Γεια σου aus Athen!

Sonnige Grüße aus der Geburtsstätte der Demokratie!

Mein Name ist Jessica, ich bin 24 Jahre alt und studiere den Master Antike Kulturen des östlichen Mittelmeerraums an der WWU. Da einer meiner fachlichen Schwerpunkte Teil der griechischen  Antike ist und ich mein berufliches Netzwerk ausbauen wollte, hatte ich mich dazu entschlossen, ein dreimonatiges Auslandspraktikum an der Athener Abteilung des Deutschen Archäologischen Institutes zu absolvieren.

Die Athener Metro vor der rekonstruierten Stoa des Attalos.

Auch wenn die Umstände derzeit überall etwas schwierig sind, ist mein Aufenthalt in der griechischen Metropole eine wahre Bereicherung. Denn Athen ist auch trotz der Schutzmaßnahmen eine pulsierende Großstadt (je nach Schätzung beträgt die Einwohnerzahl ca. 3 bis 5 Millionen und somit ein Drittel bzw. die Hälfte der griechischen Gesamtbevölkerung!) und nicht nur administrativ, sondern auch kulturell stellt sie die Hauptstadt des Landes dar. Einen besonderen Reiz macht dabei der Kontrast zwischen Antike und Moderne aus, welcher vor allem in der Innenstadt quasi omnipräsent ist. Egal ob es die weithin sichtbare Akropolis ist oder die mit archäologischen Vitrinen bereicherten Metrostationen – überall findet sich ein Stück Geschichte!

Ein korinthisches Kapitell, im Hintergrund die Athener Akropolis.

Neben den zahlreichen Cafés, Restaurants und Tavernas habe ich meine freie Zeit am liebsten auf der griechischen Agora verbracht (bis 25 Jahren ist der Eintritt in alle öffentlichen Museen und archäologischen Einrichtungen frei!). Zwar wird der Begriff im Neugriechischen mit „Marktplatz“ übersetzt, jedoch stellte dieser Ort für die antiken Griechen das politische Zentrum ihrer Stadt dar. So waren beispielsweise die städtischen Beamten, der Stadtrat und das Gericht dort ansässig. Ab der Klassik, also dem vierten Jahrhundert v. Chr., entwickelte sich die Agora ebenfalls zu einer Bühne der öffentlichen Selbstdarstellung, was dazu führte, dass jeder Politiker, der etwas auf sich hielt und es sich leisten konnte Bauten und Denkmäler stiftete. Somit befanden sich in diesem Gebiet zahlreiche Gebäude, die nicht nur für die Geschichte der Demokratie von Bedeutung sind, sondern auch archäologisch und kunstgeschichtlich höchst interessant sind. Besonders beeindruckend sind die Überreste des Hephaistostempels auf dem Kolonos Agoraios:

Die griechische Agora hat nicht nur architektonisch viel zu bieten, sie ist auch das Habitat verschiedener Tierarten. Neben den für die Großstadt typischen Straßenkatzen und Türkentauben finden sich hier ebenfalls Unmengen an Halsbandsittichen und gelegentlich sogar Landschildkröten:

Natürlich kann ich nur einen kleinen Eindruck des facettenreichen Lebens hier vermitteln und aus Gesprächen wurde mir klar, dass selbst für Alteingesessene noch Raum für Entdeckungen ist. Somit kann ich jedem Studierenden, der überlegt ein Auslandssemester anzutreten, Athen nur ans Herz legen! Um auch den Letzten von der Schönheit dieser Stadt zu überzeugen, möchte ich abschließend noch den atemberaubenden Sonnenuntergang mit euch teilen, den man vom Berg Lykavittos aus betrachten kann:

Über Jessica

Hi, mein Name ist Jessica und ich bin für den Master Antike Kulturen des Östlichen Mittelmeerraums nach Münster gekommen. Vorher habe ich einen Bachelor in Klassischer Archäologie an der MLU Halle-Wittenberg gemacht und beschäftige mich deshalb vor allem mit der griechischen und römischen Antike. Deshalb dachte ich, Erasmus bietet mir eine gute Gelegenheit für eine Weile nach Athen zu fahren und den Geist der Vergangenheit einzuatmen!

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