WIEDER AUF GRABUNG: WWU-Feldforschung 2022
© WWU
Sommerreportage "Feldforschung 2022"

Die Feldkampagnen 2022 der Münsteraner Archäologinnen und Archäologen

2022 wurden die Grabungen in Armenien, Bulgarien, in der Türkei, im Irak und im Sudan fortgesetzt. Neu ist ein Feldforschungsprojekt in Sparta (Griechenland) gestartet. Auch Studierende waren in diesem Sommer wieder mitgefahren und haben ihre Kenntnisse durch praktische Erfahrungen erweitert. Und der mobile 3D-Scanner war ebenfalls wieder mit im Gepäck. Die Feldforschungskampagne in Israel, die traditionell in den Wintermonaten stattfindet, wird derzeit vorbereitet.

Die Projekte und Erwartungen stellen wir hier in unserer Reportage "Feldforschung 2022" vor. Und einige Impressionen der Kampagnen des letzten Jahres finden sich noch unten auf dieser Seite.

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 7

Am „Heiligen Berg“ der Könige des Reiches von Kusch (Sudan)

Fotos

© WWU_Lohwasser
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Wohin fahren Sie?
Ich bin bereits im Sudan, in unserem (angemieteten) Grabungshaus in Karima im Norden des Landes. Die Kleinstadt liegt direkt am Jebel Barkal, dem „Heiligen Berg“ der Könige des Reiches von Kusch (8. Jh. v. Chr. bis 4. Jh. n. Chr.).

Nach dem großen Survey-Projekt im Wadi Abu Dom, einem Talzug in der Wüste Bayuda im Norden des Landes, führten wir 2017-19 eine Grabung an einem Bauwerk durch. Es ist eine der wenigen größeren Steinstrukturen in diesem wüstenhaften Gebiet. Reste von Putz deuten auf einen Bau der Elite, den wir in das 2./3. Jh. n. Chr. datieren können. Es gibt viele Kochstellen, Tierknochen und Keramik, was auf eine profane Nutzung schließen lässt.

Wann sind Sie vor Ort?
Es ist eine ganz kurze Dokumentationskampagne, ich bin nur eine Woche im November 2022 hier.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Diesmal sind keine Studierende dabei (ich bin tatsächlich allein), da es keine reguläre Kampagne ist. Beim Survey hatten wir viele Studierende, auch bei der Grabung sind in der Regel zwei dabei. Zum Team gehört auch immer ein Vertreter der sudanesischen Antikenbehörde – der auch diesmal hilfreich ist, da ich für das Scannen der großen Gefäße immer mal eine dritte Hand brauche.

Was ist das Ziel der Herbskampagne 2022?
Diagnostische Keramikscherben konnten wir zur Bearbeitung nach Deutschland ausführen, aber viele Fragmente haben wir zu großen Gefäßen geklebt, die sich nicht transportieren lassen. Auf der Suche nach neuen Dokumentationsverfahren werde ich versuchen, diese mit dem Laserscanner aus unserem gemeinschaftlichen 3D-Lab aufzunehmen. Das Unterfangen hat Pilotcharakter, daher ist es nur ein kurzer Einsatz.

… und ich kann berichten, dass das Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt war: Es dauert viel länger als analoges Zeichnen und benötigt viel zu viel Speicherplatz. Trotzdem war es gut, dass der Scanner hier war, denn italienische Kollegen fanden bei ihrer Grabung zwei kompliziert aufgebaute Kapitelle, die ich in jeweils einer halben Stunde scannen konnte – eine schnelle Hilfe für die Dokumentation.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Das Besondere ist der experimentelle Charakter, unter dem meine kurze Anwesenheit steht. Besonders ist auch, dass ich zugleich mit einem italienischen Team hier bin – wir nutzen das gleiche Grabungshaus, aber zu unterschiedlichen Zeiten.

Welche technische Ausstattung kommt zum Einsatz?

Neben dem Computer habe ich den Artec Spider 3D Laserscanner mit im Gepäck. Dank der guten Vorbereitung durch den Antikendienst (Papiere mit wichtigen Unterschriften) und der Erfahrung und Hilfe durch das Hotel Acropole – das Hotel aller archäologischer Teams im Sudan – war die Einfuhr unkompliziert.

