Anmeldung für unseren Masterstudiengang
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Für unseren Masterstudiengang "Islamwissenschaft und Arabistik" können Sie sich jetzt bis zum 15. September online bewerben.

Aktueller Institutsbetrieb

 

  • Die Bibliothek ist in der vorlesungsfreien Zeit Mo - Do von 10 - 14 Uhr und Fr 10-12 Uhr zugänglich.
  • In Ausnahmefällen können außerhalb dieser Zeiten Termine vereinbart werden. Hierzu schreiben Sie bitte eine Mail an das SHK-Büro.
  • Das Sekretariat ist Mo - Fr in der Zeit von 9:00 – 17:00 Uhr telefonisch sowie in der Zeit von 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr persönlich erreichbar. Bitte für umfangreiche Anliegen nach Möglichkeit vorher einen Termin absprechen. 
  • Wir empfehlen das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes auf den Fluren und in den Gemeinschaftsräumen des Instituts.

Sprechstunden in der vorlesungsfreien Zeit

Sprechstunden mit den Lehrenden des Instituts vereinbaren Sie bitte individuell per Mail.

Neuerscheinung von Dr. Ines Weinrich

In Praise of the Prophet: Forms of Piety as Reflected in Arabic Literature (ALEA Bd. 9)

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© Ergon Verlag

Dr. Ines Weinrichs neues Buch ist in der Reihe Arabische Literatur und Rhetorik - Elfhundert bis Achtzehnhundert (ALEA) (Band 9) erschienen. Im Zentrum stehen Praktiken der Prophetenverehrung ab dem 13. Jahrhundert und ihr literarischer Niederschlag. In erster Linie ist das bisher wenig erforschte Gebiet der Prophetenlobdichtung (al-madīḥ an-nabawī) zu nennen. Der Band zeigt ihre vielfältigen Ausdrucksformen als persönliche Frömmigkeitsform, literarischer Wettstreit oder musikalische Aufführung. Neben Bearbeitungen des bekannten Burda-Gedichts aus dem 13. Jahrhundert finden sich umgangssprachliche strophische Gedichte, mawlid-Texte, Prophetenlob in Maqāmen und in der marokkanischen Musiktradition (nūba) sowie Gebetbücher und Briefe an das Grab des Propheten. Zahlreiche einflussreiche Werke und Personen werden zum ersten Mal in der europäisch-sprachigen Forschung vorgestellt.

Das Buch enthält Beiträge von Thomas Bauer, Carl Davila, Yehoshua Frenkel, Annabel K. Gering, Andreas Herdt, Th. Emil Homerin, Alev Masarwa, Hakan Özkan, Nefeli Papoutsakis, Suzanne Pinckney Stetkevych, Syrinx von Hees und Ines Weinrich.


In Praise of the Prophet
Forms of Piety as Reflected in Arabic Literature
Herausgegeben von Dr. Ines Weinrich
2022, 417 S., geb., 72,– €, ISBN 978-3-95650-945-2
Arabische Literatur und Rhetorik - Elfhundert bis Achtzehnhundert (ALEA), Bd. 9
https://www.nomos-shop.de/ergon/titel/in-praise-of-the-prophet-id-105756/
 

Neuerscheinung von Prof. Dr. Marco Schöller

Marco Schöller (Hg.): Im Bann von Mekkas Toren. Orientalismus in der deutschsprachigen Dichtung: Ein Lesebuch, 1836–1843,

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© Prof. Marco Schöller

Hamburg: Editio Gryphus 2022, xx + 676 S.

Dieser zweite Band der Reihe »Minima Orientalia« eröffnet eine Serie von mehreren Bänden, die der deutschsprachigen Orientdichtung des 19. Jahrhunderts gewidmet sind. Der nun erschienene Band
versammelt mehr als 260 deutschsprachige Dichtungen mit Orientbezug von über 150 Autorinnen und Autoren. Fast alle Texte sind zwischen 1836 bis 1843 zum ersten Mal veröffentlicht worden; nur bei den Übertragungen fremdsprachiger Gedichte wurden Texte aufgenommen, die einige Jahre danach gedruckt wurden. Unter den fremdsprachigen Gedichten sind Texte von Béranger, Byron, Hugo, Lamartine, Mickiewicz, Motherwell, Puschkin, Quinet und anderen, die im Original und in zeitgenössischen deutschen Übersetzungen geboten werden. Der gewählte Zeitraum erklärt sich aus dem Umstand, dass 1836 Ferdinand Freiligraths bekanntes Gedicht »Wär’ ich im Bann von Mekkas Toren« erschien, worauf dann im Jahr 1843 eine parodistische Replik von Robert Prutz folgte.

