© Archäologisches Museum Münster/Lianna Hecht

Schwergewichtig nicht nur im wörtlichen, sondern auch im übertragenen Sinne kommt der neue Katalog des Archäologischen Museums der Universität Münster daher. Auf 400 Seiten haben die Herausgeber Prof. Achim Lichtenberger und Dr. Helge Nieswandt ihre "Lieblingsstücke" des Museums herausgesucht und eine repräsentative Auswahl aus den gut 7.000 Artefakten und 10.000 Münzen, knapp 500 Abgüssen, den 26 Modellen antiker Stätten und Monumenten, 221 Hologrammen sowie der Scherbensammlung mit 5.100 Stück geschaffen. Autorinnen und Autoren sind neben Lehrenden der Universität insbesondere auch fortgeschrittene münstersche Studierende, die sich mit ausgewählten Stücken beschäftigt haben.

© Museum Abtei Liesborn

Das schmerzverzerrte Gesicht legt Zeugnis ab von der Brutalität des Todes, das Y-förmige Kreuz stellt besonders ausdrucksstark das Leiden Jesu Christi dar, dessen Arme durch die Gabelform weit nach oben gestreckt werden. Mit Maßen von 3,24 Meter Höhe und 1,94 Meter Breite ist das Gabelkreuz, das in der Kirche St. Lamberti in Coesfeld steht, das größte seiner Art in Deutschland. Ein bedeutender Verehrer des Coesfelder Kreuzes war der münstersche Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen, der 1659 den Großen Kreuzweg als Prozessions- und Andachtsweg stiftete. Im selben Jahr ließ er Münzen prägen, die das Bild des Coesfelder Kreuzes tragen. Diese Gedenkprägung, von denen das Museum Abtei Lisborn im vergangenen Jahr ein Exemplar erwerben konnte, ist die Münze des Monats.