Projekthomepage: www.wadi-abu-dom.de

Danke an Frau Lohwasser für das Interview und die Bereitstellung der Fotos!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 6

AMYKLAION: Ein antikes Heiligtum bei Sparta

© WWU_Nomicos

Wohin sind Sie gefahren?
Wir waren in Amyklai, einem kleinen Ort wenige Kilometer südlich von Sparta. Dort befindet sich der Agia-Kyriaki-Hügel mit dem Apollon-Amyklaios-Heiligtum, bei dem es sich um eines der Hauptheiligtümer des antiken Sparta handelt. Seit dem Jahr 2005 findet dort eine systematische Ausgrabung, das Amykles Research Project, von griechischen Archäologen statt. Unser durch den DAAD und das griechische Pendant IKY gefördertes Projekt ist eine deutsch-griechische Kooperation, bei der die unmittelbare Umgebung des Heiligtums mithilfe von verschiedenen non-invasiven Techniken untersucht wird. 

Von wann bis wann war das Team vor Ort?
Die Kampagne 2022 fand zwei Wochen im Sommer von Ende Juli bis Anfang August statt.

Haben Sie Studierende mitgenommen?
Das Team besteht auf deutscher Seite aus Archäolog:innen und Geophysiker:innen. Dieses Jahr konnten wir zwei Studierende, eine Archäologie-Studentin und einen Geophysik-Studenten, mitnehmen.

Was war das Ziel der Sommerkampagne 2022?
Das Ziel der Sommerkampagne war die Untersuchung der unmittelbar im Westen und im Süden an das Heiligtum angrenzenden Areale mit verschiedenen geophysikalischen Prospektionsmethoden. Dabei sollte der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich eine Ausdehnung des Heiligtums über den ummauerten Kernbereich hinaus aufzeigen lässt. Hierbei sollten auch Areale identifiziert werden, in denen archäologisch relevante Strukturen zu erwarten sind, die in den Folgejahren mittels Ausgrabung näher zu untersuchen sind.

Was war das Besondere an dieser Kampagne?
Dass wir drei verschiedene geophysikalische Prospektionsmethoden anwenden konnten. UND dass es sich um die erste Kampagne einer hoffentlich längerfristigen Kooperation mit dem Amykles Research Project handelt!

Welche technische Ausstattung kam zum Einsatz?
Geophysikalische Messinstrumente aus den Bereichen Geomagnetik, Geoelektrik und Georadar, sowie ein differenzielles GPS-System.

Link zur Projektseite?
Die Projektseite wird momentan aufgebaut. Ein Link wird später eingefügt. 

Das Interview haben wir nach der Rückkehr des Teams geführt - herzlichen Dank an Frau Nomicos!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 5

DOLICHE: antike Stadt und monumentaler Tempel im Südosten der Türkei

Gruppenbild des Grabungsteams 2022
© Forschungsstelle Asia Minor

Wohin fahren Sie?
Wir fahren in die Türkei, genauer gesagt in die Südosttürkei. Am Rande der modernen Stadt Gaziantep liegt das Stadtgebiet von Doliche. Das ist der Name einer antiken Stadt, die ca. 300 v. Chr. gegründet wurde und bis in die Kreuzfahrerzeit, etwa bis 1150 n. Chr. besiedelt war. 

Von wann bis wann wird das Team vor Ort sein?
Anfang August bis Ende September 2022. Nicht alle Team-Mitglieder sind aber durchgehend vor Ort. Je nach Aufgabenbereich schwankt die Aufenthaltsdauer zwischen zwei und acht Wochen.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Studierende und Forschende aus Münster bilden den Kern des Teams. Daneben kommen sehr viele Team-Mitglieder aus der Türkei, aber auch aus den Niederlanden, Italien sowie aus anderen deutschen Universitäten. Insgesamt nehmen dieses Jahr ca. 30 Studierende und WissenschaftlerInnen an der Kampagne teil, hinzu kommen 20 lokale Grabungshelfer. Wir sind eine internationale Grabung, die Umgangssprache ist Englisch.

Was ist das Ziel der Sommerkampagne 2022?
Im Zentrum der Arbeiten steht in diesem Jahr die Untersuchung eines großen Tempels der römischen Kaiserzeit, den wir im vergangenen Jahr entdeckt haben. Der Bau ist ca. 40 m breit und wahrscheinlich 70 m lang. Obwohl der Tempel stark zerstört wurde, wird es uns möglich sein, durch gezielte Grabungen seine Gestalt und hoffentlich auch seine genaue Funktion zu bestimmen.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Die Möglichkeit zu haben, einen monumentalen Tempel zu untersuchen, der bislang völlig unbekannt war, ist eine ganz besondere Chance. Zu betonen ist auch, dass in der gesamten Region nur sehr wenige innerstädtische Tempel aus römischer Zeit bekannt und erforscht sind. Wir können hier also Grundlagenarbeit leisten und Neues entdecken.

