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Frieden500

"Eirene / Pax - Frieden in der Antike"
(28. April bis 02. September 2018)



Das Archäologische Museum der WWU Münster zeigt im Rahmen der Münsteraner Kooperationsausstellung „Frieden. Von der Antike bis Heute“ die Teilausstellung „Eirene/Pax. Frieden in der Antike“ Exponate aus der Zeit vom 8. Jh. v. Chr. bis ins 3. Jh. n. Chr.  Schwerpunkt der Ausstellung ist die Bedeutung des Friedens in der griechischen und römischen Antike. Zu sehen sein wird auch der älteste erhaltene Friedensvertrag der Welt zwischen dem Hethiter-Reich und Ägypten (1259 v. Chr.).

Annäherungen an Friedensschlüsse in Griechenland bieten beispielsweise hochrangige bemalte Gefäße sowie ein Urkundenrelief aus Athen, auf dem die Stadtgöttinnen von Athen und Samos einen Bündnisschluss besiegeln. Die berühmte Statue der Friedensgöttin Eirene, die wohl 375 v. Chr. auf dem Staatsmarkt von Athen aufgestellt wurde, steht als prächtige Skulptur für neue Wege zum Frieden nach dem verheerenden Peloponnesischen Krieg. In ihr nimmt der Friede Gestalt an.

Im Römischen Reich wird die Friedensgöttin Pax auf Münzen, Schmucksteinen und dem Friedensaltar des Kaisers Augustus (ara pacis) als Reichtum Gebende inszeniert. Altäre feiern auch in den Provinzen den von diesem Kaiser errungenen Frieden wie ein Exemplar aus Narbonne bezeugt. Das Friedensforum des Kaisers Vespasian (templum pacis) wird mit hochrangiger Kunst versehen: Hierfür steht die Statue des sterbenden Galliers.

Ein wichtiger Aspekt ist die Auseinandersetzung mit Symbolen und Gesten des Friedens aus dem gesamten griechisch-römischen Altertum: Den Sieg visualisieren die Göttin Victoria, verschiedene Siegesmale und Waffenhaufen. Festmahl, Kuss, Umarmung, Handschlag, Füllhorn, Zweig und Botenstab sind Symbole des Friedens – ebenso wie die Friedensstädte.

Tod500

„Tod und Ewigkeit. Die Münster-Mumie im Fokus der Forschung“
(19. November 2016 bis 22. Januar 2017)

Besucherzahl: 3773

Im Jahre 1978 wurde dem Archäologischen Museum der WWU Münster ein altägyptischer Holzsarg mit einer Mumie als Dauerleihgabe des Konrad-Ziegler-Gymnasiums (Mühlheim/Ruhr) übergeben. Sowohl der Sarg als auch die Mumie konnten im letzten Jahr umfassend restauriert werden und stehen im Mittelpunkt dieser Sonderausstellung.

Die wissenschaftliche Erforschung dieser Mumie war Ausgangspunkt mit dem Umgang mit Verstorbenen in verschiedenen Kulturen und Zeiten – nicht zuletzt unserem Umgang mit der Präsentation von Mumien in Museen. In der Ausstellung werden die Ergebnisse dieses Dialogs zwischen Ägyptologen, Mumienforschern und Philosophen dargestellt und die Besucher eingeladen, sich ihren eigenen Zugang zu diesem spannenden und komplexen Thema zu erarbeiten.

Stadt500

Sonderausstellung "Fundsache Münster. Ausgraben – Vom Stadtrand bis zum Domplatz"
(03. September - 30. Oktober, verlängert bis 13. November 2016)

Besucherzahl: 3674

2001 wurde die Stadtarchäologie als Teil der städtischen Denkmalbehörde in Münster etabliert. Seitdem begleitet sie entsprechend des Denkmalschutzgesetzes von NRW Bauvorhaben in Münster und Umgebung. Bislang mehr als 230 durchgeführte Maßnahmen erbrachten wissenschaftlich interessante Funde und Befunde, die die Geschichte der Stadt von ihrer frühesten Besiedlung über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit dokumentieren.

