Arbeitsalltag an einer deutschen Schule in Helsinki

Da ich das Praktikum an der Schule freiwillig mache und so keinerlei Vorgaben der Uni habe, war ich sehr gespannt, was mich erwartet. Doch schon vorher war die Kommunikation mit der Schule sehr gut, es gab verschiedene Info-Mails und es wurde Kontakt zwischen den kommenden Praktikanten hergestellt, was ich ziemlich hilfreich fand.

Praktikanten gibt es an der Schule jedes Halbjahr wieder viele, doch wir alle wurden sehr herzlich empfangen und trotz der „Menge“ jeder einzeln, durch einen persönlichen Betreuer, wirklich gut betreut.
Ich hatte dann die Möglichkeit mir selbst auszusuchen in welchen Klassen und Fächern ich hospitieren möchte und konnte recht schnell auch eigene Stunden halten. Dabei gab es aber nie Verpflichtungen, wenn man sich etwas noch nicht zugetraut hat, wurde man absolut nicht gedrängt, hatte sonst aber alle Möglichkeiten – das finde ich bis jetzt eine tolle Mischung, die es vielleicht nicht an jeder Schule so gibt.

Ich würde schon jetzt sagen, dass mich das Praktikum wirklich viel weiter gebracht hat. Das Lehramts-Studium ist so theoriefern, dass ich mir lange nicht besonders sicher war, ob es das Richtige ist und habe hier meinen Spaß an der Arbeit entdeckt. Ich würde auch unbedingt empfehlen so ein Praktikum freiwillig zu machen, denn sich im Unterrichten ganz ohne Bewertungsdruck mal ausprobieren zu können, finde ich wunderbar.

Überrascht war ich, dass eine deutsche Schule doch so viel Unterschiede zu einer Schule in Deutschland bietet. Zwar sind viele Lehrer, der Lehrplan und so vielleicht auch Unterrichtsabläufe Deutsch, doch die Zweisprachigkeit bringt viel Besonderes mit ein.

Überwiegend sind die Kinder hier finnische Muttersprachler, die durch Kindergarten/Vorschule oder die Eltern sehr, sehr gut Deutsch gelernt haben. Oft auch nicht nur das: Wenn ein Elternteil aus einem anderen Land stammt, kommt noch etwas anderes hinzu und wenn einem dann ein Erstklässler fließend auf vier Sprachen antworten kann, ist man durchaus etwas beeindruckt.

Ich freue mich jetzt auf jeden Fall sehr auf die (leider kurze) Zeit dir mir hier noch bleibt! 🙂

2 Gedanken zu „Arbeitsalltag an einer deutschen Schule in Helsinki

  1. Hallo Paula,

    ich mache nächstes Jahr selbst ein Praktikum an der DSH. Vielen Dank für die ganzen Informationen. Ich bin schon sehr gespannt. Bezüglich Wohnsituation möchte ich mich auch schon rechtzeitig kümmern. Denkst du, es wäre realistisch, bei derselben Gastfamilie unterzukommen, in der du warst und falls ja, könntest du mir vielleicht den Kontakt herstellen? Vielen Dank.

    Nicole

  2. Hallo Nicole,

    Ich interessiere mich auch für ein Auslanspraktikum Finnland und wollte einfach mal fragen, wo du dich genau beworben hast und ob du dein Praktikum vielleicht schon hinter dir hast?

    Viele Grüße
    Lydia

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