












Vor 80 Jahren wurden Rheinland und Westfalen zu einem Bundesland verschmolzen. In Münster findet aus diesem Anlass am 29. August der NRW-Tag statt, gefeiert wird vom 28. bis 30. August. Zu Gast ist auf den insgesamt elf Themenmeilen in der münsterschen Innenstadt unter anderem Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Das Archäologische Museum wird am Freitag von 11 bis 19 Uhr öffnen und bietet um 14 und 16 Uhr Führungen durch die Dauerausstellung an. Dafür ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei. Am Sonntag stellen Kurator Dr. Torben Schreiber und Doktorandin Saskia Erhardt um 15 Uhr auf der Bühne der Wissenschaftsmeile (Universitätsstraße) die Ausgrabung der ältesten Kirche Armeniens vor.
Ägyptologin Prof. Angelika Lohwasser spricht am Samstag um 17.30 Uhr auf dem Überwasserkirchplatz über Pharao Ramses und den ältesten Friedensvertrag der Welt. Ebenfalls ist an der Ecke Pferdegasse/Domplatz die "Archäologische Zeitmaschine" der Altertumskommission für Westfalen zu finden. Zu sehen sind dort drei VR-Filme, die reale Schauplätze in Nordrhein-Westfalen von der Steinzeit über die Römerzeit bis ins Mittelalter zeigen.

Unter der Leitung von Museumsdirektor Prof. Achim Lichtenberger vom Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie hat ein Team aus Archäologen, Glaziologen und Bergsteigern zwei Wochen lang den Ararat erkundet. Sie wollten feststellen, ob das Eis des höchsten Bergs der Türkei ein einzigartiges Archiv der Klima- und Kulturgeschichte bewahrt. Die Experten nutzten eine Kombination aus Bodenradar und aktiver Seismik, um Dicke und der Untergrund des Eises kartieren. Bei der nächsten Expedition soll erstmals ein Eisbohrkern vom Ararat gewonnen werden.
"Für die Archäologie eröffnet sich damit eine neue Quelle", sagt Projektleiter Lichtenberger. "Bislang sind wir darauf angewiesen, was im Boden liegt. Das Eis könnte hingegen eine durchgehende Chronik menschlichen Handelns bewahren – Schicht für Schicht über Jahrtausende hinweg." Der Berg liegt an einem Kreuzungspunkt früher Zivilisationen. Während es vergleichbare Untersuchungen im Mittelmeerraum bereits in den Alpen gab, ist der Nahe Osten in dieser Hinsicht bislang unerforscht.