Neues Gesicht in der "Römischen Ecke"

© Archäologisches Museum/Yannick Oberhaus

Ab sofort ist in der Dauerausstellung ein neues Gesicht  zu finden – und was für eines: einen Gipsabguss des so genannten "Grünen Caesars". Das berühmte antike Porträt zeigt Gaius Iulius Caesar mit markanten Gesichtszügen, hoher Stirn und ernstem Blick – ganz Staatsmann, Feldherr und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der römischen Geschichte. Das Original, das in der Antikensammlung Berlin steht, wurde wahrscheinlich in den Jahren zwischen 25 vor und 50 nach Christus aus ägyptischer Grauwacke gefertigt und im Wadi Hammamat gefunden. Den Gipsabguss wurde uns aus Privatbesitz als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt und erweitert nun die "Römische Ecke" im Untergeschoss.

Assyriens verborgene Könige

Alexander Johannes Edmonds und Eckart Frahm haben Beweise entdeckt, dass die assyrische Königliste nicht vollständig ist.
Alexander Johannes Edmonds und Eckart Frahm haben Beweise entdeckt, dass die assyrische Königliste nicht vollständig ist.
© The British Museum and the Cuneiform Digital Library Initiative

Mehr als 100 Jahre lang ging man davon aus, dass die Herrscher im antiken Assyrischen Reich im Vorderen Orient auf einer Königsliste – einem prestigeträchtigen Text, erhalten in mehreren Tontafelexemplaren – vollständig aufgelistet sind. Altorientalisten der Universitäten Münster und Yale konnten nun belegen, dass es drei weitere Könige gab. "Seit der Entdeckung der Königstafel Anfang des 20. Jahrhunderts hat keiner die Reihenfolge angezweifelt", erläutert Dr. Alexander Johannes Edmonds vom Institut für Altorientalistik und Vorderasiatische Archäologie. Die Wissenschaftler haben bei einer neuen Analyse von Keilschriften aus dem 10. und 8. Jahrhundert vor Christus Beweise für drei bisher unbekannte assyrische Könige gefunden.