














Die strategische Lage Zyperns führte schon seit vorhistorischen Zeiten dazu, dass die Mittelmeerinsel zu einem Schmelztiegel der Kulturen wurde. Vom Festland kamen nicht nur Griechen, Perser, Römer, Türken, sondern auch Pflanzen. Eine von ihnen ist der auf Zypern weitverbreitete Jasmin, der am 28. April im Mittelpunkt einer Performance der zyprischen Künstler*innen Eleni Mouzourou und Natis steht. Die Zierpflanze ist verankert in lokalen und entstehenden zypriotischen Gemeinschaften und dient als Ausgangspunkt für Geschichten von Hybridität und Veränderung. Die Lecture Performance „Distillation Conversations_yasemin“ findet um 18 Uhr im Archäologischen Museum in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wegen des begrenzten Platzangebots bis zum 24. April unter zypern@uni-muenster.de notwendig.

2021 erhielt das Archäologische Museum 570 römerzeitliche Münzen aus dem Besitz der Stadt Gelsenkirchen als Dauerleihgabe. Die Münzen gehörten einst zum Bestand des Heimatmuseums in Buer (inzwischen eingemeindet und ein Stadtteil von Gelsenkirchen), später des Städtischen Museums Gelsenkirchen. Anhand der Inventarliste konnte Münzkuratorin Dr. Katharina Martin nun nachweisen, dass acht der Münzen Teil eines Hortes waren, der 1924 auf dem Gelände von Haus Berge in Buer gefunden wurde. Der Verbleib dieser Münzen war bisher ungeklärt. Über das Digitale Münzkabinett können die Münzen, die aus der Zeit von Konstantin dem Großen stammen, auf hochauflösenden Fotos bis ins Detail betrachtet werden.

In der aktuellen Ausgabe der Universitätszeitung schildert der sudanesische Archäologe Prof. Mohamed Albdri Sliman Bashir die Zerstörungen, die der Krieg, der seit 2023 in seinem Heimatland wütet, auch unter den archäologischen Schätzen des afrikanischen Landes hervorgerufen hat. Der Professor der University of Khartoum ist derzeit auf Einladung von Prof. Angelika Lohwasser, Direktorin des Instituts für Ägyptologie und Koptologie, in Münster.
An der dortigen Forschungsstelle Alter Sudan forscht er zur Archäologie des Sudan. Bashir ist Spezialist für Siedlungsmuster und die antike Urbanisierung im Königreich Kusch (etwa 1000 vor bis 350 nach Christus). In seiner aktuellen Forschung verbindet er traditionelle archäologische Analysen mit molekularen Ansätzen, etwa DNA- und Isotopenuntersuchungen, und Interviews mit lokalen Gemeinschaften, um so ein umfassendes Verständnis der Vergangenheit und Gegenwart der Region zu erlangen.