Aktuelle Erreichbarkeit des Brasilien-Zentrums

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen des Brasilien-Zentrums derzeit nur per E-Mail, per Skype/Zoom oder telefonisch zur Verfügung, ob in Münster oder in São Paulo. Aktuelle Informationen und Regelungen zum Umgang der WWU mit der Corona-Pandemie finden Sie auf der zentralen Seite der WWU.

DAAD und CAPES Ausschreibung von Promotionsstipendien veröffentlicht

© pixabay

CAPES, die brasilianische Förderorganisation hat gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) die Ausschreibung für das CAPES/DAAD Promotions-Stipendienprogramm für Deutschland veröffentlicht. In diesem Jahr werden insgesamt 45 Stipendien, davon 35 vom DAAD und 10 von der CAPES angeboten. Bewerbungsfrist ist der 16. Oktober 2020. Das Stipendienangebot umfasst drei verschiedene Promotionsarten: Vollpromotion, Sandwich-Promotion und Sandwich- Promotion mit Cotutelle. Eine vierte wird außerdem vom DAAD angeboten: Short Sandwich Promotion (sieben bis zwölf Monate). Der Ausschreibungskalender und die Anhänge zur Bekanntmachung können auf der Programmseite der CAPES eingesehen werden. Eine Zusammenfassung mit den Voraussetzungen, Angeboten für DAAD-Stipendiat*innen und den erforderlichen Unterlagen für die Bewerber*innen in portugiesischer Sprache sind hier zu finden. Weitere Informationen finden Sie auf der DAAD-Website.

„Es ist Zeit, neue Wege zu gehen“ – Wie Internationalisierung auch in Pandemiezeiten erfolgen kann

Gastbeitrag von Dr. Roda Niebergall, Koordinatorin für Internationalisierung am Fachbereich Biologie
© Pixabay

Die Koffer waren im März 2020 fast fertig gepackt und in wenigen Tagen sollte es für fünf Studierende des Fachbereichs Biologie der Universität Münster nach Brasilien gehen. Sie hatten sich im Oktober 2019 erfolgreich für die Teilnahme am deutsch-brasilianischen Doppelabschlussprogramm SãMBio (São Paulo and Münster double degree in Biosciences), das die WWU in Kooperation mit der Universidade de São Paulo (USP) anbietet, beworben. Dann kam Corona und sechs Monate später steht immer noch nicht fest, wann sie ihre Mobilität antreten können.

Um den Studierenden, aber auch anderen interessierten Kommiliton*innen in der aktuellen Situation die Möglichkeit zu geben, internationale Erfahrung zu sammeln, bieten die Sprecher des Doppelabschlussprogramms, Prof Dr. Eva Liebau von der WWU und Prof. Dr. Carsten Wrenger von der USP, deshalb zum Wintersemester 2020/2021 eine virtuelle Mobilität an. Im Rahmen eines Fortgeschrittenenmoduls nehmen MSc-Studierende dabei an einem wöchentlichen Portugiesisch-Sprachkurs, einem zweitägigen interkulturellen Training mit einem spezifischen Fokus aus Lateinamerika und einem wöchentlichen Literaturseminar teil, in dem sie einen Einblick in die Forschung der USP erhalten. Die Themen des Seminars werden vor Kursbeginn gemeinsam mit den Studierenden festgelegt, zur Auswahl steht u. a. die Erforschung von verschiedenen humanen Erkrankungen wie Corona, Malaria und Zika. Alle Kursteile werden online angeboten.

Einen Einblick in die Arbeit von Prof. Dr. Carsten Wrenger in seinem Hochsicherheitslabor an der USP kann man vorher schon hier erhalten: https://youtu.be/FV730EgQrH4

Das Doppelabschluss-Programm wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Veranstaltungsreihe: DWIH São Paulo Online Talks - "Shaping the future of society and higher education"
© DWIH

Die WWU nimmt am Wissensfestival teil, um 100 Jahre UFRJ zu feiern

Das Publikum konnte Fragen senden, die am Ende der Veranstaltung und per Chat beantwortet wurden.
© Brasilien-Zentrum

Die Bundesuniversität von Rio de Janeiro (UFRJ) feiert 2020 ihr 100-jähriges Jubiläum. Um die gesamte akademische Gemeinschaft und die breite Öffentlichkeit in ihre Feierlichkeiten einzubeziehen, organisierte die UFRJ das sogenannte Wissensfestival (Festival do Conhecimento), eine 10-tägige virtuelle Veranstaltung mit mehr als 2000 Aktivitäten in den unterschiedlichsten Bereichen des Wissens, der Kultur und der Politik. Auf Einladung der Universität nahm die WWU am 16. Juli an der Informationsveranstaltung „Austauschmöglichkeiten, Promotion und Postdoc in Deutschland kennen“ teil. Organisiert wurde die Session durch Prof. Dr. Mônica de Freitas, Professorin am Institut für Medizinische Biochemie und ehemalige Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter der Freien Universität Berlin, der Universität Potsdam, der Technische Universität München und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sowie die Vorsitzenden des Humboldt-Clubs von Brasilien, Prof. Dr. Dr. Paulo Soethe und des Brasilianisch-Deutschen Netzwerk für die Internationalisierung der Hochschulbildung (Rebralint), Prof. Dr. Gabriela Marques-Schäfer. Bei einer Dauer von zwei Stunden hatte die virtuelle Aktivität mehr als 1200 Live-Aufrufe und wurde die am häufigsten gesehene des Tages. Der Inhalt ist vollständig auf YouTube (nur auf Portugiesisch) verfügbar.

