Ad Logo 2014 Hp

Herzlich willkommen beim
Netzwerk Archäologie Diagonal

Archäologie Diagonal  ist ein 2011 gegründetes Netzwerk archäologischer Wissenschaften an der WWU Münster, welches im gegenseitigen Austausch an der Rekonstruktion vergangener Lebenswelten von Nordeuropa bis in die Sahara, von der iberischen Halbinsel bis Südasien in einem Zeitraum von der Sesshaftwerdung des Menschen bis ins Mittelalter arbeitet. In dem Netzwerk sind alle archäologischen Disziplinen sowie Forschungseinrichtungen verbunden, sodass ein intensiver Austausch von beispielsweise neusten Techniken und verschiedenen Forschungsansätzen möglich wird. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die an der Universität Münster beteiligten Institutionen, Personen und Projekte, sowie Informationen für Studieninteressierte.

Aktuelle Veranstaltungstipps

Dezember 2017

Mittwoch, 6. Dezember, 20 Uhr c.t.

Winckelmann-Vortrag

Michael HEINZELMANN (Köln): "Ostia, Portus, Rom. Neue Beobachtungen zur größten Handelsscheibe der antiken Welt"

Ort: F 5 (Fürstenberghaus), Domplatz 20-22


Donnerstag, 14. Dezember, 18 Uhr c.t.

Joachim BRETSCHNEIDER (Gent): "Zypern, Syrien und die Seevölker von 3200 Jahren. Neue Archäologische Forschungen in Pyla-Kokkinokremos und Tell Tweini"

Ort: Raum 428, Rosenstraße 9/Schlaunstraße 2, Münster

© WWU-Forschungsstelle Asia Minor

Mehr als 1.000 antike Siegelabdrücke entdeckt

Altertumswissenschaftler der WWU machen großen Fund an Siegelabdrücken in der Südosttürkei

Altertumswissenschaftler der Universität Münster haben in der Südosttürkei einen großen Fund an Siegelabdrücken gemacht. „Die einzigartige Artefaktgruppe aus mehr als 1.000 Stücken, die aus dem städtischen Archiv der antiken Stadt Doliche stammen, gibt viele Einblicke in die griechisch-römische Götterwelt – von Zeus über Hera bis zu Iuppiter Dolichenus, der von diesem Ort aus zu einem der wichtigsten römischen Gottheiten wurde“, erläutert Grabungsleiter Prof. Dr. Engelbert Winter von der Forschungsstelle Asia Minor zum Ende der Grabungssaison. „Dass die Verwaltung hunderte Dokumente mit den Götterbildern besiegelte, zeigt, wie stark die religiösen Vorstellungen den Alltag prägten. Der Kult um Iuppiter Dolichenus fand nicht nur im nahe gelegenen Zentralheiligtum statt, sondern prägte auch das Stadtleben“, so Prof Winter. „Deutlich wird außerdem, wie stark Iuppiter Dolichenus, der ursprünglich an diesem Ort verehrt wurde, im 2. und 3. Jahrhundert nach Christus mit dem ganzen römischen Reich verbunden war: Viele der Bilder zeigen den Gott im Handschlag mit verschiedenen römischen Kaisern.“

Pressemitteilung des Exzellenzclusters "Religion und Politik"
Forschungsstelle Asia Minor - Grabungsprojekt Doliche

© R. Dylka

Bericht über die Autumn School Numismatik

von Lydia Hofmann

„Was macht die Numismatik sexy?“ fragte Prof. Dr. Jan Keupp zu Beginn der ersten Numismatic Autumn School in Münster die knapp zwanzig TeilnehmerInnen, die sich in der Sky-Lounge des LWL-Museums für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum vom 13. bis 15. Oktober 2017 versammelt hatten. „Sie ist der Schlüssel zur heutigen, aber auch vergangenen Welten. Ein Spiegel sozusagen, der einen ehrlichen und unmittelbaren Blick auf die Geschichte bietet.“
Dieser unmittelbare und auch ganz haptische Eindruck war das Ziel der Autumn School, der als Kooperationsprojekt des Verbundes „Numismatik in Münster“ veranstaltet wurde. Zu diesem gehören verschiedene Institute der WWU Münster, das LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum und das Stadtmuseum Münster. Die TeilnehmerInnen sollten in dem dreitägigen Kurs einen sowohl praktischen als auch theoretischen Überblick über die Numismatik von der Antike bis zur Neuzeit bekommen. So ließen es sich die acht Seminarleiter nicht nehmen ihre Tresore zu öffnen und echte Schätze und Raritäten durch die Hände der wissbegierigen und staunenden TeilnehmerInnen wandern zu lassen.
Nach drei intensiven Tagen des Lernens und Erfahrens der Numismatik trafen sich alle TeilnehmerInnen und Dozenten zu einem gemeinsamen Gespräch, um die Perspektiven der Numismatik eifrig zu diskutieren. Die praktische Arbeit an Originalen und das epochenübergreifende Programm fand großen Anklang. Ein großer Schwerpunkt des Round-Table-Gesprächs waren die beruflichen Perspektiven im Arbeitsfeld der Numismatik.  Am Ende waren sich alle TeilnehmerInnen und DozentInnen einig: die Numismatic Atumn School soll wiederholt werden.

