Herzlich willkommen am GKM

Im Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM) sind sämtliche Altertumswissenschaften der Universität Münster vernetzt: von A wie Altorientalistik bis Z wie Zyperninstitut. Unter den beteiligten Disziplinen sind neben den Historien besonders die Vielzahl an antiken Philologien, Archäologien sowie christliche und islamische Theologie und Judaistik herauszustellen.
Das GKM ist das altertumswissenschaftliche Rückgrat des Exzellenzclusters "Religion und Politik", der nun in der dritten Förderphase ist.
Mit dem interdisziplinären Masterstudiengang "Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)" wird das Netzwerk auch für die Lehre aktiviert.
 

AKTUELLES

Jetzt für das Wintersemester 2022/23 bewerben

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Das Bewerbungsportal für unseren Masterstudiengang "Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)" ist ab sofort geöffnet. Bis zum 15. Juli können Sie sich dort für die Einschreibung zum Wintersemester 2022/23 bewerben.

Machen Sie gerne einen Termin mit unserer Studienberatung aus, um Fragen und individuelle Möglichkeiten zu besprechen.

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© WWU_NADAW

"Neues aus der Alten Welt"

Eine neue Folge unseres Podcasts "Neues aus der Alten Welt" ist eingestellt.

In der aktuellen Episode sind Jessica und Emre im Gespräch mit Prof. Dr. Hans Beck. Dieses Mal geht es unter anderem darum, wie die Pandemie die universitäre Lehre beeinflusst hat.

Und es wird geheimnisvoll: Wir besprechen Hans Becks Forschungsinteresse an griechischen Mysterienkulten! Was sich dahinter verbirgt? Schaltet ein und findet es heraus!   

AKTUELLES: Promotionstag des Fachbereichs Geschichte/Philosophie
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© CasparDavidFriedrich

Promotion: Wie? Wozu? Wohin damit?

Der Promotionstag 2022 richtet sich an fortgeschrittene Studierende und Doktorand:innen und soll zu allen praktischen Anliegen eines Promotionsstudiums am Fachbereich Geschichte/Philosophie informieren. Die Veranstaltung findet am 29. Juni 2022 im Foyer und in der Aula des Schlosses statt.

Weitere Informationen

AKTUELLES: Podcast "Neues aus der Alten Welt"
Nadaw Lichtenberger
© NADAW

Im Podcast-Gespräch: Achim Lichtenberger

Eine neue Episode unseres Podcasts "Neues aus der Alten Welt" ist eingestellt.

Jessica und Emre sind im Gespräch mit Prof. Dr. Achim Lichtenberger. Der Klassische Archäologe berichtet von seinen aktuellen Projekten, insbesondere seinen Grabungen in Artaxata, einer hellenistischen Metropole in Armenien, und Gerasa (Jordanien).

Außerdem gehen die beiden AKOEM-Studierenden der Frage nach, ob Professor Lichtenberger wirklich der Sohn eines berühmten Klippenspringers ist oder vielleicht doch eher historische Bügeleisen sammelt.

Zum Podcast via Spotify

NEWS: Juni 2022

Michael Grünbart erhält "Vasso Penna Award 2022"

© WWU_Grünbart

Professor Dr. Michael Grünbart ist mit dem “Vasso Penna Award 2022” der Christian Archaeological Society ausgezeichnet worden.

Der Preis wurde dem Byzantinisten für seine Monographie "Macht und Präsenz der Buchstaben im byzantinischen Alltag. Zugänge zu den historischen Hilfswissenschaften des östlichen Mittelmeerraumes" auf der Jahrestagung in Athen am 28. Mai verliehen.

Wir gratulieren herzlich!

NEWS: Mai 2022

Ausschreibung "6. Numismatische Herbstschule in Münster"

© Herbstschule2022

In diesem Jahr findet die Numismatische Herbstschule in Münster vom 5. bis 8. Oktober statt. Sie wendet sich an BA- und MA-Studierende aller Fächer. Ziel des 4-tägigen Kurses ist die Vermittlung von Grundlagen der Numismatik von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkten auf antiker, byzantinischer, europäischer, islamischer und chinesischer Numismatik.