An der Sitzung nahm auch Prof. Dr. Amaury Fernandes, Direktor für Internationale Beziehungen an der UFRJ teil. In seiner Rede betonte er, dass „Deutschland ein sehr wichtiger Partner der UFRJ ist – sogar der brasilianischen Wissenschaft insgesamt“. Ihm zufolge will das UFRJ-Rektorat die Beziehungen zu Deutschland stärken, insbesondere zu den bereits aktiven Partnern - wie es bei der WWU der Fall ist. Seit 1987 unterhalten die beiden Universitäten ein Kooperationsabkommen, eines der ältesten, die von der WWU unterzeichnet wurden. Die Zusammenarbeit ist jedoch noch älter und traditioneller als das erste Dokument und deckt die Bereiche Recht, Medizin, Pharmazie und Musik ab. Die WWU steht weiterhin in engem Kontakt mit der UFRJ und ihren akademischen Mitarbeitern, um die Fortsetzung und Vertiefung der fruchtbaren Zusammenarbeit fortzusetzen.

Foto vo Flyer des Online talks
© DWIH

„DWIH São Paulo Online Talks“: Interkontinentaler wissenschaftlicher Dialog über die Covid-19-Ära

Das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo hält in Zusammenarbeit mit seinen Unterstützern – u.a. dem Brasilien-Zentrum der WWU – den wissenschaftlichen Dialog zwischen Brasilien und Deutschland am Leben und veranstaltet am 05.08.2020 um 15:30 Uhr die erste Diskussionsrunde der Reihe „DWIH São Paulo Online Talks“.

In dieser virtuellen Veranstaltungsreihe steht die Thematik „The Covid-19 Age: Surviving, Living and Shaping the Future“ im Fokus. Dabei bezieht sich „überleben“ auf die gesundheitlichen und (bio)medizinischen Aspekte der Krankheit und der Pandemie, während „Leben in der Covid-19-Zeit“ mit den Änderungen im Alltag während der Pandemie einhergeht. „Die Zukunft gestalten“ lenkt die Diskussion auf die Auswirkungen der Pandemiekrise in allen Bereichen (Life Sciences, Wirtschaft, Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft, Natur, Klima, Kultur & Kunst usw.).

Als Redner der „Online Talks“ werden Expert*innen aus den DWIH-Unterstützerorganisationen in Deutschland sowie Forscher*innen aus Brasilien eingeladen. Zum Auftakt werden Prof. Dr. Stephan Ludwig, Professor am Institut für Molekularbiologie der WWU der  WWU sowie aktives Mitglied des Brasilien-Zentrums und Dr. Sotiris Missailidis, ein renommierter Vertreter der weltweit angesehenen Oswaldo Cruz Stiftung (FIOCRUZ) dabei sein. Im Zentrum der von Prof. Dr. Markus Bukeridge (Universität São Paulo-USP)  moderierten Diskussion wird die Suche nach Wirkstoffen gegen Covid-19 stehen. Um daran teilzunehmen, klicken Sie bitte hier. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die Pressemitteilung des DWIH São Paulo (nur auf Deutsch) finden Sie hier

© DWIH

5. Ausgabe „Startups Connected“: DWIH São Paulo sucht deutsche Start-ups für Nachhaltigkeit

Die Deutsch-Brasilianische Industrie- und Handelskammer São Paulo (AHK) in Zusammenarbeit mit dem DWIH São Paulo (Deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus) veranstalten die 5. Ausgabe des Wettbewerbs „Startups Connected “ in diesem Jahr aufgrund der Pandemie in virtueller Form.
Für den Wettbewerb können sich junge Unternehmer*innen noch bis zum 31.07.2020 hier bewerben, wenn sie ein Start-up bzw. Spin-off einer deutschen Hochschule oder Forschungseinrichtung betreiben, das Lösungen für bestimmte von den Vereinten Nationen gestellten globalen Herausforderungen entwickelt oder bereits anbietet. Die Start-ups sollten sich noch in der Gründungs- oder Aufbauphase befinden und ihre Betreiber müssen zudem Interesse an einer geschäftlichen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Brasilien haben.
Das ausgewählte Start-up wird an einem auf den brasilianischen Markt ausgerichteten Beschleunigungsprozess teilhaben. Dies beinhaltet eine Reise nach Brasilien, um an Treffen mit brasilianischen Unternehmer*innen und Wissenschaftler*innen teilzunehmen, die eventuell zu zukünftigen Partner*innen oder Kund*innen werden können.
Die ausführliche Ausschreibung und Informationen zur Bewerbung finden Sie hier: Folder De

Füe weitere Informationen klicken Sie hier.

