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Herzlich willkommen beim
Netzwerk Archäologie Diagonal

Archäologie Diagonal  ist ein 2011 gegründetes Netzwerk archäologischer Wissenschaften an der WWU Münster, welches im gegenseitigen Austausch an der Rekonstruktion vergangener Lebenswelten von Nordeuropa bis in die Sahara, von der iberischen Halbinsel bis Südasien in einem Zeitraum von der Sesshaftwerdung des Menschen bis ins Mittelalter arbeitet. In dem Netzwerk sind alle archäologischen Disziplinen sowie Forschungseinrichtungen verbunden, sodass ein intensiver Austausch von beispielsweise neusten Techniken und verschiedenen Forschungsansätzen möglich wird. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die an der Universität Münster beteiligten Institutionen, Personen und Projekte, sowie Informationen für Studieninteressierte.

Veranstaltungstipps

Nächstes Netzwerktreffen "Archäologie Diagonal"

Zeit: Montag, 01. Juli 2019, 18:15 Uhr

Ort: Raum 428 (4. Stock), Rosenstraße 9


"Digital Archaeology - Neue Methoden computergestützter Feldforschungen"

Interdisziplinäres Seminar im Sommersemester 2019

In den modernen Archäologien spielen digitale Technologien eine immer größere Rolle. Der Einsatz von GIS, GPR, SFM und anderen naturwissenschaftlichen und informatischen Methoden ist mittlerweile Bestandteil aller archäologischen Berufe, wird jedoch in den Fachwissenschaften in der Regel nicht gelehrt. Das interdisziplinäre Seminar spricht unterschiedliche Komponenten der digitalen Archäologie an.

Beginn: 3. April, 16 Uhr c.t.
Raumänderung ab 26. Juni: Raum 428, Rosenstraße 9

Programm und weitere Informationen


Ausstellungseröffnung "Stolen Past - Lost Future"

Zeit: 17. Juni, 17 Uhr
Ort: Foyer des Fürstenberghauses, Domplatz 20-22

Flyer zur Ausstellung


"Ancient Armenia in Context" (II BCE - III CE)

Internationale Konferenz

Zeit: 26. bis 28. Juni 2018
Tagungsort: agora:am Aasee, Bismarckallee 11, Sitzungsraum 3

Book of Abstracts


Touraj DARYAEE (Irvine): "Armenia and Iran. The Birth of Two Nations in Late Antiquity"

Vortrag im Rahmen des Altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch 26. Juni, 18 Uhr c.t. 
Ort: F4, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


Bestattungen im griechisch-römischen Ägypten. Ein Vergleich zwischen Alexandria und der Chora

Interdisziplinärer Workshop

Zeit: Freitag, 28. Juni 2019, 9.00 Uhr bis 18 Uhr

Ort: RS 23, Rosenstraße 9 (Erdgeschoss)

Programm und weitere Informationen


Angelika LOHWASSER (Münster): "Vergangenes Leben in der Wüste – archäologische Spurensuche im Sudan"

Vortrag im Rahmen der Reihe "Münsters Wissen frisch gezapft"

Zeit: Montag, 01. Juli, 20.30 Uhr 
Ort: Frauenstraße 24


Sebastian SCHMIDT-HOFER  (Tübingen):"Sacerdotes iustitiae. Bilder des Staates und die Elite des spätrömischen Reiches"

Vortrag im Rahmen des Altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch 03. Juli, 18 Uhr c.t. 
Ort: F4, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


Dietrich BOSCHUNG (Köln): "Die Findung des Besonderen. Überlegungen zur Forschungsgeschichte des römischen
Porträts"

Vortrag im Rahmen des Altertumswissenschaftlichen Forschungskolloquiums

Zeit: Mittwoch 10. Juli, 18 Uhr c.t. 
Ort: F4, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22


Antrittsvorlesung Professor Patrick Sänger

Zeit: Freitag, 12. Juli, 16 Uhr c.t. 
Ort: F4, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22

06 I 2019

WeltWeitUnverzichtbar: "Kleine Fächer-Wochen" an der Universität Münster in Vorbereitung

