Studienprojekte
Studienprojekte

der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

im Modul B24 (Angewandte Landschaftsökologie)

Im Modul B24 des Landschaftsökologiestudiums bearbeiten Studierende in Gruppenarbeit praxisrelevante Fragestellungen der Landschaftsökologie.

  • Vorschau: Studienprojekt 2024/25

    Die AG Ökoplan wird im WS 2024 folgendes Studienprojekt anbieten. Die Studienprojekte des ILÖK werden im Mai 2024 vorgestellt und über einen Learnwebkurs vergeben.


    Wie viel Transition steckt in innovativen, zeitgemäßen Bebauungsplänen?

    Der anhaltende Flächenverbrauch ist nach wie vor ein ungelöstes Problem. Der Indikator zum Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche des UBA  liegt aktuell bei 54 ha/Tag. Das ist an sich bereits problematisch und das Erreichen des Ziels von 30 ha/Tag bis 2030 liegt in weiter Ferne, auch wenn das Jahr 2030 quasi bereits vor der Türe steht. Nun legt jedoch die Bebauungsplanung über die "Bestimmung von Maß und Art" der baulichen Nutzung fest, wie sich in den kommenden Dekaden Energeiverbrauch, Verkehr, Flächennutzung, Wohnformen etc. entwickeln werden. Folglich legen die Bau- und Planungsämter zusammen mit den Gemeinderäten jetzt fest, ob eine Transformation zu einer Niedrigenergiegesellschaft (Transition) gelingen kann und die massiven Probleme unserer aktuellen Gesellschaftsform in einer zukunftsfähigen Form gelöst werden können.

    Ideen und Möglichkeiten gibt es: Nicht nur die Transitiontown Bewegung liefert Anleitungen und Beispiele (Energieautarkies, mobiles wohnen, Tinyhouses, Gemeinschaftswohnen, Gemeinschaftsgärten/CSA, Flächen für Klima- und Biodiversitätsschutz/ Anpassung, u.a.) es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und Ansätzen.

    Das Studienprojekt "sucheTransition" möchte bundesweit beispielhafte Bebauungsplanverfahren identifizieren (als Pioniere des Wandels) und im Sinne der Transformation auswerten und mit "herkömmlichen" Bebauungsplänen vergleichen. Das Studienprojekt läuft im WS 2024/25 parallel zu den Vorlesungen in der Raumplanung und der Ökologischen Planung.

    Mehr Informationen finden Sie hier.

    Betreuung:
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt

  • Aktuelle Studienprojekte

    Nature-positive Design im Statdgebiet von Münster: Die Rolle der Kleingewässer

    Die Vereinten Nationen haben von 2021 bis 2030 die Decade on Restauration ausgerufen. Diese soll vor allem durch das Wiederherstellen von Lebensräumen den Verlust der Biodiversität aufhalten und die Funktionallitet der Ökosystemfunktionen wieder herstellen. Auch die Europäische Union greift dieses Thema auf: Im Rahmen des European Green Deal sollen Ökosysteme und Biodiversität geschützt und renaturiert werden; u.a. mit Hilfe von naturbasierten Lösungen (NBS). Letztere zielen darauf ab, geselslchaftliche HErausfroderungen durch Stärkung ökologischer Dienstleistungen (ES) lokal anzugehen. Die EU Biodiversitätsstrategie 2030 hebt hervor dass dies sektorübergreifend erfolgen muss und auch die Naturschutzstrategien  der CBD und die COP15 Ziele heben zudem die Verwendung von NBS hervor.
    In diesem Studienprojekt wollen wir uns die Rolle der Kleingewässer in Münster vornehmen und deren Bedeutung im Sinne der NBS hinterfragen:
    Welche Rolle spielen die Kleingewässer in Münster
    • Für die Biodiversität (im und an den Gewässern)?
    • Für eine mögliche Klimaanpassung?
    • Für die Lebensqualität?
    • In der Stadtplanung?

    Mehr Informationen finden Sie hier.

    Betreuung:
    Dr. Benjamin Kupilas
    Dr. Friederike Gabel


    Strukturbrücken für Feldvögel: Wie effektiv sind angelegte Flächen für den Schutz von Kiebitz, Feldlerche und Schafstelze?