Brasilien-Zentrum feiert zehnjähriges Jubiläum

Höhepunkte und Ausblicke einer langjährigen strategischen Partnerschaft

Seit mehr als 50 Jahren kooperiert die WWU mit Hochschulen im rund 9.000 Kilometer entfernten Brasilien – längst hat sie sich deutschlandweit zu einer Universität mit besonders vielfältigen und intensiven Kontakten nach Brasilien entwickelt. Mit der Zeit wuchs eine strategische Partnerschaft, aus der vor exakt zehn Jahren, im Juni 2010, schließlich das Brasilien-Zentrum entstand. „Es war an der Zeit, unsere Brasilien-Aktivitäten in Forschung, Lehre und Studium sowie Transfer zu bündeln und Beratungs- und Unterstützungsangebote zu professionalisieren“, blickt der wissenschaftliche Leiter des Zentrums, Prof. Dr. Bernd Hellingrath, auf die Gründung zurück. Weiterlesen

WWU nimmt an der Woche der Offenen Fenster des DAAD teil

Der bereits traditionelle „Tag der Offenen Tür”, vom DAAD Brasilien organisiert, fand dieses Jahr in einem neuen Format statt und heißt jetzt „Woche der Offenen Fenster“. So konnten sich Teilnehmende aus ganzen Brasilien virtuell mit der Veranstaltung verbinden, die am 1., 3. und 5. Juni durchgeführt wurde. Die WWU beteiligte sich aktiv, zusammen mit anderen Universitäten und Förderagenturen an den ersten beiden Tagen mit Vorträgen zum Studium und zur Forschung in Deutschland. Während und nach den Präsentationen gab es eine großartige Interaktion mit dem Publikum durch den Chat. Mit diesem Tool konnten die Teilnehmenden Fragen stellen und direkt mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Institutionen sprechen. Aufgrund der begrenzten Zeit und angesichts der hohen Nachfrage und des großen Engagements wurden viele Gespräche später per E-Mail fortgesetzt, was das Interesse der brasilianischen akademischen Community an Aufenthalten in Deutschland sehr deutlich zeigt.

Das Online-Format konnte ein sehr breites Publikum erreichen, das in ganz Brasilien zerstreut war
© Laura Redondo

Am dritten Tag konnten sich Studierende und Forschende, die Deutsch lernen wollten, auch über Kurse, Stipendien und Sprachzertifikate des DAAD, g.a.s.t. und das Goethe-Institut informieren. Insgesamt zählte der DAAD im Laufe der Woche mehr als zweitausend Teilnehmende. Die meisten kamen aus den Ingenieurswissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Biologie und Gesundheitswissenschaften, dennoch waren alle großen Wissensbereiche vertreten.
Für diejenigen, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnten, stellte der DAAD die Videos der Vorträge über den folgenden Link zur Verfügung (nur auf Portugiesisch): http://go.wwu.de/20c3j

Flyer der Woche der Offenen Fenster des DAAD
© DAAD

WWU nimmt an Woche der Offenen Fenster des DAAD Brasilien teil

Anstelle des traditionellen Tages der Offenen Tür in der Außenstelle des DAAD in Rio de Janeiro, der aufgrund der Pandemie ausgesetzt wurde, lädt der DAAD Brasilien alle zu seiner virtuellen "Woche der Offenen Fenster" ein. Am 1., 3. und 5. Juni werden deutsche Bildungs-, Forschungs- und Förderorganisationen, einschließlich der WWU, mit Vorträgen teilnehmen und Fragen von Teilnehmenden beantworten, die an einem Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland interessiert sind.

Die Veranstaltung findet in portugiesischer Sprache statt und es ist nicht erforderlich, sich im Voraus anzumelden. Um teilzunehmen, gehen Sie einfach auf den Link daad.reflact.com/janelasabertas. Hinweis: Möglicherweise muss vorher ein Plug-In oder eine App vorher installiert werden!

Programm herunterladen

WWU nimmt an virtueller Messe für lateinamerikanische Studierende teil

Ausblick der Eingangshalle der virtuellen Messe
© wwu

Aufgrund der notwendigen sozialen Distanzierung, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern, wurden weltweit zahlreiche Präsenzveranstaltungen abgesagt. Die WWU, durch ihre Lehrkräfte, Mitarbeiter*innen und Studierenden hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Einschränkungen durch virtuelle Aktivitäten umzugehen, was im Fall des Brasilien-Zentrums nicht anders ist. In diesem Sinne nahmen das Brasilien-Zentrum und das International Office der WWU am 8. Mai an der vom DAAD im Rahmen der Kampagne Study in Germany organisierten Virtual Fair Latin America teil. Die Veranstaltung, die sich an lateinamerikanische Studieninteressierte richtete, war ein großer Publikumserfolg und empfing mehr als 4700 Teilnehmende aus verschiedenen Ländern der Region. An der Messe nahmen neben DAAD-Vertretungen in Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko 20 deutsche Universitäten teil. Aufgrund des großen Potenzials für eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern Lateinamerikas erwägt die WWU über das Brasilien-Zentrum ihre Präsenz in der Region auszuweiten.

WWU-Stand befand sich im Pavillion 2 des Onlineauftritts
© wwu

Dem Trend zeigt sich in den Zahlen: allein den WWU-Stand haben mehr als tausend Gäste besucht, die sich für Studien- und Forschungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Fachbereichen interessierten. Die Nachfrage nach Informationen über Promotions- und sogar Postdoc-Stellen überraschte die Vertreterinnen der WWU positiv, die die Messe als großen Erfolg betrachteten. Die Beratung war intensiv und wurde über das Chat-Tool der Veranstaltung durchgeführt.

