Neben der Arbeit habe ich viele Gelegenheiten genutzt um das Land, aber auch Santo Domingo, zu entdecken. Ich bin mit anderen Praktikanten – aus anderen Botschaften und Institutionen – an entlegene und wunderschöne Orte in der Dominikanischen Republik gefahren.
Grundsätzlich ist man im alltäglichen Leben in der Dominikanischen Republik etwas eingeschränkt, wenn man kein Auto besitzt. Jedoch ist es möglich, für wenig Geld mit dem Reisebus an größere Orte zu fahren. So habe ich das auch bei meinem ersten größeren Ausflug gemacht. Gemeinsam mit einem Freund, bin ich nach Barahona an der Westküste gefahren. Die Stadt an sich, hat nicht so viel zu bieten, aber nah gelegene Orte bieten traumhafte Natur, kristallklares Wasser und gute Möglichkeiten zum Essen. Nur dort mussten wir ohne Auto erstmal hinkommen. Nach intensivem Befragen der lokalen Bevölkerung, haben wir herausgefunden, dass ein Bus an kleinere Orte in der Nähe fährt. In der Dominikanischen Republik sind die Busse aber nicht so wie man sie aus Deutschland kennt. Die sogenannten “Guaguas”sind Kleinbusse (meistens beschädigt), die man auf der Straße anhält und bittet einen zu seinem Zielort zu bringen. So haben wir das auch gemacht. Der Hinweg hat sich problemlos gestaltet. Der Rückweg hingegen, war mit etwas mehr Abenteuer verbunden. Zunächst sind wir eine Strecke gelaufen, die nicht für Fußgänger geeignet war. Nach einer Weile haben wir dann beschlossen Bus zu fahren. Jedoch ist weit und breit kein “guagua” in Sicht gewesen. Wohl oder übel mussten wir zum nächsten Ort trampen. Am nächsten Ort haben wir auch erstmal die Natur genossen, bis wir wieder zurück nach Barahona fahren wollten. Mittlerweile hatten wir ja raus, wie man ”guagua” fährt. Dachten wir zumindest. Problem war nur, dass alle Kleinbusse an uns vorbeifuhren, weil diese voll waren. Wir haben schon überlegt, wie es wohl so ist, am Strand zu schlafen, als dann endlich noch ein Bus kam, der uns mitgenommen hat.
Meine meisten Ausflüge waren aber nicht mit so viel Abenteuer verbunden. Ich bin noch zweimal mit Freunden weggefahren. Hierfür haben wir uns ein Auto gemietet, was die Wochenendtrips definitiv entspannter gemacht hat. Auch mit meinem Vater bin ich noch verreist, als er mich besucht hat. Natürlich war ich auch mehrfach von Santo Domingo aus am Strand. Die Stadt selbst hat keinen Badestrand, so dass man immer etwa eine Stunde fahren musste. Ich habe mich explizit dazu entschieden keine Reisen alleine zu machen. Als Frau, wird man sehr oft auf der Straße angesprochen, angehupt oder einem wird hinterher gepfiffen. Zum Glück ist es in meinem Fall immer nur beim Verbalen geblieben.
Insgesamt hatte ich eine sehr spanende Zeit in der Dominikanischen Republik. Ich habe mich persönlich, wie auch beruflich weiterentwickelt. Auch wenn es nicht immer leicht war, habe ich viele schöne Erfahrungen mitgenommen. Diese drei Monate werde ich immer in Erinnerung behalten. Jetzt heißt es adiós República Dominicana. Oder wie man dort sagt: Bye.




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