














Über 1.700 Jahre war das Pantheon in Rom der größte Kuppelbau der Welt. Erst in der Renaissance wurde der Tempel auf dem Marsfeld in Rom übertroffen. Die imposante Architektur und die Weihung an alle Götter, Kaiser eingeschlossen, machen das Pantheon einzigartig. Mit der Wiedereröffnung der Dauerausstellung kann das Archäologische Museum im Monat Mai erstmals ein detailliertes Modell eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Antike zeigen. Das Modell kann zu den üblichen Öffnungszeiten von dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Wer sich genauer für Geschichte und Architektur des Gebäudes interessiert, ist herzlich zu den Vorträgen zum "Thema des Monats" am 17. und 31. Mai von Tim Landsmann um 14.15 Uhr eingeladen.

2021 erhielt das Archäologische Museum 570 römerzeitliche Münzen aus dem Besitz der Stadt Gelsenkirchen als Dauerleihgabe. Die Münzen gehörten einst zum Bestand des Heimatmuseums in Buer (inzwischen eingemeindet und ein Stadtteil von Gelsenkirchen), später des Städtischen Museums Gelsenkirchen. Anhand der Inventarliste konnte Münzkuratorin Dr. Katharina Martin nun nachweisen, dass acht der Münzen Teil eines Hortes waren, der 1924 auf dem Gelände von Haus Berge in Buer gefunden wurde. Der Verbleib dieser Münzen war bisher ungeklärt. Über das Digitale Münzkabinett können die Münzen, die aus der Zeit von Konstantin dem Großen stammen, auf hochauflösenden Fotos bis ins Detail betrachtet werden.

In der aktuellen Ausgabe der Universitätszeitung schildert der sudanesische Archäologe Prof. Mohamed Albdri Sliman Bashir die Zerstörungen, die der Krieg, der seit 2023 in seinem Heimatland wütet, auch unter den archäologischen Schätzen des afrikanischen Landes hervorgerufen hat. Der Professor der University of Khartoum ist derzeit auf Einladung von Prof. Angelika Lohwasser, Direktorin des Instituts für Ägyptologie und Koptologie, in Münster.
An der dortigen Forschungsstelle Alter Sudan forscht er zur Archäologie des Sudan. Bashir ist Spezialist für Siedlungsmuster und die antike Urbanisierung im Königreich Kusch (etwa 1000 vor bis 350 nach Christus). In seiner aktuellen Forschung verbindet er traditionelle archäologische Analysen mit molekularen Ansätzen, etwa DNA- und Isotopenuntersuchungen, und Interviews mit lokalen Gemeinschaften, um so ein umfassendes Verständnis der Vergangenheit und Gegenwart der Region zu erlangen.