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Herzlich willkommen beim
Netzwerk Archäologie Diagonal

Archäologie Diagonal  ist ein 2011 gegründetes Netzwerk archäologischer Wissenschaften an der WWU Münster, welches im gegenseitigen Austausch an der Rekonstruktion vergangener Lebenswelten von Nordeuropa bis in die Sahara, von der iberischen Halbinsel bis Südasien in einem Zeitraum von der Sesshaftwerdung des Menschen bis ins Mittelalter arbeitet. In dem Netzwerk sind alle archäologischen Disziplinen sowie Forschungseinrichtungen verbunden, sodass ein intensiver Austausch von beispielsweise neusten Techniken und verschiedenen Forschungsansätzen möglich wird. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die an der Universität Münster beteiligten Institutionen, Personen und Projekte, sowie Informationen für Studieninteressierte.

Münster School of Ancient Cultures (MSAC)

Erster Workshop "Beyond Borders. Migration, Exchange and Communication in the Ancient World"

28. bis 30. Oktober 2020 in Münster

Die in der Gründung begriffene Münster School of Ancient Cultures (MSAC) lädt Masterstudierende in der Abschluss- phase und Doktorand*innen, die sich mit antiken Kulturen im weiteren Sinne und ihrer Rezeption beschäftigen, zu einem internationalen Workshop ein. Im Zentrum des Workshops stehen Vorstellung und Diskussion eigener Forschungsthemen, die grenzübergreifenden Charakter haben. Dabei ist nicht nur an die Migration von Individuen und Personengruppen, sondern beispielsweise auch an den Austausch von Ideen und Waren, verschiedene Arten der Kommunikation oder die wechselseitige Beeinflussung von Sprachen und Kulturen zu denken.

Deadline der Bewerbung:
27. Juli 2020
Die Ausschreibung mit weiteren Informationen finden Sie hier auf Deutsch und  Englisch

Veranstaltungen

Nächstes Netzwerktreffen "Archäologie Diagonal"

Das nächste Netzwerktreffen findet als Zoom-Meeting am Montag, 9. November um 18.15 Uhr statt. Die Zugangsdaten werden den Mitgliedern eine Woche zuvor zugeschickt.  


Das Archäologische Museum der Universität Münsterist seit dem 18. Juli wieder geöffnet. 

Das Bibelmuseum wird am 25. August mit der Sonderausstellung "Wohlauf, lasst und eine Stadt und einen Turm bauen (Gen 11) eröffnet.  

07 I 2020
Forschung

Woher kommt das hochwertige transparente Glas der römischen Kaiserzeit?

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© The Danish-German Jerash Northwest Quarter Project

Die genaue Herkunft von hochwertigem transparenten Glas aus der römischen Kaiserzeit (3. Jahrhundert nach Christus) – zum Beispiel für Gefäße und Fenster- glas – war lange Zeit nicht nachweisbar. Historische Quellen legten wegen der in Quellen gefundenen Bezeichnung "alexandrinisch" den Ursprung in Ägypten nahe, doch ließ sich das bislang nicht nachweisen. Hingegen deutete vieles auf Palästina als Zentrum der spätantiken Glasproduktion hin. Dort wurden bei Grabungen viele Öfen freigelegt. Das Rätsel um das farblose römische Glas ist nun gelöst: "alexandrinisch" steht tatsächlich für die Produktion in der Nähe des Nils in Ägypten. Das geht aus einer internationalen Studie mit einer neuen geochemischen Isotopen-Analyse hervor. Daran beteiligt ist auch der Münsteraner Archäologe Prof. Achim Lichtenberger. Ausgangpunkt der Arbeit waren Glasfunde aus dem dänisch-deutschen "Jerash Northwest Quarter Project".
Veröffentlichung:
Barfod, G.H., Freestone, I., Lesher, C.E., Lichtenberger, A. & Raja, R. 'Alexandrian' (2020): Glass Confirmed by Hafnium Isotopes. Scientific Reports; https://doi.org/10.1038/s41598-020-68089-w

Ausschreibung

4. Numismatische Herbstschule in Münster: 8. bis 11. Oktober 2020

Bewerbungen bis zum 30. Juni

Die 4. Numismatische Herbstschule in Münster wendet sich an BA- und MA-Studierende aller Fächer. Ziel des 4-tägigen Kurses ist die Vermittlung von Grundlagen der Numismatik von der Antike bis zur Gegenwart mit Schwerpunkten auf antiker, byzantinischer, europäischer, islamischer und chinesischer Numismatik. Dabei werden auch übergreifende Fragen gestellt wie etwa danach, was Geld volkswirtschaftlich ist, wie es hergestellt wurde, welche Funktionen es erfüllte und wie die Bilder und Texte auf Münzen kulturgeschichtlich zu interpretieren sind. Auch Fragen nach der Rolle von Münzen im Museum und Berufsperspektiven in der Numismatik sind Gegenstand der Herbstschule.
Die Herbstschule wird von Dozierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und den Kuratoren des LWL Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte, des Stadtmuseums Münster sowie des Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg veranstaltet. Da überwiegend mit Originalen gearbeitet wird, ist die Teilnehmerzahl auf max. 20 Studierende begrenzt. Studierende erwerben ein Zertifikat und 5 Leistungspunkte bei erfolgreicher Absolvierung des Kurses.
Bewerbung mit kurzem Motivationsschreiben und Curriculum Vitae bis zum 30. Juni 2020 in elektronischer Form an: Prof. Dr. Achim Lichtenberger, lichtenb@uni-muenster.de

