1. Juni 2026 | 18:15–20:00 Uhr | online via Zoom !
Fragen nach Religion, Geschlecht, Verantwortung und gesellschaftlichem Zusammenleben gehören heute zu den zentralen Herausforderungen pluraler Gesellschaften. Besonders im Kontext Bosniens und Herzegowinas, einer Gesellschaft geprägt von religiöser Vielfalt, Transformationsprozessen und interkulturellen Erfahrungen, entstehen spannende Perspektiven auf Genderrollen, Glauben und gesellschaftliche Verantwortung. Der Vortrag eröffnet Einblicke in aktuelle Diskussionen darüber, wie religiöse Traditionen konstruktiv mit Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechten und friedlichem Zusammenleben umgehen können.
Prof. Dr. Zilka Spahić Šiljak gehört international zu den profiliertesten Stimmen im Bereich Gender- und Religionsforschung. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Religion, Politik, Menschenrechten, Bildung und Friedensarbeit. Sie ist Academic Director des University Gender Resource Centre (UNIGeRC) an der Universität Sarajevo sowie Direktorin der TPO Foundation Sarajevo. Durch zahlreiche internationale Forschungs- und Bildungsprojekte leistet sie wichtige Beiträge zu Gendergerechtigkeit, interkultureller Kompetenz und Peacebuilding.
Aktueller Hinweis: Die Veranstaltung findet online via Zoom statt.
Vom 6. bis 8. Mai 2026 fand am Stiftungssitz der Udo-Keller-Stiftung in Neversdorf das Nachwuchssymposium „Posthumanismus und Theologie“ statt. Organisiert wurde es von der Forschungsstelle „Theologie der Künstlichen Intelligenz“ (FSTKI) am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster, die von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi geleitet wird. Teilgenommen haben Studierende der Islamischen Theologie der Universität Münster.
Im Mittelpunkt standen Grundfragen des posthumanistischen Denkens und ihre Bedeutung für die islamische Theologie. In gemeinsamen Lektüren, Gruppenarbeiten, Präsentationen und offenen Diskussionen setzten sich die Teilnehmenden mit Menschenbild, Technik, Körperlichkeit, Bewusstsein, Endlichkeit und theologischer Anthropologie auseinander.
Das Symposium verband wissenschaftliche Reflexion mit kreativen Arbeitsformen und bot den Studierenden Raum, eigene Thesen zu entwickeln, kritisch zu diskutieren und Perspektiven für eine theologische Auseinandersetzung mit Posthumanismus und Künstlicher Intelligenz zu formulieren.
Wie wird Gewalt für Männer funktional? Welche Rolle spielen Zugehörigkeit, Status, Kränkung oder digitale Anerkennungsräume? Wie wirken Religion, Rassismuserfahrungen und gesellschaftliche Machtverhältnisse dabei mit? Und welche Dynamiken zeigen sich in der Gewaltberatung?
Das Panel diskutiert Gewalt nicht nur aus der Perspektive individuellen Fehlverhaltens, sondern als sozial erlerntes und kulturell gestütztes Muster. Im Zentrum steht die Frage, wie Männlichkeitsnormen Gewalt stabilisieren – und warum sie zugleich veränderbar sind.
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Islamische Theologie und Professor für Islamische Religionspädagogik, Universität Münster. Andreas Moorkamp, Diplom-Pädagoge, ausgebildeter Gewaltberater und Fachreferent Täterarbeit beim SKM Bundesverband. Sibylle Schreiber, Geschäftsführerin Frauenhauskoordinierung e. V. Dr. Alexander Yendell, Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) / Universität Leipzig
Vortragsreihe über Wissenschaft, Leben und die letzte Frage
6. Juli 2026 | 18:00 Uhr | JO 1, Johannisstr. 4, 48143 Münster
Im Rahmen der Vortragsreihe „Der letzte Apfel“ wird Prof. Dr. Andrea Tafferner (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen) den ersten Vortrag unter dem Titel „Wo bist du?“ (Gen 3,9). Wenn Gott so fragt … halten.
Die Vortragsreihe wird von Prof. Dr. Ahmad Milad Karimi organisiert. Wissenschaftler:innen aus unterschiedlichen Disziplinen halten einen Vortrag, als wäre es der letzte ihres Lebens: über Fragen, die bleiben, Erkenntnisse, die tragen, und das, was noch gesagt werden muss.
14. Mai 2026,16:30 Uhr Podiumsgespräch mit Mouhanad Khorchide auf dem Katholikentag in Würzburg
Bei der Veranstaltung „Das Dokument von Abu Dhabi. Ein Meilenstein und seine politisch-religiösen Folgen“ im Rahmen des diesjährigen Katholikentages spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide mit Vertreterinnen und Vertretern des Christentums und des Judentums über die Erklärung von 2019, die als wichtiger Impuls im Verhältnis der Kirche mit dem Islam gilt.
Teilnehmende:
Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie, Münster
Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick, Religionswissenschaftlerin, ZdK-Mitglied, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Frederek Musall, Judaist, Würzburg
Nathanael Willi, Abraham Accords Institute, Berlin Gesprächsleitung:
Dr. Nora Kalbarczyk, Generalsekretärin des Kath. Akademischen Austauschdienstes, ZdK-Mitglied, Bonn