Patara
Seit 2010 unterstützt Prof. Dr. Klaus Zimmermann, gemeinsam mit PD Dr. Christof Schuler (Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des DAI, München), die epigraphische Bearbeitung der lykischen Metropole Patara durch Prof. Dr. Helmut Engelmann; Sophia Bönisch (München) und Andrew Lepke (Münster) verstärken seit 2011 das Team. Von Livius als caput gentis bezeichnet (XXXVII 15, 6), war die bedeutende Hafenstadt eines der wichtigsten Zentren des lykischen Bundes wie der von Kaiser Claudius eingerichteten Provinz.
Ziel der Forschungskooperation mit den Ausgräbern Prof. Dr. Havva Işkan und Prof. Dr. Fahri Işık (Antalya) ist kurzfristig die Publikation der wichtigeren Neufunde und mittelfristig die Erstellung eines aktuellen Corpus der Inschriften Pataras, das den älteren Stand in Band II 2 der Tituli Asiae Minoris (1930) ersetzen soll. Die epigraphischen Arbeiten des Jahres 2010 konzentrierten sich auf die Kirche in der Nordnekropole, wo neben kaiserzeitlichen Grabinschriften u. a. ein als Spolie verbautes Inventar aus frühhellenistischer Zeit und ein Grabepigramm für den literarisch bezeugten Bischof Eudemos (4. Jh. n. Chr.) gefunden wurden, sowie auf den zentralen Bereich des Buleuterions und der Säulenstraße mit einer Vielzahl von Ehrenbasen und Dedikationen aus der Kaiserzeit.



