Vortrag aus Ringvorlesung fällt aus!

Der für heute (17.11.) geplante Vortrag „Die ʿAliden im frühen Islam: Ein frischer Blick in die Genealogien der Nachkommen des Propheten Muhammad“ aus der Reihe „Genealogie als Ordnungsprinzip in islamisch geprägten Gesellschaften“ fällt aus.

Wir möchten Sie herzlich zum nächsten Vortrag dieser Ringvorlesung, „Geborene Herrscher. Ererbte und erworbene Herrschaft in ayyubidischen Lobgedichten“, am 8.12. einladen.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe finden Sie hier.

Klausurtermine

Die Klausurtermine für das Wintersemester 2021/22 stehen fest und können hier eingesehen werden.

Arabic literature in India: visiting scholar Dr. Ophira Gamliel at the institute
Moschee Thazhathangady Palli in Kottayam, Kerala (Indien)
© Ophira Gamliel

From 1 October to 31 December, Dr Ophira Gamliel is a Visiting Scholar at the WWU, Institut für Arabistik und Islamwissenschaft. Dr Gamliel is a lecturer in South Asian Religions at the University of Glasgow. She is invited by Dr Ines Weinrich, the PI of the research project “mawlid-Texte aus dem 13. bis 18. Jahrhundert: Prophetenfrömmigkeit als rituelles Ereignis?“ (DFG). The collaboration between Dr Gamliel and Dr Weinrich aims at formulating a preliminary analysis of the literary networks between the Malabar Coast (India) and the Arabic-speaking world, featuring textual traditions in Arabic, Malayalam, Hebrew, Syriac, Arabic-Malayalam, Jewish-Malayalam, and Garshuni-Malayalam. At the centre of this collaboration is an Arabic text that constitutes the foundation narrative of Muslims in Kerala (South India), namely, the Qiṣṣat Shakarwati Farmāz. The Qiṣṣa is the story of a Hindu king, Cēramāṉ Perumāḷ, believed to have converted into Islam during the days of the prophet Muḥammad. Stories about the conversion of this legendary king appear in different genres and forms, including a mawlid text recently found in northern Malabar, Mawlid Tāj ad-Dīn al-Hindī al-Malabarī, and in the Malayalam ethnohistory, Kēraḷôlpatti. The story was also adapted into Jewish and Christian foundation narratives in Hebrew, Christian-Malayalam and Syriac. A linguistic and literary analysis of the Arabic Qiṣṣa is thus paramount for writing a comparative chapter on the foundation narratives of Jewish, Christian, and Muslim religious communities in Dr Gamliel’s monograph Judaism in South India ca. 900s-1950s: Relocating Malabar Jewry (Michigan: Arc Humanities Press, forthcoming), which is the immediate concern of the visit. In the long run, Dr Weinrich and Dr Gamliel plan to develop in-depth collaborative research on the literary and religious networks between the Arabic-speaking world and the Malayalam-speaking region.

Dr Gamliel will give a public talk on “Disconnected Histories: Muslims and Jews between Malabar (South India) and the Arab World 1500s-1800s” (Wednesday, 10 November, 6 pm, RS 225).

Ringvorlesung am Institut

Ringvorlesung Genealogie als Ordnungsprinzip in islamisch geprägten Gesellschaften

Ringvorlesung Genealogie Als Ordnungsprinzip In Islamisch Gepr _gten Gesellschaften
© Institut Arabistik Islamwissenschaft

Wir laden Sie herzlich zur Ringvorlesung "Genealogie als Ordnungsprinzip in islamisch geprägten Gesellschaften" in unserem Institut ein. Die allgemeine Übersicht finden Sie hier.  Der erste Vortrag ist von Herrn Prof. Thomas Bauer, mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Aktueller Institutsbetrieb