Diese Ausstellung vermittelte exemplarisch den archäologischen Kenntnisstand zur Stadtgeschichte und gab einen Zwischenbericht über Arbeit und Ergebnisse der Stadtarchäologie der zurückliegenden 15 Jahre . Ausgesuchte Fundstücke repräsentierten die Fülle an historischen Hinterlassenschaften und gaben Einblick in das Alltagsleben sowie die Stadtentwicklung Münsters.

Zypernattachment500

Sonderausstellung „Zypern – drei Ausschnitte“ (17. Juni bis 21. August 2016)

Besucherzahl: 872

Vor 20 Jahren wurde an der WWU Münster das Institut für Interdisziplinäre Zypern-Studien gegründet. Dieses Jubiläum war Anlass für eine Ausstellung, die das Institut mit dem Archäologischen Museum konzipiert hat. Gezeigt wurden zum ersten Mal sämtliche antiken zyprischen Objekte aus den Beständen des Archäologischen Museums sowie einige Antiken aus dem Archäologischen Museum der Universität Gießen und Exponate anderer Leihgeber wie der zyprischen Botschaft in Berlin. Großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien der Bank of Cyprus Cultural Foundation bildeten den zweiten Teil der Ausstellung. Städte, Landschaften und Menschen Zyperns an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren auf ihnen zu sehen: Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Objekte der Künstlerin Angela B. Clement aus Remscheid, die sämtlich um das Thema Kupfer kreisen, bildeten den dritten Teil der Ausstellung. Ihre Auseinandersetzung mit diesem Metall ist ein bewusster Bezug zu Zypern, dessen Name Κύπρος (dt. Zypern) übersetzt Kupfer heißt.

Attachment500

“Plastik³ – Skulpturen aus der Maschine. 3D-Druck in der Archäologie. Die Rekonstruktion der Skulpturen der Grotte von Sperlonga” (4.12.2015 bis 13.2.2016)

Besucherzahl: 1314

Mit der Grotte von der Sperlonga hat sich ein ungewöhnlicher antiker Präsentationsraum mit seiner Ausstattung erhalten. Ziel der kleinen Studioausstellung war es, die Wirkung antiker Bildwerke in dem für sie geschaffenen Raum zu erfahren. Denn bisher wurden Rekonstruktionen anhand von Zeichnungen und Fotomontagen erstellt. Hier bot sich nun die Gelegenheit, mittels neuartiger Vermessungsmethoden und einem 3-D-Ausdruck von Grotte und Skulturenausstattung einen realistischeren Eindruck der Größenverhältnisse zu erhalten.

Diese Ausstellung zeigte den Mehrwert, den der Einsatz moderner Technologien für die Archäologie mit sich bringt. Das Beispiel der sog. Grotta di Tiberio und ihrer Skulpturen macht deutlich, welche Möglichkeiten durch die Digitalisierung von Artefakten entstehen und welche neuen Erkenntnisse auf dieser Grundlage gewonnen werden können.

Holo500c

Sonderausstellung "LICHTgestalten - Hologramme bringen Licht in das Dunkel der Vergangenheit" (05. September bis 29. November 2015, verlängert bis zum 29.11.2015)