Blick vom WWU-Stand: die Besucher konnten die Infomaterialien und Videos angucken oder sogar einen Chat mit einer der Vertreter*innen der Universität starten
© wwu

Über vier Stunden antworteten Anja Grecko Lorenz, Carola Stolte und Laura Redondo fast ununterbrochen auf die Hunderte von Fragen der Standbesucher*innen, die zwar breit gefächert waren, aber ein sehr beeindruckendes Profil hatten. Einige von ihnen kannten bereits die Details mancher WWU-Kursen, sie waren gut informiert und an Münster interessiert. Ein weiterer Aspekt, der über das Publikum erwähnt werden sollte: Mehr als die Hälfte der für die Messe angemeldeten Personen verfügten über Kenntnisse der deutschen Sprache. Das Interesse und Engagement war so groß, dass der DAAD am 6. Juni beschlossen hat, eine weitere Veranstaltung abzuhalten, damit Alumni deutscher Hochschulen über ihre eigenen Erfahrungen berichten und Fragen der Studieninteressierte beantworten können. Das Brasilien-Zentrum der WWU verfügt daher auch während der Pandemie über einen aktiven Kalender, indem es oft Informationsveranstaltungen nicht nur organisiert, sondern auch an diesen vertreten ist.

Virtuelle Ausgabe des Stammtisches „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ kennzeichnet durch Solidarität, Information und Musik

Am letzten Donnerstag, den 02.04.2020, fand der Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ dies Mal im virtuellen Format statt. Dabei hatten die brasilianischen Student*innen und Doktorand*innen die Gelegenheit sich solidarisch über die aktuellen Corona bedingte Situation auszutauschen. Vereinfacht wurde dieser Austausch durch die dabei gute vorhandene Kombination an Erfahrungen. Während einige Teilnehmer*innen einen kurzzeitigen Stipendienaufenthalt in Deutschland verbringen, studieren andere an der WWU und leben schon länger in Deutschland. So konnten sie sich nicht nur über ihre Routine gegenseitig erzählen, sondern auch Tipps des Alltags geben. Beim Treffen nahm auch unsere Geschäftsführerin, Anja Grecko-Lorenz, teil. Sie stellte sich gerne zur Verfügung, um verschiedene Fragen zu beantworten und somit eventuelle Zweifel zu beseitigen. Das Treffen wird von Katy Cordeiro dos Santos, wissenschaftliche Assistentin des Brasilien-Zentrums, organisiert und durchgeführt.
Dabei war außerdem den eigeladenen Gast Iberê Carvalho, Violinist und ehemaliger Student der WWU, der von Brasilien aus dem Treffen einen musikalischen Touch verliehen hat. So konnten die Teilnehmer*innen das Prélude aus der Suite No.05 in c-Moll für Cello solo bearbeitet für Bratsche und den 2. Satz des Konzertes für Bratsche und Streicher von Radames Gnattali genießen.
Das Treffen des Stammtisches findet immer am ersten Donnerstag des Monats. Der nächste termin wird am 7. Mai um 19:30. Falls Sie Interesse haben, daran teilzunhemen, kontaktieren Sie uns bitte über folgende Mailadresse: brazil.centre@uni-muenster.de

“Going Home”: Virtuelles Konzert der Violoncelloklasse von Prof. Matias de Oliveira Pinto der Musikhochschule der WWU

Die Violoncelloklasse von Prof. Matias de Oliveira Pinto der Musikhochschule der WWU Münster stellte am 28. März ein virtuelles Konzert ins Netz. Aufgrund der Corona bedingten Beschränkungen spielten Prof. Pinto und seine Studierenden aus unterschiedlichen Orten der Welt, unter anderem in Deutschland und Brasilien. Prof. Pinto, geboren in São Paulo (Brasilien), ist Mitglied im Brasilien-Zentrum und seit 15 Jahren an der Musikhochschule tätig, die zu den internationalsten Fachbereichen der WWU zählt. Fast immer sind unter seinen Violoncello-Studierenden auch brasilianische Studierende.

Die Bearbeitung für Celloensemble durch den brasilianischen Studenten Renan Moreira basiert auf einer Adaptation von W.A. Fischer des 2. Satzes der 9. Sinfonie von A. Dvořák, die er „Going Home“ nannte. Die Interpretation von „Going Home“ begeisterte das virtuelle Publikum im aktuellen Kontext als Einladung zur Hoffnung sowie auch als Anregung zum Nachdenken über menschliche Verbindungen.

Die Videos wurden im Zeitraum vom 22.- 27. März aufgenommen und ebenso von Renan Moreira bearbeitet. Das Ergebnis finden Sie hier.

Das erste Stammtischtreffen “Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ der WWU: locker, interkulturell und bereichernd

Am 3. März fand im traditionellen Lokal “Das Blaue Haus“ im Zentrum der Stadt Münster erstmals der Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ statt. Ziel des Treffens ist es zunächst, den Dialog zwischen brasilianischen Studierenden und Forscher*innen zu fördern, die ihre Aktivitäten an der WWU Münster vorantreiben. Bei dem Stammtisch waren außerdem Teilnehmer*innen anderer Länder, die sich für die Kontaktanbahnung zu Brasilianer*innen an der WWU und deren derzeitige Forschung interessieren.
Bei einer entspannten Atmosphäre wurde, neben dem kulturellen Austausch und dem internationalen Dialog über die Entwicklung der verschiedenen Forschungsarbeiten, zudem die Möglichkeit einer Agenda für künftige Treffen des Stammtisches diskutiert. Der Stammtisch möchte einen Beitrag dazu leisten, brasilianische Studierende und Forscher*innen im deutschen Kontext willkommen zu heißen und den Austausch wissenschaftlicher und kultureller Erfahrungen fördern. Überdies bietet das Zusammentreffen einen Raum für den Aufbau von freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Forscher*innen.
Die nächsten Treffen werden immer am ersten Donnerstag eines Monats stattfinden und auf der Homepage des Brasilien-Zentrums im Voraus angekündigt.