HRK und BMBF fördern die Projektidee der WWU
Sarkophagdeckel
© R. Dylka

Im Rahmen der sogenannten Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen – eine gemeinsame Initiative von der Hochschulrektorenkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung – hat die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Federführung von Prof. Angelika Lohwasser und Prof. Achim Lichtenberger einen Projektantrag mit dem Titel „WeltWeit.Unverzichtbar“ erfolgreich eingereicht. Das Projekt wird im Wintersemester 2019/20 mit 50.000 Euro gefördert und umfasst eine Ausstellung mit einem umfangreichen Begleitprogramm.
Zum Projekt
Das Projekt „WeltWeit.Unverzichtbar“ wurde von Vertreterinnen und Vertreter von knapp 20 geistes- und kulturwissenschaftlich orientierten Kleinen Fächern an der WWU erarbeitet, von denen ein Großteil dem Netzwerk "Archäologie Diagonal" angehört. Das Projekt umfasst eine Ausstellung im Archäologischen Museum der Universität, das gegen Ende des Jahres nach einem Umbau wiedereröffnet werden wird. Die Ausstellung startet Anfang Januar und wird acht Wochen lang zu sehen sein.
Dabei wird es vor allem um die Themen Kommunikation – Migration – Nachhaltigkeit gehen. Anschauliche Beiträge bereiten diese Schlagworte publikumswirksam auf und werden mittels unterschiedlicher Medien visualisiert. Spezielle Schülerführungen und Informationsveranstaltungen sowie Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen werden die Ausstellung begleiten. Beispiele der Ausstellungsbeiträge sind unter anderem „der Übergang von Handschriften zum Druck in der jüdischen Buchkultur“ aus dem Fach Jüdische Studien, „chinesische Auslandsstudenten“ aus dem Fach Sinologie oder „Gestylt für das Jenseits“ aus dem Fach Ägyptologie.
Zum Hintergrund
Die geistes- und kulturwissenschaftlichen Kleinen Fächer der WWU blicken auf eine lange Tradition des interdisziplinären Arbeitens zurück, sei es in den großen Forschungsverbünden wie etwa im Sonderforschungsbereich „Kulturen des Entscheidens“ oder in kleineren Kooperationsprojekten wie zum Beispiel „Die Mumie im Archäologischen Museum der WWU“. Auch in der Lehre sind die kleinen Fächer sehr relevant - Beispiele dafür sind der interdisziplinäre Bachelor-Studiengang „Archäologie-Geschichte-Landschaft“ und der interdisziplinäre Master-Studiengang „Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)“.

06 I 2019
Thema des Monats Juni im Archäologischen Museum

Olympia - Kult und Wettkampfstätte

Olympia500
© WWU_Archäologisches Museum

Olympia, im Nordwesten der Peloponnes gelegen, erzeugt noch heute mit seinen monumentalen Ruinen Erstaunen und Bewunderung bei seinen zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. Seine Geschichte reicht bis weit ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurück. Im 9. Jh. v. Chr. nahm das Heiligtum u.a. durch die Anlage des sog. Pelopion, des Grabes des mythischen Pelops, erste Grundzüge eines kultischen Zentrums an. Durch Rekonstruktionen des Zeusaltars aus selbiger Zeit und systematische Ausgrabungen lässt sich die frühe und wachsende religiöse Bedeutung der Stätte heutzutage gut nachvollziehen. In archaischer Zeit (8. – 6. Jh. v. Chr.) folgten das Heraion (der Hera geweihter Tempel um 600 v. Chr.), Bouleuterion (Versammlungsort des Stadtrats), sowie einige Schatzhäuser.
Mit den Siegen über die Perser im frühen 5. Jh. v. Chr. nehmen die Bautätigkeiten erheblich zu: der Zeustempel, der künftig mit der Kultstatue des Zeus eines der Sieben Weltwunder beherbergen wird, ist – auch heute noch als Ruine – eines der beachtlichsten Kultgebäude des Altertums. Damit verbunden erfolgten Ausbauten archaischer Gebäude, der Bau von Trainingsstätten, Säulenhallen sowie das einem Hotel ähnliche und sehr große Bauwerk des Leonidas von Naxos im Osten und Süden des Heiligtums. Das Stadion verlegte man in einen Bereich außerhalb des heiligen Hains und umgab es für die Zuschauermassen mit Erdwällen. Der südliche diente zugleich für die riesige Pferderennbahn: der Hippodrom.
Sonntagsvorträge finden am 16., 23. und 30. Juni um 14:15 Uhr im F33 des Fürstenberghauses (Domplatz 20–22) statt.
Bitte beachten Sie: Der Vortragsraum F33 ist über den linken Seiteneingang zugänglich.