Die Herbstschule wird von Dozierenden der Universität Münster, Kuratoren des LWL-Museums für Kunst und Kultur/Westfälischen Landesmuseums, des Stadtmuseums Münster sowie des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg veranstaltet.

Deadline der Bewerbung: 30. Juni 2022

NEWS: MAI 2022

Arabistin Prof. Dr. SARAH STROUMSA ist neue Hans-Blumenberg-Gastprofessorin am Exzellenzcluster

© Privat

Die israelische Arabistin Sarah Stroumsa ist im Sommersemester 2022 Hans-Blumenberg-Gastprofessorin am Exzellenzcluster „Religion und Politik“.

Sarah Stroumsa hat zahlreiche bedeutende und wissenschaftlich breit rezipierte Publikationen zur Geschichte des philosophischen und theologischen Denkens in der Islamischen Welt des Mittelalters sowie zur philosophischen Literatur im jüdisch-arabischen Kontext vorgelegt. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Maimonides in his World: Portrait of a Mediterranean Thinker (Princeton 2010) und Andalus and Sefarad: On Philosophy and Its History in Islamic Spain (Princeton 2019).

Im Rahmen ihres Aufenthaltes am Exzellenzcluster wird Professorin Stroumsa ihre methodologischen Ansätze zur Erforschung der Ideengeschichte des arabischen Mittelalters vorstellen. Es ist ein öffentlicher Abendvortrag geplant sowie eine Masterclass, in der die Gastprofessorin ihre Ansätze mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs des Exzellenzclusters diskutieren wird.

Öffentlicher Abendvortrag „Between Traditions: Philosophical Traditions in the Islamicate World and Scholarly Traditions in Their Study“ I 17.05.2022 | 18.15 Uhr | Hörsaal JO 1, Johannisstraße 4, und via Zoom (nach Anmeldung unter veranstaltungenEXC@uni-muenster.de)

Masterclass „The Voice of Written Texts: On the Reconstruction of Intellectual History of the Islamicate World“ I 18.05.2022 | 9.00 Uhr | Hörsaal JO 1, Johannisstraße 4

 

Sommersemester 2022

Altertumswissenschaftliche Vortragsreihen im Sommersemester

Im Sommersemester bieten die im GKM vernetzten Seminare und Institute wieder Vortragsreihen mit Münsteraner und auswärtigen Referierenden an.
Einige Veranstaltungen sind auch hybrid geplant.
Herzliche Einladung!
 

NEWS: April 2022

Podcast "Neues aus der Alten Welt" gestartet

© AKOEM

Zum Beginn des Sommersemsters startet unser Podcast zum antiken Mittelmeerraum. Am 18. April geht es los! In dem Podcast "Neues aus der Alten Welt" kommt fortan aktuelle Forschung ins Gespräch.

Die Idee ist im Rahmen des Masterstudiengangs AKOEM entstanden. In lockerer Atmosphäre stellen Wissenschaftler:innen ihre Projekte vor, geben den einen oder anderen Tipp zum Studium und plaudern manchmal auch ganz ungezwungen aus dem Näh- kästchen. Dr. Nikola Moustakis hat die Studierenden bei diesem interdisziplinären Projekt zur Wissen- schaftskommunikation nun fast ein Jahr begleitet - von den ersten Informationen zur technischen Ausstattung, über Gedanken zu Namen und Logo, bis hin zu den ersten Interviews - und freut sich, dass nun die erste Folge veröffentlicht wurde. 

Franzi, Jessica und Emre werden sich und ihren Studiengang dann zunächst vorstellen und Matthias Sandberg (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Alte Geschichte) zu Gast haben.         

NEWS: März 2022

Ausschreibung Juniorprofessur "Biblische Archäologie"

In der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen  Institut (DAI) in Verbindung mit dem Deutschen Evangelischen Institut  für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine W1-Juniorprofessur für Biblische Archäologie (mit Tenure Track nach W2) zu besetzen.

