Haberdashers‘ Aske’s Hatcham Temple Grove School London – Fazit

Goodbye London! Hallo Deutschland!

Da ich schon wieder zurück in Deutschland bin (die Zeit verging viel zu schnell!) kann ich jetzt meinen Gesamteindruck von meinem Aufenthalt und Praktikum in London schildern.

Zuallererst kann ich sagen, dass ein Auslandsaufenthalt, auch wenn es wie beim mir nur drei Monate sind, sehr interessant ist und einen persönlich weiter bringt! Man macht super viele neue Erfahrungen und lernt die Kultur einer anderen Stadt bzw. Landes kennen. Außerdem hat mir der Aufenthalt sprachlich sehr weitergeholfen, denn ich habe fast keinen persönlichen Kontakt zu deutschsprachigen Leuten gehabt. Auch wenn meine Mitbewohner eigentlich Spanisch als Muttersprache hatten, haben wir uns natürlich auf Englisch unterhalten und in der Schule sowieso. Wie ich schon in meinem letzten Beitrag erwähnt habe, legt die Hatcham Temple Grove School ihren Schwerpunkt auf die Fremdsprache Deutsch. Wirklich Deutsch sprechen kann man dort aber trotzdem nicht, denn die Kinder sind ja gerade erst dabei die Sprache zu lernen und ich musste immer wieder feststellen, wie schwer Deutsch für Nicht-Muttersprachler ist. Wer also die Befürchtung hat in einer „immersial school“ wird zu viel Deutsch gesprochen und man kann seine Sprachfähigkeit in Englisch nicht genug verbessern, den kann ich beruhigen. Für mich stellte dies eher einen Pluspunkt dar, da die Schüler und Lehrer super neugierig auf die deutsche Kultur waren und man so immer ein Gesprächsthema hat.

Generell ist so ein Praktikum außerdem sehr hilfreich um praktische Erfahrungen zu sammeln. Viele beklagen sich ja, dass wir im Studium zu wenig Praxis erleben – hier ist deine Möglichkeit! Ich, für mich, kann sagen, dass ich sehr viel von den Lehrkräften dort gelernt habe z. B. mit verschiedenen Problemen umzugehen. Die Schule legt auch viel Wert auf Erziehung, weshalb ich in diesem Bereich gute Erfahrungen sammeln konnte. Ein weiterer Aspekt sind die Unterschiede zwischen deutschen Grundschulen und der englischen Grundschule, die ich dort kennengelernt habe. Allein der Schuleintritt und Abschluss der Grundschule ist verschieden und auch die Schwerpunkte liegen teilweise in anderen Bereichen. So wird viel Wert auf zwischenmenschliches Verhalten (Höflichkeit und Hilfsbereitschaft) und Zusammenhalt gelegt. Sehr spannend sind daher auch die Schulversammlungen jeden Freitag, in denen es u.a. über moralische Aspekte geht.

Aber nicht nur die praktischen Erfahrungen haben mir weitergeholfen, sondern auch das alltägliche Leben in London. Zum einen war es für mich eine ganz neue Erfahrung, in einer richtigen Großstadt zu leben, mit den U-Bahnen, der Schnelllebigkeit und all den unterschiedlichen Menschen. Ich denke auch, dass ich durch den Aufenthalt selbstständiger geworden bin. Ich lebe zwar auch in Deutschland nicht mehr bei meinen Eltern, aber es ist trotzdem was anderes, in einer fremden, großen Stadt mit einer anderen Sprache zu leben. Es kamen immer wieder neue Herausforderungen auf mich zu, sei es die Wohnungssuche, der Linksverkehr, komische Steckdosen (vergesst den Adapter nicht), der Kontakt zu so vielen fremden Menschen mit anderem Kulturhintergrund oder auch das Einkaufen mit einer anderen Währung und anderen Geschäften. Als letztes kann ich noch sagen, dass mich der Kontakt zu all den Menschen im internationalen London offener und neugieriger auf andere Kulturen und Lebensweisen gemacht hat. Sowohl in meiner Sprachschule, in meinen WG’s und in der Schule habe ich jede Menge unterschiedliche Menschen kennengelernt und mit einigen hoffe ich auch weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Wie man hoffentlich aus meinem Bericht heraushören kann, hat mir der komplette Auslandsaufenthalt mit all seinen Herausforderungen, aber auch schönen Erlebnissen super gefallen und ich empfehle jedem, ob Pflicht oder nicht, diese Erfahrung zu machen. Auch meine Schule (Hatcham Temple Grove School) und die Stadt London an sich kann ich persönlich weiterempfehlen.

Bye, Bye und ein letzter Tipp von mir: Die Zeit geht super schnell um, also bleibt so lange wie möglich, genießt die Zeit, seid neugierig und probiert neue Sachen aus, sei es Essen, Sprachschule, Kultur oder im Umgang mit neuen Menschen. Jede Herausforderung macht euch stärker. Viel Spaß!

 

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