Freiligrath, Rückert, Heine, Eichendorff und Chamisso sind unter den namhaften deutschsprachigen Dichtern, die in diesem Lesebuch vertreten sind, doch abgesehen von Freiligrath spielen sie nur eine Nebenrolle. Die Protagonisten auf den Seiten dieses Buchs sind andere, etwa Betty Paoli, Ludwig Kalisch oder Heinrich von Levitschnigg. Wir hören in den Texten von Saladin und Ferdousi, von Kalifen und Paschas, von Tscherkessinnen und Odalisken, von Renegaten und Palikaren. Viele Verse besingen einen Wüstenritt, die Silberwellen des Bosporus oder die Lauben der Alhambra. Aber auch Ereignisse der Zeit werden zum Thema, etwa die Kämpfe der Franzosen in Algerien oder die Orientkrise des Jahres 1840. Von besonderer Bedeutung ist, dass türkische Themen in der Orientdichtung jener Jahre einen zunehmend wichtigen Stellenplatz einnehmen.
 

Neuerscheinung von Prof. Dr. Marco Schöller

Eustace C. Grenville Murray: Fast wie im orientalischen Leben. Satirisch-poetisch-politische Berichte aus dem Osmanischen Reich (1853–1855).

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© Prof. Marco Schöller

Ins Deutsche übertragen und mit einem Nachwort versehen von Marco Schöller
Hamburg: Editio Gryphus 2021, x + 417 S., 2 Karten

Marco Schöller hat in einer neuen Veröffentlichtung die englischen Reiseberichte von Eustace C. Grenville Murray übersetzt und kommentiert, die in den Jahren 1853 bis 1856 erschienen sind und von Murrays Aufenthalt im Osmanischen Reich (1853–1855) handeln.

Der englische Journalist Eustace C.Grenville Murray war zu Beginn der 1850er Jahre in den diplomatischen Dienst Ihrer Majestät eingetreten und wurde zunächst in Wien, dann für kurze Zeit auch in Hannover eingesetzt. Schließlich beorderte man ihn jedoch nach Konstantinopel — dem heutigen Istanbul —, wo er im Frühjahr 1853 eintraf. Weil er es sich bald mit dem dortigen britischen Botschafter, Lord Stratford Canning, verdarb, schickte man ihn im Oktober 1853 auf die damals türkische Insel Lesbos, wo er für acht Monate als Vertreter des britischen Vizekonsuls tätig war. Nach seiner Rückkehr nach Konstantinopel ergab sich für Murray keine weitere Verwendung, weshalb er im Winter 1854/55 nach England zurückkehrte. Er nahm den Weg über das Schwarze Meer, durch das nordöstliche Bulgarien und über die Donau und erreichte im Januar 1855 Bukarest.

Über seine Zeit in der Hauptstadt des Osmanischen Reichs und über seinen Aufenthalt auf Lesbos und im nahen Kleinasien, aber auch über seine Heimreise durch den Balkan berichtete Murray in über 40 Zeitschriftenartikeln und drei Büchern. Die meisten seiner Texte erschienen anonym oder unter dem Pseudonym The Roving Englishman, »der vagabundierende Engländer«. Es war übrigens Charles Dickens, der dafür sorgte, dass viele von Murrays Texten in der Zeitschrift Household Words erschienen. Eine umfassende Auswahl aus diesen Texten ist in diesem Buch zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt und mit Erläuterungen versehen worden.

