Unterschiede, Unterschiede, Unterschiede

Okay, das fühlt sich komisch an, wieder hallo zu sagen, weil ich gerade einfach zwei Einträge hintereinander schreibe, aber für dich kann das hier ja der erste Eintrag überhaupt sein, also hi! 🙂

Ich wollte über ein paar Unterschiede zwischen Deutschland und England schreiben. In manchem hat England die Nase etwas vorne und in anderen stiehlt Deutschland den Insulanern die Show. Aber ich bin mal ganz Deutsch und komme direkt auf den Punkt, ohne lange um den heißen Brei zu reden:

  1. Ich habe das Gefühl, dass die Umweltplaketten für Autos in Deutschland tatsächlich etwas bringen. Ich weiß, irre! Aber wenn ich hier zur Schule gehe, gehe ich an einer Straße entlang, wo die Autos etwa 40-50 km/h fahren und ich kann absolut nicht aufhören, zu husten. Das habe ich in Deutschland nicht mal, wenn ich in der Innenstadt mit dem Fahrrad fahre, wo unglaublich viel Verkehr ist.
  2. Was ich jedoch definitiv an England besser als an Deutschland finde, ist, dass es hier wesentlich mehr live Musik gibt. Selbst in dieser kleinen Stadt Torquay weiß ich schon von zwei Kneipen, in denen jeden Tag jemand auftritt. Natürlich gibt es in Deutschland auch live Musik, aber meistens sind das dann besondere Anlässe, bei denen man Eintritt zahlen muss, und die meisten für die Musik dorthin gehen und nicht etwa die Musik nur das i-Tüpfelchen ist.
  3. Was mich aber sehr wundert, beziehungsweise, was mich etwas schockiert, sind die Sicherheitsstandards. Um mit Kindern arbeiten zu können, gibt es zehntausend Gespräche, die man führen muss. Es wird einem eingetrichtert, dass man Kinder nicht umarmen darf, weil das vielleicht falsch rüberkommen kann, dass man nicht in einem Raum ohne Fenster in der Tür sein darf und noch vieles mehr. Die meisten Dinge sind ziemlich offensichtlich und sinnvoll, aber manche Dinge sind schon ziemlich extrem. Aber auf der anderen Seite sind die Sicherheitsmaßnahmen echt übel. Die Türen in der Schule gehen zum Beispiel ALLE nach innen und nicht nach außen auf. In den Zimmern liegt überall Teppich und ich weiß zum Beispiel nicht, wo ich bei einem Feuer hinlaufen sollte. In meiner alten Schule wurde regelmäßig ein Feueralarm geprobt und die gesamte Schule mit fast 1000 SuS war in unter 15 Minuten aus der Schule. Hier wird zwar in absolut jeder Stunde geschaut, wer da ist und wer nicht da ist, aber das Ganze ist elektronisch. Im Fall eines Brandes haben die Lehrer absolut keine Möglichkeit auf die Daten zuzugreifen, um zu sehen, wer sich noch im Gebäude befinden könnte. Es wirkt eher so, als wäre das etwas, um sich rechtlich abzusichern, und nicht etwa, um es tatsächlich sicherer für die SuS zu machen.
  4. Aber nicht nur in der Schule sind die Sicherheitsmaßnahmen etwas komisch. In englischen Häusern findet man fast immer eine Tür vor, die man sowohl von außen als auch von innen öffnen kann, wenn sie nicht abgeschlossen ist. Das bedeutet: Entweder kann absolut jeder ins Haus spazieren, oder im Fall eines Brandes oder ähnliches muss man erst den Haustürschlüssel suchen, um rauszukommen. Das Gleiche gilt für die Fenster.

Naja, es gibt natürlich noch wesentlich mehr Unterschiede, aber ich denke, das reicht für heute. Und falls es jemanden interessiert: No puedo entender mucho, pero estudio mucho y estoy tratando. Oder so ähnlich.

Bis demnächst, liebes Internet!

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