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Herzlich willkommen beim
Netzwerk Archäologie Diagonal

Archäologie Diagonal  ist ein 2011 gegründetes Netzwerk archäologischer Wissenschaften an der WWU Münster, welches im gegenseitigen Austausch an der Rekonstruktion vergangener Lebenswelten von Nordeuropa bis in die Sahara, von der iberischen Halbinsel bis Südasien in einem Zeitraum von der Sesshaftwerdung des Menschen bis ins Mittelalter arbeitet. In dem Netzwerk sind alle archäologischen Disziplinen sowie Forschungseinrichtungen verbunden, sodass ein intensiver Austausch von beispielsweise neusten Techniken und verschiedenen Forschungsansätzen möglich wird. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die an der Universität Münster beteiligten Institutionen, Personen und Projekte, sowie Informationen für Studieninteressierte.

Veranstaltungstipps

Nächstes Netzwerktreffen "Archäologie Diagonal"

Zeit: Montag, 14. Oktober 2019, 18:15 Uhr

Ort: RS 2 (Hofhörsaal), Rosenstraße 9; Raumänderung möglich


GIORGOS KAVVADIAS (Athen) "The Lost Cup of Spyros Louis"

Vortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 18 Uhr c.t.
Ort: F 4 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


MIRIAM MÜLLER (Leiden) "Identität und Macht - das ägyptische Ostdelta in der Zweiten Zwischenzeit"

Öffentlicher Vortrag des Instituts für Ägyptologie und Koptologie

Zeit: Donnerstag, 24. Oktober, 18 Uhr
Ort: RS 428, Dachgeschoss in der Rosenstraße 9


WERNER TIETZ (Köln) "Eine Sklavenwirtschaft? Ländliche Arbeitskräfte im Imperium Romanum"

Vortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18 Uhr c.t.
Ort: F 4 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


BRENDAN BURKE (Athen/Victoria) "Uncovering Ancient Eleon in Boeotia: New Discoveries from the Bronze Age through the Classical Periods"

Vortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch, 06. November 2019, 18 Uhr c.t.
Ort: F 4 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


SEBASTIAN WATTA (Erlangen) "Die Bodenmosaiken der frühen Kirchen des Nahen Ostens: Raumheiligkeit, Weltkonzept und die Notwendigkeiten des Lebens"

Vortrag im Rahmen des altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch, 13. November 2019, 18 Uhr c.t.
Ort: F 4 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22

09 I 2019
Aktuelle Meldungen

"Kleiner Fächer-Wochen" im kommenden Wintersemester an der Universität Münster

Ein Gastbeitrag von Kilian Kirchgeßner
Ausgrabung
© WWU_GKM

Die Kleinen Fächer an der Universität in Münster schaffen es, durch Gemeinschaftsprojekte viel Aufmerksamkeit zu bündeln – und vor allem große Diskurse zu bereichern. Bei den Kleine Fächer-Wochen, gefördert von der Hochschulrektorenkonferenz, sollen diese Erfahrungen jetzt besonders herausgearbeitet werden. Ein Gastbeitrag von Kilian Kirchgeßner (HRK) im Interview mit der Ägyptologin Prof. Anglika Lohwasser und dem Archäologen Prof. Achim Lichtenberg.

Informationen und Meldungen zum HRK-Projekt: Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen

08 I 2019

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Grabungsprojekt in Doliche (Osttürkei) weiter

Förderung von knapp 800.000 Euro für die Forschungsstelle Asia Minor an der WWU
Doliche Basilika
© Forschungsstelle Asia Minor

Großer Erfolg für die Forschungsstelle Asia Minor der WWU: Die DFG fördert das Grabungsprojekt in der antiken Stadt Doliche mit knapp 800.000 Euro für weitere drei Jahre. Seit mehr als 20 Jahren untersuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die kulturellen Hinterlassenschaften der antiken Stadt Doliche in der Südosttürkei. Unter der Federführung von Prof. Dr. Engelbert Winter erforschen die Wissenschaftler wichtige Grundlagen zum Aufbau und zur Entwicklung der antiken Stadt.
Die Grabungen, an denen über 60 Wissenschaftler und Studierende aus Deutschland, der Türkei, Dänemark, Italien und den Niederlanden teilnehmen, konzentrieren sich aktuell auf die Untersuchung einer monumentalen Badeanlage aus römischer Zeit im Zentrum der antiken Stadt. Daneben erforschen sie eine dreischiffige Basilika, die in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts nach Christus errichtet wurde. Die Kirche zeichnet sich durch ihre Größe und eine prächtige Ausstattung mit Mosaiken aus.
Homepage des Grabungsprojektes