  • Die Lehrveranstaltungen des Wintersemesters 2021/2022 finden in Präsenz statt
  • Ständig aktualisierte Informationen des Rektorats zum Universitätsbetrieb während der Corona-Pandemie finden Sie hier, spezielle Informationen für Studierende zu Studium und Lehre hier.
  • Das Sekretariat ist Mo - Fr in der Zeit von 8:00 – 18:00 Uhr telefonisch sowie in der Zeit von 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr persönlich erreichbar. Bitte für umfangreiche Anliegen nach Möglichkeit vorher einen Termin absprechen. 
  • Die Bibliothek ist derzeit von 10 - 18 Uhr zugänglich.
  • Für das Betreten des Gebäudes, die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und den Zugang zur Bibliothek muss seit dem 04.10.2021 ein 3G-Nachweis vorgewiesen werden, d.h. ein Impfpass/digitaler Covid-Pass oder ein Genesenennachweis (Nachweis eines positiven Testergebnisses, das mind. 28 Tage sowie max. 6 Monate zurückliegt) oder ein negatives Testergebnis (max. 24h alt). Bitte zeigen Sie beim Betreten des Instituts Ihren 3G-Nachweis bei den studentischen Hilfskräften vor.
  • In den Fluren und Gemeinschaftsräumen des Instituts gilt weiterhin die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes. Sofern der Mindestabstand eingehalten werden kann, darf die Maske an den Arbeitsplätzen abgenommen werden.

Neuerscheinung von Prof. Marco Schöller
© Prof. Marco Schöller

Eustace C. Grenville Murray:
Fast wie im orientalischen Leben.
Satirisch-poetisch-politische Berichte aus dem Osmanischen Reich (1853–1855).

Ins Deutsche übertragen und mit einem Nachwort versehen von Marco Schöller
Hamburg: Editio Gryphus 2021, x + 417 S., 2 Karten

Marco Schöller hat in einer neuen Veröffentlichtung die englischen Reiseberichte von Eustace C. Grenville Murray übersetzt und kommentiert, die in den Jahren 1853 bis 1856 erschienen sind und von Murrays Aufenthalt im Osmanischen Reich (1853–1855) handeln.

Der englische Journalist Eustace C.Grenville Murray war zu Beginn der 1850er Jahre in den diplomatischen Dienst Ihrer Majestät eingetreten und wurde zunächst in Wien, dann für kurze Zeit auch in Hannover eingesetzt. Schließlich beorderte man ihn jedoch nach Konstantinopel — dem heutigen Istanbul —, wo er im Frühjahr 1853 eintraf. Weil er es sich bald mit dem dortigen britischen Botschafter, Lord Stratford Canning, verdarb, schickte man ihn im Oktober 1853 auf die damals türkische Insel Lesbos, wo er für acht Monate als Vertreter des britischen Vizekonsuls tätig war. Nach seiner Rückkehr nach Konstantinopel ergab sich für Murray keine weitere Verwendung, weshalb er im Winter 1854/55 nach England zurückkehrte. Er nahm den Weg über das Schwarze Meer, durch das nordöstliche Bulgarien und über die Donau und erreichte im Januar 1855 Bukarest.

Über seine Zeit in der Hauptstadt des Osmanischen Reichs und über seinen Aufenthalt auf Lesbos und im nahen Kleinasien, aber auch über seine Heimreise durch den Balkan berichtete Murray in über 40 Zeitschriftenartikeln und drei Büchern. Die meisten seiner Texte erschienen anonym oder unter dem Pseudonym The Roving Englishman, »der vagabundierende Engländer«. Es war übrigens Charles Dickens, der dafür sorgte, dass viele von Murrays Texten in der Zeitschrift Household Words erschienen. Eine umfassende Auswahl aus diesen Texten ist in diesem Buch zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt und mit Erläuterungen versehen worden.

Murray war ein genauer Beobachter seiner Umwelt, aber auch ein vorlauter Snob. Seine Texte sind manchmal schelmisch oder böse, oft scharfzüngig und immer mit pointiertem Witz; es sind beißende Satiren und sozialkritische Genrebilder, Porträts von Zeitgenossen und heitere Reiseerzählungen. Seine Berichte handeln vom Leben der Türken und Griechen in Istanbul und im östlichen Ägäisraum, insbesondere vom Alltagsleben, während andere Berichte auch die britische Diplomatie und ihre Vertreter im Osmanischen Reich aufs Korn nehmen.