Zu den Aufgaben gehören Forschung und Lehre im Fachgebiet Biblische Archäologie an der WWU Münster. Der/die Stelleninhaber/in beteiligt sich an Formaten der Verbundforschung  im DAI in der Vermittlung von universitärer und außeruniversitärer archäologischer Forschung; sie/er nimmt an bestehenden Lehr-, Forschungs- und  Kulturgüterschutzprojekten des DEI in Israel, in den palästinen- sischen Gebieten und/oder Jordanien teil und/oder initiiert im Einvernehmen mit dem DEI neue Drittmittelprojekte im Forschungsbereich des DEI.

An der WWU wird eine aktive Mitarbeit in der Evangelisch-Theologischen  Fakultät, an Projekten im Rahmen des „Centrums für Geschichte  und Kultur des östlichen Mittelmeerraums“ (GKM), mit dem Verbund der Archäologischen Fächer (Archäologie Diagonal) und in weiteren interdisziplinären Forschungsverbünden der Universität erwartet.

NEWS: März 2022

Vier GKM-Mitglieder mit neuen Projekten im Exzellenzcluster

Gleich mehrere Forschungsvorhaben im Ideenwettbewerb erfolgreich
© exc

Der Exzellenzcluster "Religion und Politik" hat sein Forschungsprogramm um neue Projekte erweitert. Vier Professorinnen und Professoren des GKM wurden im Rahmen eines Ideenwettbewerbs zur Einrichtung neuer Forschungsprojekte aufgenommen.

Die Projekte und Forschenden im Einzelnen:

Der Alttestamentler Prof. Dr. Christophe Nihan befasst sich mit Entstehung und Transformationen der Reinheitskonzepte im Judentum der persischen und hellenistischen Zeit im antiken Mittelmeerraum.

Unter dem Titel Kosmokratie und Pantokratie im frühen Christentum (KoPaC) widmet sich die Neutestamentlerin Prof. Dr. Eve-Marie Becker den Wurzeln, Funktionen und Wirkungen frühchristlicher Herrschaftsinszenierung.

Die Koptologin Prof. Dr. Gesa Schenke erforscht unter dem Titel "Abraham im Alltag" die gelebte und tradierte Religiosität in der koptischen Überlieferung des Testaments Abrahams nach Originalkodizes des 4. und 10. Jahrhunderts.

Die Arabistin Prof. Dr. Syrinx von Hees beschäftigt sich mit politischen Dimensionen eines kontroversen literarisch-religiösen Diskurses um die Transformationen der Burda im 13.-15. Jahrhundert.

NEWS: Februar 2022

CfP: Bridges in Antiquity

Internationaler Workshop für Nachwuchswissenschaftler:innen vom 29. bis 30.07.2022
© MSAC

Vom 29. bis 30. Juli 2022 wird im Rahmen der Münster School of Ancient Cultures (MSAC) der Workshop "Bridges in Antiquity" stattfinden. Diese Veranstaltung richtet sich an junge Forscher:innen, die ihre Arbeiten in den Altertumswissenschaften verorten und sich mit Brücken oder anderen Übergängen über natürliche Hindernisse beschäftigen. Es werden englische Vorträge von max. 20 Minuten erwartet. Der CfP ist inzwischen abgeschlossen. In den nächsten Wochen wird das Programm zusammengestellt, das dann zu Beginn des Sommersemesters an dieser Stelle eingestellt wird. 

NEWS: Januar 2022

Graben im Gestern – die Erforschung der antiken Stadt Doliche

Ein Podcast mit Prof. Dr. Engelbert Winter
© WWU - Sophie Pieper

Seit 25 Jahren erforscht Prof. Dr. Engelbert Winter mit seinem Team die antike Stadt Doliche im Südosten der Türkei nahe der syrischen Grenze. Die Ausgrabung der Forschungsstelle Asia Minor zählt zu den am längsten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekten.  „Die Lage der Stadt ist ein Glücksfall für die archäologische Forschung. Der Stadthügel wurde im 12. Jahrhundert verlassen und seitdem nicht mehr bebaut. Die meisten anderen Städte im antiken Teil Syriens kommen für Grabungen nicht mehr in Frage, weil sie entweder nachträglich bebaut wurden oder durch den syrischen Bürgerkrieg zerstört wurden,“ berichtet der Altertumswissenschaftler. Im Podcast berichtet Engelbert Winter von den Anfängen des Projekts und der Entwicklung bis heute. Dabei geht es beispielsweise um den Alltag während der mehrwöchigen Feldforschungen, um die Frage, wie moderne Technik die archäologische Forschung verändert hat und um die Zusammenarbeit mit den türkischen Ortskräften und der Regierung.