06 I 2019

WeltWeitUnverzichtbar: "Kleine Fächer-Wochen" an der Universität Münster in Vorbereitung

HRK und BMBF fördern die Projektidee der WWU
Sarkophagdeckel
© R. Dylka

Im Rahmen der sogenannten Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen – eine gemeinsame Initiative von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung – hat die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Federführung von Prof. Angelika Lohwasser und Prof. Achim Lichtenberger einen Projektantrag mit dem Titel „WeltWeit.Unverzichtbar“ erfolgreich eingereicht. Das Projekt wird im Wintersemester 2019/20 mit 50.000 Euro gefördert und umfasst eine Ausstellung mit einem umfangreichen Begleitprogramm.
Zum Projekt
Das Projekt „WeltWeit.Unverzichtbar“ wurde von Vertreterinnen und Vertreter von knapp 20 geistes- und kulturwissenschaftlich orientierten Kleinen Fächern an der WWU erarbeitet, von denen ein Großteil dem Netzwerk "Archäologie Diagonal" angehört. Das Projekt umfasst eine Ausstellung im Archäologischen Museum der Universität, das gegen Ende des Jahres nach einem Umbau wiedereröffnet werden wird. Die Ausstellung startet Anfang Januar und wird acht Wochen lang zu sehen sein.
Dabei wird es vor allem um die Themen Kommunikation – Migration – Nachhaltigkeit gehen. Anschauliche Beiträge bereiten diese Schlagworte publikumswirksam auf und werden mittels unterschiedlicher Medien visualisiert. Spezielle Schülerführungen und Informationsveranstaltungen sowie Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen werden die Ausstellung begleiten. Beispiele der Ausstellungsbeiträge sind unter anderem „der Übergang von Handschriften zum Druck in der jüdischen Buchkultur“ aus dem Fach Jüdische Studien, „chinesische Auslandsstudenten“ aus dem Fach Sinologie oder „Gestylt für das Jenseits“ aus dem Fach Ägyptologie.
Zum Hintergrund
Die geistes- und kulturwissenschaftlichen Kleinen Fächer der WWU blicken auf eine lange Tradition des interdisziplinären Arbeitens zurück, sei es in den großen Forschungsverbünden wie etwa im Sonderforschungsbereich „Kulturen des Entscheidens“ oder in kleineren Kooperationsprojekten wie zum Beispiel „Die Mumie im Archäologischen Museum der WWU“. Auch in der Lehre sind die kleinen Fächer sehr relevant - Beispiele dafür sind der interdisziplinäre Bachelor-Studiengang „Archäologie-Geschichte-Landschaft“ und der interdisziplinäre Master-Studiengang „Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)“.

05 I 2019
Ausschreibung

3. Numismatische Autumn School in Münster (9. bis 12. Oktober 2019)

Bewerbung bis zum 30. Juni 2019

Vom 9. bis zum 12. Oktober 2019 findet die 3. Numismatische Autumn School in Münster statt. Sie wendet sich an BA- und MA-Studierende aller Fächer. Ziel des 4-tägigen Kurses ist die Vermittlung von Grundlagen der Numismatik von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkten auf antiker, byzantinischer, europäischer und islamischer Numismatik. Dabei werden auch übergreifende Fragen gestellt wie etwa danach, was Geld volkswirtschaftlich ist, wie es hergestellt wurde, welche Funktionen es erfüllte und wie die Bilder und Texte auf Münzen kulturgeschichtlich zu interpretieren sind. Auch Fragen nach der Rolle von Münzen im Museum und Berufsperspektiven in der Numismatik sind Gegenstand der Autumn School.
Die Autumn School wird u.a. von Dozierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und den Numismatikern des LWL Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte sowie des Stadtmuseums Münster veranstaltet. Da überwiegend mit Originalen gearbeitet wird, ist die Teilnehmerzahl auf max. 20 Studierende begrenzt. Studierende erwerben ein Zertifikat und 5 Leistungspunkte bei erfolgreicher Absolvierung des Kurses.
Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse des Lateinischen.
Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum 30. Juni 2019 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Achim Lichtenberger, lichtenb@uni-muenster.de

