Herzlich willkommen am GKM

Im Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) sind sämtliche Altertumswissenschaften der Universität Münster vernetzt: von A wie Altorientalistik bis Z wie Zyperninstitut. Unter den beteiligten Disziplinen sind neben den Historien besonders die Vielzahl an antiken Philologien, Archäologien sowie christliche und islamische Theologie und Judaistik herauszustellen.
Das GKM ist das altertumswissenschaftliche Rückgrat des Exzellenzclusters "Religion und Politik", der nun in der dritten Förderphase ist.
Mit dem interdisziplinären Masterstudiengang "Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)" wird das Netzwerk auch für die Lehre aktiviert.

Altertumswissenschaftliche Vortragsreihen im Sommersemester

Auch im Sommersemester bieten die im GKM vernetzten Seminare und Institute wieder Vortragsreihen mit Münsteraner und auswärtigen Referierenden an.
Das vielfältige Angebot wird zunächst digital (Zoom) sein. Bei einigen Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung notwendig.
Zudem bietet die Forstellungsstelle Brief eine Ringvorlesung mit dem Thema "Brief und Bildung" an.
Herzliche Einladung!

NEWS

Frühjahrskampagne 2021 in Armenien: Hinweise auf ausgedehnte antike Bebauung in Artaxata

© WWU_Schreiber

Aufgrund eines drohenden Bauvorhabens im Stadtgebiet der hellenistischen Metropole Artaxata (Armenien) wurde im März 2021 kurzfristig eine einwöchige geophysikalische Prospektionskampagne des „Armenian-German Archaeological Projects“  in der Ararat-Ebene durchgeführt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hatte zusätzliche Mittel bewilligt, um magnetische Messungen vornehmen zu können. "Die Ergebnisse der Kampagne zeigen klar, dass auch das weitgehend unerforschte südliche Areal antik bebaut war", resümieren die Projektleiter Prof. Dr. Achim Lichtenberger und Dr. Torben Schreiber von der Universität Münster. Zudem konnten bei der einwöchigen Feldforschung Funde der letzten Grabungskampagne digitalisiert werden. Dabei kam der für das 3D-Lab am Archäologischen Museum erworbene 3D-Handscanner zum Einsatz.

NEWS: April 2021

Der Olymp: viele Götter, aber menschenleer

Forschungspodcast "Religion und Politik" - Folge 2 mit dem Archäologen Professor Achim Lichtenberger
© WWU_EXC

Der Olymp - das berühmte Bergmassiv war nach griechischer Mythologie von Göttern bevölkert, im wahren Leben aber laut Archäologen über Jahrtausende fast menschenleer. So konnte der höchste Berg des Landes vom Altertum bis heute zur Projektionsfläche für ungewöhnlich viele menschliche Phantasien werden – religiös, politisch oder popkulturell. Der Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger hat soeben das erste Grundlagenwerk zum Olymp seit fast hundert Jahren vorgelegt. Der "Sitz der Götter" wurde in der Antike kaum betreten und selbst in der Neuzeit erst 1912 bestiegen. Der Experte wirft in der zweiten Folge des Forschungspodcasts "Religion und Politik" Licht auf diesen Berg. 

NEWS: März 2021

Internationales Fächer-Ranking: "Classics & Ancient History" der Universität Münster mit tollem Ergebnis

Im aktuellen „QS World University Ranking by Subject“ erzielt die Universität Münster gute Platzierungen – unterschieden wird dabei nach Fächergruppen und einzelnen Fächern.
Im Fach „Alte Geschichte“ steht die WWU erstmals in der Ranggruppe 51 bis 70 und rangiert damit unter den weltweit besten 100 Hochschulen.

NEWS: März 2021
© WWU

Zwei Altertumswissenschaftlerinnen Fellow im Stipendienprogramm WiRe

Women in Research (WiRe) ist ein Stipendienprogramm für internationale Forscherinnen ab dem Postdoc-Level für einen Forschungsaufenthalt an der WWU. Es bietet Nachwuchswissen- schaftlerinnen die Möglichkeit, an die Universität Münster zu kommen, um die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten der Universität sowie die Stadt Münster kennenzulernen.
Die Archäologin Dr. ALEKSANDRA KUBIAK-SCHNEIDER forscht am Institut für Klassische und Christliche Archäologie. Sie wird in diesem Umfeld ihr Projekt "Pre-Roman roots of cult of the god Bel in Syria and Jordan from the 1st to the 3rd centuries CE" voranbringen.
Die Althistorikerin Dr. JULIETTE STEINHAUER (University College London) ist seit dem 1. März am Seminar für Alte Geschichte. Sie arbeitet mit Professor Beck am EXC Forschungsprojekt 'Lokale Religionen im Antiken Griechenland', mit einem Schwerpunkt auf religiösen Kommunikationen in der Ägäis.