Welche technische Ausstattung kommt zum Einsatz?
In der Grabung kommen verschiedene digitale Methoden der Dokumentation zum Einsatz, zudem haben wir eine Drohne angeschafft. Für die Fundbearbeitung im Grabungshaus stehen in diesem Jahr zudem dank ein Hand-Laserscanner und ein Laser Aided Profiler - ein Gerät, dass mit Hilfe eines Lasers Keramik zeichnen kann - zur Verfügung. Beide Geräte sind dank des Netzwerks "Archäologie Diagonal" für archäologische Projekte der Uni Münster angeschafft worden. Zudem haben wir eine Anlage bauen lassen, um Bodenproben zu schlämmen und so Reste von Pflanzen und andere organische Hinterlassenschaften zu isolieren. Wir verfügen zudem über ein gut ausgerüstete Restaurierungswerkstatt.

Link zur Projektseite?
Projekt Doliche an der Forschungsstelle Asia Minor

Besonderer Einblick in die Arbeit Vor-Ort?
Grabungsalltag in Doliche (Youtube Video)

"Über Staub und Stein" - Pressemitteilung der WWU

Das Interview haben wir nach der Rückkehr des Teams geführt: Danke an Herrn Blömer!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 4

TELL IZTABBA: eine hellenistische Siedlung im Jordantal (Israel)

Fotos

© WWU_Ebeling
  • © WWU_Ebeling
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Wohin fahren Sie?
Wir fahren nach Israel und arbeiten dort auf dem Tel Iztabba. Dieser Hügel beheimatet eine Siedlung aus der Seleukidenzeit, die wir erforschen. Die Stadt wird in der Bibel unter dem Namen Beth She'an erwähnt und wird auch heute wieder so genannt.

Von wann bis wann wird das Team vor Ort sein?
Unsere Ausgrabung findet im Jordantal statt, weshalb wir bevorzugt in der vorlesungsfreiten Zeit im Anschluss an das Wintersemester graben: von Anfang Februar bis März. In einer Jahreszeit also, in der es nicht so warm wie in den Sommermonaten ist. Nur im Jahr 2019 haben wir ausnahmsweise auch einmal von September bis Oktober dort gearbeitet.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Studierende aus Münster und Tel Aviv sind fester Bestandteil unserer Grabung! Ansonsten besteht das Team aus den beiden Projektleitern, Achim Lichtenberger und Oren Tal, zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern, Philip Ebeling und Meir Edrey, und der Registrarin Tamar Harpak von der Israelischen Antikenbehörde.n

Was ist das Ziel der Kampagne 2022/23?
Das Zeil der nächsten Kampagne ist es, die Infrastruktur der antiken Siedlung besser zu verstehen. Wir möchten beispielsweise genauer verstehen, wie und wo die unterschiedlichen Terrassen miteinander verbunden waren, wie Straßen angelegt waren und wie die Frisch- wie Abwasserversorgung zum Beispiel funktionierte.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Dies wird die erste Kampagne seit der erfolgreich beantragten Förderung durch die DFG. Es ist unsere insgesamt dritte Kampagne nach zwei Jahren Grabungspause, bedingt durch Corona und den Förderungsauslauf durch die German-Israeli-Foundation (GIF).

Welche technische Ausstattung kommt zum Einsatz?
Spitzhacke, Kelle, gegebenenfalls Zahnarztbesteck und Pinsel! Davon abgesehen benutzen wir ein Nivelliergerät und das technische Werkzeug, dass andere, wissenschaftliche Besucher:innen mitbringen. Dazu gehören stets eine Drohne mit Fotokamera und ein Tachymeter. Zusätzlich können ein Metalldetektor und vieles mehr eingesetzt werden, wenn Bedarf besteht.

Link zur Projektseite?
German-Israeli Tell Iẓṭabba Excavation Project

Danke an Herrn Ebeling für das Interview und die Bereitstellung der Fotos!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 3

QALADZE: eine eisenzeitliche Siedlung in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak)

Fotos

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Wohin fahren Sie?
Wir sind in der autonomen Region Kurdistan, Provinz Sulaymaniyah, die im Nordostirak liegt. Konkret wohnen wir in der Kleinstadt Qaladze und arbeiten in der Peshdar-Ebene am Fuße der chaîne magistrale des Zagrosgebirges.