NEWS: Dezember 2021

Altorientalist Nikita Artemov mit Dissertationspreis der WWU ausgezeichnet

Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (unten rechts) und Prorektorin Prof. Dr. Maike Tietjens (unten links) gratulierten den 12 Preisträgern via Zoom.
© WWU

Die Universität Münster zeichnete jetzt die 12 besten Doktorarbeiten mit dem jährlich vergebenen Dissertationspreis aus. Darunter ist mit dem Altorientalisten Nikita Artemov ein Mitglied aus dem GKM. Seine Arbeit trägt den Titel "Ṭupšar lā šanān: Intertextuelle und motivgeschichtliche Studien zum Prolog des Chicago-Prismas Sanheribs unter besonderer Berücksichtigung der Königstitulatur" und wurde am Institut für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie unter der Betreuung von Prof. Dr. Hans Neumann geschrieben. "Sie als heute prämierte Autorinnen und Autoren ragen unter all den talentierten Wissenschaftlern besonders hervor. Deshalb dürfen Sie sehr stolz auf Ihre Leistung sein – wir sind es auch“, betonte Rektor Johannes Wessels bei einer Online-Feierstunde.

Wir gratulieren Herrn Artemov herzlich zu diesem Erfolg!

NEWS: November 2021

Ausgrabungsexpedition im Nordost-Irak

Erste Eindrücke und Ergebnisse
Ausgrabung in den Zagrosbergen: das internationale und interdisziplinäre Grabungsteam vor der Ausgrabungsfläche. Im Hintergrund der Hügel Qalat-i Dinka.
© Rohde_Peshdar Plain Project

Ein Team unter der Leitung von Prof. Dr. Janoscha Kreppner vom Institut für Altorientalistik und Vorder- asiatische Archäologie der WWU Münster hat in der vorlesungsfreien Zeit bis Oktober ein neues von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Forschungsprojekt mit einer Ausgrabung im Nord- ost Irak begonnen. Auch Studierende gehörten zum Team und konnten praktische Erfahrungen in der archäologischen Feldforschung sammeln.

In der Peshdar-Ebene der Zagrosberge in der irakischen Autonomen Region Kurdistan an der Grenze zum Iran wird eine 60 Hektar große eisenzeitliche Siedlung untersucht, der "Dinka Siedlungskomplex". Die Ebene wurde im 9. Jh. v. Chr. als Bestandteil einer neu geschaffenen Grenzmark zum Schutz vor Gefahren aus dem Osten in das assyrische Reich integriert. Die neuen Ausgrabungen werfen Licht auf die bislang kaum bekannten Lebenswelten und die materielle Kultur der indigenen lokalen Gesellschaft der Zagros- berge vor der assyrischen Annexion. Ziel der Ausgrabung war eines von drei Gebäuden, die sich in ihrer Größe von den gewöhnlichen Wohnhäusern deutlich absetzen und daher zentral waren für die Unterstadt.

Die Expedition zeigte, dass in der archäologisch schlecht erforschten irakisch-iranischen Grenzregion wichtige Erkenntnisse über die indigene Kultur an der Schnittstelle zwischen den mesopota- mischen Kulturen der Assyrer und Babylonier im Irak auf der einen und den medischen und achämeni- dischen Kulturen im Iran auf der anderen Seite gewonnen werden können. Eine Publikation ist in Vorbereitung.

NEWS: November 2021

Aquädukt der Römer in Armenien entdeckt

Ein Zeugnis für den gescheiterten Imperialismus des Römischen Reiches?
Der Grabungsschnitt zeigt einen Pfeiler des unfertigen Aquädukts.
© WWU

Archäologinnen und Archäologen der Universität Münster und der Nationalen Akademie der Wissen- schaften der Republik Armenien haben bei Ausgrabungen in der hellenistischen Königsstadt Artaxata des antiken Armenien offensichtich die Überreste des östlichsten Bogenaquädukts des Römischen Reiches gefunden. Eine Auswertung der bereits im Jahr 2019 freigelegten Funde ist jetzt in der Fachzeitschrift „Archäologischer Anzeiger” erschienen.