'Kultur der Ambiguität' in englischer und russischer Übersetzung erhältlich
© Prof. Thomas Bauer

Das bereits 2011 erschienene und mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnete Werk 'Kultur der Ambiguität' von Professor Dr. Thomas Bauer ist nun auch in englischer und russischer Übersetzung zu erwerben.
Alle Kulturen müssen mit Ambiguität leben. Sie unterscheiden sich jedoch dadurch, wie sie damit umgehen. Zweideutigkeit wird hingenommen, ja mitunter wird sie bewußt erzeugt und nimmt wichtige kulturelle Funktionen ein, etwa in Konventionen der Höflichkeit und der Diplomatie, durch Riten oder Kunstwerke. Sie kann aber auch vermieden und bekämpft werden. Kulturen unterscheiden sich also durch ihre unterschiedliche Ambiguitätstoleranz. In islamischen Kulturen ist in dieser Hinsicht während der letzten Jahrhunderte ein Wandel zu beobachten, der sich so deutlich und mit solch drastischen Konsequenzen kaum anderswo zeigt: von einer relativ großen Toleranz hin zu einer bisweilen extremen Intoleranz gegenüber allen Phänomenen von Vieldeutigkeit und Pluralität. Während zum Beispiel im 14. Jahrhundert die Varianten des Korantexts und die Vielzahl an Auslegungsmöglichkeiten als Bereicherung galten, ist dies heute vielen Muslimen ein Ärgernis.
Für die englische Überetzung wird der Rabatt-Code "CUP20" für 20% Rabatt angeboten. Customers in the United States, Canada, the Caribbean, East Asia, *United Kingdom**, Europe, Africa, Middle East, South Asia, South Africa* and most of Latin America who purchase the book through the Columbia University Press website receive a 20% discount off the price of the book by using the promo code CUP20.

Neue Publikation der ALEA-Forschungsgruppe
The Racecours Of Literatur Bild Deckblatt
© Ergon-Verlag

In dem neu erschienenen 8. Band der ALEA-Forschungsgruppe "The Racecourse of Literature - An-Nawāǧī and His Contemporaries" werden auf 362 Seiten in englischer, deutscher und arabischer Sprache neue Aspekte des Lebens und der Schriften des herausragenden Dichters und Anthologie-Autors Šamsaddīn an-Nawāǧī (788-859 / 1386-1455) und seiner Zeitgenossen beleuchtet. Der von Dr. Alev Masarwa und PD Dr. Hakan Özkan herausgegebene Band versammelt Beiträge ausgewiesener Fachleute der mamlukenzeitlichen Literatur.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Promos-Förderung

Studierende, die einen Auslandaufenthalt für die erste Jahreshälfte 2022 planen, können sich bis zum 15. Oktober 2021 um eine PROMOS-Förderung bewerben. Fachspezifische Informationen und Beratung dazu erhalten Sie bei der Studienkoordinatorin der Arabistik/ Islamwissenschaft springberg@uni-muenster.de. Zu organisatorischen Fragen bei der Bewerbung berät Sie auch die Studienkoordinatorin des Fachbereichs 09 Philologie, Dr. Monique Nagel-Angermann nagel.monique@uni-muenster.de. Über die Vergabe der PROMOS-Stipendien entscheidet im Fachbereich Philologie der PROMOS-Ausschuss des Studienbeirats.

 Allgemeine Informationen zum PROMOS-Programm, den einzureichenden Bewerbungsunterlagen, den Stipendienhöhen und  zuständigen Ansprechpartnern finden Sie hier sowie auf der Seite des Fachbereichs 09.

This Unknown Land
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© Marco Schöller

Mit der Frage, wie Bulgarien - bis zum Jahr 1878 "Europäische Türkei" bzw. ein Teil des Osmanischen Reichs - im 19. Jahrhundert von westlichen und mitteleuropäischen Geographen, Naturwissenschaftlern, Romanschriftstellern, Ingenieuren, Touristen und Kriegsberichterstattern entdeckt und erforscht wurde, beschäftigt sich ein neues Buch von Marco Schöller. In "This Unknown Land. How Geographers, Pharmacists, Novelists, Plant Hunters, War Correspondents, Engineers, Medical Men & Tourists Discovered and Experienced Nineteenth-Century Bulgaria" zeigt der Autor auf mehr als 500 Seiten, wie Bulgarien im neunzehnten Jahrhundert in Berichten aus West- und Mitteleuropa geschildert wurde. Das Buch ist im Juni in Plovdiv (Bulgarien) erschienen.

Zertifikatskurs Islamisches Recht
Zertifikatskurs
© Leonard Dietrich

Zum Wintersemester 2021 bietet das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft wieder den Zertifikatskurs Islamisches Recht an, in dem sowohl rechtliche Inhalte als auch generelle Kenntnisse zur Religion und Kultur des Islams vermittelt werden. Das Fortbildungsangebot richtet sich an fachfremde Studierende aller Fachrichtungen, insbesondere an Juristen und Juristinnen. Nähere Information finden Sie hier.

