Aktuelle Erreichbarkeit des Brasilien-Zentrums

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus stehen Ihnen die Mitarbeiter*innen des Brasilien-Zentrums derzeit nur per E-Mail, per Skype/Zoom oder telefonisch zur Verfügung, ob in Münster oder in São Paulo. Aktuelle Informationen und Regelungen zum Umgang der WWU mit der Corona-Pandemie finden Sie auf der zentralen Seite der WWU.

Flyer der Woche der Offenen Fenster des DAAD
© DAAD

WWU nimmt an Woche der Offenen Fenster des DAAD Brasilien teil

Anstelle des traditionellen Tages der Offenen Tür in der Außenstelle des DAAD in Rio de Janeiro, der aufgrund der Pandemie ausgesetzt wurde, lädt der DAAD Brasilien alle zu seiner virtuellen "Woche der Offenen Fenster" ein. Am 1., 3. und 5. Juni werden deutsche Bildungs-, Forschungs- und Förderorganisationen, einschließlich der WWU, mit Vorträgen teilnehmen und Fragen von Teilnehmenden beantworten, die an einem Studien- oder Forschungsaufenthalt in Deutschland interessiert sind.

Die Veranstaltung findet in portugiesischer Sprache statt und es ist nicht erforderlich, sich im Voraus anzumelden. Um teilzunehmen, gehen Sie einfach auf den Link daad.reflact.com/janelasabertas. Hinweis: Möglicherweise muss vorher ein Plug-In oder eine App vorher installiert werden!

Programm herunterladen

Blick in die Eingangshalle der virtuellen Messe
© wwu

WWU nimmt an virtueller Messe für lateinamerikanische Studierende teil

Aufgrund der notwendigen sozialen Distanzierung, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern, wurden weltweit zahlreiche Präsenzveranstaltungen abgesagt. Die WWU, durch ihre Lehrkräfte, Mitarbeiter*innen und Studierenden hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Einschränkungen durch virtuelle Aktivitäten umzugehen, was im Fall des Brasilien-Zentrums nicht anders ist. In diesem Sinne nahmen das Brasilien-Zentrum und das International Office der WWU am 8. Mai an der vom DAAD im Rahmen der Kampagne Study in Germany organisierten Virtual Fair Latin America teil. Die Veranstaltung, die sich an lateinamerikanische Studieninteressierte richtete, war ein großer Publikumserfolg und empfing mehr als 4700 Teilnehmende aus verschiedenen Ländern der Region. An der Messe nahmen neben DAAD-Vertretungen in Argentinien, Chile, Kolumbien und Mexiko 20 deutsche Universitäten teil. Aufgrund des großen Potenzials für eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern Lateinamerikas erwägt die WWU über das Brasilien-Zentrum ihre Präsenz in der Region auszuweiten.

Der WWU-Stand befand sich im Pavillion 2 des Onlineauftritts
© wwu
Blick vom WWU-Stand: die Besucher konnten die Infomaterialien und Videos angucken oder sogar einen Chat mit einer der Vertreterinnen der Universität starten
© wwu

Das Potential zeigt sich auch in den Zahlen: allein den WWU-Stand haben mehr als tausend Gäste besucht, die sich für Studien- und Forschungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Fachbereichen interessierten. Die Nachfrage nach Informationen über Promotions- und sogar Postdoc-Stellen überraschte die Vertreterinnen der WWU positiv, die die Messe als großen Erfolg betrachteten. Die Beratung war intensiv und wurde über das Chat-Tool der Veranstaltung durchgeführt.

