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Herzlich willkommen bei der

Forschungsstelle Asia Minor

Die Forschungsstelle Asia Minor im Seminar für Alte Geschichte/Institut für Epigraphik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat ihren Schwerpunkt in der Religions- und Kulturgeschichte des antiken Kleinasiens. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu der Forschungsstelle und ihren verschiedenen Projekte bzw. Tätigkeitsfeldern. Bei Fragen zu den einzelnen Projekten, finden Sie eine Liste aller Ansprechpartner hier.

AMS 97 Die ›Iranische Diaspora‹ in Kleinasien. Kontinuität und Wandel des persischen Erbes nach dem Ende der achaimenid. Herrschaft

Ams 97 Klingenberg
© Habelt Verlag

Band 97 der Asia Minor Studien widmet sich der in der Forschung seit langem diskutierten Frage, ob und in welcher Form sich eine ›Iranische Diaspora‹ über den Fall des Perserreichs hinaus in Kleinasien erhalten konnte. Andreas Klingenberg legt mit diesem Buch die erste Gesamtdarstellung zu dieser Thematik vor, die alle zur Verfügung stehenden Quellen berücksichtigt und auf dieser Grundlage zu einer Neubewertung und zu gesicherten Ergebnissen kommt: Eine namhafte ›Iranische Diaspora‹ überdauerte alle Umbrüche nach dem Ende des Perserreiches, die mancherorts noch viele Jahrhunderte danach an ihren kulturellen Traditionen festhielt und als eigenständige Gruppe in Erscheinung trat. In nahezu allen Teilen Kleinasiens lassen sich in personellen und kulturellen Kontinuitäten Spuren der einstigen persischen Präsenz ausmachen, die einen nachhaltigen, umfassenden »achaimenidischen Impact» belegen. Diese Spuren zeigen sich insbesondere in Orts- und Flurnamen, in der Verbreitung iranischer Personennamen, in der Fortexistenz iranischer Heiligtümer und der Verehrung iranischer Gottheiten sowie in den iranischen Dynastien der beiden Königreiche Kappadokien und Pontos.

Ein umfangreicher Materialteil (Regesten) erschließt den verstreuten und bisher niemals vollständig erfassten epigraphischen Befund zu den iranischen Personennamen und den auf die Perser zurückgehenden religiösen Elementen.

AMS 96 Imperial Residence and Site of Councils. The Metropolitan Region of Nicaea / Nicomedia

Ams 96 Nikaia-Nikomedeia
© Habelt Verlag

In March 2019, the Onsekiz Mart University of Çanakkale and the Westfälische Wilhems-Universität Münster hosted a conference entitled „Imperial Residence and Site of Councils. The Metropolitan Region of Nicaea / Nicomedia from the Severan to Constantine Period“. The western Bithynian city pair immediately evokes prominent associations in Classical Studies. Juxtapositions of ‘political vs. religious’ or ‘pagan vs. Christian centre’ are, however, too simplistic. Coexistence and rivalry between the two neighbouring cities can be traced back to their Hellenistic origins and have shaped the history of this key region between Europe and Asia for centuries up to the present day.
In this volume a closer look is taken at the two cities, each in its own right, but also at their relationship to one another drawing a new picture of their urban histories. Well-known monuments and sensational new finds from both cities are discussed in the context of cultural milieu and urban life. The contributions reveal an updated overall view of their historical spaces with entailing political, social, administrative, economic and religious structures and developments. Through an interdisciplinary approach synthesizing the findings of recent archaeological, epigraphic, numismatic, historical, and geographical research, the characteristics of the neighbouring cities of Nicaea and Nicomedia as well as their interactions with each other during the transitional period from the Principate to Late Antiquity are elucidated.