 Mesokosmen geleitet, die mit einer Lebensgemeinschaft des Gewässergrundes der Vechte bestückt ist. Das innovative an diesem Ansatz ist, dass die Mesokosmen eigens von I. Lober, T. Buttschardt und F. Hotz für diese Anlage entworfen und von  der Firma Multec (s. Abb.) gedruckt wurden. Die Mesomosmen bestehen aus Maisstärke (PLA). Im Zusammenhang mit diesem aus dem Drittmittelanschub des FB 14 finanzierten und von B. Kupilas konzipierten und beantragten Vorhabens werden im Sommersemester 2020 eine Fallstudie und eine Masterarbeit im M.Sc. Wasserwissenschaften, eine Bachelorarbeit im B.Sc. Landschaftsökologie sowie das Projektpraktium in M7 M.Sc. Landschaftsökologie durchgeführt. Erfahren Sie mehr auf den Seiten des Limnolab

Gruenschatz 180px

3. NABU - ILÖK Tagung zum Insektenrückgang präsentierte Ergebnisse des GrünSchatz-Projektes (15.02.2020)
Am 15.02.2020 wurde die  3. Tagung zum Insektenrückgang am Institut für Landschaftsökologie der WWU Münster ausgerichtet. In diesem Rahmen wurden auch Ergebnisse des  GrünSchatz-Projektes in einem Workshop präsentiert. Biogasproduktion als Beitrag zu einer energetischenT ransformation, Föderung der Biodiversität, Vermeidung des Gifteinsatzes auf Ackerflächen und Grundwasserschutz müssen sich nicht ausschließen. Zudem hat sich gezeigt, dass Landwirte dem Anbau von perennierenden Wildpflanzenmischungen für Biogasanlagen sehr positiv gegenüber stehen. Die Minderertärge von rund 270 EUR/ha sind vergleichsweise gering und könnten im Rahmen der EU-Agrarförderung (Greening, AUM) oder des Vertragsnaturschutzes bzw. im Rahmen von produktionsintegrierten Ausgleichsmaßnahmen honoriert werden. Den Vortrag finden Sie hier.

Ernährungsrat in Münster gegründet
Am Freitag, den 7. Februar 2020 fand die Auftaktveranstaltung des „Ernährungsrat Münster i.G.“ mit mehr als 120 Teilnehmenden statt. Ziel des Ernährungsrates ist es, ein resilientes, gerechtes und gemeinwohlorientiertes Ernährungssystem in Münster zu etablieren, welches u.a. durch saisonale und regionale Lebensmittel aus fairer und nachhaltiger Herstellung charakterisiert ist. Um dieses Ziel zu erreichen wurden fünf Arbeitsgruppen gegründet. Sophia Schröder, Absolventin der AG Ökoplan und Masterstudentin der Landschaftsökologie am Institut, ist Sprecherin der ersten Arbeitsgruppe „Lebensmittelnahversorgung“. In der AG soll Wissen gebündelt sowie Projekte initiiert und unterstützt werden, die die Etablierung regionaler Lebensmittelkreisläufe vorantreiben. Die AG beschäftigt sich mit der Frage, wie eine zukunftsfähige Landwirtschaft im Gürtel um Münster aussehen könnte.
 

Cesar
© C. Steinhäuser

AG Ökoplan am Young Researchers Day vertreten
Am Young Researchers Day des Fachbereichs Geowissenschaften am 24.01.2020 stellten Doktorand*innen und Postdocs ihre akutellen Forschungsarbeiten vor. Die AG Ökologische Planung war mit mehreren Postern vertreten u.a. aus dem EUfMAa und dem BIOBRAS-Projekt. Auch César Pedrosa Soares im (Bild mit Prof. Dr. Tillmann Buttschardt) von der USP stellte seine Arbeiten vor.