Murray war ein genauer Beobachter seiner Umwelt, aber auch ein vorlauter Snob. Seine Texte sind manchmal schelmisch oder böse, oft scharfzüngig und immer mit pointiertem Witz; es sind beißende Satiren und sozialkritische Genrebilder, Porträts von Zeitgenossen und heitere Reiseerzählungen. Seine Berichte handeln vom Leben der Türken und Griechen in Istanbul und im östlichen Ägäisraum, insbesondere vom Alltagsleben, während andere Berichte auch die britische Diplomatie und ihre Vertreter im Osmanischen Reich aufs Korn nehmen.

'Kultur der Ambiguität' in englischer und russischer Übersetzung erhältlich
© Prof. Thomas Bauer

Das bereits 2011 erschienene und mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnete Werk 'Kultur der Ambiguität' von Professor Dr. Thomas Bauer ist nun auch in englischer und russischer Übersetzung zu erwerben.
Alle Kulturen müssen mit Ambiguität leben. Sie unterscheiden sich jedoch dadurch, wie sie damit umgehen. Zweideutigkeit wird hingenommen, ja mitunter wird sie bewußt erzeugt und nimmt wichtige kulturelle Funktionen ein, etwa in Konventionen der Höflichkeit und der Diplomatie, durch Riten oder Kunstwerke. Sie kann aber auch vermieden und bekämpft werden. Kulturen unterscheiden sich also durch ihre unterschiedliche Ambiguitätstoleranz. In islamischen Kulturen ist in dieser Hinsicht während der letzten Jahrhunderte ein Wandel zu beobachten, der sich so deutlich und mit solch drastischen Konsequenzen kaum anderswo zeigt: von einer relativ großen Toleranz hin zu einer bisweilen extremen Intoleranz gegenüber allen Phänomenen von Vieldeutigkeit und Pluralität. Während zum Beispiel im 14. Jahrhundert die Varianten des Korantexts und die Vielzahl an Auslegungsmöglichkeiten als Bereicherung galten, ist dies heute vielen Muslimen ein Ärgernis.
Für die englische Überetzung wird der Rabatt-Code "CUP20" für 20% Rabatt angeboten. Customers in the United States, Canada, the Caribbean, East Asia, *United Kingdom**, Europe, Africa, Middle East, South Asia, South Africa* and most of Latin America who purchase the book through the Columbia University Press website receive a 20% discount off the price of the book by using the promo code CUP20.

Neue Publikation der ALEA-Forschungsgruppe
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© Ergon-Verlag

In dem neu erschienenen 8. Band der ALEA-Forschungsgruppe "The Racecourse of Literature - An-Nawāǧī and His Contemporaries" werden auf 362 Seiten in englischer, deutscher und arabischer Sprache neue Aspekte des Lebens und der Schriften des herausragenden Dichters und Anthologie-Autors Šamsaddīn an-Nawāǧī (788-859 / 1386-1455) und seiner Zeitgenossen beleuchtet. Der von Dr. Alev Masarwa und PD Dr. Hakan Özkan herausgegebene Band versammelt Beiträge ausgewiesener Fachleute der mamlukenzeitlichen Literatur.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Neuerscheinung von Prof. Dr. Marco Schöller
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© Marco Schöller

Mit der Frage, wie Bulgarien - bis zum Jahr 1878 "Europäische Türkei" bzw. ein Teil des Osmanischen Reichs - im 19. Jahrhundert von westlichen und mitteleuropäischen Geographen, Naturwissenschaftlern, Romanschriftstellern, Ingenieuren, Touristen und Kriegsberichterstattern entdeckt und erforscht wurde, beschäftigt sich ein neues Buch von Marco Schöller. In "This Unknown Land. How Geographers, Pharmacists, Novelists, Plant Hunters, War Correspondents, Engineers, Medical Men & Tourists Discovered and Experienced Nineteenth-Century Bulgaria" zeigt der Autor auf mehr als 500 Seiten, wie Bulgarien im neunzehnten Jahrhundert in Berichten aus West- und Mitteleuropa geschildert wurde. Das Buch ist im Juni in Plovdiv (Bulgarien) erschienen.

Zertifikatskurs Islamisches Recht
Zertifikatskurs
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Zum Wintersemester 2021 bietet das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft wieder den Zertifikatskurs Islamisches Recht an, in dem sowohl rechtliche Inhalte als auch generelle Kenntnisse zur Religion und Kultur des Islams vermittelt werden. Das Fortbildungsangebot richtet sich an fachfremde Studierende aller Fachrichtungen, insbesondere an Juristen und Juristinnen. Nähere Information finden Sie hier.