05 I 2019
Ausschreibung

3. Numismatische Autumn School in Münster (9. bis 12. Oktober 2019)

Bewerbung bis zum 30. Juni 2019

Vom 9. bis zum 12. Oktober 2019 findet die 3. Numismatische Autumn School in Münster statt. Sie wendet sich an BA- und MA-Studierende aller Fächer. Ziel des 4-tägigen Kurses ist die Vermittlung von Grundlagen der Numismatik von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkten auf antiker, byzantinischer, europäischer und islamischer Numismatik. Dabei werden auch übergreifende Fragen gestellt wie etwa danach, was Geld volkswirtschaftlich ist, wie es hergestellt wurde, welche Funktionen es erfüllte und wie die Bilder und Texte auf Münzen kulturgeschichtlich zu interpretieren sind. Auch Fragen nach der Rolle von Münzen im Museum und Berufsperspektiven in der Numismatik sind Gegenstand der Autumn School.
Die Autumn School wird u.a. von Dozierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und den Numismatikern des LWL Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte sowie des Stadtmuseums Münster veranstaltet. Da überwiegend mit Originalen gearbeitet wird, ist die Teilnehmerzahl auf max. 20 Studierende begrenzt. Studierende erwerben ein Zertifikat und 5 Leistungspunkte bei erfolgreicher Absolvierung des Kurses.
Teilnahmevoraussetzung: Grundkenntnisse des Lateinischen.
Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum 30. Juni 2019 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Achim Lichtenberger, lichtenb@uni-muenster.de

Forschungs- und Lehrverbund "Numismatik in Münster"

04 I 2019
Neuerscheinungen 2019

RALF GLESER / DANIELA HOFMANN (Hg.): Contacts, Boundaries & Innovation in the Fifth Millenium

Gleser2019
© Sidestone Press

GLESER, Ralf / HOFMANN, Daniela (Hgg.):
Contacts, Boundaries & Innovation in the Fifth Millenium. Exploring developed Neolithic societies in central Europe and beyond,
Leiden: Sidestone Press 2019

The fifth millennium is characterized by far-flung contacts and a veritable flood of innovations. While its beginning is still strongly reminiscent of a broadly Linearbandkeramik way of life, at its end we find new, inter-regionally valid forms of symbolism, representation and ritual behaviour, changes in the settlement system, in architecture and in routine life. Yet, these inter-regional tendencies are paired with a profusion of increasingly small-scale archaeological cultures, many of them defined through pottery only. This tension between large-scale interaction and more local developments remains ill understood, largely because inter-regional comparisons are lacking.
Contributors in this volume provide up-to-date regional overviews of the main developments in the fifth millennium and discuss, amongst others, in how far ceramically-defined ‘cultures’ can be seen as spatially coherent social groups with their own way of life and worldview, and how processes of innovation can be understood.

11 I 2018
Online-Publikation des Netzwerks "Archäologie Diagonal"

"Zugänge zur Kontextualisierung bildlicher Darstellungen in den Altertumswissenschaften"

Onlinepub Kontextualisierung
© WWU_A/D

Vorrangiges Ziel von Archäologie Diagonal ist es, die Interdisziplinarität unter den beteiligten Fächern zu stärken. Im Zeichen dieser Bemühungen stand auch der 2013 abgehaltene Workshop und die nun hieraus resultierende Publikation, welche unterschiedliche in den Altertumswissenschaften vorhandene Ansätze zur (Re-)Kontextualisierng archäologischer Funde und Befunde thematisiert. So finden sich Beiträge aus der Ur- und Frühgeschichte (Valeska Becker und Kerstin Schierhold), der Vorderasiatischen Altertumskunde (Reinhard Dittmann), der Ägyptologie (Angelika Lohwasser), der Alten Geschichte (Klaus Zimmermann) und der Klassischen Archäologe (Katharina Martin und Torben Schreiber).

Permalink zur Publikation

11 I 2018
Neuigkeiten aus den Projekten

Archäologie-Projekt in Bet Sche'an bewilligt

Betshean1
© Wikipedia

Der Archäologe Achim Lichtenberger plant mit einem Kollegen der Universität Tel Aviv archäologische Grabungen und Untersuchungen nahe Bet Sche'an, eine der wichtigsten hellenistischen Stätten des 2. Jhs. v. Chr. Dafür werden von der "Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung" (GIF) insgesamt 235.000 Euro bereitgestellt, wovon ca. 80.000 Euro an die WWU-Archäologie gehen.

11 I 2018

Als die Syrer wie die Römer badeten

Doliche Fu _bodenheizung
© Peter Jülich

Altertumswissenschaftler des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ haben in ihrer Sommerkampagne in der Südosttürkei eine seltene Badeanlage aus der römischen Kaiserzeit und eine prächtige Basilika der christlichen Spätantike erschlossen. „Unsere Grabungen in der antiken Stadt Doliche zeigen, wie eine Stadt im damaligen Nordsyrien über Epochen und Religionen hinweg in Blüte stand“, sagt Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter.