Von wann bis wann wird das Team vor Ort sein?
Wir sind in diesem Sommer zwei Monate dort: vom 16. August bis zum 14. Oktober.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Das Team besteht aus Prof. Kreppner (Münster), Projektmitarbeiter Jens Rohde (Münster/München), WIMI Jana Richter (Münster/München), den Studierenden Ellen Coster, Tarik Willis, Noah Rothe, Stella Rennwanz, Philipp Böhmert, Sandra Hein (alle Münster), Malte Loetz (Tübingen) und Cajetan Geiger (Bochum), der Promotionsstudentin Zahra Golmohammadi (Münster), dem Postdoc Mohammad Masoumian (Marivan, Iran), Hero Salih Ahmed von der Antikendirektion Sulaymaniyah/Irak, Abubakir Qasim (University of Rapparin, Irak) Fahrer Aziz Sharif, Koch Ibrahim Mulla mit Hamrin Ibrahim sowie 23 Arbeitern aus Nureddin und Qaladze. Vor Ort waren vorübergehend auch unsere Kooperationspartner Prof. Karen Radner von der Alten Geschichte der LMU München und Prof. Eileen Eckmeier vom Institut für Ökosystemforschung an der CAU Kiel.

Was ist das Ziel der Sommerkampagne 2022?
In der Unterstadt des eisenzeitlichen Dinka Siedlungskomplexes setzen sich drei Gebäude in ihrer Größe deutlich von den anderen Häusern ab. Entsprechend unseres Dreijahresplan wird in jedem Jahr eines dieser Gebäude untersucht. In der Kampagne 2022 wird das 280 qm große Gebäude K erforscht.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Die große Gruppe aus Münster!

Welche (besondere) technische Ausstattung kommt zum Einsatz?
Wir haben einiges an technischer Ausstattung dabei: ein differenzial GPS für die Vermessung, structure from motion auf Grundlage von Drohnenfotos für Orthofoto und 3D-Modell, ein Laiser Aided Profiler für die Keramikdokumentation, eine MySql_Datenbank.

Link zur Projektseite?
Projektseite "Peshdar Plain Project"

Danke an Herrn Kreppner für das Interview und die Bereitstellung der Fotos!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 2

ARTAXATA - eine hellenistische Metropole in der Ararat-Ebene (Armenien)

Fotos

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Wohin fahren Sie?
Ein Team des Instituts für Klassische Archäologie fährt seit 2018 regelmäßig nach Artaxata-Artashat in der Ararat-Ebene (Armenien). Auch in diesem Jahr sind wir wieder dort.

Von wann bis wann wird das Team vor Ort sein?
Wir sind am 29. August angereist und arbeiten bis zum 8. Oktober.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Eine Doktorandin und ein Doktorand aus Eriwan, zwei Doktorandinnen aus Münster, vier Bachelor- und Masterstudierende aus Münster, eine Masterstudentin aus Frankfurt. Das Projekt steht unter der Leitung von Achim Lichtenberger, Torben Schreiber und Mkrtich Zardaryan.

Was ist das Ziel der Sommerkampagne 2022?
Ziel der diesjährigen Sommerkampagne ist die abschließende Erforschung des Hügels XIII sowie weitere Grabungsarbeiten im Bereich der „urartäischen Struktur“.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Es ist die Abschlusskampagne der ersten Förderphase durch die DFG und somit der Auftakt für weitere, ertragreiche Forschungsjahre am Fuße des Ararat.

Welche (besondere) technische Ausstattung kommt zum Einsatz?
Zunächst einmal kommt sehr viel Women- and Menpower eines sehr engagierten Teams zum Einsatz. Wir dokumentieren erneut unsere Schnitte mittels „structure-from-motion“, so dass die Grabung vollständig dreidimensional dokumentiert wird.

Link zur Projektseite?
Projektseite „Armenian-German Artaxata Project“ (AGAP)

Danke an Herrn Schreiber für das Interview und die Bereitstellung der Fotos!

| Reportage "Feldforschung 2022" - Teil 1

NOVA NADEZHADA: eine frühneolithische Siedlung in Südbulgarien

Fotos

© WWU_UFG
  • © WWU_UFG

Wohin fahren Sie?
Das Team der Münsteraner Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie reist erneut nach Südbulgarien. Wir führen eine Kooperation mit der Prähistorischen Abteilung des Archäologischen Instituts der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften durch. Die Grabung wird erneut vom Kulturministerium Bulgariens und dem Nationalen Forschungsprogramm "Kulturelles Erbe, nationales Gedächtnis und soziale Entwicklung" finanziert. Es geht um die Erforschung einer frühneolithischen Siedlung mit Grabensystem bei dem Dorf Nova Nadezhda.

Von wann bis wann wird das Team vor Ort sein?
28. August bis 25. September 2022.

Nehmen Sie Studierende mit, wer gehört sonst noch zum Team?
Es nehmen vier Studierende an der Ausgrabung teil, ferner Prof. Dr. Ralf Gleser und Dr. Jan Miera.