Corona-Notfonds der WWU
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© WWU

Die Universität Münster hat einen Corona-Notfonds für Studierende in finanzieller Not eingerichtet. Informationen dazu und die Antragsseite für Studierende können Sie hier einsehen.

Interview mit Dr. Björn Bentlage
Dr- Bentlage Zugeschnitten
© privat

Im Sommersemester 2020 begrüßen wir Dr. Björn Bentlage am Institut für Arabistik und Islamwissenschaft. Als Vertretung von Prof. Dr. Norbert Oberauer, der sich im Forschungsfreisemester befindet, wird er mehrere Seminare und Übungen in den BA-Modulen „Politik und Recht“ sowie „Religion“ geben. Zum Einstieg hat er sich bereit erklärt, uns etwas über seine Forschung und Tätigkeit als Dozent zu erzählen.
Das Interview mit Dr. Bentlage können Sie hier einsehen.

Langjähriger Institutsleiter Prof. Dr. Grotzfeld verstorben
Foto Heinz Grotzfeld
© privat

Mit großer Trauer und Betroffenheit hat das Institut für Arabistik und Islamwissenschaft vom Tod seines langjährigen Leiters Prof. Dr. Heinz Grotzfeld erfahren. Heinz Grotzfeld wirkte als Professor für Arabistik, Islamwissenschaft und Semitistik an Universitäten in Stockholm, Beirut und Münster und war 1985 Mitbegründer des Arabicums des Landesspracheninstituts Nordrhein-Westfalen in Bochum. Lange und wiederholte Forschungsaufenthalte in Syrien und dem Libanon resultierten in zahlreichen Publikationen zur modernen syrischen Literatur, zur syrisch-arabischen Grammatik und zur materiellen Kultur der arabischen Welt, so zum Beispiel seine Habilitationsschrift zur Geschichte des Bades. Die arabische Philologie verdankt ihm darüber hinaus bahnbrechende Forschungen zur Geschichte von 1001 Nacht.


Blick auf den Nil
Imagehandler
© tredition

Der erste deutsche Roman von Dr. Abdelkrim Lardi ist erschienen. „Blick auf den Nil“ ist ein Roman über die ägyptische Revolution. Er ist nicht nur ein bewegendes Stück Zeitgeschichte, sondern auch ein imagologischer Roman, der zu einem nachdenklich stimmenden Leseerlebnis über „den Anderen“ führen möchte. Weitere Informationen finden Sie hier.

Förderung von Forschungsprojekten Studierender
Forschungsprojekte Studierender
© WWU Designservice

Das Rektorat der WWU fördert innovative und wissenschaftliche Vorhaben, die von Studierenden (auch Promotionsstudierenden) initiiert und durchgeführt werden, mit bis zu 5.000,00 Euro. Wichtig ist u. a., dass diese Vorhaben von studienabschlussqualifizierenden Maßnahmen und sonstigen Studienleistungen abgegrenzt sind. Die Altersgrenze liegt bei 27 Jahren. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Forschungsförderberatung SAFIR, die Sie gerne bei der Antragstellung unterstützt!

Prof. Thomas Bauer erhält "WISSEN! Sachbuchpreis"

Prof. Thomas Bauer wurde für sein Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab" mit dem "WISSEN! Sachbuchpreis der wbg für Geisteswissenschaften" ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der didaktischen Originalität und Anschaulichkeit des Werkes. Die Preisverleihung fand am 5. Juni in Berlin statt.

Nähere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

WWU News
Pressemitteilung der wbg

Neuer SFB "Recht und Literatur"

Jun-Prof. Dr. Syrinx von Hees und Prof. Dr. Norbert Oberauer vom Institut für Arabistik und Islamwissenschaft sind am neuen Sonderforschungsbereich "Recht und Literatur" an der WWU beteiligt, der ab dem 01.07.2019 seine Arbeit aufnehmen wird.

