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Was bleibt? Rückblick auf vier Monate Cambridge

Nach vier Monaten fällt es mir schwer, kurz zu fassen, was ich alles mitnehme. Ich habe nicht nur methodisch viel gelernt, sondern vor allem ein viel realistischeres Bild von der Forschung bekommen. Forschung ist oft kein geradliniger Prozess, sondern ein ständiges Dranbleiben, Ausprobieren und Hinterfragen eigener Annahmen.

 

Was das Institut für mich so besonders gemacht hat, war das extrem dichte Angebot an Austausch. Jeden Mittwoch hatten wir unser Labor-Meeting, bei dem wir unsere Fortschritte besprochen haben. Dazu kamen interne Seminare, bei denen Leute aus dem Institut ihre Arbeit präsentiert haben, und freitags oft externe Gäste, die spannende Einblicke von außen geliefert haben. Es gab aber

auch die entspannteren Formate, etwa die monatliche Happy Hour mit Getränken, wo man auch mal über fachfremde Dinge sprechen konnte. Besonders mochte ich die Pizza-Talks. Da kam man ganz zwanglos zusammen, hat gemeinsam gegessen und konnte sich in einer entspannten Atmosphäre über die Projekte unterhalten. Oft bekam man dazu noch E-Mails über spannende Vorträge in anderen Instituten, die man besuchen konnte, sodass man eigentlich jeden Tag die Möglichkeit hatte, etwas Neues zu lernen. Diese Mischung aus hochkarätigem Input und einer sehr offenen, persönlichen Art des Austauschs hat mich total beeindruckt. Man merkt einfach, dass Wissenschaft ein Gemeinschaftsprojekt ist und dass man durch Gespräche oft auf ganz neue Ideen kommt.

Dass ich meinen Aufenthalt verlängert habe, war die absolut beste Entscheidung. Es hat mir die Ruhe gegeben, mein Projekt wirklich in die Tiefe zu verfolgen und die Zusammenhänge besser zu verstehen, anstatt nur oberflächlich drüberzuschauen. Wenn ich anderen Studierenden einen Rat geben darf: Nutzt solche Gelegenheiten, vernetzt euch bei den Talks und fragt einfach nach. Ich gehe mit viel mehr Motivation zurück in meinen Master und kann mir sehr gut vorstellen, nach dem Abschluss den Weg in Richtung Promotion einzuschlagen. Ein riesiges Danke an PROMOS, ohne diese Unterstützung wäre dieser Blick hinter die Kulissen der Forschung so nicht möglich gewesen.

Falls ihr Fragen habt, sei es zur Organisation, zum Forschungsalltag oder einfach zu Cambridge, meldet euch gerne bei mir!

Alexandra

Ich bin Alexandra und studiere meinen Master in Molecular Biomedicine an der Universität Münster. Für einen PROMOS-geförderten Forschungsaufenthalt war ich vier Monate in Cambridge am Gurdon Institute. Dort habe ich in einem entwicklungsbiologischen Umfeld gearbeitet und Einblicke in den Forschungsalltag in einem internationalen Institut bekommen. In diesem Blog teile ich Eindrücke aus dem Leben in Cambridge, meinem Arbeitsalltag und das, was ich aus der Zeit mitnehme.

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