Über vier Stunden beantworteten Anja Grecko Lorenz, Carola Stolte und Laura Redondo fast ununterbrochen Hunderte von Fragen der Standbesucher, die fachlich breit gefächert waren, aber gleichzeitig ein beachtliches Profil aufwiesen. Einige Besucher kannten bereits die Details einiger WWU-Kurse und waren gut informiert und an Münster interessiert. Ein weiterer Aspekt, der über das Publikum erwähnt werden sollte: Mehr als die Hälfte der für die Messe angemeldeten Personen verfügte über Kenntnisse der deutschen Sprache. Das Interesse und Engagement war so groß, dass der DAAD beschloss, am 6. Juni eine weitere Veranstaltung abzuhalten, damit Alumni deutscher Hochschulen über ihre eigenen Erfahrungen berichten und Fragen der Studieninteressierten beantworten können. Das Brasilien-Zentrum der WWU verfügt daher auch während der Pandemie über einen aktiven Kalender und organisiert bzw. beteiligt sich an Informations- und Austauschveranstaltungen.

Virtuelle Ausgabe des Stammtisches „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ gekennzeichnet durch Information, Solidarität und Musik

Am 2. April 2020 fand der Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ erstmals im virtuellen Format statt. Dabei hatten die brasilianischen Studierenden und Doktorand*innen die Gelegenheit sich über die aktuelle Corona bedingte Situation solidarisch auszutauschen. Vereinfacht wurde dieser Austausch durch die gute Kombination an unterschiedlichen Erfahrungen. Während einige Teilnehmer*innen einen kurzzeitigen Forschungsaufenthalt als Stipendiat*innen in Münster verbringen, studieren andere an der WWU und leben schon länger in Deutschland. So konnten sie sich über ihre Arbeitsroutine trotz der Coronapandemie austauschen und gegenseitig Tipps geben. Anja Grecko Lorenz, Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums, nahm ebenfalls an dem Treffen teil und stellte sich gerne zur Verfügung, um verschiedene Fragen zu beantworten. Organisiert und begleitet wird der Stammtisch stets von Katy Cordeiro dos Santos, wissenschaftliche Assistentin im Brasilien-Zentrum.
Dabei war dieses Mal als Gast Iberê Carvalho, Violinist und ehemaliger Student der WWU, der von Brasilien aus dem Treffen einen musikalischen Touch verlieh. So konnten die Teilnehmer*innen das Prélude aus der Suite No. 05 in c-Moll für Cello solo bearbeitet für Bratsche und den 2. Satz des Konzertes für Bratsche und Streicher von Radames Gnattali genießen.
Der Stammtisch findet immer am ersten Donnerstag des Monats statt, die nächste Ausgabe ist für den 7. Mai um 19:30 Uhr geplant. Bei Interesse schreiben Sie uns gerne unter brazil.centre@uni-muenster.de an!

“Going Home”: Virtuelles Konzert der Violoncelloklasse von Prof. Matias de Oliveira Pinto der Musikhochschule der WWU

Die Violoncelloklasse von Prof. Matias de Oliveira Pinto der Musikhochschule der WWU Münster stellte am 28. März ein virtuelles Konzert ins Netz. Aufgrund der Corona bedingten Beschränkungen spielten Prof. Pinto und seine Studierenden aus unterschiedlichen Orten der Welt, unter anderem in Deutschland und Brasilien. Prof. Pinto, geboren in São Paulo (Brasilien), ist Mitglied im Brasilien-Zentrum und seit 15 Jahren an der Musikhochschule tätig, die zu den internationalsten Fachbereichen der WWU zählt. Fast immer sind unter seinen Violoncello-Studierenden auch brasilianische Studierende.
Die Bearbeitung für Celloensemble durch den brasilianischen Studenten Renan Moreira basiert auf einer Adaptation von W.A. Fischer des 2. Satzes der 9. Sinfonie von A. Dvořák, die er „Going Home“ nannte. Die Interpretation von „Going Home“ begeisterte das virtuelle Publikum im aktuellen Kontext als Einladung zur Hoffnung sowie auch als Anregung zum Nachdenken über menschliche Verbindungen.
Die Videos wurden im Zeitraum vom 22.- 27. März aufgenommen und ebenso von Renan Moreira bearbeitet. Das Ergebnis finden Sie hier.

