Themen für Abschlussarbeiten

der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Themenvorschläge für Bachelor-, Masterarbeiten. Sie können auch gerne eigene Themen vorschlagen. Am besten Sie vereinbaren hierzu einen Termin in der Sprechstunde. Laufende Abschlussarbeiten finden Sie unter der Rubrik Forschung.
  • Bachelorarbeiten

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    VERGEBEN

    Reproduktion der Strand-Zaunwinde in Abhängigkeit von Standort und Herbivoren

    Calystegia soldanella, eine Rote Liste Art in Deutschland, erreicht in Dänemark ihre nördliche Verbreitungsgrenze. Auf den Ostfriesischen Inseln besiedelt die Art vor allem ältere Weißdünen und kommt bis in junge Graudünen vor. Auf einigen Inseln beispielsweise Spiekeroog gedeiht die Art sehr gut, mit vegetativer und generativer Reproduktion. Auf Borkum hingegen scheint die generative Reproduktion stark herabgesetzt, blühende bzw. fruchtende Exemplare wurden kaum beobachtet. Es gibt Hinweise, dass Kaninchen die Blüten abfressen, die Blätter hingegen nicht. Selbstbestäubung findet nicht statt.

    Ziel
    Analyse des Einflusses von Kaninchen und anderen Herbivoren sowie von abiotischen Faktoren auf die generative Reproduktion der Strand-Zaunwinde.

    Fragen

    • Welche Standorte besiedelt die Art auf den Ostfriesischen Inseln?
    • In welchem Ausmaß ist die generative Reproduktion an Standorten unter Einfluss von Herbivoren reduziert?
    • Gibt es Zusammenhänge zwischen populationsbiologischen und standörtlichen Faktoren?

    Verfügbare Daten
    Verbreitungskarte
    Populationsgrößen der Art
    Vegetationsaufnahmen

    Geländearbeiten

    • Vegetationsaufnahmen
    • Ausgrenzung von Herbivoren durch Zäune. Die Ausschlusszäune werden in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung gesetzt.
    • Populationsbiologische Erhebungen (Anzahl Blüten und Früchte, Rameten, Bestandsgröße)
    • Bodenanalysen (pH-Wert, organische Substanz, Offenbodenanteil)
    • Herbivorendruck (Anzahl der Pellets)
    • Gezielte Suche noch nicht bekannter Fundorte

    Untersuchungsgebiete
    Weißdünen und angrenzender Übergang zu Graudünen der Inseln Borkum und Spiekeroog.

    Zeitplan/Durchführungszeitraum
    Juni (Zäune müssen bereits Anfang Mai gesetzt werden)

    Anforderungen/Vorkenntnisse
    Allgemeine botanische Artenkenntnisse
    Statistische Grundkenntnisse

    Anprechpartner
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

    Es besteht eine Unterkunftsmöglichkeit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen auf den Inseln (Jugendherberge, Forscherhaus Wittbülten). Kosten werden teilweise übernommen. Rechtzeitige Anmeldung (Februar-März) notwendig!


    VERGEBEN

    Langfristige Entwicklung der Binsendichte des Grünlandes im Grohdepolder auf Norderney, in Abhängigkeit von Umweltfaktoren und Bewirtschaftung.

    Die Artenvielfalt von Grünland extensiver Nutzung wird durch abiotische und biotische Standortfaktoren beeinflusst. Artenreiches Grünland wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr durch intensive Bewirtschaftung zurückgedrängt. Der Grohdepolder dient als extensive Pferde- und Rinderweide, mit Mahd. Die Bewirtschaftung soll auch naturschutzfachlichen Ziele dienen, so sollen beispielsweise Binsen zurückgedrängt werden, um den Lebensraum für Wiesenvögel zu optimieren. Mit zunehmender Gänsepopulation, aber auch unter dem Fraßdruck durch Kaninchen, wird von den Landwirten eine Düngung zur Ertragssteigerung gewünscht. Um die Mahd als Maßnahme zur Herabsetzung der Binsendichte zu bewerten, soll die langfristige Entwicklung der Binsendichte in Zusammenhang mit dem Boden und der Nutzung analysiert werden.

    Ziel
    Ermittlung der Entwicklung der Binsendichte in Zusammenhang mit Boden und Nutzung.

    Fragen

    • Wie hat sich die Binsendichte langfristig entwickelt?
    • Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Binsendichte, Boden und Nutzung?

    Verfügbare Daten
    Luftbild, Biotoptypenkarte, Höhenmodell, Bodendaten (2010, 2020), Binsendichte (2010-2020)

    Geländearbeiten

    • Erfassung Binsendichte
    • Untersuchungsgebiet
    • Grohdepolder auf Norderney
    • Zeitplan/Durchführungszeitraum
    • Datenerhebung nach der Brutsaison

    Anforderungen/Vorkenntnisse
    Gute statistische Kenntnisse in R
    Erste GIS Kenntnisse

    Ansprechpartner
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

    Es besteht eine Unterkunftsmöglichkeit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen auf den Inseln (Jugendherberge, Forscherhaus Wittbülten). Kosten werden teilweise übernommen. Rechtzeitige Anmeldung (Februar-März) notwendig!


  • Masterarbeiten

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    VERGEBEN

    Floristische Zusammensetzung des Grünlandes im Grohdepolder auf Norderney, in Abhängigkeit von Umweltfaktoren und Bewirtschaftung.