Was ist das Ziel der Sommerkampagne 2022?
Die ausgegrabene Fläche im Bereich des Südsektors wurde bereits 2021 um einen neuen Abschnitt erweitert, um die stratigraphischen und ggf. funktionellen Bezüge zwischen den frühneolithischen Häusern und den westlich davon gelegenen Umfassungsgräben zu erhellen. Für die Kampagne 2022 ist das Fortführen dieser Arbeiten geplant, ferner das Tieferlegen der Plana in den bereits jetzt ergrabenen Häusern, um so die frühesten Phasen der frühneolithischen Siedlung erfassen zu können.

Was ist das Besondere an dieser Kampagne?
Wir graben im Bereich einer der ältesten bäuerlichen Siedlungen nördlich der Ägäis (frühes 6. Jt. v.Chr.) und erhoffen uns auch neue Aspekte zur Neolithisierung Europas.

Welche (besondere) technische Ausstattung kommt zum Einsatz?
Die Grabung hat einen modernen digitalen Standard. Darüber hinaus kommt derzeit aber keine besondere technische Ausstattung zum Einsatz, da die Abgrenzung der Befunde und die stratigrafische Feinanalyse viel Zeit im Feld vereinnahmt.

Link zur Projektseite?
Projektseite "Siedlungsarchäologische Forschungen in Nova Nadezhda, Südbulgarien"

Danke an Herrn Gleser für das Interview und die Bereitstellung der Fotos.

Rückblick auf die Sommerkampagnen 2021

Sommerreportage "Feldforschung 2021" - Teil 5

ARTAXATA: eine hellenistische Metropole in der Ararat-Ebene (Armenien)

Fotos

Artaxata - Reinigungsarbeiten bei der Sommerkampagne 2020
Artaxata - Reinigungsarbeiten bei der Sommerkampagne 2020
© AGAP
  • Artaxata - Dokumentation der Funde im Grabungshaus
    © AGAP
  • © AGAP

Anreise: Das Team um Prof. Dr. Achim Lichtenberger und Dr. Torben Schreiber ist am 30. August in Artaxata ankommen und wird sechs Wochen - bis zum 8. Oktober - vor Ort sein. Aus Münster sind sieben Studierende mitgefahren und von armenischer Seite sind zwei Promovierende in das Projekt eingebunden.

Allgemeine Infos: Artaxata war die Hauptstadt des armenischen Königreichs der Artaxidendynastie. Gegründet durch Artaxias I. (189-160 v. Chr.) entwickelte sich der Ort in hellenistischer Zeit zu einer bedeutenden Metropole. Die antike Stadt wurde ca. 10 km südlich des heutigen Artaschat auf 14 Hügeln beim Kloster Khor Virap lokalisiert. Bisher wurde im Stadtgebiet in den 1970er und 1980er Jahren nur punktuell gegraben. Wichtige Fragen zur Urbanistik, zum kulturellen Profil der Stadt und zu Fragen der Epochengrenzen blieben allerdings noch offen. So ist weiterhin zu klären, wie lange der „Hellenismus“ in Armenien andauerte und inwiefern Vorgänge der „Romanisierung“ kulturgeschichtlich fassbar sind. Seit 2018 erforscht nun ein Team von armenischen und deutschen Wissenschaftler:innen die Urbanistik und die materielle Kultur der Stadt Artaxata von der hellenistischen Gründung bis in die nachchristlichen Jahrhunderte. Das Projekt soll zu einer kulturgeschichtlichen Einordnung der Stadt beitragen.

Ziel der Sommerkampagne 2021: Ziel der diesjährigen Sommerkampagne ist es, die Arbeiten auf dem sog. Hügel XIII abzuschließen. Dort wurden in den vergangenen zwei Jahren zwei größere Hauskomplexe teilweise freigelegt. Um die Gebäudefunktion genauer klären zu können, werden in diesem Jahr gezielt signifikante Bereiche freigelegt. Zudem soll weiter südlich in Bereich der „Unterstadt“ gegraben werden, wo die Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion größere Bebauungsstrukturen erwarten lassen.

Besonderheiten: Es handelt sich um die bisher größte Kampagne im Rahmen unseres Forschungs- projektes. Zum einen ist das Team größer als in den vergangenen Jahren und zum anderen sind wir erstmals insgesamt 6 Wochen vor Ort. Sofern es die Logistik erlaubt, werden wir den Laserscanner der Universität Münster nutzen können. Dieser war bereits während der Frühjahrskampagne zur Aufnahme von Architekturelementen aus Stuck im Einsatz.

Sommerreportage "Feldforschung 2021" - Teil 4

NOVA NADEZHADA: eine frühneolithische Siedlung in Südbulgarien

Fotos

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  • © Krum Bacvarov

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anreise: Prof. Dr. Ralf Gleser ist mit seinem Team Ende August nach Bulgarien aufgebrochen. Gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Prof. Dr. Krum Bacvarov (Archäologisches Institut mit Museum der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften) wird er bis zum 26. September vor Ort in Nova Nadezhada (Kreis Haskovo) sein. Aus Münster sind vier Studierende dabei.