Rückblick

"WeltWeit.Unverzichtbar" - Ausstellung zur Bedeutung der "Kleinen Fächer"

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© WWU_Lianne Hecht

Die aktuelle Situation macht es uns ganz besonders bewusst: Die globale Welt wandelt sich schnell und ständig. Die hohe Dynamik ist eine Herausforderung, die es zu bewältigen gilt. Bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung sind nur drei der gesellschaftlichen Probleme, für die es Lösungen braucht. Einen Beitrag dazu leisten die "Kleinen Fächer" in den Geisteswissenschaften.

In der Sonderausstellung "WeltWeit Unverzichtbar. Kleine Fächer für große Themen" zeigte das Archäologischen Museum der Universität Münster von Januar bis März 2020 , wie sich globale Phänomene besser verstehen lassen. Anhand von drei gesellschaftlichen Herausforderungen – Migration, Kommunikation und Nachhaltigkeit – gab die Ausstellung Einblicke, wie die "Kleinen Fächer" Kernfragen und Probleme der modernen Gesellschaft betrachten und damit zu deren Verständnis beitragen. An der Konzeption waren mehr als 20 geisteswissenschaftliche Fächer der Universität beteiligt.

Auch wenn die Ausstellung aufgrund des Corona-Virus frühzeitig geschlossen werden musste, war sie ein toller Erfolg: mit vielen Besuchern und kreativen Auseinandersetzungen.

Zu einigen Objekten gibt es hier Kurzvideos.

01 | 2020
Multimedia-Reportage

Zeitreise zurück ins 1. Jahrtausend v. Chr. - Seit 1997 forschen Altertums-Experten in Doliche

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© WWU

Viele der archäologischen Funde sind eine Überraschung. Seit 1997 erforschen Altertumswissenschaftler der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die antike Stadt Doliche. Die archäologischen Hinterlassenschaften des Ortes im Südosten der Türkei erzählen zahlreiche bislang unbekannte Geschichten über die historische, religiöse und kulturelle Entwicklung zwischen Taurusgebirge und nordsyrischer Hochebene vom frühen 1. Jahrtausend vor Christus bis in die Kreuzfahrerzeit des 11. und 12. Jahrhunderts nach Christus hinein.
Der Althistoriker Prof. Dr. Engelbert Winter ist seit Beginn der Arbeiten an den Untersuchungen beteiligt. Infos, Karten, Interviews, Fotos und Grafiken: Die neue Multimedia-Reportage „Von der Antike bis in die Gegenwart ein Ort der Verehrung“ der WWU bietet einen umfassenden Einblick in die Forschungsarbeit der Grabungsexperten.

Damit Sie sich die Multimedia-Reportage ansehen können, werden Sie auf ein Angebot von Adobe weitergeleitet. Dort gilt die Datenschutzrichtlinie von Adobe.

Ankündigung

1. Papyrologische Autumn School in Münster

Verschoben auf September 2021
Papyrologie2021
© WWU

Ziel des 5-tägigen Kurses ist es, die TeilnehmerInnen an das selbständige Lesen, Transkribieren, Interpretieren und Kommentieren griechischer, auf Papyrus erhaltener Urkunden anhand von Abbildungen der Originale heranzuführen. Daher steht die Vermittlung von Grundkenntnissen in der Paläographie griechischer (ptolemäischer, römischer und byzantinischer) Papyri und in der Editionstechnik im Fokus des Kurses. Es besteht die Möglichkeit, einen Papyrustext eigenständig zur Edition vorzubereiten und damit einen Beitrag zu einem Editionsprojekt zu leisten. Am letzten Tag ist eine Exkursion zur Hamburger Papyrussammlung geplant. 
Aufgrund der aktuellen Lage wird die Veranstaltung auf September 2021 verschoben. Die Teilnehmer*innen werden persönlich benachrichtigt.