05 I 2018

WWU-Archäologen forschen in Jordanien mit neuen Methoden

Laserscanning revolutioniert Kartierung
Gerasa
© Danish National Research Foundation

Das Verfahren "Airborne Laserscanning (ALS)", das ein Gelände präzise und berührungsfrei zur Kartierung erfasst und in einem 3-D-Modell darstellt, liefert Archäologen völlig neue Erkenntnisse zu antiken Stätten. Über den Einsatz der neuen "Fernerkundungsmethode" in der antiken Stadt Gerasa (Jordanien) berichten in der Fachzeitschrift PNAS der Münsteraner Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger und seine dänische Fachkollegin Prof. Dr. Rubina Raja von der Universität Aarhus. Das in der Archäologie Erfolg versprechende ALS-Verfahren ermöglicht vor allem neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion antiker Gegebenheiten in dicht besiedelten urbanen Räumen.

06 I 2018

WWU-Archäologen stellen Forschungsdaten aus dem Sudan online zur Verfügung

Geoinformationssystem ermöglicht Einblicke
Wadionline
© WWU_Forschungsstelle Sudan



Gräber, kleine Hütten oder in Steinen eingefasste Schlafplätze aus der Antike und dem Mittelalter: Das am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Lohwasser angesiedelte archäologische Projekt "Wadi Abu Dom Itinerary" stellt seine von 2009 bis 2016 bei einer Feldforschung im Sudan erhobenen Daten jetzt online zur Verfügung. Durch ein browserbasiertes Geoinformationssystem (WebGIS) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit die Befunde online einsehen.

Bericht

Q.UNI-Camp: "Wochenende der Archäologien"

Studierende vermitteln wissenschaftliche Methoden für Kinder und Jugendliche

Fotos

© WWU_GKM
  • © WWU_GKM
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  • © WWU_GKM
  • © WWU_GKM

Das Q.UNI-Camp macht Wissenschaft für Kinder erlebbar: Zwei Wochenenden haben wir dort in diesem Sommer „Archäologie“ präsentiert.
In einer Mitmach-Ausgrabung konnten die kleinen und großen Besucher*innen Arbeitsschritte von Archäologen ausprobieren. Nicht nur beim eigentlichen Graben, auch durch das Ausfüllen von Fundzetteln, Kleben von Keramik, Zeichnen und Fotografieren als Dokumentationsmethoden bis zur chronologischen und typologischen Einordnung des Fundgutes gab es eine Menge zu erforschen.
Wie viel Technik auch zur Archäologie gehört, zeigten eine Einführung in das Vermessen an einer Totalstation sowie das Vorführen von Structure from Motion, einer neuen Methode der Funddokumentation.
Ein Stück Antike konnten diejenigen mitnehmen, die an den Bastelstationen Fibeln und Haarnadeln herstellten oder ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus oder in Keilschrift auf Tontafeln schrieben.

Die Archäologie verabschiedet sich für dieses Jahr von dem Camp, weitere Aktionen laden aber noch bis zum 5. August zum Mitmachen ein.

Ein herzliches Dankeschön an alle Archäologie-Studierenden, die durch ihr Engagement diese Aktion möglich gemacht haben.

Q.UNI Camp 2018 - Informationen, Programm, Anfahrtsbeschreibung

Ausstellung "Frieden. Von der Antike bis heute"

Fünf Münsteraner Museen widmen sich vom 28. April bis 2. September dem Thema "Frieden"
Pax Eirene
© WWU_Archäologisches Museum

2018 liegt das Ende des Ersten Weltkriegs 100 Jahre zurück. In der Stadt des Westfälischen Friedens beleuchten in diesem Jahr mehrere  Ausstellungen die Sehnsucht nach und die Sicherung von Frieden. Fünf Institutionen, darunter auch das Archäologische Museum der Universität Münster, zeigen unter dem Titel "Frieden. Von der Antike bis heute" zwischen dem 28. April und dem 2. September das Ringen um Frieden in seinen vielfältigen Ausprägungen. Hochrangige Exponate verschiedener Sammlungen weltweit präsentieren das Thema aus kunst- und kulturhistorischer Perspektive. Die Ausstellung im Archäologischen Museum trägt den Titel: „Eirene / Pax – Frieden in der Antike“. Namensgebend ist die Friedensgöttin Eirene aus der griechischen Mythologie.

