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Herzlich willkommen beim
Netzwerk Archäologie Diagonal

Archäologie Diagonal  ist ein 2011 gegründetes Netzwerk archäologischer Wissenschaften an der WWU Münster, welches im gegenseitigen Austausch an der Rekonstruktion vergangener Lebenswelten von Nordeuropa bis in die Sahara, von der iberischen Halbinsel bis Südasien in einem Zeitraum von der Sesshaftwerdung des Menschen bis ins Mittelalter arbeitet. In dem Netzwerk sind alle archäologischen Disziplinen sowie Forschungseinrichtungen verbunden, sodass ein intensiver Austausch von beispielsweise neusten Techniken und verschiedenen Forschungsansätzen möglich wird. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die an der Universität Münster beteiligten Institutionen, Personen und Projekte, sowie Informationen für Studieninteressierte.

Aktuelle Veranstaltungstipps

Tagungen

Jahrestagung der LWL-Archäologie für Westfalen

Die kommende Jahrestagung "Das Neueste aus Archäologie und Paläontologie" der LWL-Archäologie für Westfalen findet am 5. März 2018 statt - wie immer in der Speicherstadt in Münster.


50. Ständige Ägyptologenkonferenz (SÄK)

"Kulturen im Kontakt. Altägypten und seine Nachbarn"

Zeit: 13. bis 15. Juli 2018 (Tagung) // 16. und 17. Juli 2018 Workshop (für Studierende)

Tagungsort: Fürstbischöfliches Schloss der Universität Münster, Schlossplatz 2

Der Schwerpunkt mit Bezug auf die Verbundstudiengänge wurde bewusst gewählt, um die „Junge Ägyptologie“ anzusprechen – als Forum für Nachwuchswissenschaftler/innen will die SÄK 2018 gezielt diese Generation zu Vorträgen einladen.
Wir bitten um Zusendung Ihrer Vortragstitel mit einer Zusammenfassung von max. 200 Wörtern bis zum 31.01.2018 an die E-Mail-Adresse: saek.2018@uni-muenster.de. Die Vortragslänge beträgt 20 Min. mit anschließender Diskussion (max. 10 Min.) . Die Auswahl der Vorträge geschieht mit Blick auf das Rahmenthema und wird bis Mitte Februar 2018 abgeschlossen sein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das eigene Projekt als Poster zu präsentieren.
Dafür erbitten wir Anmeldungen mit Thema, Anzahl der Poster und Größe (DIN A0, DIN A1) ebenfalls bis zum 31.01.2018 an die gleiche E-Mail-Adresse: saek.2018@uni-muenster.de.
Um mehr Studierende für eine Teilnahme an der SÄK zu gewinnen, planen wir im Anschluss daran für Montag, 16.07.und Dienstag, 17.07.2018, einen Workshop zur Archäobotanik mit dem Schwerpunkt Ägypten. Dieser kann von allen an der SÄK teilnehmenden Studierenden kostenfrei besucht werden.
Um den Workshop organisieren zu können, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 31.03.2018.

Professor Achim Lichtenberger überführt antike Töpfer

Fingerabdrücke auf spätrömischer Keramik untersucht
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© Kimberlee Moran

