In diesem Blogbeitrag berichte ich ein wenig aus meinem Arbeitsalltag am Lycée Descartes in Rabat.
Das Lycée Descartes in Rabat ist eine französische Privatschule, die die Jahrgangsstufen des collège sowie des lycée umfasst, also von Kindern und Jugendlichen von der sechsten Klasse bis zum Abitur besucht wird. Es handelt sich um eine Auslandsschule Frankreichs, sodass Aufbau, Fächer und Lehrpläne der Schule dem französischen System entsprechen, Unterrichtssprache ist Französisch. Da die Schule ein verhältnismäßig hohes Schulgeld erhebt, ist die Schüler:innenschaft der Schule entsprechend privilegiert, auch zahlreiche Kinder und Jugendliche aus Diplomat:innen-Familien besuchen die Schule.
Ich habe am Lycée Descartes hauptsächlich den Deutschunterricht mitgestaltet. Deutsch wird am Lycée Descartes ab der siebten Klasse angeboten und auf sehr verschiedenen Niveaus unterrichtet, ich habe hauptsächlich in der Oberstufe sowie in einer achten Klasse hospitiert und unterrichtet. Bei den Kursen handelte es sich sowohl um Gruppen, die gerade erst seit einem Jahr Deutsch lernen, als auch um Gruppen, die schon bis zu fünf Jahren Deutschunterricht besucht haben.
Eigenen Unterricht hatte ich hauptsächlich in der Abschlussklasse (Terminale). Die hat sich in den ersten Wochen meines Aufenthalts mit der deutsch-französischen Freundschaft und Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. So hat es gut gepasst, dass ich im zweiten Teil meines Praktikums daran anknüpfen und eine Unterrichtsreihe zur deutschen Teilung nach dem zweiten Weltkrieg, der DDR, sowie der Wiedervereinigung übernehmen konnte. Neben dieser Unterrichtsreihe sind mir vor allem eine Reihe und viele Diskussionen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz in einer zehnten Klasse in lebhafter Erinnerung. Außerdem habe ich in der achten Klasse verschiedene Ostertraditionen vorstellen können und ein besonderes Highlight war für mich, mit allen Ostereier zu bemalen und Osternester zu basteln.
Der Arbeitsalltag am Lycée Descartes war für mich interessant, abwechslungsreich und gleichzeitig sehr entspannt. Den Einstieg erleichtert hat mir, dass ich sofort Zugang zu allen Portalen der Schule bekommen hab und deshalb auf eine Fülle von Material zugreifen konnte. Außerdem war immer jemand zu Stelle, falls ich mal Hilfe brauchte. Neben meinen Stunden im Deutschunterricht habe ich oft die Gelegenheit genutzt, mir verschiedenste andere Projekte der Schule anzuschauen und zeigen zu lassen. So konnte ich auch die Kunst- und die Film-AG, den Geschichts- sowie Politikunterricht, die Bibliothek, verschiedene Musikprojekte und die Schulsozialarbeit kennenlernen. Kein Tag war wie der andere und ich habe es sehr genossen, einen so umfassenden Einblick in das Leben und die Abläufe an der Schule zu gewinnen.





Lassen Sie einen Kommentar da