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Thema des Monats September 2018
Führung durch die Sonderausstellung „Eirene/Pax. Frieden in der Antike“

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Das Archäologische Museum der WWU Münster zeigt im Rahmen der Münsteraner Kooperationsausstellung „Frieden. Von der Antike bis Heute“ die Teilausstellung „Eirene/Pax. Frieden in der Antike“ Exponate aus der Zeit vom 8. Jh. v. Chr. bis ins 3. Jh. n. Chr.  Schwerpunkt der Ausstellung ist die Bedeutung des Friedens in der griechischen und römischen Antike. Zu sehen sein wird auch der älteste erhaltene Friedensvertrag der Welt zwischen dem Hethiter-Reich und Ägypten (1259 v. Chr.).
Annäherungen an Friedensschlüsse in Griechenland bieten beispielsweise hochrangige bemalte Gefäße sowie ein Urkundenrelief aus Athen, auf dem die Stadtgöttinnen von Athen und Samos einen Bündnisschluss besiegeln. Die berühmte Statue der Friedensgöttin Eirene, die wohl 375 v. Chr. auf dem Staatsmarkt von Athen aufgestellt wurde, steht als prächtige Skulptur für neue Wege zum Frieden nach dem verheerenden Peloponnesischen Krieg. In ihr nimmt der Friede Gestalt an.
Im Römischen Reich wird die Friedensgöttin Pax auf Münzen, Schmucksteinen und dem Friedensaltar des Kaisers Augustus (ara pacis) als Reichtum Gebende inszeniert. Altäre feiern auch in den Provinzen den von diesem Kaiser errungenen Frieden wie ein Exemplar aus Narbonne bezeugt. Das Friedensforum des Kaisers Vespasian (templum pacis) wird mit hochrangiger Kunst versehen: Hierfür steht die Statue des sterbenden Galliers.
Ein wichtiger Aspekt ist die Auseinandersetzung mit Symbolen und Gesten des Friedens aus dem gesamten griechisch-römischen Altertum: Den Sieg visualisieren die Göttin Victoria, verschiedene Siegesmale und Waffenhaufen. Festmahl, Kuss, Umarmung, Handschlag, Füllhorn, Zweig und Botenstab sind Symbole des Friedens – ebenso wie die Friedensstädte.

Durch die Sonderausstellung wird die Archäologiestudentin Saskia Erhardt, B.A. am Sonntag, den 02.09. um 14:15 Uhr im Archäologischen Museum der Universität (Domplatz 20–22) führen. Für die entstehen keine Kosten, lediglich der Eintritt ist zu entrichten.

Bitte beachten Sie, dass die Sonderausstellung nur noch bis zum 02.09.2018 läuft.

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Das Team des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität trauert um

Prof. Dr. Tono Eitel,

der im Alter von 84 Jahren am 25. Juni 2017 in Münster verstarb.

Im Januar 2004 sind wir gern der Einladung Prof. Dr. Tono Eitels gefolgt und haben in seinen Privaträumen seine umfangreiche Sammlung in Augenschein genommen. Bei dieser Zusammenkunft, die durch eine sehr freundliche Atmosphäre geprägt war, erwies sich nicht nur seine profunde Kennerschaft hinsichtlich seiner Antiken aus dem griechisch-römischen Kulturkreis, sondern auch derer des Vorderen Orients. Als wir dann auch noch in die Studierstube gebeten wurden, um die Stempel- und Rollsiegelsammlung zu begutachten, ergab sich sofort der Wunsch, eng miteinander zusammenzuarbeiten. So wurde im Jahre 2008 zwischen WWU und Prof. Eitel ein Vertrag geschlossen, der vorsah, die Siegelsammlung zu bearbeiten und nach und nach in die Bestände des Museums zu überführen. Durch die Generosität des Rektorates konnte eine spezielle Präsentationswand im Museum installiert und eine Publikation der Sammlung initiiert werden. Wir sind dankbar, dass Tono Eitel die Publikation der Monographie seiner Sammlung, die in diesem Jahr erschien, noch erleben durfte.

Das Team des Archäologischen Museums trauert um einen großen Förderer des Museums.

Im Namen des Archäologischen Museums der WWU

Der Direktor                         
Prof. Dr. Achim Lichtenberger 

Der Kustos
Dr. H.-Helge Nieswandt

Der ehem. Direktor
Prof. Dr. Dieter Salzmann

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neuer museumsdirektor

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Prof. Dr. Achim Lichtenberger (bisher Universität Bochum) zum Wintersemenster 2016 die Nachfolge von Prof. Dr. Dieter Salzmann als geschäftsführender Direktor des Archäologischen Museum der WWU angetreten hat sowie als neuberufener Professor in der Nachfolge Prof. Dr. Salzmanns am Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie tätig sein wird.

MÜNZ-GESCHENK FÜR ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM

Victorinus


Rund 200 antike Münzen aus der Zeit von Kaiser Victorinus wurden dem Museum geschenkt, die der Privatsammler H.-J. Pfeiffer aus Kaarst (Niederrhein) im Laufe von über 40 Jahren zusammengetragen hat.

Victorinus (M. Piavvonius Victorinus) stammte vermutlich aus einer vornehmen gallischen Familie aus Trier und war zwischen Herbst 269 und Frühjahr 271 n. Chr. Kaiser des sog. Gallischen Sonderreiches, das sich von Rom abgespalten hatte und Nieder- und Obergermanien, Rätien, Gallien, Hispanien sowie Britannien umfasste. Seine Residenzstadt war die Colonia Claudia Ara Agrippinensium, das heutige Köln. In seiner kurzen Amtszeit ließ er Denare (Silbermünzen), jedoch häufiger Antoniniane (Doppeldenare aus Bronze mit Silberanteil) und Aurei (Goldmünzen) prägen.

Die dem Archäologischen Museum der Universität Münster von H.-J. Pfeiffer geschenkte Sammlung von Münzen des Victorinus umfasst vornehmlich Antoniniane, doch auch einige seltene Denare. Eine weitere Besonderheit dieser Sammlung liegt darin, dass sie das gesamte von diesem Kaiser geprägte Themenspektrum abdeckt. Mit ihrer neuen Spezialsammlung Victorinus wird die Münzsammlung des Archäologischen Museums der Universität Münster einen nicht unbedeutenden Beitrag zur wissenschaftlichen Erforschung dieser Sonderemissionen leisten können, wie Prof. Dr. Dieter Salzmann (Leiter der Forschungsstelle Antike Numismatik) betont.

Die bisher unveröffentlichte Sammlung wird derzeit von Silke Hockmann, B.A. (Forschungsstelle Antike Numismatik / Archäologisches Museum der Universität Münster) bearbeitet und künftig in einer Datenbank online publiziert. Die Münsteraner Datenbank der antiken Münzen im Archäologischen Museum der Universität wurde in Kooperation mit dem Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin eingerichtet und ist seit kurzem unter folgendem Link einsehbar: <http://archaeologie.uni-muenster.de/ikmk-ms/>. Laufend werden weitere Münzen aus den Museumsbeständen der Öffentlichkeit digital zugänglich gemacht.

Abbildung: R. Dylka

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