Willkommen bei der Forschungsstelle Asia Minor

Über die Forschungsstelle

Einen besonderen Schwerpunkt der Forschungsstelle bilden die Religions- und Kulturgeschichte des antiken Kleinasiens. Grundlage der Arbeiten ist eine interdisziplinäre Herangehensweise an die jeweiligen Forschungsgegenstände. Im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Projekte durchgeführt. Dazu zählen u. a. epigraphische Arbeiten, Feldforschungen und Beteiligungen an Ausstellungen. Die aktuellen landeskundlichen Forschungen befassen sich insbesondere mit folgenden Projekten:

  1. Doliche & Kommagene: Dieser Arbeitsbereich wird in Nachfolge Prof. F. K. Dörners - und seinem gesamten Nachlass (Dörner Archiv) - von Prof. Dr. E. Winter geleitet. Nach Abschluss der Grabungsarbeiten im Heiligtum des Iuppiter Dolichenus auf dem Dülük Baba Tepesi (2001-2015) konzentrieren sich die Ausgrabungen seit 2015 auf die Erforschung der antiken Siedlung Doliche in der Osttürkei. Seit November 2016 ist zudem das Teilprojekt Samosata des in Kooperation mit der Universität Leiden durchgeführten Projekts Innovating Objects. Global Connections and the Formation of the Roman Empire (200–30 BC) an der Forschungsstelle Asia Minor angesiedelt.
  2. Alexandria Troas: Der Surveytätigkeit Prof. Dr. E. Schwertheims im Westen der Türkei folgten die Ausgrabungen und Forschungen auf dem antiken Stadtgebiet von Alexandia Troas.
  3. Patara: Seit 2010 bearbeitet Prof. Dr. K. Zimmermann in einem Kooperationsprojekt die epigraphischen Funde aus der lykischen Metropole Patara. Die Grabungen werden von der Akdeniz Universität Antalya unter Leitung von Prof. Dr. Havva Işık durchgeführt.

 

Aufgaben und Ziele
  • Publizistische Tätigkeit:

Seit 1990 gibt die Forschungsstelle ihre wissenschaftliche Publikationsreihe Asia Minor Studien heraus. Mit den Asia Minor Studien füllt die Forschungsstelle Asia Minor eine Lücke in der Landschaft der Forschungspublikationen. Zuletzt erschien unter der Herausgeberschaft von Prof. Dr. E. Winter Band 84 "Vom eisenzeitlichen Heiligtum zum christlichen Kloster. Neue Forschungen auf dem Dülük Baba Tepesi".

  • Interdisziplinärität:

Grundlage der Forschungen ist deren interdisziplinäre Herangehensweise: Neben Archäologie, Alter Geschichte, Architekturforschung und Klassischer Philologie werden Disziplinen wie Geodäsie, Geophysik, Geoinformatik, Mineralogie und Biologie in die Untersuchungen miteinbezogen. Da die Universität Münster über die verschiedenen geistes- und naturwissenschaftlichen Einrichtungen verfügt, hat sie und wird sie weiterhin die Erlaubnis zu eigenen Ausgrabungen in der Türkei bekommen. Das muss im Sinne der Forschung und der Lehre fortgeführt werden.

  • Internationalität:

Die Forschungsstelle zeichnet sich durch ihre intensiven Verbindungen in die Türkei aus. Diese bestehen aus dem engen Kontakt zu türkischen Wissenschaftlern, Universitäten, Museen und anderen staatlichen Einrichtungen. Durch die Arbeit im Ausland und durch die Ausbildung ausländischer Studierender an der Forschungsstelle ist und wird das Ansehen deutscher Forschung und Forschungsmöglichkeiten im Ausland - und gerade in der für unser Kulturerbe so wichtigen Türkei - hervorgehoben.

  • Lehre:

Im Rahmen der Lehre vertritt die Forschungsstelle Asia Minor in Person von Prof. Dr. K. Zimmermann und Prof. Dr. E. Winter die kleinasiatische, v. a. hellenistische, Geschichte sowie die Religionsgeschichte; in Person von Dr. E. Strothenke (Schwerpunkt: Keramikbearbeitung) werden Grundlagen einer zeitgemäßen archäologischen Forschung gelehrt. Weiterhin findet eine regelmäßige praktische Arbeit und Unterweisung von Studierenden verschiedener Fachrichtungen auf den Ausgrabungen in der Türkei statt. Internationale, v. a. türkische, Studierende werden an der Forschungsstelle ausgebildet und betreut.