„Religion und Politik“

Exzellenzcluster an der Universität Münster

Der Exzellenzcluster „Religion und Politik“, der 2007 eingerichtet wurde, untersucht noch bis 2027 das komplexe Verhältnis von Religion und Politik quer durch die Epochen und Kulturen. Im Zentrum des Interesses der rund 150 Forschenden aus 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen stehen Europa und der Mittelmeerraum sowie deren Verflechtungen mit Vorderasien, Afrika, Nord- und Lateinamerika. Der Forschungsverbund ist der bundesweit größte dieser Art und unter den Exzellenzclustern in Deutschland der einzige zum Thema Religion. Seit seiner Gründung bearbeitet der Exzellenzcluster eine Vielzahl an historischen und gegenwartsbezogenen Themen von aktueller Relevanz. weiterlesen

© exc/Vasylyna Vrublevska/Annette-von-Droste-zu-Huelshoff-Stiftung

Ukrainische Autorin Sofia Andruchowytsch liest am Exzellenzcluster

Sofia Andruchowytsch liest am 20. Oktober bei der zweiten Annette von Droste-Hülshoff-Lesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“. „Andruchowytsch gehört zu den bedeutendsten Stimmen der ukrainischen Gegenwartsliteratur. Mit ihrem Werk zeigt sie, wie wichtig, aber auch, wie trügerisch Erinnerung sein kann – und wie Literatur auf ihre ganz eigene Weise die komplexen Verbindungen von Geschichte, Identität und Macht verdeutlichen kann“, sagt die Slavistin Prof. Dr. Irina Wutsdorff vom Exzellenzcluster. Andruchowytsch liest aus ihrem Romanepos „Amadoka“ (2020). Weiterlesen

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© EXC/Richard Sliwka

Video zum Vortrag „Wie klar ist die Bibel?“

Der Historiker Volker Leppin von der Yale University hat am Exzellenzcluster über die Illusion der Eindeutigkeit der Bibel und die daraus entstandenen reformatorischen Konflikte im 16. Jahrhundert gesprochen. In seinem Abendvortrag „Wie klar ist die Bibel? Autorität und Argument im reformatorischen Streit um die Wahrheit“ diskutierte er das Spannungsfeld zwischen dem Anspruch auf unfehlbare Autorität und der Notwendigkeit der Interpretation der Bibel. Leppin analysiert die Reformation in seinem Vortrag als eine „Geschichte des Beharrens auf einem Anspruch“, der sich in der Praxis von Anfang an nicht vollständig durchhalten ließ. Weiterlesen

Alfred Bodenheimer
© exc

Video zum Vortrag von Alfred Bodenheimer

Alfred Bodenheimer, Hans-Blumenberg-Professor 2026 am Exzellenzcluster „Religion und Politik“, hat in Münster über die Rechtfertigung heutigen jüdischen Handelns durch historische und zum Teil biblische Ereignisse oder Verhaltensmodelle gesprochen. Der Leiter des Zentrums für Jüdische Studien an der Universität Basel ging in seinem Vortrag mit dem Titel „Vorwärts in die Vergangenheit. Jüdische Selbstdefinitionen der Gegenwart im Klammergriff historischer Analogien“ der Frage nach, wie historische, zum Teil biblische Ereignisse und Verhaltensmodelle jüdische Selbstverortungen und gegenwärtiges Handeln prägen. Weiterlesen