„Religion und Politik“ – Exzellenzcluster an der WWU Münster

Am Exzellenzcluster „Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und der Moderne“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster forschen rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern und rund 14 Nationen. Sie beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Religion und Politik quer durch die Epochen und Kulturen. Es ist der bundesweit größte Forschungsverbund dieser Art und der einzige Exzellenzcluster in Deutschland zum Thema Religion. weiterlesen

Aus Westfalen in die Südsee

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© ULB Münster

Die neue Ausstellung „Aus Westfalen in die Südsee“ im Stadtmuseum Münster zeigt ab Samstag erstmals die katholische Missionsgeschichte in Ozeanien während der deutschen Kolonialzeit am Beispiel westfälischer Orden. Die Historikerin Prof. Dr. Silke Hensel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der WWU und die Museumsdirektorin Dr. Barbara Rommé haben die Ausstellung gemeinsam entworfen.

„Westfälischer Frieden hatte auch Schattenseiten“

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© Reinhold Eckstein, Universität Marburg/Milette Raats, Universität Utrecht

Der Westfälische Frieden von 1648 hat Historikern zufolge auch Schattenseiten gehabt. Die Wissenschaftler erörtern auf dem Historikertag in Münster globalgeschichtliche Dimensionen wie etwa eine intensive Phase der Kolonialisierung infolge des Friedens in Europa und greifen die Debatte auf, ob die Verhandlungen von Münster und Osnabrück als Vorbild für heutige Friedensprozesse im Nahen Osten dienen können.

„Katholiken damals, Muslime heute“

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© Bundesarchiv/ wikipedia

Auf dem 52. Deutschen Historikertag stellen Historiker das Konzept der religiösen „Parallelgesellschaft“ auf den Prüfstand. Das Podium des Exzellenzclusters "Religion und Politik" und des Centrums für Religion und Moderne unternimmt den historischen Vergleich „Katholiken damals – Muslime heute“.

„Zeitgenössische arabische Literatur probiert viele neue Formate aus“

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© UEAI

Die zeitgenössische arabische Literatur probiert Arabisten zufolge zunehmend neue Formate wie autofiktionale Internet-Blogs, Graphic Novels und Science Fiction aus. „Die neuen Gattungen und ihre Autorinnen und Autoren werden im Westen bisher kaum wahrgenommen und veröffentlicht“, sagt die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Winckler vom Institut für Arabistik und Islamwissenschaft.

Wenn staatliche Kriegsführung zu Staatsterrorismus wird – ein Video der Reihe „Frieden“

Der Philosoph Prof. Dr. Michael Quante warnt vor einem Abdriften staatlicher Kriegsführung in „Staatsterrorismus“. „Angesichts moderner Waffensysteme brauchen wir eine gesellschaftliche Debatte darüber, welche Möglichkeiten der Kriegsführung für Staaten ethisch und rechtlich vertretbar sind. Staatliche Kriegsführung lässt sich längst nicht mehr immer von terroristischen Akten unterscheiden, etwa in Afghanistan, im Jemen oder im Libanon“, so der Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Religion und Politik“. Er drängt auf Ehrlichkeit in der Wortwahl, wenn es um Krieg und Frieden geht: Mit Blick auf deutsche Waffenexporte, Debatten über die Höhe der deutschen Verteidigungsausgaben und internationale Einmischungen in Konflikte wie in Syrien, Jemen oder Afghanistan „sollten wir nicht verharmlosend von ,Kriseneinsätzen‘, ‚bewaffneten Konflikten‘ oder gar ,humanitären Interventionen‘ sprechen, sondern von Krieg“. (sca/vvm)

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© Zentrum für Wissenschaftskommunikation, Presseamt Münster, LWL/Stephan Kube

Forschungstransfer