Allgemeine Infos: Der archäologische Fundkomplex liegt nahe des Flusses Maritsa und umfasst eine Fläche von über 50 Hektar. Er besteht aus zwei niedrigen, hügelartigen Formationen, die durch einen schluchtartig eingetieften Bachlauf voneinander getrennt sind. Der Ort gehört aufgrund von Radiokarbondaten zu den ältesten neolithischen Siedlungen nördlich des Ägäischen Raumes: Die ältesten Siedlungsüberreste gehören dem Frühneolithikum (Wende vom 7. zum 6. Jt. v. Chr.) an. Bemerkenswert sind konzentrisch verlaufende Grabensysteme dieser frühen Zeitstellung. Bei Rettungsgrabungen 2013–2014, die aufgrund von Modernisierungsarbeiten an der nahe am Ort vorbeiführenden Eisenbahnlinie Istanbul–Belovo notwendig waren, wurde die nördliche Peripherie des nordwestlichen „Hügels“ teilweise erkundet. Die Forschungen am Fundplatz wurden 2018 wieder aufgenommen, um zu erkunden, in welchem zeitlichen Verhältnis die Bebauung innerhalb der Grabenanlagen zu den Gräben steht.

Ziel der Sommerkampagne 2021: Das Ziel der Grabungskampagne ist das weitere planmäßige Abgraben der Kulturschichten, um die ältesten Horizonte zu erreichen.

Besonderheiten: Eine Besonderheit stellt die Lage im Mariza-Tal dar, das bislang im Rahmen der Forschungen zur Neolithisierung Europas noch wenig Beachtung gefunden hat. Die Siedlung von Nova Nadezhda ist darüber hinaus interessant, weil sie mit einem mehrperiodigen Grabensystem eingefasst war. Solche Monumente sind zwar aus dem Neolithikum Mittel- und Westeuropa zahlreich bekannt, sie sind dort aber erheblich jünger. Die Idee, Grabensysteme zu bauen und zu unterhalten wurde anscheinend in der nordwestlichen Türkei am Ende des 7. Jts. "erfunden". Solche Monumente wurden dann mit der Neolithisierung unseres Kontinentes sukzessive nach Nordwesten verbreitet.

Sommerreportage "Feldforschung 2021" - Teil 3

JERUSALEM: Grabung auf dem Zionsberg im Garten der Dormitio-Abtei

Fotos

Grabung auf dem Zionsberg Sommer 2021
Grabung auf dem Zionsberg Sommer 2021
© DEI
  • Neu entdeckte Befestigungsmauer auf dem Zionsberg Areal IV
    © DEI
  • Grabungen des DEI auf dem Zionsberg
    © DEI
  • Grabungsbereiche 2021
    © DEI

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Anreise: Professor Dr. Dieter Vieweger ist bereits im Frühjahr nach Jerusalem gereist, da er als Direktor des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes selbstverständlich auch für längere Zeit vor Ort sein muss. Leider dürfen aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr keine Volontäre aus Deutschland an der Grabung teilnehmen.   

Allgemeine Infos: Seit 2015 erforscht das DEI Jerusalem mit dem südwestlich der Altstadt gelegenen Zionsberg eine strategisch bedeutende Anhöhe der Stadt Jerusalem. Bisher konnten der anglikanisch-preußische Friedhof mit seinen Stadttoren und -mauern sowie seinem ausgedehnten Wohngebiet (Areal I), die erhöhte Terrasse des ‚Griechischen Gartens‘ mit einer byzantinischen Villa (Areal II) und der Verlauf der byzantinischen wie ayyubidischen Stadtmauern am südwestlichen Felsabbruch des Stadtgebiets (Areal III) untersucht werden. Die Rettungsgrabungen der israelischen Antikenverwaltung (IAA) im ‚Šulḥan David‘ (M. Chernin), auf dem katholischen Friedhof (Marion Sindel) und daran angrenzend südlich der HaShalom-Straße (Y. Zelinger) ergänzen diese Forschungen zu einem eindrucksvollen Puzzle archäologischer Stadtgrabungen.

