Fremdheit in der Antike

© FOR Xenokratie

Im Rahmen der "Diversity-Woche" der Universität findet am 18. Mai im Archäologischen Museum  um 18 Uhr ein Gespräch mit Prof. Sabine Huy (Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie) und Prof. Dr. Patrick Sänger (Seminar für Alte Geschichte) zum Thema "Fremdheit in der Antike" statt. Die Studierendenmoderation übernehmen Ann-Kathrin Wolfsheimer und David Westerkamp. Kooperationspartner ist die DFG-Forschungsgruppe "Xenokratie vor Ort", die sich mit dem Phänomen fremder Herrschaft in der Vormoderne beschäftigt.

Forscher, Sammler, Exilgelehrter

Der 1867 geborene deutsche Archäologe Otto Rubensohn ist bekannt durch seine Erforschung der Heiligtümer von Apollo und Asklepios auf der Insel Paros und durch seine zahlreichen Papyrusfunde als Leiter des 1902 gegründeten deutschen Papyrus-Kartells. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er noch im Ruhrstand von den Nationalsozialisten isoliert, schikaniert und unter anderem aus dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) ausgeschlossen – ein Schicksal, das er mit seinem Kollegen Prof. Karl Lehmann-Hartleben, einem münsterschen Archäologen, teilte. Zu dessen Ehren veranstalten das Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie sowie das Archäologische Museum am 20. Mai um 18 Uhr im Hörsaal F4 des Fürstenberghauses die "Karl-Lehmann-Hartleben-Vorlesung", in dessen Rahmen das Leben Otto Rubensohns und seine wissenschaftlichen Verdienste genauer beleuchtet werden sollen.

| Thema des Monats
Thema des Monats

Kolossale Kuppel

© Archäologisches Museum/Yannick Oberhaus

Über 1.700 Jahre war das Pantheon in Rom der größte Kuppelbau der Welt. Erst in der Renaissance wurde der Tempel auf dem Marsfeld in Rom übertroffen. Die imposante Architektur und die Weihung an alle Götter, Kaiser eingeschlossen, machen das Pantheon einzigartig. Im Mai kann das Archäologische Museum erstmals ein detailliertes Modell eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Antike zeigen. Das Modell kann zu den üblichen Öffnungszeiten von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Wer sich genauer für Geschichte  und Architektur des Gebäudes interessiert, ist herzlich zu den Vorträgen zum "Thema des Monats" am 17. und 31. Mai von Tim Landsmann um 14.15 Uhr eingeladen.