In diesem Blogbeitrag möchte ich die deutsch-bolivianischen Industrie- und Handelskammer (AHK; auf Spanisch „Cámara de Comercio e Industria Boliviano-Alemana“) und meinen Arbeitsalltag dort vorstellen.
Das Praktikum dauerte insgesamt sechs Wochen. Die AHK selbst ist eine der wichtigsten deutschen Institutionen in Bolivien. Sie vertritt deutsche Unternehmen und gestaltet die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bolivien und Deutschland. Der Hauptsitz ist in La Paz, ein Regionalbüro befindet sich in Santa Cruz de la Sierra.
Die Arbeit bei der AHK ist sehr vielfältig: Die Kammer betreut ihre Mitglieder und organisiert deren Teilnahme an Wirtschaftsforen, veranstaltet vom After Office bis zum Oktoberfest verschiedene Treffen, hilft bei Visa-Verfahren, pflegt engen Austausch zu den anderen deutschen Institutionen vor Ort und ist allgemeiner Ansprechpartner für Fragen rund um die deutsch-bolivianischen Wirtschaftsbeziehungen. Darüber hinaus hat die AHK eigene Projekte, so beispielsweise „Fachkräfte für Deutschland“, was die Vermittlung bolivianischen Pflegepersonals in deutsche Kliniken zum Ziel hat und „Bolivia Construye Más Verde“. Bei diesem Projekt geht es um die Förderung grüner Maßnahmen im Bausektor, die AHK arbeitet dabei mit einem Betonhersteller und anderen Partnern zusammen. Hin und wieder kommen auch spontan Personen vorbei, die sich vorstellen und ihre Firma an die Kammer anbinden möchten. Demnach ist der Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich.
Meine Aufgaben waren dementsprechend gemischt: Ich habe bei den Projekten mitarbeiten können, durfte an einer Pressekonferenz und einem Forum teilnehmen, habe bei der Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung geholfen und viele Mails geschrieben sowie Excel-Listen aktualisiert. Das Praktikum war ein Einblick in eine administrativ geprägte Bürotätigkeit und Projektarbeit vor einem bilateralen, wirtschaftlichen Hintergrund.
Im Team selbst waren im selben Zeitraum andere Praktikant:innen, aus Bolivien und Deutschland. So habe ich nebenbei einiges über das Studium an bolivianischen Universitäten und andere Fachbereiche erfahren können.
Die Arbeitssprache ist grundsätzlich Spanisch, manchmal wird Deutsch gesprochen, insbesondere mit deutschsprachigen Kolleg:innen, und punktuell Englisch.
Im nächsten Artikel berichte ich über den Alltag in Bolivien.




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