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Thema des Monats NovemberAlex500

Foto: J. Derichs

„Sie hatten gelernt, dass selbst echte Makedonen, wenn sie siegen wollen, Alexanders Glück benötigen“ – Gescheiterte „imitatio Alexandri“ am Beispiel der kommagenischen Herrscherfamilie

Auf den ersten Blick erscheint die Erforschung der Berufung auf Alexander den Großen seitens antiker Machthaber als ein ausgetretener Pfad der Klassischen Altertumswissenschaften. Im Mittelpunkt des Interesses standen hierbei die Diadochen, die unmittelbaren Nachfolger des makedonischen Königs, sowie die römischen Generäle und Kaiser. Richtet man den Blick jedoch auf die sogenannten Klientelkönige im Osten des Römischen Reiches, welche als lokale Herrscher innerhalb des faktischen Hoheitsgebietes Roms agierten, muss deren Vernachlässigung in der Diskussion kritisiert werden.

Im Vortrag werden Texte zur Kommagene, einem hellenistischen Königreich am Westufer des Euphrats, das bis ca. 72/3 n. Chr. unabhängig zwischen den Einflussbereichen der Römer und Parther bestand, analysiert. Diese sind besonders interessant, da in ihnen „Zeitzeugen“ eine gescheiterte „imitatio Alexandri“, im weitesten Sinne die sogenannte Berufung auf Alexander den Großen, seitens der lokalen Herrscher darstellen. Für diese ungewöhnliche Wahl der Darstellung werden Gründe und Erklärungen gesucht. Das Vorgehen des Vortragenden soll schließlich nicht nur zeigen, in welchem Maße auch scheinbar objektive Berichte geprägt und kritisch zu hinterfragen sind, sondern auch neue Perspektiven zur Geschichte der Frühen Kaiserzeit eröffnen.

Die Sonntagsvorträge des Studenten Jonas Derichs im Fach European Master in Classical Cultures finden jeweils an den Sonntagen 17. und 24. November um 14:15 Uhr im F33 des Fürstenberghauses (Domplatz 20–22) statt.
Bitte beachten Sie: Der Vortragsraum F33 ist über den linken Seiteneingang zugänglich.

Rückgabe eines Marmorkopfes nach Fondi / Italien

Kopf500 1Einen ausführlichen Bericht zur Rückgabe des Kopfes nach Fondi in Italien finden Sie auf der Homepage der Universität: https://www.uni-muenster.de/news/view.php?cmdid=10319

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Das Team des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität trauert um

Prof. Dr. Tono Eitel,

der im Alter von 84 Jahren am 25. Juni 2017 in Münster verstarb.

Im Januar 2004 sind wir gern der Einladung Prof. Dr. Tono Eitels gefolgt und haben in seinen Privaträumen seine umfangreiche Sammlung in Augenschein genommen. Bei dieser Zusammenkunft, die durch eine sehr freundliche Atmosphäre geprägt war, erwies sich nicht nur seine profunde Kennerschaft hinsichtlich seiner Antiken aus dem griechisch-römischen Kulturkreis, sondern auch derer des Vorderen Orients. Als wir dann auch noch in die Studierstube gebeten wurden, um die Stempel- und Rollsiegelsammlung zu begutachten, ergab sich sofort der Wunsch, eng miteinander zusammenzuarbeiten. So wurde im Jahre 2008 zwischen WWU und Prof. Eitel ein Vertrag geschlossen, der vorsah, die Siegelsammlung zu bearbeiten und nach und nach in die Bestände des Museums zu überführen. Durch die Generosität des Rektorates konnte eine spezielle Präsentationswand im Museum installiert und eine Publikation der Sammlung initiiert werden. Wir sind dankbar, dass Tono Eitel die Publikation der Monographie seiner Sammlung, die in diesem Jahr erschien, noch erleben durfte.

Das Team des Archäologischen Museums trauert um einen großen Förderer des Museums.

Im Namen des Archäologischen Museums der WWU

Der Direktor                         
Prof. Dr. Achim Lichtenberger 

Der Kustos
Dr. H.-Helge Nieswandt

Der ehem. Direktor
Prof. Dr. Dieter Salzmann

neuer museumsdirektor


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