    Die Brutflächen für Feldvögel rund um Feldlerche, Kiebitz und Schafstelze sind schwindend gering aufgrund der hohen Dichte von Agrarflächen. Das häufig angepflanzte Wintergetreide weist ein zu schnelles und dichtes Wachstum auf, welches zügig zu einem unüberwindbaren Hindernis für Jungvögel im Feld wird. Daraus schließt sich nicht nur begrenzte Fluchtmöglichkeiten bei Gefahr durch Predation, sondern auch ein Mangel an Nahrung und Trinkwasser. Die agrarwirtschaftlich genutzten Böden werden stark beackert und mit Pestiziden behandelt, welchen starken Einfluss auf die restliche Flora und Fauna im Acker besitzt. Es gibt kaum ein Nahrungsangebot im Feld, sowie kaum nutzbares Wasser aufgrund der Pestizidbehandlung.
    Um den Arten einen Anlaufort für Bruten zu geben, wurden bereits im Vorjahr sogenannte Strukturbrücken innerhalb von Agrarflächen eingesät. Die Strukturbrücken sollen den Feldvögeln eine Fläche bieten, die sie zum Nestbau, Aufzucht der Jungtiere und als Nahrungsquelle nutzen können. Die Kulturbrücken wurden letztes Jahr mit Regionalsaatgut angelegt, sodass sie frühestmöglich in diesem Jahr austreiben können. Ergänzt wurden die Strukturbrücken vereinzelt durch Buntbrachen, die sowohl aus Regionalsaatgut als auch aus Kultursaatgut bestehen. Die Buntbrachen gehören zu einem anderen Projekt, wurden jedoch auch mit untersucht, da sie in direkter Nähe zu den Strukturbrücken angelegt worden sind.

    Fragestellung und Ziel der Arbeit
    Wie erfolgreich konnten Kiebitz, Feldlerche und Schafstelze auf die Strukturbrücken gelenkt werden, welche ein höheres Nahrungsangebot, niedrigere Vegetationsdichte und -höhe sowie eine geringere Belastung durch Pestizide als die umliegenden Agrarflächen bieten sollen. Sie sollen somit einen Rückzugsort und Nistgelegenheit für jene Arten bieten.

    Bearbeitung:
    Nicolas Nierling
    Kilian Schmitz

    Betreuung:
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    in Zusammenarbeit mit der Stiftung Westfälische Kulutrlandschaft

  • Abgeschlossene Studienprojekte

    Auswirkungen von Mikroplastik und Spurenstoffen auf aquatische Wirbellose (2022/23)

    Mikroplastik ist in allen Gewässern zu finden. Die Folgen für Organismen sind bisher noch schwer abzuschätzen. Laborversuche mit reinem Mikroplastik entsprechen nicht der Realität, da Kunststoffe Schadstoffe, wie z.B. Medikamente, akkumulieren. Kombinierte Effekte unbekannt.

    Mehr Informationen finden Sie hier.

    Betreuung:
    Dr. Friederike Gabel


     

    "Was sind die Fundamente zur Überbrückung der Spaltung zwischen Mensch und Natur?" (2021/2022)

    Die Probleme unseres Planeten sind bekannt. Die Dimension dieser Probleme erreicht eine Größe, welche die Möglichkeit mit einschließt, dass das Leben auf der Erde ernsthaft in Gefahr gerät. Vielleicht nicht allen Lebens, aber doch eines Großteils dessen, was im Laufe der Jahrmilliarden entstanden ist. Die Situation drängt zum Handeln. Allein: noch immer sägen wir auf den Ästen, auf denen wir sitzen.
    Warum ist das so? Und - wie lässt sich das ändern?
    Vielfältige Untersuchungen und Überlegungen deuten darauf hin, dass eine fundamentale Trennung stattgefunden hat in den modernen westlichen Gesellschaften, welche den Menschen von seiner ihn umgebenden Welt abgespalten bzw. getrennt hat. Ein "wieder verbinden" und die Ansätze der Naturpädagogik haben wir im Studienprojekt des Jahres 2020 untersucht. Hieraus ist eine Zusammearbeit mit dem ITZ entstanden, die wir nun weiter führen werden. Unsere Grundfrage lautet: Woraus erwächst eine Verbindung zur und ein Verantwortungsgefühl für die Natur und damit zukunftsfähiges Handeln. Welche Antworten geben die ökologische Wissenschaft, Ansätz der Ethik, verschiendene Theologien oder Zugänge zu einer Spiritualität? Worauf baut das Weltbild der westlichen industriegesellschaft auf? Was sind unsere Werte?

    Mehr Informationen finden Sie hier.

