In unserem Podcast "Umdenken" kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Im Gespräch mit Pressesprecher Norbert Robers berichten sie über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Die Folgen werden in regelmäßigen Abständen auf der Website sowie bei Spotify, Apple Podcasts und Deezer veröffentlicht. Produziert wird der Podcast von der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Am 26. September will der Deutsche Olympische Sportbund darüber entscheiden, ob sich eine deutsche Stadt oder Region um die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. Bei einer solch gravierenden Entscheidung müssten die Verantwortlichen vor allem das Gemeinwohl berücksichtigen, betont der Geograph Prof. Dr. Samuel Mössner im aktuellen "Umdenken"-Podcast.
Mehr als nur Rechnen: Podcast über die Didaktik der Mathematik
Mathematikdidaktiker Gilbert Greefrath spricht über Imageprobleme des Schulfachs
Das Verhältnis einiger Menschen zur Mathematik ist von Distanz und Unbehagen geprägt – häufig bereits seit der Schulzeit. Dabei könne grundsätzlich jeder einen Zugang zur Mathematik finden, sagt Prof. Dr. Gilbert Greefrath, Mathematikdidaktiker an der Universität Münster. „Das Fach hat vor allem ein Imageproblem. Wer sagt, er könne kein Mathe, bekommt dafür häufig Zuspruch. Das ist bei kaum einem anderen Schulfach zu beobachten“, gibt der Wissenschaftler in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts zu bedenken.
Endometriose: „Frühe Diagnose ist entscheidend“
Schmerzforscherin Esther Pogatzki-Zahn ordnet steigende Endometriose-Diagnosen ein
Die Zahl der Frauen mit der Diagnose Endometriose ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen – zwischen 2005 und 2024 von rund 230.000 auf gut 510.000. „Diese Zahlen sind ein Beleg dafür, dass die Symptome immer früher und häufiger diagnostiziert werden“, erklärt die Schmerzforscherin Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn von der Universität Münster der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts. Darüber hinaus spricht sie Hausärzten bei der Diagnose der Krankheit eine wichtige Rolle zu und sieht in der medizinischen Ausbildung „erheblichen Nachholbedarf“.
Mit Papyrusrollen in den Alltag der alten Ägypter eintauchen
Im Podcast schildert Althistoriker Prof. Dr. Patrick Sänger die Bedeutung der Papyrologieforschung
Prof. Dr. Patrick Sänger
Immer wieder gelingt es Forscherinnen und Forschern, mithilfe von Papyrusfragmenten in den Alltag der Menschen vor vielen Jahrhunderten einzutauchen und so manches wissenschaftliches Rätsel zu lösen. Das Gros der Arbeit mit dem Papier der Antike liegt allerdings noch vor ihnen: Schätzungen zufolge haben Wissenschaftler bislang etwa 60.000 Fragmente untersucht und entziffert – rund eine Million unerschlossene Seiten, die überwiegend in Ägypten entdeckt wurden, liegen dagegen noch in den Archiven. „Mehrere Forscher-Generationen werden sich noch dieser faszinierenden Aufgabe widmen“, unterstreicht der Althistoriker Prof. Dr. Patrick Sänger in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster.
„Das Aussterben ist drastischer als je zuvor“ - Podcast zum Darwin-Tag am 12. Februar
Der Evolutionsbiologe Joachim Kurtz schildert die Bedeutung der Evolution in der heutigen Zeit
Der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Joachim Kurtz fordert mit Blick auf den Klimawandel und den drastischen Verlust von Biodiversität eine schnelle und entschlossene Antwort der Gesellschaft. „Wir kennen aus der Geschichte mehrere Aussterbe-Ereignisse. Machen wir so weiter wie bisher, steuern wir auf ein vom Menschen verursachtes Ereignis zu, das drastischer ausfallen wird als alle anderen zuvor. Wir sollten deswegen alles dafür tun, um das zu verhindern“, unterstrich der Wissenschaftler in der neuen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster anlässlich des „Darwin-Tags“ am 12. Februar. Der 1882 verstorbene britische Forscher Charles Darwin gilt bis heute wegen seiner Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturforscher. Die Evolution werde zwar einen Weg finden, damit auch nach einem solchen Einschnitt noch Organismen existierten, fügte Joachim Kurtz hinzu. „Aber es werden nicht dieselben sein.“ Die Menschheit müsse vor allem deutlich weniger Kohlendioxid (CO2) ausstoßen und Lebensräume schonen.