NEWS: März 2021
© Aschendorff Medien

Start der Kinder-Uni 2021: AUSGRABUNGEN oder Was erzählen Scherben über die Vergangenheit?

Die Kinder-Uni startet in diesem Jahr mit einer Reise in die Vergangenheit. Prof. Dr. Florian Janoscha Kreppner vom Institut für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie der Universität Münster (WWU) erklärt anhand anschaulicher Beispiele, was Archäologen bei wissenschaftlichen Ausgrabungen finden und was ihnen diese Funde über das Leben der Menschen vor vielen Tausend Jahren erzählen.
Er wird dabei unter anderem folgenden Fragen nachgehen: Wie haben die Menschen in weit zurückliegenden Jahren gewohnt? Wozu haben die Menschen damals welche Gefäße verwendet? Warum werden Grabungsstätten oft ausgeraubt, und wieso ist das ein großes Problem?
Die Kinder-Vorlesung wird digital stattfinden (Zoom).
Zeit: Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 12. März, um 16:15 Uhr.

Ausschreibung

"Museum als CoLabor - Öffne die Blackbox der Archäologie". Projekt sucht kreative Köpfe

© LWL Museum

Das Archäologiemuseum in Herne, das Römermuseum in Haltern des Landschafts- verbandes Westfalen-Lippe (LWL) suchen gemeinsam mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum junge kreative Köpfe für einen Beirat.

Der Aufruf für das Verbundprojekt „Blackbox Archäologie“ lief bis Sonntag, 28. März 2021. Er richtete sich an Studierende und alle, die sich für Brett- und Computerspiele, Digitales, Archäologie, Geschichte oder Design interessieren.

Ziele des Projekts sind eine neue Gaming Plattform und digitale Anwendungen. Der Beirat des Projekts soll helfen, verschiedene interaktive Medien wie „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ zu entwickeln, um archäologische Arbeitsweisen für die Museumsbesucher:innen erlebbar zu machen.

NEWS: Februar 2021
© EXC "Religion und Politik"

Masterclass mit JAN ASSMANN

Am Donnerstag, 4. Februar 2021 fand an der Universität Münster eine Masterclass mit Professor Jan Assmann unter dem Titel "Religion – Gewalt – Gedächtnis" statt. Der Kulturwissenschaftler und Ägyptologe ist derzeit Hans-Blumenberg-Gastprofessor am Exzellenzcluster „ Religion und Politik“ der WWU.
Studierende und Doktoranden der WWU, die sich im Rahmen ihrer Forschung mit Fragestellungen zu religiöser Gewalt und Erinne- rungskulturen befassen, waren herzlich dazu eingeladen. Die Teilnehmenden trugen mit einem Inputreferat über ihre Forschung zu einem fruchtbaren Austausch bei und setzten so Impulse für die interdisziplinäre Diskussion.

Plakat zur Ausschreibung

NEWS: Dezember 2020
© privat

Millionen-Förderung für Altorientalistin

Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat die neu an die Universität Münster berufene Altorientalistin Prof. Dr. Kristin Kleber mit dem ERC "Consolidator Grant" ausgezeichnet. Für das Projekt mit dem Titel "Governance in Babylon: Negotiating the Rule of Three Empires" (GoviB) erhält sie für die kommenden fünf Jahre etwa zwei Millionen Euro.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine historische Studie des Regierens in der antiken Hauptstadt Babylon. Das Projekt untersucht, wie Herrschaft verhandelt und realisiert wurde, insbesondere im Spannungsfeld zwischen den lokalen Eliten der Hauptstadt und der Königsherrschaft. Dafür stehen mit den Privatarchiven der lokalen Eliten in Babylon neu zu erschließende Quellen zur Verfügung. Kristin Kleber wird eine Erstedition dieser Texte anfertigen, die sich heute im Vorderasiatischen Museum in Berlin befinden.

© WWU_Forschungsstelle Asia Minor
BERICHTE

Grabungskampagne 2020 in Doliche (Osttürkei)

Das Team der Forschungsstelle Asia Minor war auch in diesem Sommer wieder auf ihrem Grabungs- gelände in der Osttürkei. Im August und September wurden im Stadtgebiet von Doliche und im Heiligtum des Jupiter Dolichenus auf dem Dülük Baba Tepesi Grabungs- und Konservierungsmaßnahmen durchgeführt. Acht Wochen lang legten die Wissenschaftler um Prof. Dr. Engelbert Winter reich ornamentierte Mosaike mit Fisch-Darstellungen sowie bemalte Marmorreliefs frei. „Die Funde werfen ein neues Licht auf die Entwicklung des Kirchenbaus im Nahen Osten zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert nach Christus“, erläutert Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte.
Inzwischen sind die Expert*innen wieder zurück und die Grabung ist winterfest.