Forschungs- und Lehrverbund "Numismatik in Münster"

04 I 2019
Neuerscheinungen 2019

RALF GLESER / DANIELA HOFMANN (Hg.): Contacts, Boundaries & Innovation in the Fifth Millenium

Gleser2019
© Sidestone Press

GLESER, Ralf / HOFMANN, Daniela (Hgg.):
Contacts, Boundaries & Innovation in the Fifth Millenium. Exploring developed Neolithic societies in central Europe and beyond,
Leiden: Sidestone Press 2019

The fifth millennium is characterized by far-flung contacts and a veritable flood of innovations. While its beginning is still strongly reminiscent of a broadly Linearbandkeramik way of life, at its end we find new, inter-regionally valid forms of symbolism, representation and ritual behaviour, changes in the settlement system, in architecture and in routine life. Yet, these inter-regional tendencies are paired with a profusion of increasingly small-scale archaeological cultures, many of them defined through pottery only. This tension between large-scale interaction and more local developments remains ill understood, largely because inter-regional comparisons are lacking.
Contributors in this volume provide up-to-date regional overviews of the main developments in the fifth millennium and discuss, amongst others, in how far ceramically-defined ‘cultures’ can be seen as spatially coherent social groups with their own way of life and worldview, and how processes of innovation can be understood.

11 I 2018
Online-Publikation des Netzwerks "Archäologie Diagonal"

"Zugänge zur Kontextualisierung bildlicher Darstellungen in den Altertumswissenschaften"

Onlinepub Kontextualisierung
© WWU_A/D

Vorrangiges Ziel von Archäologie Diagonal ist es, die Interdisziplinarität unter den beteiligten Fächern zu stärken. Im Zeichen dieser Bemühungen stand auch der 2013 abgehaltene Workshop und die nun hieraus resultierende Publikation, welche unterschiedliche in den Altertumswissenschaften vorhandene Ansätze zur (Re-)Kontextualisierng archäologischer Funde und Befunde thematisiert. So finden sich Beiträge aus der Ur- und Frühgeschichte (Valeska Becker und Kerstin Schierhold), der Vorderasiatischen Altertumskunde (Reinhard Dittmann), der Ägyptologie (Angelika Lohwasser), der Alten Geschichte (Klaus Zimmermann) und der Klassischen Archäologe (Katharina Martin und Torben Schreiber).

Permalink zur Publikation

11 I 2018
Neuigkeiten aus den Projekten

Archäologie-Projekt in Bet Sche'an bewilligt

Betshean1
© Wikipedia

Der Archäologe Achim Lichtenberger plant mit einem Kollegen der Universität Tel Aviv archäologische Grabungen und Untersuchungen nahe Bet Sche'an, eine der wichtigsten hellenistischen Stätten des 2. Jhs. v. Chr. Dafür werden von der "Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung" (GIF) insgesamt 235.000 Euro bereitgestellt, wovon ca. 80.000 Euro an die WWU-Archäologie gehen.

11 I 2018

Als die Syrer wie die Römer badeten

Doliche Fu _bodenheizung
© Peter Jülich

Altertumswissenschaftler des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ haben in ihrer Sommerkampagne in der Südosttürkei eine seltene Badeanlage aus der römischen Kaiserzeit und eine prächtige Basilika der christlichen Spätantike erschlossen. „Unsere Grabungen in der antiken Stadt Doliche zeigen, wie eine Stadt im damaligen Nordsyrien über Epochen und Religionen hinweg in Blüte stand“, sagt Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter.

05 I 2018

WWU-Archäologen forschen in Jordanien mit neuen Methoden

Laserscanning revolutioniert Kartierung
Gerasa
© Danish National Research Foundation

Das Verfahren "Airborne Laserscanning (ALS)", das ein Gelände präzise und berührungsfrei zur Kartierung erfasst und in einem 3-D-Modell darstellt, liefert Archäologen völlig neue Erkenntnisse zu antiken Stätten. Über den Einsatz der neuen "Fernerkundungsmethode" in der antiken Stadt Gerasa (Jordanien) berichten in der Fachzeitschrift PNAS der Münsteraner Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger und seine dänische Fachkollegin Prof. Dr. Rubina Raja von der Universität Aarhus. Das in der Archäologie Erfolg versprechende ALS-Verfahren ermöglicht vor allem neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion antiker Gegebenheiten in dicht besiedelten urbanen Räumen.

