In diesem Blogbeitrag möchte ich etwas über den Alltag in Bolivien berichten.
Bolivien selbst ist ein ausgesprochen gastfreundliches Land. Ich kann Euch empfehlen, Euch eine Unterkunft bei einer Gastfamilie oder Wohngemeinschaft zu suchen. Auf diese Weise seid Ihr direkt in den (Familien-)Alltag eingebunden. Außerdem kann ich empfehlen, sich in irgendeiner Form über Hobbys, beispielsweise in den Bereichen Sport, Musik oder Ehrenamt, an eine Gruppe vor Ort anzuschließen. Auf diese Weise knüpft man schnell Kontakte und kann einen Einblick in die Lebensrealitäten vor Ort abseits der Praktikumsstelle erhalten. Es gibt in allen größeren Städten auch deutschsprachige Gruppen und die Möglichkeit, über andere Institutionen, zum Beispiel Sprachschulen, Menschen kennenzulernen.
Zur Arbeit und zu anderen Orten kommt man gut mit Minibussen. Welche Linien man nehmen muss, erfährt man über Locals oder Apps. Gezahlt wird mit Münzen direkt beim Fahrer. In La Paz gibt es zusätzlich “teleféricos”, also Gondelbahnen, als Teil des Öffentlichen Personennahverkehrs.
In Bolivien existieren im Groben zwei Arbeitszeitmodelle: Entweder es wird vormittags gearbeitet, für eine Mittagspause nach Hause gefahren und danach wieder bis zum Abend gearbeitet oder es wird durchgehend gearbeitet (horario continuo). Bei der AHK kamen alle ab 8 Uhr an und blieben bis zum späteren Nachmittag. Dazwischen wurde eine Mittagspause mit gemeinsamem Mittagsessen gemacht. Dies hatte neben dem sozialen Aspekt den Vorteil, nicht doppelt zur Arbeit pendeln zu müssen und insgesamt etwas früher Feierabend zu haben.
In der Freizeit hat man viele Möglichkeiten, mit Tages- oder Wochenendtrips das Land zu bereisen. Bolivien ist sehr vielfältig: La Paz auf ca. 3600 Metern Höhe, das tropische Amazonasbecken, die Salzwüste „Salar de Uyuni“, die Bergbaustadt Potosí, das Wirtschaftszentrum Santa Cruz de la Sierra, um nur ein paar Orte zu nennen.
Im nächsten und letzten Blogbeitrag ziehe ich ein kleines Resümee der sechs Wochen.




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