Besucherzahl: 2842

Hell leuchtet die Marmorbüste der Göttin Isis auf, dreidimensional erfahrbar und zum Greifen nah. Der zweite Blick verrät jedoch: nicht das Original selbst steht dem Betrachter gegenüber, sondern lediglich eine unscheinbare ‚Glasplatte‘, auf der ein wirklichkeitsgetreues, holographisches Abbild der fast 2000 Jahre alten Statuette erscheint.
Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Internationalen Jahres des Lichts 2015 zeigte das Archäologische Museum der WWU Münster eine Auswahl an Hologrammen, auf denen antike Artefakte dokumentiert sind und kombiniert diese z. T. mit Originalen.
Archäologische Ausgrabungen haben zur Folge, dass Erzeugnisse menschlichen Schaffens der Vergangenheit dem Erdboden entnommen und somit der Gefahr der Zerstörung ausgesetzt werden. Reproduktionen, etwa in Form von Zeichnungen oder Fotografien, schenken dem Objekt eine Art "zweites Leben" und machen es zudem Forschern weltweit zugänglich. Der Nachbildung von antiken Artefakten im Licht des technologischen Fortschritts widmete sich die Sonderausstellung, die durch Leihgaben von Münsteraner Altertumsforschern und Hologrammen der Sammlung Gert von Ballys ergänzt wurde.

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Sonderausstellung "Vasen Bilder Welten" (11. April 2015 - 12. Juli 2015)

Besucherzahl: 1242

Insgesamt 115 bemalte Tongefäße der Sammlung Dr. Dietmar Jordan wurden in dieser Sonderausstellung präsentiert – 61 davon erstmalig in der Öffentlichkeit. Es waren zumeist Vasen aus dem griechischen Kulturraum und einige wenige aus dessen Nachbargebieten, die einen Zeitraum von fünf Jahrhunderten (8. – 3. Jh. v. Chr.) entstammen. Die Ausstellung war in vier Bereiche gegliedert: Der erste Teil bot einen Überblick über die Vasenmalerei in der griechischen Antike, in dem sämtliche in der Privatsammlung vertretenen Epochen und Landschaften gezeigt wurden. Es schloss sich analog dazu eine Gruppe von sieben äußerst erlesenen Gefäßen mit besonders qualitätvoll gestalteten Vasenbildern an. Der Hauptteil zeigte einen Einblick in die Bilderwelten: Diese 18 Vitrinen waren thematisch strukturiert (z.B. Tierbilder, Sport, Krieg, Dionysisches Treiben) und gipfelten in den Darstellungen des Herakles, des Sammlers Lieblingshelden. Den Abschluss bildeten einige Gefäße, die die Sammlungsgeschichte dokumentierten.

Gold Und Blei Flyer500

Sonderausstellung „Gold und Blei - Norm und Wert im byzantinischen Alltag“ (16. Januar - 15. März 2015)

Besucherzahl: 979

Die Ausstellung „Gold und Blei – Norm und Wert im byzantinischen Alltag“, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Instituts für Byzantinistik und Neogräzistik an der WWU Münster organisiert wurde, machte anhand ausgewählter Objekte sichtbar, auf welchen Ordnungen und Werten der byzantinische Alltag basierte und wie Vorschriften und Bestimmungen diesen beeinflussten und lenkten. Auf dem Marktplatz wurden geeichte Gewichte und unverfälschtes Geld verwendet, um den geregelten und kontrollierten Austausch von Waren zu sichern. Bleisiegel und Metallstempel garantierten die Unversehrtheit von Sendungen, während byzantinische Goldmünzen als Leitwährung bis ins Hochmittelalter einem festgesetzten Standard folgten und kaiserliche Macht reflektierten.

Das religiöse Leben erfuhr eine neue Ausrichtung in der Spätantike: Mit der Duldung des Christentums durch Kaiser Konstantin I. (306–337) wurde das Kreuz zum christlichen Zeichen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Viele Gegenstände, die im täglichen Leben in Gebrauch waren, zeugten von der raschen Ausbreitung des neuen Glaubens. Aus den Beständen des Archäologischen Museums der Universität sowie aus Privatsammlungen wurden neben Goldmünzen und Bleisiegeln solche alltäglichen und liturgischen Objekte (Lampen, Pilgerampullen, Prozessionskreuze und Reliquiarkreuze) präsentiert.