© WWU_Lianne Hecht
THEMA: Kleine Fächer

Kleine Fächer - Große Potenziale

Die globale Welt wandelt sich schnell und ständig. Die hohe Dynamik ist eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung sind nur drei der gesellschaftlichen Probleme, für die es Lösungen braucht. Einen Beitrag dazu leisten die "Kleinen Fächer" in den Geisteswissenschaften.
In der Sonderausstellung "WeltWeit Unverzichtbar. Kleine Fächer für große Themen" zeigte das Archäologische Museum der Universität Münster von Januar bis März 2020 , wie sich globale Phänomene besser verstehen lassen. Inzwischen ist diese Sonderausstellung zu einer digitalen Ausstellung geworden, die kontinuierlich erweitert wird.  

2021 laden HRK und BMBF zu einer digitalen Themenwoche Kleine Fächer ein, die vom 8. bis zum 11. März stattfinden wird. Sie hat zum Ziel, die Situation der Kleinen Fächer und ihre Entwicklungsperspektiven im deutschen und europäischen Wissenschaftssystem mit einer breiten Fachöffentlichkeit zu diskutieren.

© WWU
THEMA: Digitalisierung an der Universität Münster

Digitalisierung in den altertumswissenschaftlichen Fächern

Dokumentations- und Analysekitts, Multimediareportagen und online-Lernplattformen: Digital Humanities ist für die Altertumswissenschaften ein hochdynamisches Forschungsfeld, das die Erkenntnisinteressen der Geistes- und Kulturwissenschaften mit den datenverarbeitenden Verfahren der Informatik verbindet.
Digitale Arbeitsweisen, Methoden und Techniken können wissenschaftliche Arbeiten erheblich ver- einfachen und beschleunigen. Dadurch sind ganz neue Fragestellungen möglich.  Digitale Technologien spielen gerade in den Archäologien eine stetig wachsende Rolle, die in den Projekten der Universität Münster zum Einsatz kommen.
Die Digitalisierung von Texten, die Erarbeitung komplexer digitaler Editionen und die Herstellung maschinell analysierbarer Korpora sind eine Grundlage zukunftweisender Forschungen in den Text- wissenschaften. Die digitale Technologie unterstützt Prozesse, die zuvor in mühsamer Handarbeit durchgeführt werden mussten. Bei der Präsentation und Publikation des Materials bietet die Digita- lisierung neue Möglichkeiten, die insbesondere auch der Öffentlichkeit Forschungsergebnisse besser zugänglich machen.
Diese Entwicklungen in der altertumswissenschaftlichen Forschung und Lehre an der WWU zielen darauf ab, dass die Studierenden ein Verständnis für Digitalität erwerben, das sie handlungsfähig macht in Bezug auf neue Technologien und die damit verbundenen Veränderungen in den geisteswissen- schaftlichen Disziplinen.

© DEIAHL2020
THEMA: Biblische Archäologie

Ausgrabungen auf dem Zionsberg 2020

Die Grabungen unseres Kooperationspartners, das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI), auf dem Zionsberg hatten 2020 das Ziel, den seit über einem Jahrhundert diskutierten Fragen nach dem Verlauf der eisenzeitlichen Stadtmauern Jerusalems nachzugehen. Die Kampagene konnte mit einem äußerst überraschenden Ergebnis abgeschlossen werden: Unsere Vorstellungen vom alttestamentlichen Jerusalem des 8. Jh. v. Chr. müssen deutlich verändert werden - die Stadt war offenkundig kleiner als bisher gedacht.
Die alttestamentliche Stadt des 8. Jh. v. Chr. unter dem König Hiskia war ummauert. Sie war größer als die heutige Davidstadt, die bereits im 18. Jh. v. Chr. angelegt wurde (Kanaanäer) und im 10. Jh. von David erobert wurde. Die Stadt des 8. Jh. v. Chr., die König Sanherib belagerte, muss die assyrischen Flüchtlinge aus dem israelischen Norden mit eingeschlossen haben – war also deutlich größer als die Davidstadt. In den bisherigen Rekonstruktionen wurde die Stadt des 8. Jh. unter Einschluss des gesamten Zionsberges recht weitläufig, um nicht zu sagen ‚riesig‘ rekonstruiert. Von dieser Idee muss man sicher Abstand nehmen und sich mit kleineren Lösungen anfreunden. In den kommenden Jahren wird dies archäologisch nachzuweisen sein …, das wird aber einige Zeit dauern. Wir stehen mit dieser Frage wieder am Anfang!

arkuBiD - Archäologisch-kunsthistorische Bilddatenbank

Lizenz steht GKM-Mitgliedern zur Verfügung

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die GKM-Geschäftsstelle.