Die Publikation macht deutlich, dass die monumentalen Fundamente Teil einer unvollendeten Aquädukt- brücke sind, die zwischen 114 und 117 n. Chr. von der römischen Armee gebaut wurde. Damals sollte Artaxata die Hauptstadt einer römischen Provinz in Armenien werden. Das Bauwerk blieb jedoch unfertig, da nach dem Tod Trajans 117 n. Chr. dessen Nachfolger Hadrian die Provinz Armenia noch vor der Fertig- stellung des Aquädukts aufgab. Prof. Dr. Achim Lichtenberger und Dr. Torben Schreiber vom Institut für Klassische und Christliche Archäologie der WWU stellen die These auf, dass der Fund ein Zeugnis für den gescheiterten Imperalismus des Römischen Reiches ist. 

NEWS: November 2021

Mumie kehrt zurück ins Archäologische Museum

Exponat aus dem Alten Ägypten ist ab dem 9. November wieder in Münster zu sehen
Ägyptischer Sarkophag-Deckel im Archäologischen Museum der WWU
© WWU_Dilka

Die "Münster-Mumie", die auch schon im Tatort mitgespielt hat, ist von ihrer langen Japan-Reise nun wieder nach Münster zurückgekehrt.

Das Museum hatte die Mumie bereits 1978 vom Karl-Ziegler-Gymnasium in Mülheim an der Ruhr als Dauerleihgabe erhalten. Wegen ihres schlechten Zustands schlummerte sie vor ihrem ersten Auftritt in Münster zunächst fast 40 Jahre im Depot. Für etwa zwei Jahre war sie nun mit einer Wanderausstellung in sechs japanischen Städten unterwegs. Ab dem 9. November ist der reich verzierte altägyptische Holzsarg aus der Zeit um 950-890 vor Christus mit der Mumie eines jungen Mannes (ca. 750-580 vor Christus) wieder im Fürstenberghaus zu sehen – als Teil der Dauerausstellung in einer eigens angefertigten Vitrine. Das Museum am Domplatz 20-22 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, jeden zweiten Freitag im Monat bis 24 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Eine neue Broschüre „Ägyptische Mumien zwischen Rhein und Ems – Souvenir und Sensation“ von Prof. Dr. Angelika Lohwasser und Lena Rauße vom Institut für Ägyptologie und Koptologie der WWU ist gleichzeitig in der Schriftenreihe des Museums erschienen. Die Publikation bietet Einblicke in die aktuelle Forschung und dokumentiert, aus welchen Gründen sich Menschen aller Zeiten für Mumien interessiert haben.

NEWS: Oktober 2021

Prof. Dr. Sänger Forschungsprofessor am Käte Hamburger Kolleg "Einheit und Vielfalt im Recht"

© WWU_Sänger

Der Papyrologe und Althistoriker Prof. Dr. Patrick Sänger hat zum 1. Oktober die Forschungs- professur des Käte Hamburger Kollegs „Einheit und Vielfalt im Recht“ übernommen.

Das Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ (EViR) an der Universität Münster wird seit 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Fellows aus aller Welt erforschen hier gemeinsam mit Münsteraner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das dynamische Spannungsverhältnis zwischen Einheit und Vielfalt im Recht von der Antike bis zur Gegenwart. Damit wird erstmals eine systematische Untersuchung des Phänomens in seiner gesamten historischen Tiefe und über Fächergrenzen hinweg angestrebt

NEWS: Oktober 2021

Prof. Dr. Michael Grünbart als Fellow 2022/23 an das Historische Kolleg München berufen

© WWU_Grünbart

Das Kuratorium des Historischen Kollegs München hat vier neue Fellowships für das Kollegjahr 2022/2023  vergeben.