Das erste Stammtischtreffen “Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ der WWU: locker, interkulturell und bereichernd

Am 3. März fand im traditionellen Lokal “Das Blaue Haus“ im Zentrum der Stadt Münster erstmals der Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ statt. Ziel des Treffens ist es zunächst, den Dialog zwischen brasilianischen Studierenden und Forscher*innen zu fördern, die ihre Aktivitäten an der WWU Münster vorantreiben. Bei dem Stammtisch waren außerdem Teilnehmer*innen anderer Länder, die sich für die Kontaktanbahnung zu Brasilianer*innen an der WWU und deren derzeitige Forschung interessieren.
Bei einer entspannten Atmosphäre wurde, neben dem kulturellen Austausch und dem internationalen Dialog über die Entwicklung der verschiedenen Forschungsarbeiten, zudem die Möglichkeit einer Agenda für künftige Treffen des Stammtisches diskutiert. Der Stammtisch möchte einen Beitrag dazu leisten, brasilianische Studierende und Forscher*innen im deutschen Kontext willkommen zu heißen und den Austausch wissenschaftlicher und kultureller Erfahrungen fördern. Überdies bietet das Zusammentreffen einen Raum für den Aufbau von freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Forscher*innen.
Die nächsten Treffen werden immer am ersten Donnerstag eines Monats stattfinden und auf der Homepage des Brasilien-Zentrums im Voraus angekündigt.

Im kommenden Monat (April) wird das Brasilien-Zentrum den Stammtisch „Freundeskreis des Brasilien-Zentrums“ als virtuelles Treffen per Videokonferenz anbieten. So können wir die Corona bedingte, empfohlene Quarantäne bei einem sicheren und verantwortungsvollen Treffen gemeinsam angehen. Einzelheiten zum virtuellen Stammtischtreffen werden den Teilnehmer*innen per Mail mitgeteilt.
Falls Sie als Studierende, Stipendiat*in oder Wissenschaftler*in an der WWU an dem Stammtisch teilnehmen möchten und noch nicht in unserem E-Mail-Verteiler sind, schreiben Sie uns mit der Bitte um Eintrag: brazil.centre@uni-muenster.de.

Abschließend möchten wir uns bei folgenden Personen herzlich bedanken: Bei Colin Arnaud und Emmanuel Nakamura für die Unterstützung mit Ideen- und Erfahrungsaustausch zur Organisation von Events dieser Art, und bei Thaís Tolentino für ihren Beitrag zu dieser ersten Nachricht über unseren Stammtisch.

Besucher*innen am zweiten Messetag in Rio de Janeiro
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Delegation deutscher Hochschulen besucht São Paulo und Rio de Janeiro: Die WWU war auch beteiligt

In São Paulo und Rio de Janeiro befindet sich ein Großteil der besten brasilianischen Universitäten und Forschungszentren, was nicht nur zu einer großen Anzahl an Projekten, Publikationen und Patenten, sondern auch zur Ausbildung zahlloser Nachwuchswissenschaftler*innen und wissenschaftlicher Talente führt. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der langen akademischen und wissenschaftlichen Kooperationsgeschichte zwischen Brasilien und Deutschland, reisten Vertreter*innen von circa 20 deutschen Hochschulen, darunter auch die WWU, in diese beiden größten Städte Brasiliens, um ihre Institutionen zu bewerben sowie bestehende Kontakte mit lokalen Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu vertiefen und auszubauen. Die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geleitete Delegation nahm an den Auflagen der ExpoPós Hochschulmesse in São Paulo und in Rio de Janeiro vom 7. bis 11. März 2020 teil, die einen speziellen Bereich innerhalb der Messe “Salão do Estudante” darstellte und der Bewerbung von Postgraduierten-Programmen gewidmet war.