Corona-Notfonds der WWU
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© WWU

Die Universität Münster hat einen Corona-Notfonds für Studierende in finanzieller Not eingerichtet. Informationen dazu und die Antragsseite für Studierende können Sie hier einsehen.

Interview mit Dr. Björn Bentlage
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© privat

Im Sommersemester 2020 begrüßen wir Dr. Björn Bentlage am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft. Als Vertretung von Prof. Dr. Norbert Oberauer, der sich im Forschungsfreisemester befindet, wird er mehrere Seminare und Übungen in den BA-Modulen „Politik und Recht“ sowie „Religion“ geben. Zum Einstieg hat er sich bereit erklärt, uns etwas über seine Forschung und Tätigkeit als Dozent zu erzählen.
Das Interview mit Dr. Bentlage können Sie hier einsehen.
 

Langjähriger Institutsleiter Prof. Dr. Grotzfeld verstorben
Foto Heinz Grotzfeld
© privat

Mit großer Trauer und Betroffenheit hat das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft vom Tod seines langjährigen Leiters Prof. Dr. Heinz Grotzfeld erfahren. Heinz Grotzfeld wirkte als Professor für Arabistik, Islamwissenschaft und Semitistik an Universitäten in Stockholm, Beirut und Münster und war 1985 Mitbegründer des Arabicums des Landesspracheninstituts Nordrhein-Westfalen in Bochum. Lange und wiederholte Forschungsaufenthalte in Syrien und dem Libanon resultierten in zahlreichen Publikationen zur modernen syrischen Literatur, zur syrisch-arabischen Grammatik und zur materiellen Kultur der arabischen Welt, so zum Beispiel seine Habilitationsschrift zur Geschichte des Bades. Die arabische Philologie verdankt ihm darüber hinaus bahnbrechende Forschungen zur Geschichte von 1001 Nacht.

 

Blick auf den Nil
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© tredition

Der erste deutsche Roman von Dr. Abdelkrim Lardi ist erschienen. „Blick auf den Nil“ ist ein Roman über die ägyptische Revolution. Er ist nicht nur ein bewegendes Stück Zeitgeschichte, sondern auch ein imagologischer Roman, der zu einem nachdenklich stimmenden Leseerlebnis über „den Anderen“ führen möchte. Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Förderung von Forschungsprojekten Studierender
Forschungsprojekte Studierender
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Das Rektorat der WWU fördert innovative und wissenschaftliche Vorhaben, die von Studierenden (auch Promotionsstudierenden) initiiert und durchgeführt werden, mit bis zu 5.000,00 Euro. Wichtig ist u. a., dass diese Vorhaben von studienabschlussqualifizierenden Maßnahmen und sonstigen Studienleistungen abgegrenzt sind. Die Altersgrenze liegt bei 27 Jahren. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Forschungsförderberatung SAFIR, die Sie gerne bei der Antragstellung unterstützt!

Prof. Thomas Bauer erhält "WISSEN! Sachbuchpreis"

Prof. Thomas Bauer wurde für sein Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab" mit dem "WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften" ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der didaktischen Originalität und Anschaulichkeit des Werkes. Die Preisverleihung fand am 5. Juni in Berlin statt.

Nähere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

WWU News
Pressemitteilung der wbg

Neuer SFB "Recht und Literatur"

Jun-Prof. Dr. Syrinx von Hees und Prof. Dr. Norbert Oberauer vom Institut für Arabistik und Islamwissenschaft sind am neuen Sonderforschungsbereich "Recht und Literatur" an der WWU beteiligt, der ab dem 01.07.2019 seine Arbeit aufnehmen wird.