Im kommenden Monat (April) wird das Brasilien-Zentrum den Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ als virtuelles Treffen per Videokonferenz anbieten. So können wir die Corona bedingte, empfohlene Quarantäne bei einem sicheren und verantwortungsvollen Treffen gemeinsam angehen. Einzelheiten zum virtuellen Stammtischtreffen werden den Teilnehmer*innen per Mail mitgeteilt.
Falls Sie als Studierende, Stipendiat*in oder Wissenschaftler*in an der WWU an dem Stammtisch teilnehmen möchten und noch nicht in unserem E-Mail-Verteiler sind, schreiben Sie uns mit der Bitte um Eintrag: brazil.centre@uni-muenster.de.

Abschließend möchten wir uns bei folgenden Personen herzlich bedanken: Bei Colin Arnaud und Emmanuel Nakamura für die Unterstützung mit Ideen- und Erfahrungsaustausch zur Organisation von Events dieser Art, und bei Thaís Tolentino für ihren Beitrag zu dieser ersten Nachricht über unseren Stammtisch.

Besucher*innen am zweiten Messetag in Rio de Janeiro
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Delegation deutscher Hochschulen besucht São Paulo und Rio de Janeiro: Die WWU war auch beteiligt

In São Paulo und Rio de Janeiro befinden sich größtenteils die besten brasilianischen Universitäten und Forschungszentren, was nicht nur zu einer großen Anzahl an Projekten, Publikationen und Patenten, sondern auch zur Bildung zahlreicher Nachwuchswissenschaftler*innen und wissenschaftlicher Talente führt. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der lange bestehenden Kooperation auf akademischem und wissenschaftlichem Niveau zwischen Brasilien und Deutschland, reisten Vertreter*innen von circa 20 deutschen Hochschulen, unter denen auch die WWU, in die größten Städte Brasiliens, um ihre Institutionen zu bewerben sowie bestehende Kontakte mit lokalen Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu vertiefen und auszubauen. Die vom Deutsche Akademischen Austauschdienst (DAAD) angeführte Delegation nahm an den Auflagen der ExpoPós Hochschulmesse in São Paulo und in Rio de Janeiro teil, und zwar in einem speziellen Bereich innerhalb der Messe “Salão do Estudante”, der dem Bewerben von Postgraduierten-Programmen gewidmet war.

Laura Redondo stellt die Postgraduierten-Programme der WWU vor
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Im Verlauf der viertägigen Veranstaltung informierten am Stand der WWU die Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums, Anja Grecko-Lorenz, und die Leiterin des Verbindungsbüros in São Paulo, Laura Redondo, zusammen mit den Aushilfskräften Rafael Lembi und Nelson Cavalcante hunderte Interessierte über die angebotenen Ausbildungsprogramme und Forschungsmöglichkeiten an der Universität Münster. In thematischer Hinsicht war die Nachfrage vielfältig, so wurden u.a. folgende Bereiche abgedeckt: Rechtswissenschaften, BWL, Kommunikationswissenschaft, Musik, Wirtschaftsinformatik, Medizin, Biologie, Sportwissenschaft unter vielen anderen. Diesen Umstand spiegeln auch die folgenden Angaben des DAAD wider, die die am meisten bevorzugten Fachgebiete brasilianischer Studierender beschreiben: Rechtswissenschaften mit rund 882.000, BWL mit 710.000 und Erziehungswissenschaften mit 679.000 Studierenden, welche unter den mehr als 280 von der WWU angebotenen Studiengängen wiederzufinden sind. Neben der persönlichen Beratung hielten Anja Grecko-Lorenz und Laura Redondo zudem kurze Vorträge, um die WWU und die Stadt Münster als ausgezeichneten Studien- und Forschungsort für diverse Fachgebiete vorzustellen.

Besucher*innen in der Messehalle „Deutschland“ informieren sich am Stand der WWU
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Jenseits der individuellen Nachfragen der Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen ist es das Ziel des Brasilien-Zentrums, den institutionellen Interessen der WWU sowie den Interessen ihrer Professor*innen und Forschenden gerecht zu werden. Demnach waren die bilateralen Begegnungen ebenso ein Höhepunkt des Programms. In einem dynamischen Format trafen Vertreter*innen der deutschen Universitäten mit Hochschulvertreter*innen aus den Bundestaaten São Paulo und Rio de Janeiro zu einem Austausch über Erfahrungen, Erwartungen sowie über künftige Pläne zusammen. Die Vertreterinnen der WWU nutzten diese sogenannten Netzwerktreffen, um mit lokalen Fördereinrichtungen, Universitäten und Forschungszentren ins Gespräch zu kommen, mit denen bereits Partnerschaften bestehen, mit dem Ziel, diese zu intensivieren. In einigen Fällen handelt es sich um traditionelle und etablierte Kooperationen, in anderen wiederum werden gerade die ersten Früchte geerntet. Die Treffen ermöglichten darüber hinaus auch den Dialog mit Institutionen mit denen die WWU über Einzelkooperationen zwischen Forschenden verfügt, aber kein Abkommen abgeschlossen hat, und deren wissenschaftliche Reputation die Grenzen überschreitet.

