Projekt GrünSchatz

Auf die richtige Mischung kommt es an

Aktuelles

Neue Publikation zur Akzeptanz von GrünSchatz-Kulturen

Ps2020
© Sabine Paltrinieri

Solange politische Entscheidungen für eine ökologischere Gestaltung der Agrarlandschaft weiter auf sich warten lassen: Wie kann mit dem Anbau von biodiversitätsfördernde Wildpflanzen-Kulturen statt Mais im Rahmen der konventionellen Landwirtschaft Biomasse für Biogasanlagen gewonnen werden? Der Artikel „Wildpflanzen statt Mais für Biogas – Was beeinflusst die Akzeptanz dieser biodiversitätsfördernden Anbaualternative?“ stellt die im Rahmen des Projektes „GrünSchatz“ gewonnenen Erkenntnisse bezüglich förderlicher und hemmender Faktoren dar. Als wichtigste Pro-Argumente auf Seite der landwirtschaftlichen Betriebe wird deren eigenes Interesse an einer Verbesserung der ökologischen Situation und einem attraktiveren Landschaftsbild identifiziert. Große Bedeutung hat, dass angenommen wird, dass solche Maßnahmen das Image der Landwirtschaft verbessern. Wichtigster hemmender Faktor ist der etwas geringere ökonomische Ertrag. Das ist für kleine Betriebe, deren Einkünfte häufig an der existentiellen Grenze liegen, problematisch. Es sind bisher hauptsächlich überdurchschnittlich große und jagdlich engagierte Betriebe, die diese Wildpflanzenkulturen „leisten“ können.

Paltrinieri, S., J.A. Schmidt
(2020): Wildpflanzen statt Mais für Biogas –Was beeinflusst die Akzeptanz dieser biodiversitätsfördernden Anbaualternative? In: Naturschutz und Landschaftsplanung 52 (12) 2020: 578-583

Der komplette Artikel kann angefordert werden bei Sabine Paltrinieri

3. NABU - ILÖK Tagung zum Insektenrückgang präsentierte Ergebnisse des GrünSchatz-Projektes (15.02.2020)
Am 15.02.2020 wurde die  3. Tagung zum Insektenrückgang am Institut für Landschaftsökologie der WWU Münster ausgerichtet. In diesem Rahmen wurden auch Ergebnisse des  GrünSchatz-Projektes in einem Workshop präsentiert. Biogasproduktion als Beitrag zu einer energetischenT ransformation, Föderung der Biodiversität, Vermeidung des Gifteinsatzes auf Ackerflächen und Grundwasserschutz müssen sich nicht ausschließen. Zudem hat sich gezeigt, dass Landwirte dem Anbau von perennierenden Wildpflanzenmischungen für Biogasanlagen sehr positiv gegenüber stehen. Die Minderertärge von rund 270 EUR/ha sind vergleichsweise gering und könnten im Rahmen der EU-Agrarförderung (Greening, AUM) oder des Vertragsnaturschutzes bzw. im Rahmen von produktionsintegrierten Ausgleichsmaßnahmen honoriert werden. Den Vortrag finden Sie hier.

Studie zu Niederwild im GrünSchatz

Masterarbeit Blome
© ILÖK

Die im vergangenen Janr vorgelegte Masterarbeit von Lara Blome zeigt, dass die Wildpflanzen-Einsaat im GrünSchatz-Projekt vom Niederwild bevorzugt genutzt wurde. Die Wildpflanzenmischung von ursprünglich 22 Arten, die teilweise aus Regiosaatgut stammen bieten Nahrung und Deckung in der sonst homogenen Landschaft. Geprägt durch ihren Insektenreichtum und eine heterogene Struktur finden unterschiedliche Tierarten einen Lebensraum. Verschiedene Habitatansprüche können in dieser Kultur abgedeckt werden. In weiteren Studien konnten positive Effekte auf die Diversität und das Vorkommen von Insekten, Kleinnagern oder der Avifauna nachgewiesen werden. Je nach Region und Ausgangssituation kann der positive Einfluss auf die Artenvielfalt unterschiedlich ausgeprägt sein. Zudem kann jede Tierart anders auf eine Wildpflanzen-Einsaat reagieren.

Weitere Ergebnisse finden Sie hier.

Ältere Meldungen finden Sie im Archiv des GrünSchatz Projektes.

Gr _nschatz Cover 2zu1
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