Laura Redondo stellt die Postgraduierten-Programme der WWU vor
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Im Verlauf der viertägigen Veranstaltung informierten am Stand der WWU die Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums, Anja Grecko-Lorenz, und die Leiterin des Verbindungsbüros in São Paulo, Laura Redondo, zusammen mit den Aushilfskräften Rafael Lembi und Nelson Cavalcante dutzende Interessierte über die angebotenen Ausbildungsprogramme und Forschungsmöglichkeiten an der Universität Münster. In thematischer Hinsicht war die Nachfrage vielfältig, so wurden u.a. folgende Bereiche abgedeckt: Rechtswissenschaften, BWL, Kommunikationswissenschaft, Musik, Wirtschaftsinformatik, Medizin, Biologie, Sportwissenschaft unter vielen anderen. Diesen Umstand spiegeln auch die folgenden Angaben des DAAD wider, welche die bevorzugten Fachgebiete brasilianischer Studierender beschreiben: Rechtswissenschaften mit rund 882.000, BWL mit 710.000 und Erziehungswissenschaften mit 679.000 Studierenden, die unter den mehr als 280 von der WWU angebotenen Studiengängen zu finden sind. Neben der persönlichen Beratung hielten Anja Grecko-Lorenz und Laura Redondo zudem kurze Vorträge, um die WWU und die Stadt Münster als ausgezeichneten Studien- und Forschungsort für diverse Fachgebiete vorzustellen.

Besucher*innen in der Messehalle „Deutschland“ informieren sich am Stand der WWU
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Jenseits der individuellen Nachfragen der Studierenden und Nachwuchswissenschaftler*innen ist es das Ziel des Brasilien-Zentrums, den institutionellen Interessen der WWU sowie den Interessen ihrer Professor*innen und Forschenden gerecht zu werden. Demnach waren die bilateralen Begegnungen ebenso ein Höhepunkt des Programms. In einem dynamischen Format trafen Vertreter*innen der deutschen Universitäten mit Hochschulvertreter*innen aus den Bundestaaten São Paulo und Rio de Janeiro zu einem Austausch über Erfahrungen, Erwartungen sowie über künftige Pläne zusammen. Die Vertreterinnen der WWU nutzten diese sogenannten Netzwerktreffen, um mit lokalen Fördereinrichtungen, Universitäten und Forschungszentren ins Gespräch zu kommen, mit denen bereits Partnerschaften bestehen, mit dem Ziel, diese zu intensivieren. In einigen Fällen handelt es sich um traditionelle und etablierte Kooperationen, in anderen wiederum werden gerade die ersten Früchte geerntet. Die Treffen ermöglichten darüber hinaus auch den Dialog mit Institutionen mit denen die WWU über Einzelkooperationen zwischen Forschenden verfügt, aber kein Abkommen abgeschlossen hat, und deren wissenschaftliche Reputation die Grenzen überschreitet.

Delegationsbesuch im Deutsche Wissenschafts- und Innovationhaus in São Paulo (DWIH-SP), in dem das Brasilien-Zentrum seine Aussenstelle unterhält
© Brasilien-Zentrum der Universität Münster

Teil des Programms vom DAAD war zusätzlich die Teilnahme der deutschen Delegation an Veranstaltungen in Buenos Aires und Mar del Plata, in Argentinien, die jedoch aufgrund von Präventionsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus verschoben werden mussten. Auch wenn die Aussetzung der Aktivitäten eine Planänderung bedeutete, ist die WWU weiterhin davon überzeugt, dass die Wissenschaft besser gemeinsam vorangebracht wird, und dass die Internationalisierung der Forschung eine entscheidende Rolle spielt, auch um Situationen wie die aktuelle Pandemie meistern zu können.

© Anja Grecko Lorenz

Brasilien-Zentrum vertritt die WWU auf der ExpoPós 2020: Deutschland als Ehrenland

Nach den erfolgreichen Euro-Pós-Messen in Brasilien (zuletzt 2018), nimmt das Brasilien-Zentrum im März erneut an der Neuauflage dieses europäischen Messeformats „ExpoPós“ teil. Deutschland ist in diesem Jahr Ehrenland der ExpoPós, bei der 22 deutsche Hochschulinstitutionen in São Paulo (SP) und Rio de Janeiro (RJ) teilnehmen werden. Dabei wird die Universität Münster (WWU) vom Brasilien-Zentrum vertreten.