Delegationsbesuch im Deutsche Wissenschafts- und Innovationhaus in São Paulo (DWIH-SP), in dem das Brasilien-Zentrum seine Aussenstelle unterhält
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Teil des Programms vom DAAD war zusätzlich die Teilnahme der deutschen Delegation an Veranstaltungen in Buenos Aires und Mar del Plata, in Argentinien, die jedoch aufgrund von Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus verschoben werden mussten. Auch wenn die Aussetzung der Aktivitäten eine Planänderung bedeutete, ist die WWU weiterhin davon überzeugt, dass die Wissenschaft besser gemeinsam vorangebracht wird, und dass die Internationalisierung der Forschung eine entscheidende Rolle spielt, vor allem um Situationen wie die aktuelle Pandemie meistern zu können.

© Anja Grecko Lorenz

Brasilien-Zentrum vertritt die WWU auf der ExpoPós 2020: Deutschland als Ehrenland

Nach den erfolgreichen Euro-Pós-Messen in Brasilien (zuletzt 2018), nimmt das Brasilien-Zentrum in März erneut an der Neuauflage dieses europäischen Messeformats „ExpoPós“ teil. Deutschland ist in diesem Jahr Ehrenland der ExpoPós, bei der 22 deutsche Hochschulinstitutionen in São Paulo (SP) und Rio de Janeiro (RJ) teilnehmen werden. Dabei wird die Universität Münster (WWU) vom Brasilien-Zentrum vertreten.

Die ExpoPós (ehemalig Euro-Pós) existiert seit 26 Jahren und etablierte sich für Studierende und/ oder Forscher*innen als eine besondere Gelegenheit, um sich unmittelbar bei deutschen Hochschulvertreter*innen über ein Masterstudium, eine Promotion oder einen kürzeren Forschungsaufenthalt in Deutschland zu informieren. Die Hochschulmesse wird stets sehr gut besucht. 2018 waren es ca. 3.400 Besucher*innen in SP und ca. 1.500 in RJ. Die diesjährigen Besucher*innen werden sich zudem bei Ständen von Institutionen aus 12 weiteren Ländern informieren können.

Neben der ExpoPós organisiert der DAAD an beiden Standorten (RJ und SP) zusätzlich Netzwerkveranstaltungen mit Vertreter*innen von brasilianischen Hochschulen bzw. deren International Offices.

Veranstaltungen in Argentinien

Nach der ExpoPós in Brasilien geht die Reise für das Brasilien-Zentrum weiter nach Argentinien. Dort beteiligen sich Frau Grecko Lorenz (Geschäftsführerin) und Frau Redondo (Leiterin des Verbindungsbüros in São Paulo) ferner an der FIESA-Hochschulmesse in Buenos Aires sowie einem Matchmaking für PhD und PostDoc, welches vom DAAD Argentinien im Rahmen der „Research in Germany“ veranstaltet wird.

Die Teilnahme des Brasilien-Zentrums an den Hochschulmessen und Veranstaltungen in Brasilien und Argentinien zielt – neben der Rekrutierung von sowie gut ausgebildeten Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierenden – auf die Erhöhung der Sichtbarkeit der WWU in diesen Ländern sowie die Stärkung der bestehenden Partnerschaften in und mit Brasilien.

Weitere Informationen unter:
DAAD
DWIH

© Denis Mayr Lima Martins

„Wissenschaft ohne Grenzen“: Erfolgreicher Promotionsabschluss vom brasilianischen Stipendiat an der WWU

Denis Mayr Lima Martins, aus Brasilien, promovierte seit 2015 als Stipendiat des brasilianischen Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ am Institut für Wirtschaftsinformatik der WWU in der Arbeitsgruppe vom Prof. Dr. Gottfried Vossen. Seine Dissertation „Enabling non-technical users to query and purchase data”, die er am 22.01.2020 erfolgreich verteidigte, wurde mit magna cum laude ausgezeichnet. Zu den akademischen Errungenschaften des brasilianischen Doktoranden zählt außerdem der Preis Evolutionary & Swarm Computation für sein Paper unter dem Titel "Supporting customers with limited budget in data marketplaces". Diese Auszeichnung erhielt Denis Mayr Lima Martins auf der 6th IEEE Latin-American Conference on Computational Intelligence 2019.
„Wissenschaft ohne Grenzen“ (in Portugiesisch: Ciência sem Fronteiras, CsF) war ein Programm der brasilianischen Regierung, das 2011 ins Leben gerufen wurde. Das Programm förderte den Austausch von Studierenden, Promovierenden und Post-Doktoranden aus Brasilien sowie den Aufenthalt von erfahrenen Wissenschaftler*innen aus Partnerländern in Brasilien. Ziel des Programms war es, die Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Institutionen über ihre Internationalisierung zu steigern. Als Stipendiat des CsF-Programms wurde Denis Mayr Lima Martins vom Brasilien-Zentrum betreut, das für die Koordination des Programms an der WWU zuständig war.