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Sonderausstellung UNESCO-Flüchtlingshilfe „Trotzdem – ich lebe“ (17. - 30. Dezember 2014)

Besucherzahl: 343

Vom 17.12. – 30.12.2014 zeigte das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die Ausstellung „Trotz dem – ich lebe“ in Kooperation mit der UNO-Flüchtlingshilfe. Die Ausstellung zeigte eindrucksvolle Bilder, die den Betrachter an den Emotionen von Flüchtlingen teilhaben ließen. Entstanden sind die Werke im Rahmen der Kunsttherapie des Evangelischen Zentrums für Beratung und Therapie „Haus am Weißen Stein“ in Frankfurt a. M. Alle Spenden, die während der Ausstellung und online gesammelt wurden, kamen der Nothilfe Syrien der UNO-Flüchtlingshilfe zu Gute.
Schmerz, Angst, Verzweiflung, aber auch Mut, Hoffnung und Lebenswille spiegelten sich in den 21 Kunstwerken, die die Flüchtlingsfrauen gemeinsam mit Kunsttherapeutin Barbara Wilz kreiert haben. Jeder von uns kennt diese Empfindungen, doch glücklicherweise haben die meisten von uns sie noch nicht in einer solchen Intensität erfahren müssen.
2014 waren mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf der Flucht. Damit war und ist Syrien laut UNHCR Statistik weltweit das Land mit den zweithöchsten Flüchtlingszahlen und der höchsten Anzahl an Menschen, die innerhalb ihres eigenen Landes fliehen mussten. Ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Die stetigen Flüchtlingsströme wirken sich vor allem auf die angrenzenden Staaten aus, da sie bereits über ihre Kapazitäten Flüchtlinge aufnehmen. "Wir tun alles, was wir können", betont UN-Flüchtlingskommissar António Guterres. Doch gerade im Winter wurde allgemein eine Zuspitzung der Versorgungslage in den Flüchtlingslagern erwartet.
Das Archäologische Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität möchte Sie darum einladen sich auf die Gefühlswelt von Flüchtlingen einzulassen und mit Ihren Spenden Menschen in einer solchen Notlage zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Nothilfe Syrien finden Sie auf der Homepage der UNO-Flüchtlingshilfe (www.uno-fluechtlingshilfe.de).
Onlinespenden unter: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/aktiv-werden/eigene-spendenaktion.html?hptitle=arch-museum-fuer-syrien


Doerner500

Zwischen Hellespont und Nemrud Dağ - 80 Jahre Münsteraner Forschung in der Türkei (27. Juni bis 31. August 2014, verlängert bis zum 12. Oktober 2014)

Besucherzahl: 4816

Die Ausstellung „Zwischen Hellespont und Nemrud Dağ“ im Archäologischen Museum der Uni Münster (WWU) präsentierte vom 27. Juni bis 12. Oktober 80 Jahre Münsteraner Forschung in der Türkei. Sie blickt zurück auf Großprojekte der WWU in der südosttürkischen Region Kommagene, in der Altertumswissenschaftler aus Münster im Verlauf des 20. Jahrhunderts zahlreiche Funde machten. Die Ausstellung stellte den Herrscherkult um König Antiochos I. im 1. Jahrhundert vor Christus in der Südosttürkei in den Mittelpunkt.

Ein besonderer Blick galt der Präsentation der Arbeit des 1992 verstorbenen Münsteraner Altertumswissenschaftlers Prof. Dr. Friedrich-Karl Dörner. Zugleich beschäftigt sich die Ausstellung mit dem für den Exzellenzcluster wesentlichen Wechselspiel zwischen Religion und Politik, etwa mit dem von Antiochos I. begründeten Herrscherkult, der die Vergöttlichung der königlichen Familie als zentrales Element beinhaltete.