Fingerspuren auf Öllampen und Terrakotten zeigten Forschern nun erstmals, wie Töpfer in einer spätantiken Keramikwerkstatt vor rund 1700 Jahren gearbeitet haben. Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Leiter des Instituts für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie der WWU, untersuchte Fingerabdrücke auf der Innenseite von tönernen Werkstoffabfällen in Beit Nattif im heutigen Israel. Der Archäologe kooperierte dabei mit der US-amerikanischen forensischen Anthropologin Prof. Kimberlee S. Moran von der Rutgers University-Camden.
Die Töpfer pressten für die Fertigung der keramischen Produkte Ton in Formen, wobei immer wieder plastische Fingerabdrücke im Ton erhalten blieben. Achim Lichtenberger und seine Kollegin erkannten identische Abdrücke auf unterschiedlichen Objekten und fanden so heraus, dass eine Person sowohl Öllampen als auch figürliche Terrakottastatuetten fertigte – bisher ließ sich das in dieser Eindeutigkeit nicht nachweisen.
Die beiden Wissenschaftler widmeten sich rund 700 Objekten, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in zwei Zisternen gefunden worden waren. Das Material stammte aus einer Werkstatt, die vermutlich um 300 nach Christus in Betrieb war. Das Besondere an der Studie war zum einen die einzigartige Chance, Gegenstände zu untersuchen, die in einem engen Zeitraum von einer überschaubaren Zahl von Arbeitern gefertigt wurden. Zum anderen ermöglichte die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Archäologie und Forensik eine umfangreiche Untersuchung. Während Achim Lichtenberger die Fragmente klassifizierte und interpretierte, analysierte und fotografierte seine Kollegin aus der Forensik die Objekte mit Streiflicht und bestimmte das charakteristische Profil der Fingerabdrücke, die während des Brennens auf der Tonoberfläche konserviert worden waren.
In einer zweiten Untersuchungsstufe soll ab Frühjahr eine Spezial-Software zum Einsatz kommen, um die Fingerspuren zusätzlich EDV-gestützt zu analysieren.

Originalpublikation:
Achim Lichtenberger and Kimberlee S. Moran: Ancient fingerprints from Beit Nattif: studying Late Roman clay impressions on oil lamps and figurines; Antiquity; Volume 92, Issue 361, Published online 9 Feb 2018, DOI: 10.15184/aqy.2018.2.

Links zu dieser Meldung:
Publikation der Studie in "Antiquity"
Homepage von Prof. Dr. Achim Lichtenberger
Homepage von Prof. Kimberlee Moran

Homepage von Prof. Dr. Kimberlee Moran

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Moustakis
Grabungen

Ausschreibung des DEI

Teilnahme an einer Ausgrabung am Zionsberg in Jerusalem vom 1. Juli bis zum 11. August 2018

Im Südwesten der Altstadt von Jerusalem, im israelischen Bereich, wurden vor Jahrzehn-ten drei antike Stadtmauern entdeckt: Die älteste stammt aus der Eisenzeit (8. Jh. v. Chr.?); eine weitere wurde in herodianischer Zeit (1. Jh. v. Chr.) gebaut. Die jüngste legte man in der byzantinischen Zeit (5. Jh. n. Chr.) über die herodianische Mauer. Das DEI hat nun die einmalige Chance an dieser Stelle und im ‚Griechischen Garten’ innerstädtische Wohnbereiche zu erforschen, um das Alltagsleben des antiken Jerusalem zu erforschen.
Archäologie-Studierende der Universität Münster sind herzlich eingeladen, an der Grabung teilzunehmen!

Ausschreibung und weitere Informationen

Neuerscheinung

Understanding Ancient Fortifications. Between Regionality and Connectivity

Understandingancientfortification
© Oxbow Books

Dirk Paul MIELKE / Ariane BALLMER / Manuel FERNANDEZ-GÖTZ (Hrsgg.),
Understanding Ancient Fortifications: Between Regionality and Connectivity, Oxford 2018

In many regions of Europe and beyond fortifications belong to the most impressive of archaeological remains. Their study has a long tradition and today a multitude of aspects about architecture, function or symbolism has been explored. However, fortifications are generally examined in a temporally, regionally or culturally limited context. Going a step further, this volume aims to bring into focus concepts of fortifications, which can be socially, symbolically or functionally, but also chronologically and supra-regionally aligned. An important question is to determine which fortification elements are culture-specific, and which can be regarded as convergence or even universal phenomena. Adopting a comparative view, the central aim of the volume is to highlight the diversity and the structural similarities of ancient fortifications. The chronological framework goes from the Neolithic to the Late Iron Age, and the geographical scope from the Ural steppes to the Iberian Peninsula.

