Master Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)

22 Institute lehren in einem Studiengang

An dem Studiengang „Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)“ beteiligten sich alle im GKM vernetzen altertumswissenschaftlichen Disziplinen. Die übliche Konzentration auf die griechische und römische Antike wird in diesem Studiengang damit gezielt erweitert. Damit hebt sich der Studiengang sowohl von Angeboten an der WWU als auch von Studienangeboten anderer Universitäten ab. Möglich wird diese Ausweitung durch:

das breite Angebot an Theologien:  Evangelisch-Theologische Fakultät einschließlich Judaistik, Katholisch-Theologische Fakultät, Orthodoxe Theologie,  Institut für Jüdische Studien, Islamwissenschaft

die zahlreichen Archäologien: Archäologie Ägyptens, Archäologie des Vorderen Orients, Biblische Archäologie, Klassische Archäologie, Christliche Archäologie, Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie.

das breite Angebot an antiken Sprachen: Akkadisch, Aramäisch, Alt-Armenisch, Alt-Griechisch, Alt-Persisch, Demotisch, Etruskisch, Hebräisch, Hethitisch, Hieratisch, Hieroglyphen-Ägyptisch, Koptisch, Latein, Sumerisch, Syrisch, Ugaritisch sowie Klassisches Arabisch.

Der Studiengang richtet sich an Studierende, die sich für die Sprachen und Texte, die Geschichte und Politik, die Kulturen und Religionen, die materiellen und ideellen Hinterlassenschaften des östlichen Mittelmeerraums sowie aktuelle Fragestellungen interessieren und dafür bewusst diesen interdisziplinären Studiengang wählen.

Unser Ziel: ein optimales Studium. An diesem Ziel arbeiten wir ständig in Rücksprache mit Studierenden, Lehrenden, Studienberatung und Prüfungsamt.

Wie ist all dies möglich? Unsere Studienberatung informiert Sie gerne.

Bewerbungen für das Sommersemester 2020 sind von Anfang November 2019 bis zum 15. Januar 2020 möglich, für Non-EU-BewerberInnen ist die Frist 30. November. Das Bewerbungsportal ist ab Anfang November freigeschaltet.


Moustakis
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Termine und Informationen

Wintersemester 2019/20

AKOEM-Vorlesungsverzeichnis Wintersemester 2019/20
Bitte beachten: In den nächsten Wochen werden sicherlich noch weitere Veranstaltungen gemeldet. Das Vorlesungsverzeichnis für unseren Masterstudiengang "Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums (AKOEM)" wird daher auf dieser Seite ständig aktualisiert. Achten Sie auch auf die Aushänge in den Instituten und die Einträge im LSF-Portal. Denken Sie daran, dass Sie sich für einige Veranstaltungen vorab anmelden müssen, aktuelle Informationen finden Sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis der WWU.

Welcome Back-Meeting AKOEM
in der ersten Semesterwoche: Dienstag, 08. Oktober, 15.00 Uhr
Ort: GKM-Geschäfsstelle, Universitätsstraße 13-17   

AKOEM-Orientiergunsgespräche
Die Orientierungsgespräche finden am Donnerstag, 17. Oktober statt. Dazu ergeht eine persönliche Einladung.

Einführungsveranstaltungen und Vorbesprechungen
Einige Institute und Fachschaften bieten spezielle Einführungsveranstaltungen an, die wir Ihnen sehr empfehlen.
Vorbesprechung in der Altorientalistik/Ägyptologie/Koptologie: Montag, 7. Oktober 2019, um 10 Uhr c.t., in der Rosenstraße 9

Vor-Ort-Verteilverfahren für einige Sprachkurse
Für einige Sprachkurse gibt es ein Vor-Ort-Verteilverfahren.
Informationen dazu finden sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis der WWU

AKOEM-Exkursion nach Berlin
13. bis 15. Dezember 2019

Master-Meal / Studierendentreff
Um einen Termin für das nächste Studierendentreffen zu machen, werden wir rechtzeitig ein Doodle verschicken.
 
Modulabschlussklausuren
Bitte Modulabschlussklausuren rechtzeitig in der Geschäftsstelle bei Frau Dr. Moustakis anmelden.

