© Rico Hübner

Agroforstsysteme

- ein Forschungsschwerpunkt der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

Agroforstwirtschaft bezeichnet die kombinierte Nutzung einer landwirtschaftlichen Fläche („agricultura“ (lat. „Landwirtschaft“)) mit Gehölzen („Forst“). Bäume und Sträucher werden auf Acker- oder Grünlandflächen gepflanzt, d.h. die Nutzung von ein- und mehrjährigen Pflanzen findet auf derselben Fläche statt. Auch Tierhaltung in Kombination mit Bäumen fällt unter den Begriff „Agroforstwirtschaft“. Agroforstsysteme sind weltweit verbreitet – sowohl als traditionelle Anbauform als auch als „moderne/produktionsorientierte“ Systeme innerhalb der „regenerativen Landwirtschaft“.  Auch in Mitteleuropa waren Agroforstsysteme lange eine weit verbreitete Landnutzungsform, zum Beispiel als Streuobstwiesen oder Waldweiden. Aufgrund der Vergrößerung und Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen im 20. Jahrhundert ist jedoch diese kombinierte Landnutzung weitestgehend aufgegeben worden. Die Landwirtschaft wurde von der Forstwirtschaft immer strikter getrennt. Wer heute durch unsere Agrarlandschaften fährt oder wandert, sieht vielerorts eintönige Anbauflächen: Feldfrüchte und Bäume oder Wälder stehen voneinander getrennt.

  • Info

    Kontakt

    Julia Binder
    Thomas Middelanis


    Projekte

    Agroforst-Monitoring

    MODEMA - Aufbau eines bundesweiten Modell- und Demonstrationsnetzwerks für Agroforstwirtschaft in Deutschland

    "Edelholz für eine zukunftsfähige Agroforstwirtschaft: Entwicklung, Erforschung, Pflege"

    Wie sehen Junglandwirt*innen auf die neue Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik – und darüber hinaus auf ihre Zukunft?

    agroforst-monitoring on tour


    Publikationen

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    Aktuelle Lehre in diesem Forschungsschwerpunkt

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    Abschlussarbeiten

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    Ausstattung

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  • Aktuelles

    Erprobung & Evaluation der Methoden-Toolbox "Regionalentwicklung" - Bürgerwissenschaftliche Testgruppen gesucht!

    Die Toolbox wurde im Rahmen eines Promotionsvorhabens an der Uni Münster entwickelt, damit Bürger*innen ihre eigenen Regionalentwicklungsprojekte forschend begleiten können. In Form einer methodischen Anleitung bietet sie einen spielerischen Einstieg in das Projektmanagement. Dabei erhobene Daten gehen in die Transformationsforschung ein, um ein strukturelles Verständnis der Gelingensbedingungen sozialer Innovationen aufzubauen - Dieses Wissen ist aus unserer Sicht dringend notwendig, um den sozial-ökologischen Wandel weiter anstoßen zu können.

    Die Phasen der Toolbox auf einen Blick

    1. Die bürgerliche Gruppe legt sich auf ein gemeinsames Ziel fest, indem Sie verschiedene Blickwinkel darauf einnimmt.

    2. Es werden sogenannte Schlüsselfiguren gesammelt, ihre Verbindungen zueinander aufgezeichnet und jeweilige Rollen im dargestellten Netzwerk diskutiert: Wen braucht es zur Realisierung des Ziels?

    3. Ausgewählte Schlüsselfiguren werden zu einem Runden Tisch eingeladen, bei dem ein gemeinsamer Fahrplan entwickelt wird: Welcher Handlungsbedarf liegt vor? Was sind die nächsten Schritte? Wer übernimmt welche Verantwortung?

    Teilnahmevoraussetzungen

    Die Erprobung der Toolbox läuft noch bis Dezember 2026. Bis dahin können interessierte Gruppen (3 - 15 Personen) ihre Projektidee mit Hilfe der Toolbox weiterentwickeln und sich dabei von unserem Team begleiten lassen. Nach jeder Phase bitten wir um ein kurzes online Feedback. Der Aufwand je Gruppe beträgt insgesamt ca. 20 Stunden, die sich u.a. auf vier Präsenztermine verteilen. Wann diese innerhalb des Erprobungszeitraums stattfinden, entscheidet die Gruppe selbst.

    Alles wichtigen Informationen haben wir auf einem kompakten Infoblatt versammelt.

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    Termine zum Mitforschen

    Jedes Jahr sind wir aus dem Kernteam (Studierende und Wissenschaftler*innen) der Uni Münster  für mehrere Monate mit unserem Umweltbildungs-Mobil auf Forschungsreise. Das Ziel sind die vielen Agroforst-Betriebe, wo wir gemeinsam mit den Bürgerwissenschaftler*innen die Methoden anwenden und weiterentwickeln. Auch für Außenstehende sind diese Besuche im Agroforst eine gute Gelegenheit, agroforst-monitoring genauer kennenzulernen.

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