Darunter ist Prof. Dr. Michael Grünbart vom Institut für Byzantinistik und Neogräzistik an der Universität Münster. Er wird ab Oktober 2022 zum Thema „Unter einem guten Stern? Vorzeichen und Politik am byzantinischen Kaiserhof" an dem Kolleg arbeiten.

Seit 1980 bietet das Historische Kolleg exzellenten Wissenschaftlern den Freiraum, ein Jahr lang zu forschen, zu denken und zu schreiben, um ein großes Werk zum Abschluss zu bringen.

Aktuelles

Archäologie-Team findet monumentalen, kaiserzeitlichen Tempel in Doliche (Ost-Türkei)

© WWU-Forschungsstelle Asia Minor

Archäologinnen und Archäologen der Forschungsstelle Asia Minor (Universität Münster) haben bei ihren diesjährigen Ausgrabungen in der antiken Stadt Doliche im Südosten der Türkei ein bislang unbekanntes Heiligtum aus römischer Zeit entdeckt. Das Team um die Altertumswissenschaftler und GKM-Mitglieder Prof. Dr. Engelbert Winter und Prof. Dr. Michael Blömer legte Teile eines Tempels frei, der sich durch seine Größe und ungewöhnliche Form auszeichnet. Für die Kenntnis der Entwicklung antiker Tempelarchitektur im Nahen Osten ist dieser Fund von großer Bedeutung. Die Erforschung des Tempels steht nach Angaben der Wissenschaftler erst am Anfang. Nach ersten Einschätzungen zeichnet sich ab, dass er sich durch seine eigenwillige Gestaltung des Innenraums mit großer Apsis von landläufig bekannten Tempelbauten des östlichen Mittelmeerraums unterscheidet. Parallelen finden sich beispielsweise in Palmyra und im südlichen Syrien. Diese Entdeckung unterstreicht wieder einmal, dass Doliche ein Ort ist, an dem die religiösen Entwicklungen des antiken Nahen Osten besonders gut archäologisch untersucht werden können. 

Kurzfilm

3D-SCANNING im Archäologischen Museum

© WWU

Im Archäologischen Museum der Universität Münster werden mit Hilfe eines 3D-Scanners virtuelle Kopien erstellt. Die eingescannten Objekte können von Expert:innen auf der ganzen Welt genutzt werden. Dier ersten Gefäße, Münzen, Abgüsse und Steinfragmente wurden schon erfasst. Sie können nun digital beliebig gedreht sowie von allen Seiten betrachtet werden und geben so weit mehr Informationen als die Originale. Einen Einblick in das neu einigerichtete 3D-Labor des Archäologischen Museums gibt ein Image-Film der WWU.
Das 3D-Labor befindet sich im Erdgeschoss des Archäologischen Museums. Interessierte Besucher können durch eine Glasscheibe den Studierenden bei der Arbeit zuschauen.
Viel Spaß beim Anschauen des Films ... oder kommen Sie doch einfach einmal persönlich im 3D-Labor am Domplatz vorbei.

FELDFORSCHUNG 2021: Bericht über die archäologischen Sommerkampagnen

ARTAXATA (Hauptstadt des antiken Königreichs Armenien) - Blick von Hügel XIII auf den Ararat
© WWU

Die Archäologinnen und Archäologen der Universität Münster haben ihre Feldforschungen im Sommer vorangebracht. In der vorlesungsfreien Zeit wurden die Grabungen in Armenien, Bulgarien, Israel, im Irak und in der Türkei fortgesetzt. Auch Studierende konnten nun wieder mitfahren. Und der von der WWU neu angeschaffte 3D-Scanner war ebenfalls mit im Gepäck.

