Emanzipation durch Bildung

Alexander Haindorf und seine Enkelkinder Robert und Agnes (Gemälde von Caspar Görke, 1854)
Alexander Haindorf und seine Enkelkinder Robert und Agnes (Gemälde von Caspar Görke, 1854)
© Caspar Görke/LWL-Museum für Kunst und Kultur

Dr. Alexander Haindorf, der erste jüdische Privatdozent der Universität Münster, wird am 15. und 16. Oktober mit einer wissenschaftlichen Veranstaltung, einem Konzertabend und einer Sondervitrine im Archäologischen Museum gewürdigt. Das Symposium "200 Jahre Emanzipation durch Bildung – Alexander Haindorf und seine Vision" nimmt am 15. und 16. Oktober Haindorfs Leben, seine Zeit und seine Bildungsvision in den Blick. Das Programm finden Sie hier. Am Abend des 15. Oktobers findet im LWL-Museum für Kunst und Kultur ein Konzertabend mit szenischen Einschüben ab 19.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Vom 15. Oktober bis 15. November erinnert zudem eine Sondervitrine im Archäologischen Museum an Alexander Haindorf und die Geschichte der Marks-Haindorf-Stiftung. Ausgewählte historische Objekte und Dokumente geben Einblicke in Haindorfs Bildungsvision und die wechselvolle Geschichte der von ihm begründeten Institution. Ein besonderes Highlight ist ein Ehrenpokal aus dem Jahr 1850, den die "Israelitische Gemeinde" Alexander Haindorf anlässlich des 25-jährigen Bestehens seiner Bildungsinitiative widmete. 

Neues Gesicht in der "Römischen Ecke"

© Archäologisches Museum/Yannick Oberhaus

Ab sofort ist in der Dauerausstellung ein neues Gesicht  zu finden – und was für eines: einen Gipsabguss des so genannten "Grünen Caesars". Das berühmte antike Porträt zeigt Gaius Iulius Caesar mit markanten Gesichtszügen, hoher Stirn und ernstem Blick – ganz Staatsmann, Feldherr und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der römischen Geschichte. Das Original, das in der Antikensammlung Berlin steht, wurde wahrscheinlich in den Jahren zwischen 25 vor und 50 nach Christus aus ägyptischer Grauwacke gefertigt und im Wadi Hammamat gefunden. Den Gipsabguss wurde uns aus Privatbesitz als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt und erweitert nun die "Römische Ecke" im Untergeschoss.