06 I 2018

WWU-Archäologen stellen Forschungsdaten aus dem Sudan online zur Verfügung

Geoinformationssystem ermöglicht Einblicke
Wadionline
© WWU_Forschungsstelle Sudan



Gräber, kleine Hütten oder in Steinen eingefasste Schlafplätze aus der Antike und dem Mittelalter: Das am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Lohwasser angesiedelte archäologische Projekt "Wadi Abu Dom Itinerary" stellt seine von 2009 bis 2016 bei einer Feldforschung im Sudan erhobenen Daten jetzt online zur Verfügung. Durch ein browserbasiertes Geoinformationssystem (WebGIS) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit die Befunde online einsehen.

Bericht

Q.UNI-Camp: "Wochenende der Archäologien"

Studierende vermitteln wissenschaftliche Methoden für Kinder und Jugendliche

Fotos

© WWU_GKM
  • © WWU_GKM
  • © WWU_GKM
  • © WWU_GKM
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  • © WWU_GKM
  • © WWU_GKM
  • © WWU_GKM

Das Q.UNI-Camp macht Wissenschaft für Kinder erlebbar: Zwei Wochenenden haben wir dort in diesem Sommer „Archäologie“ präsentiert.
In einer Mitmach-Ausgrabung konnten die kleinen und großen Besucher*innen Arbeitsschritte von Archäologen ausprobieren. Nicht nur beim eigentlichen Graben, auch durch das Ausfüllen von Fundzetteln, Kleben von Keramik, Zeichnen und Fotografieren als Dokumentationsmethoden bis zur chronologischen und typologischen Einordnung des Fundgutes gab es eine Menge zu erforschen.
Wie viel Technik auch zur Archäologie gehört, zeigten eine Einführung in das Vermessen an einer Totalstation sowie das Vorführen von Structure from Motion, einer neuen Methode der Funddokumentation.
Ein Stück Antike konnten diejenigen mitnehmen, die an den Bastelstationen Fibeln und Haarnadeln herstellten oder ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus oder in Keilschrift auf Tontafeln schrieben.

Die Archäologie verabschiedet sich für dieses Jahr von dem Camp, vermutlich wird die Archäologie beim Q.UNI-Camp 2020 wieder dabei sein.

Ein herzliches Dankeschön an alle Archäologie-Studierenden, die durch ihr Engagement diese Aktion möglich gemacht haben.


Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe jetzt online

Mit Band 13 der Publikation "Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe" schlagen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe nun auch den Weg über das Internet ein. So ist es möglich, dass die Beiträge nun unmittelbar nach Abschluss der Bearbeitung und damit deutlich vor dem Erscheinen der Druckfassung zugänglich sind.
Das Open-Access-Angebot ist unter folgendem Link zu finden:
Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe
Es sei aber darauf hingewiesen, dass alle Publikationen auch weiterhin als gedruckte Varianten erhältlich sind.

© WWU-Forschungsstelle Asia Minor

Mehr als 1.000 antike Siegelabdrücke entdeckt

Altertumswissenschaftler der WWU machen großen Fund an Siegelabdrücken in der Südosttürkei

Altertumswissenschaftler der Universität Münster haben in der Südosttürkei einen großen Fund an Siegelabdrücken gemacht. „Die einzigartige Artefaktgruppe aus mehr als 1.000 Stücken, die aus dem städtischen Archiv der antiken Stadt Doliche stammen, gibt viele Einblicke in die griechisch-römische Götterwelt – von Zeus über Hera bis zu Iuppiter Dolichenus, der von diesem Ort aus zu einem der wichtigsten römischen Gottheiten wurde“, erläutert Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor zum Ende der Grabungssaison. „Dass die Verwaltung hunderte Dokumente mit den Götterbildern besiegelte, zeigt, wie stark die religiösen Vorstellungen den Alltag prägten. Der Kult um Iuppiter Dolichenus fand nicht nur im nahe gelegenen Zentralheiligtum statt, sondern prägte auch das Stadtleben“, so Prof Winter. „Deutlich wird außerdem, wie stark Iuppiter Dolichenus, der ursprünglich an diesem Ort verehrt wurde, im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus mit dem ganzen römischen Reich verbunden war: Viele der Bilder zeigen den Gott im Handschlag mit verschiedenen römischen Kaisern.“

Pressemitteilung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"
Forschungsstelle Asia Minor - Grabungsprojekt Doliche