Dsc00967 _2_
© T. Buttschardt

Auf zu neuen Ufern!
Wir verabschieden uns von langjährigen Weggefährten: 
Witold Arndt begleitete die Arbeitsgruppe seit Anbeginn und war uns nicht nur in (geo)technischen Details und Fragen eine unschätzbare Stütze und Hilfe! Es ist schon ein wenig eine Ära, die damit zu Ende geht.
Dr. Jan R.K. Lehmann ist ebenfals seit fast einem Jahrzehnt dabei und hat die UAV basierte Fernerkundung in der AG und am ILÖK etabliert. Da ist es nur folgerichtig, dass er in die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Hannah Meyer wechselt. Hier werden wir als AG Ökoplan auch künftig eng zusammenarbeiten.
An dieser Stelle bedanken wir uns jedoch für Euer Da-sein, Eure Unterstützung und die wunderbaure Zeit!
Was nun? "Tragt Euch weiter in das Buch der Erde ein, entscheidet weiter über ihren Weg. Es liegt in den Händen der schreibenden Menschen, an den Zeichen die sie setzen, was mit der Erde geschieht" (n. K. Massei) und damit auch mit den Menschen und den Beziehungen untereinander.
Nochmals: Herzlichen Dank!
Auch für Viola Krone beginnt ein neuer Weg: Sie wurde Mutter von Friedrich Emil und ist bis Mitte des kommenden Sommers in Mutterschutz und Elternzeit. Das ist ganz wunderbar und wir wünschen ihr für diese spannende und so wichtige Zeit alles alles Gute! 

2. BIOBRAS Sommerschule vom 10.-28.09.2019

Fotos

Auch in der Serra do Cipó brennt es
© Ricardo Solar
  • UAV Foto Serra do Cipó
    © Jan Lehmann
  • Fieldwork
    © Ricardo Solar
  • Vortragsprogramm
    © AG Ökoplan
  • Vor dem Start
    © T. Buttschardt
  • Flussquerung
    © T. Buttschardt
  • Früh am Morgen an der Klimastation der LTER-Site
    © T. Butschardt
  • Ricardo Solar, der Organisator der Sommerschule in Brasilien
    © Ricardo Solar
  • Geliebter Ipe - Baum und Wahrzeichen Brasiliens
    © Ricardo Solar
  • Prof. Marcos Callisto erklärt das brasilianische Protokoll
    © Ricardo Solar
  • Porf. Tillmann Buttschardt erklärt das deutsche Protokoll
    © Ricardo Solar
  • Blick auf Belo Horizonte
    © AG Ökoplan
  • Lecture
    © Jan Lehmann
  • Selfie an der Traverssao
    © Ricardo Solar
  • Pesquisa = Forschung
    © Jan Lehmann
  • Dokumentation im Cerrado
    © Nico Espadrilha
  • Gruppenbild im INHOTIM botanischen Garten und Museum
    © Ricardo Solar

Die Welt sieht derzeit nach New York, wo bei der 72. Vollversammlung der Vereinten Nationen vor allem der Klimaschutz und die Brände im Amazonas-Regenwald im Mittelpunkt stehen. Da diese Thematik von allergrößter Bedeutung auch in Münster ist, wird sie zu Recht derart prominent verhandelt. Weniger bekannt dagegen ist, dass mit dem Cerrado eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt, das alleine 4800 endemische Tier- und Pflanzenarten beherbergt, noch stärker von Rodung, Bränden und Landnutzungswandel betroffen ist als die südamerikanischen Waldökosysteme. Im Rahmen der zweiten BIOBRAS Sommerschule vom 10.-28.09.2019 werden Cerrado, Campos rupestres und Cangas als sogenannte "neglected Ecosystems" betrachtet und in der Serra do Cipó und Serra do Gandarela lernend erforscht. Das Besondere an dieser Sommerschule ist, dass drei Universitäten aus zwei Ländern (WWU, UFMG und UFV) zusammenarbeiten und vor allem, dass insgesamt 22 Bachelor- und Masterstudierende, Doktorand*innen und Postdocs sowie insgesamt 4 Professor*innen über alle Stufen der Universitäten hinweg zusammen arbeiten. Die Sommerschule wird vom DAAD gefördert. Zum Kernkonzept der Partnerschaft gehört die Integration der Lehre in Forschungsprojekte. Es werden u.a. Module für Universitätskurse und im Fernstudium erarbeitet, um Grundlagen und neueste Erkenntnisse allen Partnern und einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zum Einsatz kommen klassische und moderne Feldmethoden (UAV) sowie eine gründliche Diskussion von theoretischen Konzepten (z.B. OCBIL-Theorie) auch durch den Beitrag zahlreicher Wissenschaftler und Praktiker aus den Einrichtungen vor Ort. Natürlich steht auch der interkulturelle Austausch bei der Sommerschule nicht zurück ... lesen Sie mehr über das Projekt

Ältere Meldungen finden Sie im Archiv der AG Ökoplan.