Oxbow Books

Save the Date

2. Numismatische Autumn School im Oktober 2018

Nach dem Erfolg der 1. Numismatischen Autumn School im Jahr 2017 wird auch im Oktober 2018 eine weitere Numismatische Autumn School in Münster stattfinden.
Die numismatische Autumn School in Münster wendet sich an BA- und MA-Studierende aller Fächer. Ziel des 4-tägigen Kurses ist die Vermittlung von Grundlagen der Numismatik von der Antike bis zur Gegenwart mit einem Schwerpunkt auf antiker, europäischer und islamischer Numismatik. Dabei werden auch übergreifende Fragen gestellt wie etwa danach, was Geld ist, wie es hergestellt wurde, welche Funktionen es erfüllte und wie Bilder und Texte auf Münzen kulturgeschichtlich zu interpretieren sind.
Die Autumn School wird von Dozierenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Mitarbeitern des LWL Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte sowie des Stadtmuseums Münster veranstaltet. Da überwiegend mit Originalen gearbeitet wird, ist die Teilnehmerzahl auf max. 20 Studierende begrenzt. Studierende erwerben ein Zertifikat und 5 Leistungspunkte bei erfolgreicher Absolvierung des Kurses.
Die Autumn School wird voraussichtlich am 4.-7.10.2018 stattfinden. Für die Teilnahme ist eine schriftliche Bewerbung nötig. Die Ausschreibung erfolgt Anfang Mai 2018. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme haben, beachten Sie bitte die Ausschreibungsmodalitäten, die Anfang Mai 2018 hier bekannt gegeben werden.

Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe jetzt online

Mit Band 13 der Publikation "Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe" schlagen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe nun auch den Weg über das Internet ein. So ist es möglich, dass die Beiträge nun unmittelbar nach Abschluss der Bearbeitung und damit deutlich vor dem Erscheinen der Druckfassung zugänglich sind.
Das Open-Access-Angebot ist unter folgendem Link zu finden:
Ausgrabungen und Funde in Westfalen Lippe
Es sei aber darauf hingewiesen, dass alle Publikationen auch weiterhin als gedruckte Varianten erhältlich sind.

© WWU-Forschungsstelle Asia Minor

Mehr als 1.000 antike Siegelabdrücke entdeckt

Altertumswissenschaftler der WWU machen großen Fund an Siegelabdrücken in der Südosttürkei

Altertumswissenschaftler der Universität Münster haben in der Südosttürkei einen großen Fund an Siegelabdrücken gemacht. „Die einzigartige Artefaktgruppe aus mehr als 1.000 Stücken, die aus dem städtischen Archiv der antiken Stadt Doliche stammen, gibt viele Einblicke in die griechisch-römische Götterwelt – von Zeus über Hera bis zu Iuppiter Dolichenus, der von diesem Ort aus zu einem der wichtigsten römischen Gottheiten wurde“, erläutert Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor zum Ende der Grabungssaison. „Dass die Verwaltung hunderte Dokumente mit den Götterbildern besiegelte, zeigt, wie stark die religiösen Vorstellungen den Alltag prägten. Der Kult um Iuppiter Dolichenus fand nicht nur im nahe gelegenen Zentralheiligtum statt, sondern prägte auch das Stadtleben“, so Prof Winter. „Deutlich wird außerdem, wie stark Iuppiter Dolichenus, der ursprünglich an diesem Ort verehrt wurde, im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus mit dem ganzen römischen Reich verbunden war: Viele der Bilder zeigen den Gott im Handschlag mit verschiedenen römischen Kaisern.“

Pressemitteilung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"
Forschungsstelle Asia Minor - Grabungsprojekt Doliche