Die ExpoPós (ehemalig Euro-Pós) existiert seit 26 Jahren und etablierte sich für Studierende und/oder Forscher*innen als eine besondere Gelegenheit, um sich unmittelbar bei deutschen Hochschulvertreter*innen über ein Masterstudium, eine Promotion oder einen kürzeren Forschungsaufenthalt in Deutschland zu informieren. Die Hochschulmesse wird stets sehr gut besucht. 2018 waren es ca. 3.400 Besucher*innen in SP und ca. 1.500 in RJ. Die diesjährigen Besucher*innen werden sich zudem bei Ständen von Institutionen aus 12 weiteren Ländern informieren können.

Neben der ExpoPós organisiert der DAAD an beiden Standorten (RJ und SP) zusätzlich Netzwerkveranstaltungen mit Vertreter*innen von brasilianischen Hochschulen bzw. deren International Offices.

Veranstaltungen in Argentinien

Nach der ExpoPós in Brasilien geht die Reise für das Brasilien-Zentrum weiter nach Argentinien. Dort beteiligen sich Frau Grecko Lorenz (Geschäftsführerin) und Frau Redondo (Leiterin des Verbindungsbüros in São Paulo) ferner an der FIESA-Hochschulmesse in Buenos Aires sowie einem Matchmaking für PhD und PostDoc, welches vom DAAD Argentinien im Rahmen der „Research in Germany“ veranstaltet wird.

Die Teilnahme des Brasilien-Zentrums an den Hochschulmessen und Veranstaltungen in Brasilien und Argentinien zielt – neben der Rekrutierung von gut ausgebildeten Nachwuchswissenschaftler*innen und Studierenden – auf die Erhöhung der Sichtbarkeit der WWU in diesen Ländern sowie die Stärkung der bestehenden Partnerschaften in und mit Brasilien.

Weitere Informationen unter:
DAAD
DWIH

© Denis Mayr Lima Martins

„Wissenschaft ohne Grenzen“: Erfolgreicher Promotionsabschluss vom brasilianischen Stipendiat an der WWU

Denis Mayr Lima Martins, aus Brasilien, promovierte seit 2015 als Stipendiat des brasilianischen Programms „Wissenschaft ohne Grenzen“ am Institut für Wirtschaftsinformatik der WWU in der Arbeitsgruppe vom Prof. Dr. Gottfried Vossen. Seine Dissertation „Enabling non-technical users to query and purchase data”, die er am 22.01.2020 erfolgreich verteidigte, wurde mit magna cum laude ausgezeichnet. Zu den akademischen Errungenschaften des brasilianischen Doktoranden zählt außerdem der Preis Evolutionary & Swarm Computation für sein Paper unter dem Titel "Supporting customers with limited budget in data marketplaces". Diese Auszeichnung erhielt Denis Mayr Lima Martins auf der 6th IEEE Latin-American Conference on Computational Intelligence 2019.
„Wissenschaft ohne Grenzen“ (in Portugiesisch: Ciência sem Fronteiras, CsF) war ein Programm der brasilianischen Regierung, das 2011 ins Leben gerufen wurde. Das Programm förderte den Austausch von Studierenden, Promovierenden und Post-Doktoranden aus Brasilien sowie den Aufenthalt von erfahrenen Wissenschaftler*innen aus Partnerländern in Brasilien. Ziel des Programms war es, die Wettbewerbsfähigkeit brasilianischer Institutionen über ihre Internationalisierung zu steigern. Als Stipendiat des CsF-Programms wurde Denis Mayr Lima Martins vom Brasilien-Zentrum betreut, das für die Koordination des Programms an der WWU zuständig war.
Das Brasilien-Zentrum freut sich ganz besonders über diesen Erfolg und gratuliert Denis Mayr Lima Martins ganz herzlich zu seinem Promotionsabschluss sowie zu der erhaltenen Auszeichnung. Für seine weitere Karriere in der Wissenschaft wünscht ihm das Brasilien-Zentrum alles Gute!