Die Ausstellung präsentierte vielfältige Exponate, darunter den Gipsabguss einer prähistorischen Kalksteinfigur aus dem 8. Jahrtausend v. Chr., die bei Kilisik gefunden wurde und eines der frühesten Exemplare einer jungsteinzeitlichen Kulturstufe darstellt. Zu sehen waren auch ein Modell des Grabheiligtums von Antiochos I. auf dem Nemrud Dağ, das den Herrscher inmitten der Götter seines Pantheons zeigt, sowie Münzen der Stadt Alexandreia Troas aus dem 3. Jahrhundert nach Christus, deren Bilder von der Entstehung des Heiligtums des Apollon Smintheus und der Stadtgründung erzählen.

Zu den Ausstellungsstücken gehörten auch Funde aus dem antiken Heiligtum des Gottes Iuppiter Dolichenus in der Südosttürkei. Weitere Exponate stammen aus dem laufenden Münsteraner Projekt in Patara sowie aus weiter zurückreichenden Aktivitäten, etwa aus Pergamon, Alexandria Troas und Lysimacheia. Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster steuerte Fundmünzen von der Spätklassik bis in die hochmittelalterliche Zeit bei.

Burganov500

Alexander Burganov - Antike Traumbilder (31. August - 01. Dezember 2013)

Besucherzahl: 6673

Als Prof. Alexander Burganov aus Moskau im Jahr 2012 mit dem Wunsch an uns herantrat, von ihm geschaffene  Skulpturen und Graphiken in einen Dialog mit den antiken Originalen im Archäologischen Museum der Universität Münster treten zu lassen, haben wir diese Idee gerne aufgenommen. Insbesondere sein Ansatzpunkt, der sich im Titel „Antike Traumbilder“ repräsentiert findet, seine Interpretationen antiker Bildthemen mit den bisweilen über zweitausend Jahren alten Originalen korrespondieren zu lassen, hat uns überzeugt.

Griechen und Römer selbst hatten eine viel engere Beziehung als die heutigen Menschen zu Traumbildern. Man sah in ihnen die Äußerung der Götter, die über diesen Weg den Menschen ihre Ratschläge weitergeben wollten. Widerspiegelung für diese Sichtweise waren zwei Erzählungen über Apollon und Prometheus, die diese beiden als „erste Erfinder“ der Träume darstellten. Auffällig ist, dass die jeweilige Verschlüsselung der Botschaft durch die Götter deshalb vorgenommen wurde, damit die Deutungsnotwendigkeit der Traumbilder das gesamte komplizierte System der Kommunikation zwischen  Göttern und Menschen absicherte.

Mit über 6600 Besuchern war die Ausstellung bisher die mit Abstand erfolgreichste!

Klotzkopf500

Wadd ist Vater. Südarabien im Altertum: Antike Objekte und aktuelle Forschung (14. Juni - 11. August 2013)

Besucherzahl: 759

Südarabien war in der Antike eine außerordentlich geschätzte Landschaft. Das ungefähr der heutigen Republik Jemen entsprechende Gebiet wurde im Altertum Arabia Felix, d. h. das Glückliche Arabien, genannt. Berühmtheit erlangte die Region durch das reichhaltige Angebot an Räucherwerk. So brachte die in der Bibel überlieferte Königin von Saba anlässlich eines Besuches bei König Salomon die begehrten Aromen Myrrhe und Weihrauch mit nach Jerusalem.

„Wadd ist Vater“ lautet die Inschrift auf einem steinernen Amulett, welches zu dem Teil der Ausstellung gehört, der einen repräsentativen Überblick über die Kleinkunst des antiken Südarabien bietet. Diese Originalobjekte sind mit einer wissenschaftlichen Dokumentation der Universität Heidelberg kombiniert, in welcher aktuelle Forschungen zu Himjar, einem beinahe vergessenen Reich des 2. bis 6. Jh. n. Chr. vorgestellt werden.

