Klein, aber wertvoll

Münzkatalog des Archäologischen Museums Münster soeben erschienen

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Trixi Steil (studentische Mitherausgeberin), Dr. Claus Dapper (Schatzmeister des Fördervereins Kerykeion), Dr. Katharina Martin (Münzkuratorin des Archäologischen Museums), Dr. Robert Zeidler (Sparkasse Münsterland Ost) und Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Direktor des Archäologischen Museums) (v.l.n.r.)
Trixi Steil (studentische Mitherausgeberin), Dr. Claus Dapper (Schatzmeister des Fördervereins Kerykeion), Dr. Katharina Martin (Münzkuratorin des Archäologischen Museums), Dr. Robert Zeidler (Sparkasse Münsterland Ost) und Prof. Dr. Achim Lichtenberger (Direktor des Archäologischen Museums) (v.l.n.r.)
© Archäologisches Museum/Yannick Oberhaus
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"Münzen sind gewissermaßen Spiegelbilder der Geschichte. Durch sie erhalten wir interessante Einblicke und können die historische Entwicklung nachvollziehen und vor allem verstehen", sagte Dr. Robert Zeidler, Vorstandsvertreter der Sparkasse Münsterland Ost, als er heute (5. Dezember) den neuen Münzkatalog der Archäologischen Museums in Empfang nahm. Dieser hätte nicht ohne die großzügige finanzielle Spende der Sparkasse realisiert werden können. "Wir sind gerne als Förderer von diesem Katalog aufgetreten, um einerseits den Reichtum der Kulturgüter hier vor Ort und andererseits die Antike ein wenig lebendig zu machen", so Zeidler.

Der Grundstock der Münzsammlung des Museums wurde in den 1950er Jahren gelegt. Heute bieten die rund 11.000 Stücke einen repräsentativen Querschnitt durch die Numismatik der Alten Welt von der Antike bis in die islamische Zeit und darüber hinaus. Die ersten Münzen wurden im siebten Jahrhundert vor Christus geprägt, manchmal sind sie die einzigen Spuren von Gesellschaften, deren schriftliche Quellen verloren gegangen sind. Die Abbildungen von Gottheiten, Bauwerken und Natur, später auch von Herrschern wie Alexander dem Großen, Julius Cäsar und Kleopatra machen Wirtschaftssysteme, Glaubensvorstellungen, politische Verflechtungen und künstlerische Entwicklungen unmittelbar begreifbar.

Die großformatigen, detailreichen Abbildungen von rund 200 besonderen Münzen des Museums erlauben die intensive Beschäftigung mit den Objekten, von denen selbst das größte nur 140 Gramm wiegt. Die Texte entstanden im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der Universität. Viele der beteiligten Studierenden können mit ihm ihre erste wissenschaftliche Veröffentlichung vorlegen – und bieten damit ein herausragendes Beispiel für den Anspruch des Archäologischen Museums, Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

"Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die Sparkasse Münsterland Ost", sagte Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Direktor des Archäologischen Museums. "Vor allem, da es nicht das erste Mal ist, dass wir mit ihrer Hilfe ein Projekt umsetzen". Die Sparkasse unterstützt auch die aktuelle Sonderausstellung "Sizilien – Insel der Arethusa", die erstmals Einblicke in den reichen Münzbestand von der Mittelmeerinsel gibt.

„Geldstücke“, Hrsg. Achim Lichtenberger, Katharina Martin, Trixi Steil, 447 Seiten, Verlag Nünnerich-Asmus, 29 Euro