Veranstaltungen des Career-Service (Auszug)
"Ein Tag im Archiv: Durch Führungen und praktische Übungen ein vielfältiges Arbeitsfeld kennenlernen"
Freitag, 13.12.2019, 10:15 – 16:45 Uhr
Ort: Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen, Bohlweg 2, 48147 Münster
Anmeldung hier

"Interdisziplinäre Kommunikation – wie vermittle ich mein Wissen an Laien?"
Dienstag, 07.01.2020, 10.15–16.45 Uhr und
Mittwoch, 15.01.2020, 10.15–16.45 Uhr
Ort: Career Service, Schlossplatz 3, Seminarraum 2
Anmeldung hier

"Arbeiten und Bewerben bei NGOs – Ein Webinar mit Teach First Deutschland"
Freitag, 17.01.2020, 10:30 – 12:00 Uhr
Das Webinar findet online in einem virtuellen Konferenzraum statt. Der Login in den virtuellen Konferenzraum erfolgt über den Webbrowser (z. B. Mozilla Firefox). Die Zugangsdaten und der Link zum Webinar werden am Veranstaltungstag per E-Mail an die Teilnehmer/innen geschickt.
Anmeldung hier

"Digitalisierung als Laufbahnchance für Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen"
Donnerstag, 23.01.2020, 10.15–16.45 Uhr und
Freitag, 24.01.2020, 10.15–16.45 Uhr
Ort: Career Service, Schlossplatz 3, Seminarraum 2
Anmeldung hier

Infoveranstaltungen des International Office zu Auslandsaufenthalten
:
Termine werden zu Beginn des Wintersemesters bekanntgegeben. 

Vor-Ort-Begehung im Rahmen des Reakkreditierungsverfahrens
Freitag, 13. Dezember 2019

Beachten Sie weitere Hinweise zur Anmeldung im Elektronischen Veranstaltungsverzeichnis der Universität Münster und bei den Aushängen der Institute.


Dr. Katharina Schmidt (Leiterin des DEI in Amman) bietet im Wintersemester ein Blockseminar in Münster an

Zwischen Jordan und Wüste. Archäologie und Geschichte der Spätbronze- und Eisenzeit in Jordanien

Jordanien ist als ein eigener Kulturraum durch den Jordangraben im Westen und die Wüste im Osten begrenzt. Hier entwickelten sich eigenständige Gesellschaften und Staaten, die immer in engem Austausch mit den Nachbarn standen. In der Spätbronzezeit (ca. 1550–1200 v. Chr.) ist die südliche Levante politisch geprägt von der ägyptischen Oberherrschaft. Auch das östlich des Jordans gelegene Gebiet war so in das internationale Staatensystem der Spätbronzezeit integriert. Das Ostjordanland profitierte von diesem kulturellen und kommerziellen Aufschwung, der sich in weitreichenden Handelsbeziehungen mit der Levante und der ostmediterranen Welt zeigt. Archäologisch geht dieser Aufschwung mit einem urbanen Städtebau einher und auch Importe aus dem ostmediterranen Raum, wie beispielsweise mykenische und zypriotische Keramik, sind ein Beleg dafür.
Mit der Eisenzeit (ca. 1200–600 v. Chr.) verdichten sich die Siedlungsstrukturen zu Kleinreichen, die als Ammon, Moab und Edom bezeichnet werden. Diese Reiche umfassen jeweils eigene Königssitze mit getrennten Verwaltungsstrukturen und Hauptstädten. Dies belegen vor allem einige wenige Textzeugnisse, allen voran die sog. „Mesha Inschrift“ des Königs Mesha von Moab. In Bezug auf die materielle Kultur dieser Reiche ergeben sich jedoch Überschneidungen. Eines der größten Probleme für die Archäologie stellt dabei die unzureichenden Ausgrabungslage der vormaligen Hauptstädte dar, die allesamt in moderner Zeit überbaut wurden; das gilt nicht zuletzt für die heutige jordanische Hauptstadt, das eisenzeitliche Rabbot Ammon.
In dem Seminar sollen die archäologischen und geschichtlichen Grundzüge der Spätbronze- und Eisenzeit sowie die des Übergangs zwischen beiden Perioden herausgearbeitet werden. Dabei werden sowohl Siedlungsstrukturen und Architektur als auch verschiedene archäologische Fundgruppen wie Keramik oder monumentale Großplastik genauer betrachtet. Ziel ist es die archäologischen Charakteristika der jeweiligen Perioden herauszuarbeiten und den Übergang von der Spätbronze- zur Eisenzeit nachzuvollziehen. Eine weitere Zielsetzung wird es sein, die archäologischen Unterscheidungen sowie Überschneidungen der eisenzeitlichen Reiche herauszuarbeiten.
Lit.:
R. B. Adams (Hg.), Jordan. An archaeological Reader, Equinox London, 2008.
T. E. Levy, M. Najjar, E. Ben-Yosef, New insights into the Iron Age Archaeology of Edom, southern Jordan, The Cotsen Institute of Archaeology Press, 2014.
H. Weippert, Palästina in vorhellenistischer Zeit. Handbuch der Archäologie, Vorderasien II, München, 1988.

Termine:
Fr. 13. / Sa 14. Dez.,
Fr. 20. / Sa. 21. 3.Dez.,
vmtl. Do 23. / Fr. 24. Jan.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Prof. Dr. Florian Janoscha Kreppner, janoscha.kreppner@wwu.de