    Die Artenvielfalt von Grünland extensiver Nutzung wird durch abiotische und biotische Standortfaktoren beeinflusst. Artenreiches Grünland wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr durch intensive Bewirtschaftung zurückgedrängt. Der Grohdepolder dient als extensive Pferde- und Rinderweide, mit Mahd. Die Bewirtschaftung soll auch naturschutzfachlichen Ziele dienen, so sollen beispielsweise Binsen zurückgedrängt werden, um den Lebensraum für Wiesenvögel zu optimieren. Mit zunehmender Gänsepopulation, aber auch unter dem Fraßdruck durch Kaninchen, wird von den Landwirten eine Düngung zur Ertragssteigerung gewünscht. Um ein Gesamtkonzept zu erstellen und den aktuellen Zustand zu belegen, sollen Zusammenhänge zwischen Flora, Boden und Nutzung ermittelt werden.

    Ziel
    Ermittlung von Zusammenhängen zwischen Flora, Boden und Nutzung.

    Fragen

    • Welche Charakteristika weist die Flora des Grohdepolder auf?
    • Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Flora, Boden und Nutzung?

    Verfügbare Daten
    Luftbild, Biotoptypenkarte, Höhenmodell, Bodendaten (2010, 2020).

    Geländearbeiten

    • Floristische Erfassung (Artenlisten pro Schlag, Abundanz-Dominanz Schätzung nach NLWKN Meldebogen für Arten der Roten Liste Gefäßpflanzen)
    • Abiotische Faktoren (Bodenfeuchte per Theta-Sonde)
    • Fotodokumentation

    Untersuchungsgebiet
    Grohdepolder auf Norderney

    Zeitplan/Durchführungszeitraum
    Datenerhebung nach der Brutsaison

    Anforderungen/Vorkenntnisse

    • Gute botanische Artenkenntnisse
    • Sehr gute statistische Kenntnisse in R
    • GIS Kenntnisse

    Ansprechpartner
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

    Es besteht eine Unterkunftsmöglichkeit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen auf den Inseln (Jugendherberge, Forscherhaus Wittbülten). Kosten werden teilweise übernommen. Rechtzeitige Anmeldung (Februar-März) notwendig!


    VERGEBEN

    Vegetation von Kleingewässern in der Küstenheide auf Wangerooge. Entwicklung eines Managementkonzeptes zum Erhalt der Vegetationsvielfalt der Hydroserie.

    Kleingewässer in Dünen wie in der Küstenheide auf Wangerooge stellen einen auf den Ostfriesischen Inseln eher seltenen Lebensraum dar. Trotz ihres geringen Flächenanteils sind diese Kleinstbiotope in ihrer Gesamtheit Lebensraum für ausgesprochen viele Pflanzen- und Tierarten. Die Gewässer sind bis zu wenige 100 m2 groß, oft jedoch viel kleiner, und meist durch den Menschen geschaffen, z.B. handelt es sich bei den etwa 50 Tümpeln der Küstenheide auf Wangerooge vielfach um Bombentrichter. Die Vegetation der Tümpel ist unterschiedlichen Sukzessionsstadien zuzuordnen, von offenen, kaum bewachsenen Tümpeln bis zu solchen mit gehölzreicher Vegetation. Geprüft werden soll, ob ein Mosaik verschiedener Sukzessionsstadien zum Erhalt der Vielfalt von Arten und Vegetation beiträgt. Welche über Wangerooge hinausgehende Bedeutung haben die Kleingewässer gegenüber bestimmten Pflanzenarten?
    Dementsprechend soll ein Managementkonzept zum Erhalt der Vegetationsvielfalt der Hydroserie entwickelt werden. Herauskristallisiert werden soll ein unbedingt nötiger Pflegeaufwand. Insgesamt soll thematisiert werden, inwiefern ein Management der Gewässer in das Konzept des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer passt.

    Ziel
    Analyse von Standort und Vegetation der Kleingewässer der Küstenheide auf Wangerooge.
    Entwicklung eines Managementkonzeptes zum Erhalt der Vegetationsvielfalt der Hydroserie.

    Fragestellungen

    • Wie haben sich Standortbedingungen und Vegetation der Kleingewässer im Vergleich zu 1994 entwickelt?
    • Welche Sukzessionsstadien der Vegetation kommen vor und wie ist deren räumliche Verbreitung?
    • Welche über Wangerooge hinausgehende Bedeutung haben die Kleingewässer gegenüber bestimmten Pflanzenarten?
    • Welches Managementkonzept ist zum Erhalt der Vegetationsvielfalt der Hydroserie geeignet?
    • Wie groß ist der unbedingt nötige Pflegeaufwand?
    • Inwiefern passt ein Management der Gewässer in das Konzept des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer?

    Verfügbare Daten
    Luftbild, Biotoptypenkarte, Vegetationsaufnahmen (1994), Standortdaten (1994)

    Geländearbeiten

    • Vegetationsaufnahmen
    • Gewässercharakterisierung (Tiefe, Größe, Beschattung, Gesamtbedeckung Vegetation)
    • Abiotische Faktoren (Leitfähigkeit, Chlorinität, pH-Wert, Härte, O2-Sättigung, Ammonium)
    • Fotodokumentation

    Untersuchungsgebiet
    Kleingewässer der Küstenheide auf Wangerooge

    Zeitplan/Durchführungszeitraum
    Datenerhebung Juni – August

    Anforderungen/Vorkenntnisse

    • Gute botanische Artenkenntnisse
    • Statistische Grundkenntnisse
    • Erste GIS Kenntnisse

    Ansprechpartner
    Prof. Dr. Tillmann Buttschardt
    in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer

    Es besteht eine Unterkunftsmöglichkeit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen auf den Inseln (Jugendherberge, Forscherhaus Wittbülten). Kosten werden teilweise übernommen. Rechtzeitige Anmeldung (Februar-März) notwendig!


    Bitte sehen Sie sich auch die aktuellen Ausschreibungen zu einer Bachelorarbeit an. Diese lassen sich oft zu einer Masterarbeit erweitern.


    Siehe auch: Limnolab