© R. Dylka

Bericht über die Autumn School Numismatik

von Lydia Hofmann

„Was macht die Numismatik sexy?“ fragte Prof. Dr. Jan Keupp zu Beginn der ersten Numismatic Autumn School in Münster die knapp zwanzig TeilnehmerInnen, die sich in der Sky-Lounge des LWL-Museums für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum vom 13. bis 15. Oktober 2017 versammelt hatten. „Sie ist der Schlüssel zur heutigen, aber auch vergangenen Welten. Ein Spiegel sozusagen, der einen ehrlichen und unmittelbaren Blick auf die Geschichte bietet.“
Dieser unmittelbare und auch ganz haptische Eindruck war das Ziel der Autumn School, der als Kooperationsprojekt des Verbundes „Numismatik in Münster“ veranstaltet wurde. Zu diesem gehören verschiedene Institute der WWU Münster, das LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum und das Stadtmuseum Münster. Die TeilnehmerInnen sollten in dem dreitägigen Kurs einen sowohl praktischen als auch theoretischen Überblick über die Numismatik von der Antike bis zur Neuzeit bekommen. So ließen es sich die acht Seminarleiter nicht nehmen ihre Tresore zu öffnen und echte Schätze und Raritäten durch die Hände der wissbegierigen und staunenden TeilnehmerInnen wandern zu lassen.
Nach drei intensiven Tagen des Lernens und Erfahrens der Numismatik trafen sich alle TeilnehmerInnen und Dozenten zu einem gemeinsamen Gespräch, um die Perspektiven der Numismatik eifrig zu diskutieren. Die praktische Arbeit an Originalen und das epochenübergreifende Programm fand großen Anklang. Ein großer Schwerpunkt des Round-Table-Gesprächs waren die beruflichen Perspektiven im Arbeitsfeld der Numismatik.  Am Ende waren sich alle TeilnehmerInnen und DozentInnen einig: die Numismatic Atumn School soll wiederholt werden.

Numismatik in Münster

Museumlogo Neu

Das Archäologische Museum der Universität Münster ist wegen Umbauarbeiten derzeit geschlossen.
Es wird am 28. April 2018 zur "Friedensausstellung" wieder seine Türen öffnen.





Neue Buchreihe

Kārum – Emporion – Forum (KEF)

Beiträge zur Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums und Altvorderasiens
© Ugarit Verlag

Mit „Kārum – Emporion – Forum. Beiträge zur Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums und Altvorderasiens“ (KEF) ist im Ugarit-Verlag Münster eine weitere altertumswissenschaftliche Reihe begründet worden. Reihenherausgeber sind die Ägyptologin Angelika Lohwasser und der Altorientalist Hans Neumann (beide Universität Münster) sowie der Althistoriker Kai Ruffing (Universität Kassel).
Kārum, Emporion und Forum bezeichnen im Babylonisch-Assyrischen, Griechischen und Lateinischen u.a. den Handelsplatz, der aufgrund seiner Funktion ein Ort des Zusammentreffens verschiedener Kulturen und von Menschen mit unterschiedlichem sozialen Status und aus verschiedenen Rechtskreisen war. Nicht zuletzt auch mit Blick auf aktuelle Probleme wendet die Forschung sowohl im Bereich der griechischen und römischen als auch der altvorderasiatischen Kulturen und derjenigen Ägyptens zunehmend ihre Aufmerksamkeit dem Kontakt dieser Kulturen untereinander und auch ihrer Wirtschaftsgeschichte zu. Die Behandlung wirtschaftsgeschichtlicher Fragen impliziert in der Konsequenz auch sozial- und rechtsgeschichtliche Problemstellungen, sind doch Ökonomie, Gesellschaft und Recht als Teile eines sich gegenseitig bedingenden komplexen Gefüges zu betrachten. Darüber hinaus mehren sich in der Forschung die Beispiele interdisziplinärer Zusammenarbeit auf diesen Gebieten und demonstrieren anschaulich die Vorteile einer solchen. Dieser Zusammenarbeit soll die neue Reihe KEF eine Plattform bieten. Willkommen sind daher Manuskripte in monographischer Form sowie Sammelbände aus allen Disziplinen, die sich mit der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums, Altvorderasiens und Ägyptens vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert n. Chr. befassen.
Die beiden ersten vorliegenden Sammelbände sind dem Strafrecht im Altertum sowie dem antiken Textilhandel gewidmet. Weitere Bände befinden sich in Vorbereitung.

Weiterführende Links:

Ugarit-Verlag