    Melden Sie sich bis zum 16.05.2021 über den Learnwebkurs: StudProj21/22 (KW StudProj21/22) an.

    Betreuung:
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    Dipl.-Biol. Sabine Paltrinieri
    Dr. Rainer Hagencord (ITZ)


    TIPP:

    Arthropodenfauna in Agroforstsystemen

    Ein weiteres sehr spannendes Studienprojekt wird von der Agroforstgruppe angeboten!
    Es lohnt sich, diese Seite zu besuchen: https://agroforst-monitoring.de/


     

    Aus der virtuellen Welt in die Natur:  eine Neuauflage - für alle

    2020/21

    Im Jahr 2007 veranstaltete die DBU /Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Symposium mit dem Titel: Aus der virtuellen Welt in die Natur – Wie kann Umweltbildung die Jugendlichen erreichen? Heute im Mai 2020 sind aufgrund der Corona-Pandemie alle Aktivitäten in der Natur verboten, Schulen und (Wald)Kindergärten geschlossen, Naturpädagog*innen ohne Beschäftigung. In der Digitalisierung liegt die Zukunft - sagt man. Es kann nicht so weiter gehen - auch das sagt man. Aber wie geht es weiter?
    Wir reden in den Nachhaltigkeitswissenschaften von der "doppelten Sprachlosigkeit" - die der Mitgeschöpfe und die der zukünftigen Generationen. Umwelt- und Naturpädagogik möchte beide zum Sprechen bringen und birgt in sich die Möglichkeit, die Dichotomie der Moderne (das getrennt sein des Menschen gegenüber der Natur) zu überwinden. Immer mehr Studien finden heraus, wie verbunden wir eigentlich sind (s. z.B. hier).
    Machen Sie sich mit uns auf den Weg, mehr zu lernen und die Situation der Umweltbildungseinrichtungen und Naturpädagogik im Münsterland zu erkunden und schaffen Sie Ihr eigenes Umweltbildungsprojekt. Vielleicht möchten Sie ja auch das Studienprojekt mit einer nachfolgenden Bachelorarbeit verbinden?

    Mehr Informationen finden Sie hier.

    Betreuung:
    Prof. Dr. Tillmann ButtschardtDipl.-Biol. Sabine Paltrinieri


    7 Jahre später: Erfassung von Periglazialformen mittels TLS Verfahren – Wiederholungskartierung des größten Blockgletschers der Ostalpen

    2019/20

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann ButtschardtDr. Andreas Malkus

    Weitere Informationen


    Entwicklung der Flora an renaturierten Fließgewässern im Emscher-Lippe Raum

    2017/2018

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, M.Sc. Viola Krone

    weitere Informationen


    Problembiber! –  Problembiber?
    Kritische Betrachtungen von Strategien zum Management einer sich ausbreitenden Tierart

    2017/2018

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, M.Sc. Margarete Dytkowicz

    weitere Informationen


    "GrünSchatz=Blütenschatz?" - Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen und Blütenbesuchern

    2016/2017

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, M. Sc. Patrick Günner, Florian Schmutzer


    Monitoring von europäischen Natura 2000 Schutzgebieten - das Beispiel Westruper Heide

    2015/2016

    Betreuer: Jan Lehmann, Dr. Andreas Müterthies (EFTAS), Dr. Patrick- Johannes Wolf (NLU)

    weitere Informationen


    Management invasiver Neophyten

    2014/2015

    Betreuer: Dr. Jan Thiele

     

     


    Wildkatzenmonitoring im Biosphärenreservat Rhön

    2013/2014

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, Ulrike Schade

    weitere Informationen

     


    Erfassung von Periglazialformen mittels TLS Verfahren - Kartierung des größten Blockgletschers der Ostalpen

    2012/2013

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, Dr. Andreas Malkus

    weitere Informationen


    Wildnisgebiet Wolbecker Tiergarten
    2011/2012

    Betreuer: PD Dr. Ingo Hahn, Prof. Dr. Tillmann Buttschardt, Dr. Andreas Vogel

    weitere Informationen


    Vegetationskundliche Zustandserfassung und Vermessung des Sehestedter Außendeichsmoores mittels GPS und TLS-Verfahren

    2010/11

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt

    Weitere Informationen

    Poster


    Vegetationsstrukturerfassung mit Laserscannerdaten auf GLORIA Sites

    2009/10

    Betreuer: Prof. Dr. Tillmann Buttschardt

    Projektauftrag