 

Wir berichten über die Grabungskampagne und die Erwartungen der Forschenden:

 

Link zur Sommerreportage

NEWS: August 2021

Studierende machen antike Räume mit VR-Brillen erlebbar

© WWU_Kreppner

3D-Technologie hat für die Archäologie in den letzten Jahren stark an Popularität zugenommen. Um unsere Studierenden an diese Entwicklung heranzuführen, wurde bereits im Wintersemester 2020/21 auf Initiative von Professor Kreppner die Lehrveranstaltung "Modellierung von virtuellen Rekonstruktionen in der Archäologie" gestartet. Zunächst wurden Theorien und Methoden der wissenschaftlichen archäologischen Rekonstruktion vermittelt. Dann führte Sebastian Hageneuer von der Universität Köln in die Nutzung der Modellierungssoftware Cinema 4D ein. Der zweite Teil des Seminars fand in Form von Gruppenprojekten statt, bei denen die Teilnehmer:innen eigene Ideen etnwickelten und umsetzten. Anfang August wurden die Ergebnisse nun erlebbar. Im Senatssaal der Universität tauchten die Studierenden mit VR-Brillen in die von ihnen virtuell rekonstruierten Objekte und Räume ein. Sie waren begeistert davon, Altertum auf diese Weise zu erleben.

NEWS: Juni 2021

Umweltbelastung schon in der Antike

Archäologische Funde aus der antiken Stadt Gerasa belegen Schwermetalle im Boden
© © Danish-German Jerash Northwest Quarter Project

Umweltverschmutzung ist aktuellen Forschungen zu Folge kein Phänomen der Moderne. Schon in der Antike litten Menschen beispielsweise unter Bleivergiftungen. Die Römer nutzten das Schwermetall in großem Stil als Material für Wasserrohre und mitunter sogar zum Süßen von Wein. Archäologen und Geologen der Universitäten Münster, Aarhus, St. Andrews und Stirling haben nun entdeckt, dass sich im Umfeld mittelgroßer antiker Städte über Jahrhunderte hinweg bereits viele kleine Mengen des Schadstoffs im Boden angesammelt haben. Zwar geschah die Umweltzerstörung noch nicht im gleichen globalen Maßstab wie heute, verseuchter Boden und belastetes Trinkwasser machten jedoch auch schon damals krank.

Seit 2011 forscht ein deutsch-dänisches Team des „Jerash Northwest Quarter Project“ unter der Leitung von Achim Lichtenberger aus Münster und Prof. Dr. Rubina Raja aus Aarhus in der antiken Stadt Gerasa auf dem Gebiet des heutigen Jordanien. Immer wieder wunderten sich die Forscher über die Belastung des Bodens mit Schwermetallen, denn Bleirohre wurden in Gerasa nur sehr selten entdeckt, ebenso wenig gab es dort Metallindustrie oder Bergbau. Neu bei der archäologischen Erforschung ist, dass handwerkliche und alltägliche Aktivitäten in den Blick genommen wurden, also kleinste Verursacher. Prof. Dr. Achim Lichtenberger vom Institut für Klassische Archäologie bringt es auf einen Nenner: "Das Prinzip Kleinvieh macht auch Mist, galt schon damals."  Eine Studie zeigt nun, dass alltägliche Aktivitäten wie die Herstellung und Nutzung von Metallgegenständen für die hohen Schwermetall-Belastungen verantwortlich waren. Nicht einzelne Großproduzenten haben diese Umweltverschmutzung verursacht, sondern zahlreiche Kleinaktivitäten, die auf eine hohe Bevölkerungsdichte und Urbanisierung zurückzuführen sind.

„Die Kontaminationspfade spiegeln eine langfristige menschengemachte Umweltverschmutzung auf lokaler und regionaler Ebene seit der Römerzeit wider“, unterstreichen die Autoren der Studie, die im Juni in der internationalen Online-Fachzeitschrift der Public Library of Science „PLOS ONE“ veröffentlich wurde. Sie fordern, dass die alltägliche städtische Nutzung und Wiederverwendung von Schwermetallquellen künftig bei historischen Untersuchungen mitberücksichtigt werden.

© WWU_Lianne Hecht
THEMA: Kleine Fächer

Kleine Fächer - Große Potenziale

Die globale Welt wandelt sich schnell und ständig. Die hohe Dynamik ist eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung sind nur drei der gesellschaftlichen Probleme, für die es Lösungen braucht. Einen Beitrag dazu leisten die "Kleinen Fächer" in den Geisteswissenschaften.
In der Sonderausstellung "WeltWeit Unverzichtbar. Kleine Fächer für große Themen" zeigte das Archäologische Museum der Universität Münster von Januar bis März 2020 , wie sich globale Phänomene besser verstehen lassen. Inzwischen ist diese Sonderausstellung zu einer digitalen Ausstellung geworden, die kontinuierlich erweitert wird.  