Prof. Thomas Bauer mit Tractatus-Preis ausgezeichnet
Prof. Thomas Bauer
© Julia Holtkötter

Für seinen Essay „Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“ erhielt Prof. Thomas Bauer den diesjährigen Tractatus-Preis des interdisziplinären Symposions Philosophicum Lech. Das Werk ist 2018 im Reclam Verlag in der Reihe "Was bedeutet das alles?" erschienen. Die Jury begründete ihre Entscheidung unter anderem mit der "Originalität des Denkansatzes", den Prof. Bauer in seinem Essay aufzeige. Die Verleihung erfolgte am 21. September im österreichischen Lech.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten:

Philosophicum Lech
Reclam Verlag
Exzellenzcluster "Religion und Politik"



Warum es kein islamisches Mittelalter gab
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© C.H.Beck

Mit der Frage, ob der europäische Mittelalterbegriff sich auf die islamisch geprägte Welt anwenden lässt, beschäftigt sich ein neues Buch von Thomas Bauer. In "Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient" zeigt der Autor an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt bis zum 11. Jahrhundert die Antike weiterlebte, und widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und das Bild von einem reformbedürftigen «mittelalterlichen» Islam. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des C.H.Beck-Verlages.

The Sultan’s Anthologist – Ibn Abī Ḥaǧalah and His Work
Ibn Abi Hagalah
© Ergon Verlag

Die ALEA-Forschungsgruppe hat vergangenes Jahr zwei neue Sammelbände veröffentlicht. Der letzte Band handelt von Ibn Abī Ḥaǧalah (gest. 776/1375), seinem Werk und seiner Zeit. Berühmt ist er für seine zwei Anthologien Sukkardān as-sulṭān (Die Zuckerbüchse des Sultans) und Dīwān aṣ-ṣabābah (Anthologie der leidenschaftlichen Liebe), die er beide dem mamlukischen Sultan Ḥasan während dessen zweiter Regentschaft (755-762/1354-1361) widmete. Als herausragender Schriftsteller verfaßte Ibn Abī Haǧalah zahlreiche Prosawerke und Gedichte, die bislang zu einem großen Teil noch nicht ediert sind oder Gegenstand der Forschung waren. Dieser Sammelband bietet daher unterschiedliche Studien über das facettenreiche Werk dieses wichtigen Literaten des 14. Jahrhunderts. Weitere Informationen finden Sie hier.

Islamisches Wirtschafts- und Vertragsrecht
Oberauer Islamisches Wirtschafts- Und Vertragsrecht
© Ergon-Verlag GmbH

Das Wirtschafts- und Vertragsrecht nimmt im islamischen Normengefüge eine zentrale Stellung ein. Nicht nur, weil es seinem Gegenstand nach das ganz alltägliche Handeln berührt, sondern weil in ihm ein generelles Problem des Rechts eine besondere Zuspitzung erfährt: Die Spannung zwischen den ethischen Postulaten der Offenbarung und dem Gebot des Faktischen, hier in Gestalt der Gesetze des Marktes. Auf der Basis eines breiten Bestands an Originalquellen führt das Buch "Islamisches Wirtschafts- und Vertragsrecht - Eine Einführung" von Prof. Dr. Norbert Oberauer, das dieses Jahr im Ergon-Verlag erschienen ist, in die Grundlagen des Wirtschafts- und Vertragsrechts ein. Der Focus liegt auf der klassischen Tradition der vier sunnitischen Schulen, doch werden auch rezentere Entwicklungen, z.B. im Rahmen des „Islamic Banking“, beleuchtet. Die Darstellung richtet sich an Islamwissenschaftler*innen ebenso wie an rechtsvergleichend interessierte Jurist*innen.

Die Wahrnehmung des Anderen in der arabischen Welt und in Deutschland
Abboud Stehli-werbeck Sammelband
© LIT Verlag

Die Wahrnehmung des Anderen ist Quelle für Images und Feindbilder anderer Kulturen wie auch für Konstruktionen der eigenen kulturellen Identität. Die zwölf Beiträge des von Prof. Dr. Abdo Abboud und Dr. Ulrike Stehli-Werbeck herausgegebenen Sammelbandes beleuchten das oft stereotypisierende, exotisierende, verzerrende Bild von Muslim*innen in deutschen Medien und Schulbüchern, das Bild des religiös Anderen in Islam, Christentum und Bahai-Glauben, aber auch den Blick arabischer Literatur auf die europäische Kultur und Gesellschaft sowie Entwürfe eines interkulturellen Dialogs bei Lessing, Montesquieu und Goethe im Sinne einer Heterotopie (Foucault). Weitere Informationen finden Sie hier.