Neue Anstöße für die Zusammenarbeit zwischen WWU und UFRJ in Rio de Janeiro

Unter der Leitung von Prof. Dr. Ana Paula Barbosa-Fohrmann war vom 10. bis 16. November 2019 eine Delegation aus der Nationalen Rechtsfakultät der Bundesuniversität Rio de Janeiro (Universidade Federal do Rio de Janeiro) zu Besuch an der WWU. Die achtköpfige Delegation – neben Prof. Dr. Barbosa-Fohrmann auch Studierende, Doktorand*innen und Postdocs – nahm an der WWU an einem Kolloquium zur internationalen Integration von Nachwuchsforscher*innen in Rechtswissenschaft und Philosophie in Brasilien und Deutschland teil und besuchte verschiedene Institute der WWU.
Bei dem Kolloquium hielt jede/r brasilianische Teilnehmer/in eine Präsentation zum Thema „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für Behinderung in Brasilien und Deutschland“ in Verknüpfung mit der Agenda 2030 und den Nachhaltigkeitszielen („Sustainable Development Goals“ - SDG).
Übergeordnetes Ziel der Studienreise ist die Fortsetzung und der Ausbau der Kooperation zwischen dem Postgraduiertenprogramm der Nationalen Rechtsfakultät der UFRJ sowie der Rechtsfakultät und des Philosophischen Seminars der WWU. Zu den geplanten Folgeaktivitäten gehören die Formate „Sandwich PhD“, Cotutelle und Postdocs im Rahmen verschiedener Förderprogramme wie bspw. CAPES/PRINT, CAPES/DAAD und CAPES/DAAD-PROBRAL. Entstanden ist die Idee der Studienreise durch den wissenschaftlichen Kontakt, den Prof. Dr. Barbosa-Fohrmann seit einiger Zeit zu Prof. Dr. Michael Quante und Prof. Dr. Thomas Gutmann pflegt.

Gefördert wurde die Reise zum Teil über das sogenannte CAPES/PrInt-Internationalisierungsprogramm. Die UFRJ ist eine von 35 brasilianischen Universitäten, die im Rahmen von CAPES/PrInt von CAPES über insgesamt fünf Jahre gefördert werden. Zu den Postgraduiertenprogrammen der Universität, die mit dieser Finanzierung ausgezeichnet wurden, gehört u. a. das Postgraduiertenprogramm in Rechtswissenschaft der UFRJ (PPGD). Die Finanzierung von CAPES / PRINT richtet sich an ein globales Projekt der UFRJ mit dem Titel „Nachhaltige Entwicklung, Wachstum und Bekämpfung von Ungleichheiten“. In diesem Zusammenhang finanziert das PPGD, welches als Forschungsschwerpunkt „Zeitgenössische Juristische Theorien“ ausgewiesen hat und charakteristisch interdisziplinär ist, internationale Missionen für seine Professoren wie zum Beispiel die genannte Mission nach Münster.

Am 16. November war die Delegation zu Besuch im Brasilien-Zentrum und wurde dort zunächst von Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath, dem wissenschaftlichen Leiter des Brasilien-Zentrums, begrüßt. Anschließend wurden die vielfältigen Kooperationsaktivitäten zwischen der WWU und brasilianischen Partnerinstitutionen, die Arbeit und Angebote des Brasilien-Zentrums sowie verschiedene Förderformate von Anja Grecko Lorenz, Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums, vorgestellt. Zudem präsentierten die Leiterin des Welcome Centres (Maria Homeyer) und des Graduate Centres (Jan Schmidt) ihre jeweiligen Unterstützungs- und Beratungsangebote für internationale Nachwuchswissenschaftler/innen an der WWU. In der abschließenden Diskussion wurden die individuellen Vorhaben der Teilnehmenden und mögliche Förderoptionen besprochen sowie Fragen geklärt.