2021 laden HRK und BMBF zu einer digitalen Themenwoche Kleine Fächer ein, die vom 8. bis zum 11. März stattfinden wird. Sie hat zum Ziel, die Situation der Kleinen Fächer und ihre Entwicklungsperspektiven im deutschen und europäischen Wissenschaftssystem mit einer breiten Fachöffentlichkeit zu diskutieren.

© WWU
THEMA: Digitalisierung an der Universität Münster

Digitalisierung in den altertumswissenschaftlichen Fächern

Dokumentations- und Analysekitts, Multimediareportagen und online-Lernplattformen: Digital Humanities ist für die Altertumswissenschaften ein hochdynamisches Forschungsfeld, das die Erkenntnisinteressen der Geistes- und Kulturwissenschaften mit den datenverarbeitenden Verfahren der Informatik verbindet.
Digitale Arbeitsweisen, Methoden und Techniken können wissenschaftliche Arbeiten erheblich ver- einfachen und beschleunigen. Dadurch sind ganz neue Fragestellungen möglich.  Digitale Technologien spielen gerade in den Archäologien eine stetig wachsende Rolle, die in den Projekten der Universität Münster zum Einsatz kommen.
Die Digitalisierung von Texten, die Erarbeitung komplexer digitaler Editionen und die Herstellung maschinell analysierbarer Korpora sind eine Grundlage zukunftweisender Forschungen in den Text- wissenschaften. Die digitale Technologie unterstützt Prozesse, die zuvor in mühsamer Handarbeit durchgeführt werden mussten. Bei der Präsentation und Publikation des Materials bietet die Digita- lisierung neue Möglichkeiten, die insbesondere auch der Öffentlichkeit Forschungsergebnisse besser zugänglich machen.
Diese Entwicklungen in der altertumswissenschaftlichen Forschung und Lehre an der WWU zielen darauf ab, dass die Studierenden ein Verständnis für Digitalität erwerben, das sie handlungsfähig macht in Bezug auf neue Technologien und die damit verbundenen Veränderungen in den geisteswissen- schaftlichen Disziplinen.

© DEIAHL2020
THEMA: Biblische Archäologie

Ausgrabungen auf dem Zionsberg

Die Grabungen unseres Kooperationspartners, das Deutsche Evangelische Institut für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes (DEI), auf dem Zionsberg haben das Ziel, den seit über einem Jahrhundert diskutierten Fragen nach dem Verlauf der eisenzeitlichen Stadtmauern Jerusalems nachzugehen. Die bisherigen Kampagenen zeigen: Unsere Vorstellungen vom alttestamentlichen Jerusalem des 8. Jh. v. Chr. müssen deutlich verändert werden - die Stadt war offenkundig kleiner als bisher gedacht.
Die alttestamentliche Stadt des 8. Jh. v. Chr. unter dem König Hiskia war ummauert. Sie war größer als die heutige Davidstadt, die bereits im 18. Jh. v. Chr. angelegt wurde (Kanaanäer) und im 10. Jh. von David erobert wurde. Die Stadt des 8. Jh. v. Chr., die König Sanherib belagerte, muss die assyrischen Flüchtlinge aus dem israelischen Norden mit eingeschlossen haben – war also deutlich größer als die Davidstadt. In den bisherigen Rekonstruktionen wurde die Stadt des 8. Jh. unter Einschluss des gesamten Zionsberges recht weitläufig, um nicht zu sagen ‚riesig‘ rekonstruiert. Von dieser Idee muss man sicher Abstand nehmen und sich mit kleineren Lösungen anfreunden. In den kommenden Jahren wird dies archäologisch nachzuweisen sein …, das wird aber einige Zeit dauern. Wir stehen mit dieser Frage wieder am Anfang!

arkuBiD - Archäologisch-kunsthistorische Bilddatenbank

Lizenz steht GKM-Mitgliedern zur Verfügung