Pressemitteilungen der WWU:
"Echte Kracher" bei der Friedensausstellung im Archäologischen Museum

Der künstlerische Kopf hinter der Ausstellung im Archäologischen Museum

Professor Achim Lichtenberger überführt antike Töpfer

Fingerabdrücke auf spätrömischer Keramik untersucht
T _pfer
© Kimberlee Moran

Fingerspuren auf Öllampen und Terrakotten zeigten Forschern nun erstmals, wie Töpfer in einer spätantiken Keramikwerkstatt vor rund 1700 Jahren gearbeitet haben. Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Leiter des Instituts für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie der WWU, untersuchte Fingerabdrücke auf der Innenseite von tönernen Werkstoffabfällen in Beit Nattif im heutigen Israel. Der Archäologe kooperierte dabei mit der US-amerikanischen forensischen Anthropologin Prof. Kimberlee S. Moran von der Rutgers University-Camden.
Die Töpfer pressten für die Fertigung der keramischen Produkte Ton in Formen, wobei immer wieder plastische Fingerabdrücke im Ton erhalten blieben. Achim Lichtenberger und seine Kollegin erkannten identische Abdrücke auf unterschiedlichen Objekten und fanden so heraus, dass eine Person sowohl Öllampen als auch figürliche Terrakottastatuetten fertigte – bisher ließ sich das in dieser Eindeutigkeit nicht nachweisen.
Die beiden Wissenschaftler widmeten sich rund 700 Objekten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in zwei Zisternen gefunden worden waren. Das Material stammte aus einer Werkstatt, die vermutlich um 300 nach Christus in Betrieb war. Das Besondere an der Studie war zum einen die einzigartige Chance, Gegenstände zu untersuchen, die in einem engen Zeitraum von einer überschaubaren Zahl von Arbeitern gefertigt wurden. Zum anderen ermöglichte die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Forensik eine umfangreiche Untersuchung. Während Achim Lichtenberger die Fragmente klassifizierte und interpretierte, analysierte und fotografierte seine Kollegin aus der Forensik die Objekte mit Streiflicht und bestimmte das charakteristische Profil der Fingerabdrücke, die während des Brennens auf der Tonoberfläche konserviert worden waren.
In einer zweiten Untersuchungsstufe soll ab Frühjahr eine Spezial-Software zum Einsatz kommen, um die Fingerspuren zusätzlich EDV-gestützt zu analysieren.

Originalpublikation:
Achim Lichtenberger and Kimberlee S. Moran: Ancient fingerprints from Beit Nattif: studying Late Roman clay impressions on oil lamps and figurines; Antiquity; Volume 92, Issue 361, Published online 9 Feb 2018, DOI: 10.15184/aqy.2018.2.

Links zu dieser Meldung:
Publikation der Studie in "Antiquity"
Homepage von Prof. Dr. Achim Lichtenberger
Homepage von Prof. Kimberlee Moran

Homepage von Prof. Dr. Kimberlee Moran

Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe jetzt online

Mit Band 13 der Publikation "Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe" schlagen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe nun auch den Weg über das Internet ein. So ist es möglich, dass die Beiträge nun unmittelbar nach Abschluss der Bearbeitung und damit deutlich vor dem Erscheinen der Druckfassung zugänglich sind.
Das Open-Access-Angebot ist unter folgendem Link zu finden:
Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe
Es sei aber darauf hingewiesen, dass alle Publikationen auch weiterhin als gedruckte Varianten erhältlich sind.

© WWU-Forschungsstelle Asia Minor

Mehr als 1.000 antike Siegelabdrücke entdeckt

Altertumswissenschaftler der WWU machen großen Fund an Siegelabdrücken in der Südosttürkei

Altertumswissenschaftler der Universität Münster haben in der Südosttürkei einen großen Fund an Siegelabdrücken gemacht. „Die einzigartige Artefaktgruppe aus mehr als 1.000 Stücken, die aus dem städtischen Archiv der antiken Stadt Doliche stammen, gibt viele Einblicke in die griechisch-römische Götterwelt – von Zeus über Hera bis zu Iuppiter Dolichenus, der von diesem Ort aus zu einem der wichtigsten römischen Gottheiten wurde“, erläutert Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor zum Ende der Grabungssaison. „Dass die Verwaltung hunderte Dokumente mit den Götterbildern besiegelte, zeigt, wie stark die religiösen Vorstellungen den Alltag prägten. Der Kult um Iuppiter Dolichenus fand nicht nur im nahe gelegenen Zentralheiligtum statt, sondern prägte auch das Stadtleben“, so Prof Winter. „Deutlich wird außerdem, wie stark Iuppiter Dolichenus, der ursprünglich an diesem Ort verehrt wurde, im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus mit dem ganzen römischen Reich verbunden war: Viele der Bilder zeigen den Gott im Handschlag mit verschiedenen römischen Kaisern.“

Pressemitteilung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"
Forschungsstelle Asia Minor - Grabungsprojekt Doliche