Frühjahrsschule 2023: Interdisziplinäre Manuskriptkulturen

Derzeit wird von Dr. Paraskevi Toma, Dr. Monica Klöckener und Dr. Nikola Moustakis die Frühjahrsschule "Interdisziplinäre Manuskriptkulturen" vorbereitet, die vom 28. bis 31. März 2023 stattfinden wird.
Zu der Frühjahrsschule sind Expert:innen aus Münster, Hamburg, Würzburg, Cambridge eingeladen, die zu den Blöcken "Handschrift und Macht", "Handschrift und Ritual" sowie "Handschrift und Raum" referieren und interessantes Material aus ihren Forschungen mitbringen werden.
In den Nachmittagsblöcken werden die Mitarbeiter:innen des SCDH (Service Center for Digital Humanities) in digitale Tools und Methoden einführen. In Kleingruppen werden Texte gescannt, transkribiert und der Netzwerkanalyse unterzogen. An einem Tag ist eine Exkursion nach Hamburg zum Centre for Manuscriptcultures geplant.
Die Frühjahrsschule richtet sich an fortgeschrittene B.A.-Studierende, M.A.-Studierende und Promovierende.

Das Programm wird zum Beginn des Wintersemesters eingestellt.

News: Oktober 2022

Eva Baumkamp und Ludger Hiepel erneut zu Vorsitzenden des Senats gewählt

In seiner konstituierenden Sitzung hat der Senat der WWU am Mittwoch, 12. Oktober 2022, die Althistorikerin Dr. Eva Bumkamp zur Vorsitzenden und den Alttestamentler Dipl. Theol. Ludger Hiepel zum stellvertretende Vorsitzenden gewählt.

Mit der Wiederwahl übernehmen die beiden GKM-Mitglieder das Amt für die aktuelle Wahlperiode vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2024.

Wir gratulieren herzlich zu der Wahl!

NEWS: April 2022

Paraskevi Toma neue Petra Kappert-Fellow

© Privat

Die Byzantinistin Dr. Paraskevi Toma ist seit April 2022 neue Petra Kappert-Fellow am "Centre for the Study of Manuscript Cultures" (CMSC) an der Universität Hamburg.

Seit seiner Gründung im Jahr 2012 hat das CSMC ein internationales Forschungsumfeld für die Erforschung handschriftlicher Artefakte und globaler Manuskriptkulturen geschaffen. Hier arbeiten rund 200 Nachwuchswissenschaftler:innen an einer Vielzahl von Projekten, die Geistes- und Naturwissenschaften miteinander verbinden. Das größte laufende Projekte ist der Exzellenzcluster "Schriftliche Artefakte verstehen" mit 55 Forschungsprojekten aus mehr als 30 Disziplinen.

© Chr. Leitz

Ägyptologin wirbt Symposium zu antiken Treppenanlagen bei der VolkswagenStiftung ein

Mit Treppen lassen sich Höhenunterschiede bequem und sicher überwinden. Der aus Stufen gebildete Auf- und Abgang ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Neben ihrem praktischen Nutzen haben Treppenanlagen aber auch Symbol- charakter. In der Antike sind damit oft Rituale und Feste verbunden.

Dr. Alexa Rickert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Ägyptologie und Koptologie der Universität Münster, und Sophie Schlosser vom Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg erforschen antike Treppenanlagen, um herauszufinden, wie die Menschen vom Alten Orient über Ägypten bis hin zum späten Römischen Reich Treppen nutzten und wahrnahmen. Mit ihrem fächerübergreifenden Symposium „Gestaltung, Funktion und Bedeutung antiker Treppenanlagen“ wollen die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen eine Forschungslücke schließen.

Das Symposium, das vom 20. bis 22. Oktober 2021 in Hannover stattgefunden hat, wurde von der „VolkswagenStiftung“ gefördert. Es waren Expertinnen und Experten aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den USA, England, Österreich, Schweden und den Niederlanden eingeladen. Derzeit wird die Publikation der Beiträge vorbereitet. In dem Tagungsband werden erstmals antike Treppenanlagen disziplin- und quellenübergreifend beleuchtet.