© Felipe Mairowski

Personalwechsel im Brasilien-Zentrum

Laura Redondo ist seit Anfang November 2019 die neue Leiterin des Verbindungsbüros des Brasilien-Zentrums in São Paulo. Anja Grecko Lorenz, die das Büro seit 2015 leitete, wechselte im Mai 2019 als Geschäftsführerin des Brasilien-Zentrums nach Münster.
In Brasilien berät Laura Redondo Studien- und Promotionsinteressierten sowie Wissenschaftler und Hochschulvertreter zu Kooperations- und Aufenthaltsmöglichkeiten mit beziehungsweise an der WWU. Darüber hinaus organisiert sie Informationsveranstaltungen und Delegationsreisen. Die gebürtige Brasilianerin beteiligt sich an Hochschulmessen und stellt Kontakte zu brasilianischen Partnern wie Universitäten, Forschungsinstituten oder Förderagenturen her. Zudem unterstützt Laura Redondo WWU-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Gruppe der brasilianischen WWU-Alumni als wichtige Multiplikatoren vor Ort bei der Netzwerkerweiterung und der Kontaktpflege. Eine weitere Tätigkeit ist die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der WWU in Brasilien, unter anderem über Social-Media-Kanäle.
Laura Redondo studierte Internationale Beziehungen an der Päpstlichen Katholischen Universität von São Paulo. Nach ihrem Studium arbeitete sie im Marketingbüro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Brasilien. Im Anschluss daran unterstützte sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in São Paulo als Referentin für wissenschaftliche und institutionelle Kooperationen mit Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay.

Siehe auch: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=10608 [de]

Informationsveranstaltung in Buenos Aires zu Promotion und PostDoc-Aufenthalten in Deutschland

© Sarah Pabst

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt organisierten das Brasilien-Zentrum der WWU Münster, die FU Berlin, die TU Berlin und die TU München gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) am 24. Oktober 2019 in Buenos Aires eine Informationsveranstaltung für Promotions- und Postdoc-Interessierte. Rund 75 Nachwuchswissenschaftler*innen aus ganz Argentinien waren gekommen, um sich umfassend über Forschungsaufenthalte in Deutschland zu informieren. Die zentralen Informationen zu Forschungs- und Finanzierungsmöglichkeiten wurden in den verschiedenen Präsentationen der genannten Institutionen und Bildungseinrichtungen vermittelt. Besonders kostbar waren den Teilnehmenden die Erfahrungsberichte der argentinischen Alumni, die einen Teil ihrer Forschung in Deutschland absolviert hatten. In der Alumni-Session wurden die unterschiedlichsten Fragen diskutiert, die von der Unterkunftssuche bis hin zu alltäglichen Aspekten der deutschen Kultur reichten. Dazu interviewten Anja Grecko Lorenz (Verbindungsbüroleiterin in São Paulo) und Laura Redondo (damals noch DFG-Referentin) unter anderem Prof. Dr. Julián Rafael Dib, der als Postdoc zwei Jahre am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie an der WWU geforscht hatte und mit Humor von seinen Erfahrungen an der WWU berichtete. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Chance sich von Vertreter*innen der beteiligten Organisationen individuell beraten zu lassen. Dies war bereits die zweite Informationsveranstaltung, die das WWU Brasilien-Zentrum in Argentinien mitorganisiert, die erste fand anlässlich des Humboldt-Kolloquiums im Oktober 2018 statt.

© Sarah Pabst
© Sarah Pabst

Mit der Konferenz wurden zugleich auch 50 Jahre erfolgreiche wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Argentinien und Deutschland gefeiert. Argentinien verfügt über sehr gute Verbindungen zu deutschen Universitäten und Forschungszentren, aus der unzählige Forschungs- und Mobilitätsprojekte resultierten. Beide Länder hatten bereits im April 2019 in Berlin beschlossen, ihre bilaterale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung weiter auszubauen.