Das Brasilien-Zentrum freut sich ganz besonders über diesen Erfolg und gratuliert Denis Mayr Lima Martins ganz herzlich zu seinem Promotionsabschluss sowie zu der erhaltenen Auszeichnung. Für seine weitere Karriere in der Wissenschaft wünscht ihm das Brasilien-Zentrum alles Gute!

Neue Anstöße für die Zusammenarbeit zwischen WWU und UFRJ in Rio de Janeiro

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ana Paula Barbosa-Fohrmann war vom 10. bis 16. November 2019 eine Delegation aus der Nationalen Rechtsfakultät der Bundesuniversität Rio de Janeiro (Universidade Federal do Rio de Janeiro) zu Besuch an der WWU. Die achtköpfige Delegation – neben Prof. Dr. Barbosa-Fohrmann auch Studierende, Doktorand*innen und Postdocs – nahm an der WWU an einem Kolloquium zur internationalen Integration von Nachwuchsforscher*innen in Rechtswissenschaft und Philosophie in Brasilien und Deutschland teil und besuchte verschiedene Institute der WWU.
Bei dem Kolloquium hielt jede/r brasilianische Teilnehmer/in eine Präsentation zum Thema „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für Behinderung in Brasilien und Deutschland“ in Verknüpfung mit der Agenda 2030 und den Nachhaltigkeitszielen („Sustainable Development Goals“ - SDG).
Übergeordnetes Ziel der Studienreise ist die Fortsetzung und der Ausbau der Kooperation zwischen dem Postgraduiertenprogramm der Nationalen Rechtsfakultät der UFRJ sowie der Rechtsfakultät und des Philosophischen Seminars der WWU. Zu den geplanten Folgeaktivitäten gehören die Formate „Sandwich PhD“, Cotutelle und Postdocs im Rahmen verschiedener Förderprogramme wie bspw. CAPES/PRINT, CAPES/DAAD und CAPES/DAAD-PROBRAL. Entstanden ist die Idee der Studienreise durch den wissenschaftlichen Kontakt, den Prof. Dr. Barbosa-Fohrmann seit einiger Zeit zu Prof. Dr. Michael Quante und Prof. Dr. Thomas Gutmann pflegt.

Gefördert wurde die Reise zum Teil über das sogenannte CAPES/PrInt-Internationalisierungsprogramm. Die UFRJ ist eine von 35 brasilianischen Universitäten, die im Rahmen von CAPES/PrInt von CAPES über insgesamt fünf Jahre gefördert werden. Zu den Postgraduiertenprogrammen der Universität, die mit dieser Finanzierung ausgezeichnet wurden, gehört u. a. das Postgraduiertenprogramm in Rechtswissenschaft der UFRJ (PPGD). Die Finanzierung von CAPES / PRINT richtet sich an ein globales Projekt der UFRJ mit dem Titel „Nachhaltige Entwicklung, Wachstum und Bekämpfung von Ungleichheiten“. In diesem Zusammenhang finanziert das PPGD, welches als Forschungsschwerpunkt „Zeitgenössische Juristische Theorien“ ausgewiesen hat und charakteristisch interdisziplinär ist, internationale Missionen für seine Professoren wie zum Beispiel die genannte Mission nach Münster.

Am 16. November war die Delegation zu Besuch im Brasilien-Zentrum und wurde dort zunächst von Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath, dem wissenschaftlichen Leiter des Brasilien-Zentrums, begrüßt. Anschließend wurden die vielfältigen Kooperationsaktivitäten zwischen der WWU und brasilianischen Partnerinstitutionen, die Arbeit und Angebote des Brasilien-Zentrums sowie verschiedene Förderformate von Anja Grecko Lorenz, Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums, vorgestellt. Zudem präsentierten die Leiterin des Welcome Centres (Maria Homeyer) und des Graduate Centres (Jan Schmidt) ihre jeweiligen Unterstützungs- und Beratungsangebote für internationale Nachwuchswissenschaftler/innen an der WWU. In der abschließenden Diskussion wurden die individuellen Vorhaben der Teilnehmenden und mögliche Förderoptionen besprochen sowie Fragen geklärt.

Laura Redondo ist neue Leiterin des Verbindungsbüros in São Paulo

Personalwechsel im Brasilien-Zentrum der Universität Münster
© Felipe Mairowski

Laura Redondo ist seit Anfang November 2019 die neue Leiterin des Verbindungsbüros des Brasilien-Zentrums in São Paulo. Anja Grecko Lorenz, die das Büro seit 2015 leitete, wechselte im Mai 2019 als Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums nach Münster

In Brasilien berät Laura Redondo Studien- und Promotionsinteressierten sowie Wissenschaftler und Hochschulvertreter zu Kooperations- und Aufenthaltsmöglichkeiten mit beziehungsweise an der WWU. Darüber hinaus organisiert sie Informationsveranstaltungen und Delegationsreisen. Die gebürtige Brasilianerin beteiligt sich an Hochschulmessen und stellt Kontakte zu brasilianischen Partnern wie Universitäten, Forschungsinstituten oder Förderagenturen her. Zudem unterstützt Laura Redondo WWU-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Gruppe der brasilianischen WWU-Alumni als wichtige Multiplikatoren vor Ort bei der Netzwerkerweiterung und der Kontaktpflege. Eine weitere Tätigkeit ist die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der WWU in Brasilien, unter anderem über Social-Media-Kanäle.

