24. Januar 2026 | 10:00 - 16:00 Uhr | Geschäftsstelle des Philologenverbandes NRW
Auf Einladung des Referats Frauen, Familie und Gleichstellung des Philologenverbandes NRW.
Gleichstellungsarbeit wird an Schulen häufig reaktiv verstanden, statt als Teil einer proaktiven Schul- und Beziehungskultur. In einer vielfältigen Gesellschaft, in der Schüler:innen mit unterschiedlichen familiären, religiösen und kulturellen Prägungen aufwachsen, ist eine kultursensible Perspektive jedoch zentral.
Besonders traditionelle Rollenbilder – etwa zu Geschlechtertrennung, Scham oder Ehre – können das schulische Miteinander beeinflussen. Ein reflektierter Umgang damit eröffnet die Möglichkeit, Gleichberechtigung und religiöse Identität miteinander zu verbinden, ohne in stereotype Zuschreibungen zu verfallen.
Schulministerin Dorothee Feller und Professor Mouhanad Khorchide von der Universität Münster stellen im Landtag Abschlussbericht zum Islamischen Religionsunterricht vor
Der Abschlussbericht zum Islamischen Religionsunterricht (IRU), erstellt vom Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster im Auftrag des Schulministeriums NRW, bestätigt dessen positive Wirkung: Lehrkräfte und Schüler:innen erleben den IRU als wertschätzend, motivierend und orientierend.
Laut Schulministerin Dorothee Feller stärkt der IRU seit über zehn Jahren die gleichberechtigte Teilhabe muslimischer Schüler:innen und unterstützt sie besonders im kritischen Umgang mit polarisierenden Social-Media-Inhalten.
Prof. Mouhanad Khorchide betont, dass der IRU Religionsmündigkeit fördert und ein weltoffenes Islamverständnis vermittelt, das demokratische Werte stärkt und Identitätsbildung unterstützt. Den Abschlussbericht finden Sie hier.
Die Erhebung kindlicher Perspektiven auf Religion stellt die Forschung vor besondere methodische Herausforderungen: Kinder geraten schnell in erklärende Modi, stoßen an sprachliche Grenzen und reagieren sensibel auf Erwartungen. Ihre religiösen Erfahrungen sichtbar zu machen, verlangt daher ein sorgfältiges, responsives Vorgehen. Darauf aufbauend zeigt sich ein breites Spektrum kindlicher Deutungen, das weit über die Reproduktion erwachsener Modelle hinausgeht und eigenständige Zugänge zu Religion eröffnet. Es wird der Frage nachgegangen, warum diese Perspektiven für die islamische Theologie unverzichtbar sind und welches Potenzial sie besitzen, theologische Annahmen zu irritieren und neue Horizonte zu eröffnen.
Am 14. Januar diskutieren Mouhanad Khorchide, Franz-Josef Overbeck und Yitzchack Mendel Wagner zentrale Fragen interreligiöser Verständigung. Unter dem Titel „Konflikt, Austausch, Versöhnung – drei Religionen im Gespräch über Chancen für ein friedvolles Zusammenleben“ treten Vertreter von Islam, Christentum und Judentum in einen offenen Dialog über Verantwortung, Versöhnung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.
Die Moderation übernimmt Jochen Sautermeister, eröffnet wird die Veranstaltung von Volker Kronenberg. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Publikumsdiskussion.
Unter dem Titel Kritisches Journal der Islamischen Theologie (KJIT) wird ab Oktober 2026 die erste deutschsprachige Rezensionszeitschrift der Islamischen Theologie, herausgegeben von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi, halbjährlich im Verlag Karl Alber erscheinen.
Erkenntnisse und Perspektiven aus der wissenschaftlichen Evaluation
13. April 2026 | 14 Uhr | Anmeldung erforderlich
Der neue Termin für die im Rahmen der Evaluation des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen gemäß § 133 Abs. (3) SchulG NRW durch das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster durchgeführte Fachtagung steht fest.
Montag, 13. April 2026
Beginn: 14:00 Uhr Ort: Universität Münster Professional School gGmbH Königsstraße 47 · 48143 Münster