Siegel
© Forschungsstelle Asia Minor

Arbeitskreis "Siegeln"

Einige Mitglieder aus dem Mittelbau haben sich zu dem Arbeitskreis "Siegeln" zusammengeschlossen. Derzeit gehören dieser Gruppe an:
Nikita Artemov - Dr. Johannes Auenmüller -
Dr. Anke Blöbaum - PD Dr. Dirk Mielke - Dr. Nikola Moustakis - Georg Neumann - Torben Schreiber - Dr. Claudia Tappert - Dr. Annik Wüthrich

Workshop 2017 
Die Arbeitsgruppe organisierte einen Workshop mit dem Titel "Gesiegelt – Besiegelt – Versiegelt - Entsiegelt. Siegeln als Kulturtechnik", der am 1. Dezember 2017 von 10 bis 18 Uhr im Hofhörsaal (Rosenstraße 9) stattfand. Programm

Publikation
Die Beiträge des Workshops sind inzwischen veröffentlicht. Die Publikation erschien 2022 im Zaphon-Verlag in der Reihe Kasion (Band 7) unter dem Titel "Gesiegelt - Versiegelt - Entsiegelt. Siegel(n) als Kulturtechnik".

Projektgruppe "Mut machen"

Kooperation zwischen GKM, Integrationsrat und Ausländerbehörde der Stadt Münster

Die Byzantinistin Dr. Paraskevi Toma und ihr Mann Orestis Kazasidis sind in ihrer Heimat Griechenland auf ein ganz besonderes Buch gestoßen: "Ftou Kselypi" ("Spuck die Trauer aus"). Die Autorin Marietta Kontou erzählt darin die Mut machende Geschichte von Nour, die dem Krieg in Syrien entflieht. Nach einer wahren Odyssee schafft sie es  dank ihres unbeugsamen Willens und ihres Talents als Schwimmerin, im Team geflüchteter Athleten zu den Olympischen Spielen. Das Buch wurde inzwischen ins Arabische übersetzt.
Inspiriert von dem Buch hat sich 2018 in Münster die Projektgruppe „Mut machen“ aus Vertretern des Integrationsrats, der Ausländerbehörde und der Universität Münster gebildet. Ihr gehören federführend an: Orestis Kazasidis, Dr. Nikola Moustakis, Helga Sonntag, Dr. Paraskevi Toma, Jennifer Wahlbring, Dr. Ömer Lütfu Yavuz. Mit vereinten Kräften brachten sie 500 arabische Exemplare nach Münster, um diese nun durch gezielte Aktionen an arabischsprechende Kinder und Jugendliche zu verteilen. Anliegen der Gruppe ist es dabei, für Interkulturalität und Mehrsprachigkeit zu sensibilisieren und das Miteinander durch Veranstaltungen zu beleben.
Veranstaltungen im Jahr 2022:
27. Januar 2022 Lesung am Gymnasium Paulinum für Schüler:innen der Klassen 8 im Rahmen des Courage-Tages
24. März 2022 Digitale Lesung im Rahmen der Wochen gegen Rassismus der Stadt Münster 
18. September 2022 Lesung - erstmals auch auf Ukrainisch
Publikation:
Das Buch wurde inzwischen von Nikola Moustakis auf Deutsch übersetzt. Die Projektgruppe hat durch zahlreiche Sponsoren eine Auflage von 1000 Stück im Sommer 2021 nach Münster bringen können.
Im Sommer 2022 werden einige Passagen auf Ukrainisch übersetzt, so dass ab Herbst dann auch Lesungen auf Ukrainisch angeboten werden können.  
Interesse in der Projektgruppe mitzumachen? Bitte bei der GKM-Geschäftsstelle melden.