Prof. Thomas Bauer mit Tractatus-Preis ausgezeichnet
Prof. Thomas Bauer
© Julia Holtkötter

Für seinen Essay „Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“ erhielt Prof. Thomas Bauer den diesjährigen Tractatus-Preis des interdisziplinären Symposions Philosophicum Lech. Das Werk ist 2018 im Reclam Verlag in der Reihe "Was bedeutet das alles?" erschienen. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der "Originalität des Denkansatzes", den Prof. Bauer in seinem Essay aufzeige. Die Verleihung erfolgte am 21. September im österreichischen Lech.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Philosophicum Lech
Reclam Verlag
Exzellenzcluster "Religion und Politik"


 

Warum es kein islamisches Mittelalter gab
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© C.H.Beck

Mit der Frage, ob der europäische Mittelalterbegriff sich auf die islamisch geprägte Welt anwenden lässt, beschäftigt sich ein neues Buch von Thomas Bauer. In "Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient" zeigt der Autor an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt bis zum 11. Jahrhundert die Antike weiterlebte, und widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und das Bild von einem reformbedürftigen «mittelalterlichen» Islam. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des C.H.Beck-Verlages.

The Sultan’s Anthologist – Ibn Abī Ḥaǧalah and His Work
Ibn Abi Hagalah
© Ergon Verlag

Die ALEA-Forschungsgruppe hat vergangenes Jahr zwei neue Sammelbände veröffentlicht. Der letzte Band handelt von Ibn Abī Ḥaǧalah (gest. 776/1375), seinem Werk und seiner Zeit. Berühmt ist er für seine zwei Anthologien Sukkardān as-sulṭān (Die Zuckerbüchse des Sultans) und Dīwān aṣ-ṣabābah (Anthologie der leidenschaftlichen Liebe), die er beide dem mamlukischen Sultan Ḥasan während dessen zweiter Regentschaft (755-762/1354-1361) widmete. Als herausragender Schriftsteller verfaßte Ibn Abī Haǧalah zahlreiche Prosawerke und Gedichte, die bislang zu einem großen Teil noch nicht ediert sind oder Gegenstand der Forschung waren. Dieser Sammelband bietet daher unterschiedliche Studien über das facettenreiche Werk dieses wichtigen Literaten des 14. Jahrhunderts. Weitere Informationen finden Sie hier.

Islamisches Wirtschafts- und Vertragsrecht
Oberauer Islamisches Wirtschafts- Und Vertragsrecht
© Ergon-Verlag GmbH

Das Wirtschafts- und Vertragsrecht nimmt im islamischen Normengefüge eine zentrale Stellung ein. Nicht nur, weil es seinem Gegenstand nach das ganz alltägliche Handeln berührt, sondern weil in ihm ein generelles Problem des Rechts eine besondere Zuspitzung erfährt: Die Spannung zwischen den ethischen Postulaten der Offenbarung und dem Gebot des Faktischen, hier in Gestalt der Gesetze des Marktes. Auf der Basis eines breiten Bestands an Originalquellen führt das Buch "Islamisches Wirtschafts- und Vertragsrecht - Eine Einführung" von Prof. Dr. Norbert Oberauer, das dieses Jahr im Ergon-Verlag erschienen ist, in die Grundlagen des Wirtschafts- und Vertragsrechts ein. Der Focus liegt auf der klassischen Tradition der vier sunnitischen Schulen, doch werden auch rezentere Entwicklungen, z.B. im Rahmen des „Islamic Banking“, beleuchtet. Die Darstellung richtet sich an Islamwissenschaftler*innen ebenso wie an rechtsvergleichend interessierte Jurist*innen.

Die Wahrnehmung des Anderen in der arabischen Welt und in Deutschland
Abboud Stehli-werbeck Sammelband
© LIT Verlag

Die Wahrnehmung des Anderen ist Quelle für Images und Feindbilder anderer Kulturen wie auch für Konstruktionen der eigenen kulturellen Identität. Die zwölf Beiträge des von Prof. Dr. Abdo Abboud und Dr. Ulrike Stehli-Werbeck herausgegebenen Sammelbandes beleuchten das oft stereotypisierende, exotisierende, verzerrende Bild von Muslim*innen in deutschen Medien und Schulbüchern, das Bild des religiös Anderen in Islam, Christentum und Bahai-Glauben, aber auch den Blick arabischer Literatur auf die europäische Kultur und Gesellschaft sowie Entwürfe eines interkulturellen Dialogs bei Lessing, Montesquieu und Goethe im Sinne einer Heterotopie (Foucault). Weitere Informationen finden Sie hier.