Käte Hamburger Kolleg MÜNster
"Einheit und Vielfalt im Recht"

Das Käte Hamburger Kolleg „Einheit und Vielfalt im Recht“ (EViR) an der Universität Münster wird seit 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Fellows aus aller Welt erforschen hier gemeinsam mit Münsteraner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das dynamische Spannungsverhältnis zwischen Einheit und Vielfalt im Recht von der Antike bis zur Gegenwart. Damit wird erstmals eine systematische Untersuchung des Phänomens in seiner gesamten historischen Tiefe und über Fächergrenzen hinweg angestrebt.

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Interview
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© Omar Maaroof (Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0

„Das römische Recht zeigt eine erstaunliche Offenheit gegenüber fremdartigen Rechtsgewohnheiten“

Die Übertragung von Vermögen von einer Generation an die nächste zählt zu den zentralen gesellschaftlichen Prozessen, die schon in der Antike rechtlich gerahmt wurden. Die Rechtshistorikerin Éva Jakab beschäftigt sich intensiv mit antikem Erbrecht und stößt dabei immer wieder auf Fälle, die den allgemeingültigen römischen Rechtsnormen widersprechen. Im Interview erklärt sie, woher diese Rechtsvielfalt stammt und wie die römischen Juristen mit ihr umgingen.

Fellows
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Neue Fellows im Juli

Im Juli kehren zwei Wissenschaftler an das Käte Hamburger Kolleg "Einheit und Vielfalt im Recht" zurück, um ihre zu einem früheren Zeitpunkt begonnenen Fellowships fortzuführen: Die Rechtshistoriker Ferdinando Mazzarella (Palermo) und Sebastian M. Spitra (Wien).

News
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Direktorium über die Forschung am Kolleg

In einem neuen Video sprechen Prof. Dr. Ulrike Ludwig und Prof. Dr. Peter Oestmann, Direktorin und Direktor des Käte Hamburger Kollegs, über die hier betriebene Forschung zu Einheit und Vielfalt im Recht, das Potenzial interdisziplinärer Diskussionen und den besonderen Reiz des Formats Käte Hamburger Kolleg.

Interview
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© Privat
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„Die Gesellschaft war zwischen modernen und konservativen Tendenzen hin- und hergerissen“

Die Rechtshistorikerin Hesi Siimets-Gross untersucht  die Privatrechtsentwicklung der 1920 erstmals unabhängig gewordenen Republik Estland, in der eine ständisch geprägte Kodifikation des 19. Jahrhunderts in Kraft gesetzt wurde. Im Interview berichtet sie über die Aufbrüche und Beharrungstendenzen der damaligen Zeit.