Laura Redondo studierte Internationale Beziehungen an der Päpstlichen Katholischen Universität von São Paulo. Nach ihrem Studium arbeitete sie im Marketingbüro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Brasilien. Im Anschluss daran unterstützte sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in São Paulo als Referentin für wissenschaftliche und institutionelle Kooperationen mit Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay.

Siehe auch: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=10608 [de]

Informationsveranstaltung in Buenos Aires zu Promotion und PostDoc-Aufenthalten in Deutschland

© Sarah Pabst

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt organisierten das Brasilien-Zentrum der WWU Münster, die FU Berlin, die TU Berlin und die TU München gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) am 24. Oktober 2019 in Buenos Aires eine Informationsveranstaltung für Promotions- und Postdoc-Interessierte. Rund 75 Nachwuchswissenschaftler*innen aus ganz Argentinien waren gekommen, um sich umfassend über Forschungsaufenthalte in Deutschland zu informieren. Die zentralen Informationen zu Forschungs- und Finanzierungsmöglichkeiten wurden in den verschiedenen Präsentationen der genannten Institutionen und Bildungseinrichtungen vermittelt. Besonders kostbar waren den Teilnehmenden die Erfahrungsberichte der argentinischen Alumni, die einen Teil ihrer Forschung in Deutschland absolviert hatten. In der Alumni-Session wurden die unterschiedlichsten Fragen diskutiert, die von der Unterkunftssuche bis hin zu alltäglichen Aspekten der deutschen Kultur reichten. Dazu interviewten Anja Grecko Lorenz (Verbindungsbüroleiterin in São Paulo) und Laura Redondo (damals noch DFG-Referentin) unter anderem Prof. Dr. Julián Rafael Dib, der als Postdoc zwei Jahre am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie an der WWU geforscht hatte und mit Humor von seinen Erfahrungen an der WWU berichtete. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Chance sich von Vertreter*innen der beteiligten Organisationen individuell beraten zu lassen. Dies war bereits die zweite Informationsveranstaltung, die das WWU Brasilien-Zentrum in Argentinien mitorganisiert, die erste fand anlässlich des Humboldt-Kolloquiums im Oktober 2018 statt.

© Sarah Pabst

Aufhänger der zweiten Veranstaltung war die Konferenz „Humboldt y las Américas - Todo es interacción" (Humboldt und Amerika - Alles ist Wechselwirkung), welche vom DAAD und der Deutschen Botschaft am 24. und 25. Oktober 2019 am gleichen Ort in Buenos Aires ausgerichtet wurde. Forscher/innen aus Deutschland und Argentinien kamen hier zusammen, um über verschiedene Aspekte der Person Humboldts, seiner Forschung und seiner Reisen zu diskutieren und sich auszutauschen ¬– fünf Jahre lang hatte Humboldt das damals in Europa noch wenig bekannte Lateinamerika bereist. Mit den bis heute weltweit gefeierten detaillierten Berichten seiner Forschungsreisen gilt Humboldt als einer der ersten wissenschaftlichen Brückenbauer zwischen Lateinamerika und Europa. Seine interdisziplinären Beobachtungen dienen Wissenschaftler*innen bis heute als Forschungsgrundlage und sind im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsdebatte erstaunlich aktuell.

© Sarah Pabst

Mit der Konferenz wurden zugleich auch 50 Jahre erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Deutschland gefeiert. Argentinien verfügt über sehr gute Verbindungen zu deutschen Universitäten und Forschungszentren, aus der unzählige Forschungs- und Mobilitätsprojekte resultierten. Beide Länder hatten bereits im April 2019 in Berlin beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung weiter auszubauen.

Auszeichnung für Start-up der Universität Münster

"re:edu" gewinnt Preis bei "Startups Connected"-Wettbewerb in Brasilien / Ausgründung aus dem Institut für Geoinformatik
© Anja Grecko

Das aus dem Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hervorgegangene Start-up-Unternehmen "re:edu" ist bei der vierten Ausgabe des Wettbewerbs "Startups Connected" als Sieger in der Kategorie Deutschland hervorgegangen. Verliehen wurde der Preis am 2. Oktober in São Paulo, Brasilien, im Rahmen des siebten Deutsch-Brasilianischen Innovationskongresses. Weiterlesen

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite des DWIH.

Prof. Dr. Jörg Becker ERCIS-Direktor (WWU), Prof. Dr. Marcelo Fantinato (USP), Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath Leiter Brasilien-Zentrum (WWU)
© Katrin Bergener

Feierliche Unterzeichnung des Zusammenschlusses der USP in ERCIS

Ein wesentliches Ergebnis der ersten Phase des strategischen Partnerschaftsprojekts wwu.usp war die Aufnahme der USP in das internationale Forschernetzwerk ERCIS (European Research Center on Information Systems). Im Rahmen des jährlichen Treffens aller ERCIS-Partner an der Universität Loughborough in England wurde dieser Zusammenschluss am 17. September 2019 feierlich unterzeichnet. Wir freuen uns sehr diesen Meilenstein erreicht zu haben und freuen uns auf die zukünftige enge Zusammenarbeit. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link.