Ziele der Sommerkampagne 2021 und erste Ergebnisse: Das DEI und die Kollegen der israelischen Antikenverwaltung führen die Neu-Grabung im Bereich des Dormitio-Klostergartens am Bet Yosef (Areal IV) in diesem Sommer gemeinsam durch. Die Umbaumaßnahmen im Gebäude der Dormitio machen dieses Projekt möglich, so dass die vielfältigen Ausgrabungen auf dem Zionsberg Jerusalem eine weitere Ergänzung finden. In Areal IV/2 reichte die Stratigrafie sogar bis in die herodianische Zeit zurück. Ein Hortfund in Areal IV/3 nahe einer Innenmauer dieses Gebäudes brachte 16 byzantinische Münzen ans Tageslicht, die vermutlich vor der sassanidischen Eroberung mit all ihren Verwüstungen und Plünderungen in der Stadt 614 n. Chr. vergraben worden waren. Der Besitzer war nach den dramatischen Ereignissen am Anfang des 7. Jh. n. Chr. offenbar nicht mehr in der Lage, seine Ersparnisse nach der Rückeroberung der Stadt wieder an sich zu nehmen. Zudem ist das vermutich auf die Ummauerung der kreuzfahrerzeitlichen Marien- und Heiliggeistkirche und des angrenzenden Klosters gestoßen

Besonderheiten: Das Team gräbt an einem Ort, an dem es in der archäologisch wohl am meisten erforschten Stadt der Welt bislang noch gar keine archäologischen Untersuchungen gab. Es wird komplett papierlos gearbeitet, sämtliche Kontexte und Funde werden täglich 3-D dokumentiert.

Sommerreportage "Feldforschung 2021" - Teil 2

QALADZE: eine eisenzeitliche Siedlung in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak)

Fotos

© WWU - Janoscha Kreppner
  • © Jens Rohde
  • © Peshdar Plain-Project
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Anreise: Am 13. August ist das Team um Prof. Dr. Janoscha Kreppner in Qaladze, einer Kreisstadt in der Autonomen Region Kurdistan im Nordost-Irak angekommen. Der Ort liegt in der beeindruckenden Landschaft der Zagrosberge. Jana Richter (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), Jens Rohde (Projektmitarbeiter) sowie drei Studierende der Universität Münster sind mit dabei.

Allgemeine Infos: Seit 2015 untersucht ein internationales und interdisziplinäres Team unter der Projektleitung von Prof. Dr. Karen Radner (LMU München) und der Grabungsleitung von Prof. Dr. Florian Janoscha Kreppner (ehemals LMU-München, seit 10/2018 WWU-Münster) in der Peshdar-Ebene des Zagrosgebirges  diesen großflächigen Siedlungsbefund. Die wegen moderner Bautätigkeit und landwirtschaftlicher Aktivität als Rettungsgrabungen begonnenen Ausgrabungen und geophysikalischen Prospektionen haben dort eine ca. 60 ha große Siedlung zutage gebracht. Eine Siedlungsentwicklung vom 11. bis in das 8./7. Jh. v. Chr. von einem kleinen früheisenzeitlichen Dorf zu einer urbanisierten Siedlung kann hier nachgezeichnet werden. Ziel ist es, in der aufgrund der Golfkriege in den vergangenen Jahrzehnten kaum untersuchten Region des Nordirak an der Schnittstelle von mesopotamischer zu iranischer Kulturentwicklung die Ostgrenze des assyrischen Großreiches zu erforschen und dabei Globalisierungsphänomene gegenüber der Beibehaltung lokaler Kulturtraditionen genauer zu analysieren.

Ziele der Sommerkampagne 2021: Wir untersuchen eine ca. 60 ha große eisenzeitliche Siedlung an der Ostgrenze des Assyrischen Reiches (ca. 1000-600 v. Chr.). Der Fundort ist in eine Zitadelle und eine Unterstadt gegliedert. Ziel der diesjährigen Kampagne ist, durch Ausgrabungen in drei großen freistehenden Gebäuden in der Unterstadt Auskunft über die Funktion dieser Gebäude für die Unterstadt zu erhalten. Zudem wollen wir die bislang kaum erforschte indigene früheisenzeitliche Zagros-Eisenzeitkultur besser kennenlernen und erfahren, welche Veränderungen bei der Integration der Peshdar-Ebene in das Assyrische Reich stattfanden.

Besonderheiten: Es ist eine besondere Herausforderung eine archäologische Ausgrabung im Irak in Zeiten einer Pandemie und angespannten politischen Lage durchzuführen. Das Team erwartet interessante Befunde direkt unter der Geländeoberfläche, worauf Testschnitte bereits hindeuten. Sie freuen sich auf ungestörte Rauminventare, die Auskunft darüber geben, wie die Menschen vor 2800 Jahren an der Ostgrenze des Assyrischen Reiches gelebt haben! Der 3D-Scanner der Universität Münster soll Anfang September zu uns in den Irak gebracht werden. Das Projekt hat zudem ein digitales Dokumentationssystem entwickelt, mit dem es möglich ist, „Archäologie in real time“ zu betreiben, d.h. die Grabungsergebnisse bereits im Folgejahr in einer Monographie zu publizieren. Das ist wirklich unglaublich schnell!