Die Universität Münster und FAPESP veröffentlichen neue gemeinsame Ausschreibung SPRINT

Die bundestaatliche Forschungsorganisation in São Paulo FAPESP und die Universität Münster (WWU) veröffentlichen erneut eine gemeinsame SPRINT-Ausschreibung zur Unterstützung von Mobilitätsprojekten zwischen Forschern/innen der WWU und dem Bundesstaat São Paulo. Ziel ist es, die Erarbeitung von gemeinsamen Forschungsprojekten mittels der Finanzierung von gegenseitigen wissenschaftlichen Treffen zu unterstützen. Für diese Forschungsprojekte sollen anschließend bei FAPESP und z.B. der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Fördermittel beantragt werden. Auf brasilianischer Seite können sich Wissenschaftler/innen für das SPRINT Programm bewerben, die bereits von der FAPESP gefördert werden.Die Ausschreibung steht allen Fachgebieten offen.

Die Frist für die Einreichung der Anträge endet am 28. Oktober 2019.

Weitere Informationen unter:

Guidelines

Call SPRINT 3rd Edition 2019

© Anja Grecko

Auszeichnung für Start-up der Universität Münster

"re:edu" gewinnt Preis bei "Startups Connected"-Wettbewerb in Brasilien / Ausgründung aus dem Institut für Geoinformatik

Das aus dem Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hervorgegangene Start-up-Unternehmen "re:edu" ist bei der vierten Ausgabe des Wettbewerbs "Startups Connected" als Sieger in der Kategorie Deutschland hervorgegangen. Verliehen wurde der Preis am 2. Oktober in São Paulo, Brasilien, im Rahmen des siebten Deutsch-Brasilianischen Innovationskongresses. Weiterlesen


Weiterführende Informationen finden Sie auf der Seite des DWIH [pt].

© Ricson Onodera
© Katrin Bergener

Feierliche Unterzeichnung des Zusammenschlusses der USP in ERCIS

Ein wesentliches Ergebnis der ersten Phase des strategischen Partnerschaftsprojekts wwu.usp war die Aufnahme der USP in das internationale Forschernetzwerk ERCIS (European Research Center on Information Systems). Im Rahmen des jährlichen Treffens aller ERCIS-Partner an der Universität Loughborough in England wurde dieser Zusammenschluss am 17. September 2019 feierlich unterzeichnet. Wir freuen uns sehr diesen Meilenstein erreicht zu haben und freuen uns auf die zukünftige enge Zusammenarbeit. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link
(Bild: Prof. Dr. Jörg Becker ERCIS-Direktor (WWU), Prof. Dr. Marcelo Fantinato (USP), Prof. Dr.-Ing. Bernd Hellingrath Leiter Brasilien-Zentrum (WWU))

Die Ausschreibung für den CAPES-Lehrstuhl ist geöffnet

Die Ausschreibung für den CAPES-finanzierten Lehrstuhl an der WWU Münster - der sogenannte "Brazil Chair" - ist bis zum 31. Dezember 2018 geöffnet. Herausragende WissenschaftlerInnen oder promovierte Dozenten aus Brasilien im Bereich Biodiversity of venoms as a source of biopharmaceuticals können sich bei CAPES für das Stipendium bewerben. Die vorgesehene Länge des Aufenthaltes an der WWU liegt zwischen drei und zwölf Monaten. Die Bewerbung ist online über die Internetseite von CAPES vorzunehmen.

Zu den Zielen des "Brazil Chairs" gehört die Intensivierung der Kooperation zwischen WissenschaftlerInnen und DozentenInnen von Forschungsinstitutionen und Hochschulen in Brasilien und KollegenInnen von der WWU Münster sowie die Initiierung von neuen Partnerschaften. Der Lehrstuhl wurde im Jahr 2011 durch ein Partnerschaftsabkommen zwischen der WWU Münster und CAPES etabliert und ist derzeit zum vierten Mal ausgeschrieben. Die Ausschreibung Nr. 33/2018 finden Sie unter: Link

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