Ankündigung mit weiteren Informationen

08 I 2019

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Grabungsprojekt in Doliche (Osttürkei) weiter

Förderung von knapp 800.000 Euro für die Forschungsstelle Asia Minor an der WWU
Doliche Basilika
© Forschungsstelle Asia Minor

Großer Erfolg für die Forschungsstelle Asia Minor der WWU: Die DFG fördert das Grabungsprojekt in der antiken Stadt Doliche mit knapp 800.000 Euro für weitere drei Jahre. Seit mehr als 20 Jahren untersuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) die kulturellen Hinterlassenschaften der antiken Stadt Doliche in der Südosttürkei. Unter der Federführung von Prof. Dr. Engelbert Winter erforschen die Wissenschaftler wichtige Grundlagen zum Aufbau und zur Entwicklung der antiken Stadt.
Die Grabungen, an denen über 60 Wissenschaftler und Studierende aus Deutschland, der Türkei, Dänemark, Italien und den Niederlanden teilnehmen, konzentrieren sich aktuell auf die Untersuchung einer monumentalen Badeanlage aus römischer Zeit im Zentrum der antiken Stadt. Daneben erforschen sie eine dreischiffige Basilika, die in der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts nach Christus errichtet wurde. Die Kirche zeichnet sich durch ihre Größe und eine prächtige Ausstattung mit Mosaiken aus.
Homepage des Grabungsprojektes

11 I 2018
Online-Publikation des Netzwerks "Archäologie Diagonal"

"Zugänge zur Kontextualisierung bildlicher Darstellungen in den Altertumswissenschaften"

Onlinepub Kontextualisierung
© WWU_A/D

Vorrangiges Ziel von Archäologie Diagonal ist es, die Interdisziplinarität unter den beteiligten Fächern zu stärken. Im Zeichen dieser Bemühungen stand auch der 2013 abgehaltene Workshop und die nun hieraus resultierende Publikation, welche unterschiedliche in den Altertumswissenschaften vorhandene Ansätze zur (Re-)Kontextualisierng archäologischer Funde und Befunde thematisiert. So finden sich Beiträge aus der Ur- und Frühgeschichte (Valeska Becker und Kerstin Schierhold), der Vorderasiatischen Altertumskunde (Reinhard Dittmann), der Ägyptologie (Angelika Lohwasser), der Alten Geschichte (Klaus Zimmermann) und der Klassischen Archäologe (Katharina Martin und Torben Schreiber).

Permalink zur Publikation

11 I 2018
Neues aus den Projekten

Archäologie-Projekt in Bet Sche'an bewilligt

Betshean1
© Wikipedia

Der Archäologe Achim Lichtenberger plant mit einem Kollegen der Universität Tel Aviv archäologische Grabungen und Untersuchungen nahe Bet Sche'an, eine der wichtigsten hellenistischen Stätten des 2. Jhs. v. Chr. Dafür werden von der "Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung" (GIF) insgesamt 235.000 Euro bereitgestellt, wovon ca. 80.000 Euro an die WWU-Archäologie gehen.

11 I 2018

Als die Syrer wie die Römer badeten

Doliche Fu _bodenheizung
© Peter Jülich

Altertumswissenschaftler des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ haben in ihrer Sommerkampagne in der Südosttürkei eine seltene Badeanlage aus der römischen Kaiserzeit und eine prächtige Basilika der christlichen Spätantike erschlossen. „Unsere Grabungen in der antiken Stadt Doliche zeigen, wie eine Stadt im damaligen Nordsyrien über Epochen und Religionen hinweg in Blüte stand“, sagt Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter.

05 I 2018

WWU-Archäologen forschen in Jordanien mit neuen Methoden

Laserscanning revolutioniert Kartierung
Gerasa
© Danish National Research Foundation

Das Verfahren "Airborne Laserscanning (ALS)", das ein Gelände präzise und berührungsfrei zur Kartierung erfasst und in einem 3-D-Modell darstellt, liefert Archäologen völlig neue Erkenntnisse zu antiken Stätten. Über den Einsatz der neuen "Fernerkundungsmethode" in der antiken Stadt Gerasa (Jordanien) berichten in der Fachzeitschrift PNAS der Münsteraner Archäologe Prof. Dr. Achim Lichtenberger und seine dänische Fachkollegin Prof. Dr. Rubina Raja von der Universität Aarhus. Das in der Archäologie Erfolg versprechende ALS-Verfahren ermöglicht vor allem neue Erkenntnisse zur Rekonstruktion antiker Gegebenheiten in dicht besiedelten urbanen Räumen.

06 I 2018

WWU-Archäologen stellen Forschungsdaten aus dem Sudan online zur Verfügung

Geoinformationssystem ermöglicht Einblicke
Wadionline
© WWU_Forschungsstelle Sudan



Gräber, kleine Hütten oder in Steinen eingefasste Schlafplätze aus der Antike und dem Mittelalter: Das am Institut für Ägyptologie und Koptologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter der Leitung von Prof. Dr. Angelika Lohwasser angesiedelte archäologische Projekt "Wadi Abu Dom Itinerary" stellt seine von 2009 bis 2016 bei einer Feldforschung im Sudan erhobenen Daten jetzt online zur Verfügung. Durch ein browserbasiertes Geoinformationssystem (WebGIS) können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie die interessierte Öffentlichkeit die Befunde online einsehen.