Sommerreportage "Feldforschung 2021"- Teil 1

DOLICHE: Feldforschung im Osten der Türkei seit nunmehr 25 Jahren

Fotos

Blick auf das Grabungsgelände
Blick auf das Grabungsgelände
© WWU - Forschunggsstelle Asia Minor
  • © WWU_UFG
  • © WWU_UFG
  • Siegelabdrücke aus dem Archiv von Doliche
    © WWU - Forschungsstelle Asia Minor
  • Die Hangkirche von Doliche
    © WWU - Forschungsstelle Asia Minor

Von Bulgarien bis in den Sudan: Archäologische Feldforschungen an der WWU

Vortragsabend am 17. Januar 2022
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Anreise: In diesem Jahr die 4500 km von Münster bis Doliche mit dem Bulli zurückzulegen war schon die erste Herausforderung. Denn für jedes Land, das durchquert wurde, mussten zahlreiche Dokumente ausgefüllt werden. Aber nur so konnte die notwendige Ausrüstung in die Türkei gebracht werden. Zum Glück ist der Großteil der Gruppe mit dem Flugzeug aus Deutschland angereist. Anfang August sind alle wohlbehalten im Grabungshaus eingetroffen.

Allgemeine Infos: Doliche liegt im Osten der Türkei, nahe der syrischen Grenze. Überragt wird das Gebiet vom Gipfel des Dülük Baba Tepesi, auf dem sich mit dem Tempel des Iuppiter Dolichenus das wichtigste Heiligtum der Stadt befand war. In der Antike war Doliche ein Ort von überregionaler Bedeutung. Die Entdeckung von Tempelanlagen am Fuße des Keber Tepe in den Jahren 1997 und 1998 leitete den Beginn systematischer historisch-topographischer und archäologischer Untersuchungen ein. Von 1998 bis 2000 wurden Grabungen in den sog. Mithräen durchgeführt, danach konzentrierten sich die Forschungen auf das Heiligtum des Iuppiter Dolichenus. 2010 und 2011 wurden dann erstmals Testgrabungen im Stadt- gebiet durchgeführt. In der Folge wurde ein Konzept zur Erforschung Doliches entwickelt. Es umfasst geophysikalische und archäologische Surveys sowie Grabungen im Bereich der Wohnbebauung des Südhangs und im öffentlichen Raum (Agora) vor. Das Projekt wird seit 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Forschungsstelle Asia Minor unter der Leitung von Prof. Dr. Engelbert Winter umgesetzt.

Ziele der Sommerkampagne 2021: Die diesjährige Kampage hat sich mehrere Ziele gesetzt: Neben der Fortsetzung der geophysikalischen Prospektionen im antiken Stadtgebiet sollen insbesondere die Freilegungsarbeiten im Bereich der Hangkirche von Doliche sowie der römischen Thermenanlage abgeschlossen werden. Zudem können erstmals Grabungsarbeiten in neu erschlossenen Arealen im antiken Stadtzentrum durchgeführt werden, die weitere Auskunft über die öffentliche Bebauung geben sollen.

Besonderheiten: Im Rahmen einer neu etablierten Kooperation mit dem 2020 eingerichteten UNESCO Chair for Cultural Heritage and Digital Memory an der Baskent University in Ankara wird ein vollständiger terrestrischer Laserscan der Hangkirche von Doliche durchgeführt. Auch der 3D-Scanner der Universität Münster wird zum Einsatz kommen. Er dient der Dokumentation der in den vergangenen Jahren aus dem städtischen Archiv von Doliche geborgenen Siegel, deren Zahl inzwischen über 4000 Stücke beträgt.

Und sonst noch: Aktuelle Eindrücke liefern die "Doliche Diaries" - ein Blog direkt vom Grabungsalltag.

ARCHIV

Von Bulgarien bis in den Sudan: Archäologische Feldforschungen an der WWU

Vortragsabend am 17. Januar 2022
© Archäologie Diagonal

Nach den erfolgreichen Kampagnen im Sommer 2021 laden die Münsteraner Archäologen und Archäologinnen zum Beginn des neuen Jahres zu einem öffentlichen Vortragsabend ein, bei dem Einblicke in die aktuellen Feldforschungsprojekte gegeben werden.

Das Programm finden Sie  hier

Zeit: Montag, 17. Januar 2022 ab 18 Uhr c.t.

Ort: ZOOM

Link zum Zoom-Meeting-Raum

Meeting-ID: 6247015 9662 Kenncode: 438993

Begrüßung: Prof. Dr. Angelika Lohwasser

Moderation: Dr. Nikola Moustakis