Frankenberg500

Donald von Frankenberg „Antike Körper Formen“ (1. September - 19. November 2012)

Donald von Frankenberg entschloss sich 1993, nach Jahren der Tätigkeit als Arzt, Graphik und Malerei in Kiel zu studieren und arbeitet seit 1996 als freischaffender Künstler. 2001 wurde er mit dem Wilhelm-Höpfner-Preis der Winckelmann-Gesellschaft für die Graphik-Zyklen "Antike Körper Formen" und "Laokoon" ausgezeichnet.

Von Frankenberg bedient sich vornehmlich der graphischen Techniken wie des Linolschnitts oder der Radierung; aber auch Aquarelle und rundplastische Werke zählen zu seinem Oeuvre. Als sein Metier kann man allerdings die Arbeit mit Kaltnadel auf Zink ansehen, da er mit dem Stichel diesem spröden Material seine persönliche Handschrift eingräbt.

Antike Skulpturen sind Gegenstand seiner schöpferischen Tätigkeit: Er präpariert Körperformen heraus, setzt sie gestisch um oder löst sie auf. Die zentralen Bildwerke – Venus von Milo, Kauernde Aphrodite, Doryphoros, Kouros von Tenea, Laokoongruppe und Proserpina – stehen für die verschiedenen Epochen der Antike.
Da von Frankenberg die wesentlichen Elemente dieser Plastiken durch sein wissenschaftlich analytisches Vorgehen deutlich macht, kann er durch jeweils neue Auseinandersetzungen seine eigenen Sichtweisen klar heraussezieren. Entsprechend seiner ehemals beruflichen Tätigkeit als Radiologe versucht er das nicht Augenfällige bzw. Unsichtbare sichtbar zu machen.

Wasserglas500


„Das Land der Griechen mit der Seele suchen“. Dieter Blase Ι Photographien (2. September - 31. Oktober 2011)


Die Ausstellung zur Rezeption Griechenlands in den letzten 150 Jahren verbindet Landschaften und Orte der Antike mit einer zeitgenössischen Sicht auf Tourismus und Urbanisierung. Gemälde von Carl Rottmann sind Photographien von Dieter Blase gegenüber gestellt.

Der junge Künstler Carl Rottmann (1779-1850) erlebt Griechenland auf seiner Reise mit seinem Begleiter, dem Architekten Ludwig Lange, auf der einen Seite als eine natürliche Schönheit mit großer Kraft, aber auf der anderen Seite auch als ein Land, das durch den Befreiungskrieg Wunden empfangen hat, die er als „gräulich schön“ schildert. In seinen Gemälden stellt er das „neue Griechenland“ vor allem als Bühne der Geschichte dar, die den Urkräften der Natur ausgesetzt ist und ohne Publikum auskommen muss. Die Bilder des Landschaftsmalers Rottmann zeigen die großen Naturkräfte und Relikte der Kultur¬leistungen des antiken Griechenlands, die von der einstigen Größe des Landes zeugen. Seine Gemälde entstanden als Auftragsarbeiten für den philhellenischen Bayernkönig Ludwig I.

Entsprechend dem Ort dieser Ausstellung, dem Archäologischen Museum der Universität, sind die archäologisch bedeutendsten Stätten in Griechenland ausgewählt. Die Werkgruppe von Dieter Blase umfasst Color- und SW-Photographien zu allen 23 Rottmann-Gemälden und einer Vielzahl von Aquarellstudien. Seine Werkgruppe steht darüber hinaus im Dialog mit den frühen Photographen-Kollegen des 19. Jh. wie auch der Griechenland-Rezeption in den 1930er Jahren. Als Schlusspunkt wird ein großes Banner die Verschmelzung je einer Arbeit der beiden Landschaftsabbildner zeigen: In ein Gemälde von Carl Rottmann, das den Blick auf den Tempel des Zeus Olmpieus in Athen mit Akropolis im Hintergrund zeigt, ist als Collage ein Photo von Dieter Blase eingearbeitet, das aus derselben Perspektive aufgenommen ist.