Numismatik in Münster

© WWU - Forschungsstelle Numismatik

12. Tag der Antiken Numismatik

In diesem Jahr wird in Münster zum zwölften Mal der TAG DER ANTIKEN NUMISMATIK veranstaltet. Aktuelle numismatische Forschungen und Projekte werden vorgestellt, um sie miteinander im breiten Kreis der Münzfreunde zu diskutieren; dabei soll der Austausch angeregt und ausgebaut werden.
Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.
Veranstalter sind die Forschungsstelle Antike Numismatik am Institut für Klassische Archäologie und Christliche Archäologie / Archäologisches Museum der WWU Münster, das Münzkabinett am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster sowie der Verein der Münzfreunde für Westfalen und Nachbargebiete e.V.
Darüber hinaus unterstützen die Münzhandlung Fritz Rudolf Künker GmbH & Co KG, der Verband der deutschen Münzenhändler e.V. sowie die numismatischen Kommission der Länder die Veranstaltung.

Zeit: 3. und 4. November 2017

Ort: Vortragssaal im LWL-Museum für Kunst und Kultur / Westfälisches Landesmuseum, Domplatz 10, 48143 Münster

Programm

Museumlogo Neu

Das Archäologische Museum der Universität Münster ist wegen Umbauarbeiten derzeit geschlossen.
Es wird am 28. April 2018 zur "Friedensausstellung" wieder seine Türen öffnen.





Neue Buchreihe

Kārum – Emporion – Forum (KEF)

Beiträge zur Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums und Altvorderasiens
© Ugarit Verlag

Mit „Kārum – Emporion – Forum. Beiträge zur Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums und Altvorderasiens“ (KEF) ist im Ugarit-Verlag Münster eine weitere altertumswissenschaftliche Reihe begründet worden. Reihenherausgeber sind die Ägyptologin Angelika Lohwasser und der Altorientalist Hans Neumann (beide Universität Münster) sowie der Althistoriker Kai Ruffing (Universität Kassel).
Kārum, Emporion und Forum bezeichnen im Babylonisch-Assyrischen, Griechischen und Lateinischen u.a. den Handelsplatz, der aufgrund seiner Funktion ein Ort des Zusammentreffens verschiedener Kulturen und von Menschen mit unterschiedlichem sozialen Status und aus verschiedenen Rechtskreisen war. Nicht zuletzt auch mit Blick auf aktuelle Probleme wendet die Forschung sowohl im Bereich der griechischen und römischen als auch der altvorderasiatischen Kulturen und derjenigen Ägyptens zunehmend ihre Aufmerksamkeit dem Kontakt dieser Kulturen untereinander und auch ihrer Wirtschaftsgeschichte zu. Die Behandlung wirtschaftsgeschichtlicher Fragen impliziert in der Konsequenz auch sozial- und rechtsgeschichtliche Problemstellungen, sind doch Ökonomie, Gesellschaft und Recht als Teile eines sich gegenseitig bedingenden komplexen Gefüges zu betrachten. Darüber hinaus mehren sich in der Forschung die Beispiele interdisziplinärer Zusammenarbeit auf diesen Gebieten und demonstrieren anschaulich die Vorteile einer solchen. Dieser Zusammenarbeit soll die neue Reihe KEF eine Plattform bieten. Willkommen sind daher Manuskripte in monographischer Form sowie Sammelbände aus allen Disziplinen, die sich mit der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialgeschichte des östlichen Mittelmeerraums, Altvorderasiens und Ägyptens vom 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur arabischen Eroberung im 7. Jahrhundert n. Chr. befassen.
Die beiden ersten vorliegenden Sammelbände sind dem Strafrecht im Altertum sowie dem antiken Textilhandel gewidmet. Weitere Bände befinden sich in Vorbereitung.

Weiterführende Links:

Ugarit-Verlag