Schaufensterpuppe

Stin Vitrina. Athener Schaufensterpuppen fotografiert von Ingrid Keller (27. Mai - 24. Juli 2011)

Schaufensterpuppen sind in jedem Stadtbild allgegenwärtig - erstaunlich selten werden sie wahrgenommen. Gerade Athener Schaufensterpuppen sind in ihrer Schönheit und stilistischen Vielfalt faszinierend: vom banalen Stereotyp bis zu fast umheimlicher Lebensechtheit, vom minimal Abstrakten bis zur amüsanten Karikatur ist alles in unzähligen Varianten vorhanden. Keineswegs nur "Kleiderträger", spiegeln sie auch wandelnde Schönheitsideale wider und sind somit stumm-starre, aber gleichzeitig beredte Zeitzeugen.

Ingrid Keller (Jahrgang 1943) wuchs in Kiel auf und absolvierte dort ihre Fotografenlehre. Seitdem lebt sie im Ausland (Schweiz, Irland, Türkei, Frankreich, USA, Griechenland), wo sie u. a. als Fotografin und Zeichnerin auf archäologischen Ausgrabungen gearbeitet hat. Seit 1997 lebt und arbeitet sie in Athen. Ihre Fotos von Athener Schaufensterpuppen wurden seit 2000 in Athen, Patras, Thessaloniki, Stockholm, Berlin und Bonn in Einzelausstellungen gezeigt.

Gruppefaiyum500

Im Schatten der Macht. Porträts der weiblichen Mitglieder des römischen Kaiserhauses (13. Dezember 2010 - 13. Februar 2011)

Besucherzahl: 595

Einmal habe jemand Livia, die Frau des Kaisers Augustus, gefragt, wie sie einen so großen Einfluss auf ihren Mann haben könne. Die Kaiserin soll darauf geantwortet haben: 1. Habe sie selbst auf ein einwandfreies Benehmen geachtet, 2. gerne alle seine Wünsche erfüllt, sich 3. nicht in seine Angelegenheiten gemischt und 4. habe sie so getan, als würde sie von all seinen Liebesgeschichten nichts mitbekommen. Diese Anekdote erzählt uns der römische Historiker Cassius Dio im 1. Jh. n. Chr.
Wenn die Rede vom „Römischen Kaiserreich“ ist, dann denken die meisten Menschen an den Kaiser als Mann im Zentrum der Macht – Welchen Einfluss aber hatten die weiblichen Persönlichkeiten des Kaiserhauses? Wäre das Römische Kaiserreich dasselbe gewesen, wenn es die Einflussnahmen der Ehefrauen und Mütter nicht gegeben hätte? Diesen Fragen geht die Sonderausstellung „Im Schatten der Macht“ nach, die von ArchäologInnen der Uni Erlangen konzipiert wurde und dort bereits sehr erfolgreich präsentiert worden ist. Nun ist sie vom 13.12. 2010 bis zum 13.02. 2011 im Archäologischen Museum der WWU zu sehen.

Kulttisch500

Zypern in der Antike – Schmelztiegel der Kulturen (4. September 2010)

Besucherzahl: 1739

Anlässlich der "Langen Nacht der Museen und Galerien" war eine Ausstellung über Kulturkontakte des antiken Zypern zu sehen.

Bielefeldverschw _runglesetour

Event: Die Bielefeld Verschwörung

Am 27. August 2010 machte die Lesetour von einem Roman von Dr. Thomas Walden auch im Archäologischen Museum Station.


Besucherzahl: 22
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Holzuschebti

Mumien - Münster - Mordgeschichten. Tatort Altägypten (11. Mai - 4. Juli 2010)

Besucherzahl: ca. 900

Jaguarmaske Homepage Version

Gejagt - gezähmt - geopfert - Tierdarstellungen aus Lateinamerika. (23. Februar - 28. März 2010)

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Vom Lokalkult zur Reichsreligion. Die Stele von Doliche. (26. Februar - 30. April 2010).

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