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Meine Ankunft in Santo Domingo

Paraíso – Paradies, auf Deutsch. So wird die Dominikanische Republik von Einheimischen – wie auch Touristen genannt. Während meines dreimonatigen Praktikums an der deutschen Botschaft Santo Domingo durfte ich die Dominikanische Republik, oder halt auch „el paraíso“, kennenlernen. Weitläufige Strände, kristallklares Wasser, satt grüne Berge und Wälder – das Land bietet wirklich traumhafte Natur. Aber die dominikanische Republik ist so viel mehr als Natur und all das, was Reisebroschüren versprechen. Innerhalb von drei Monaten konnte ich Land und Leute besser kennenlernen und gleichzeitig wertvolle berufliche und persönliche Erfahrungen machen.

Angefangen hat alles Ende November 2025, als ich um sechs Uhr morgens in einen Flieger Richtung Madrid gestiegen bin. Nach einem kurzen Layover war es so weit, und ich konnte meine neun stündige Reise Richtung Abenteuer antreten. Den sehr langen Flug habe ich mit Rätselheften, In-flight Entertainment und nervöser Vorfreude verbracht. Angekommen musste ich durch die Migration, die Laut Berichten immer glatt abläuft. So aber nicht bei mir. Ich wurde in ein extra Büro gerufen, wo nochmal mein Pass geprüft wurde. Das hat mich recht nervös gemacht, aber nach meinem ersten Schock, konnte ich problemlos meine Koffer abholen und zu meiner Unterkunft fahren.

Glücklicherweise wurde ich von einem Fahrer der Botschaft abgeholt, dem ich sofort Löcher in den Bauch gefragt habe. Auf der Fahrt zur Unterkunft konnte ich einen ersten Eindruck der dominikanischen Fahrweise gewinnen. Es reicht ein Wort diese zu beschreiben: chaotisch. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an den durchaus gefährlichen Verkehr zu gewöhnen. Auch, dass einige Autos der Uberfahrer keine Anschnallgurte aufweisen, war für mich ungewohnt. Die Fahrer der Botschaft kennen sich natürlich sehr gut mit dem Verkehr aus und ich wurde sicher zu meinem Ziel gebracht. Dort hat mich der nächste Schock erwartet. Niemand war vor Ort, um mich reinzulassen. Ich hatte über AirBnB ein WG-Zimmer, bei einer dominikanischen Familie, gemietet. Die Sorge machte sich breit, dass ich gescammt wurde. Nach zwanzig Minuten warten, kam jedoch der Sohn der Familie und ließ mich rein. Zu dem Zeitpunkt wusste ich es noch nicht, aber ich hatte schon gleich einen essentiellen Teil des dominikanischen Lebens gelebt. In der Dominikanischen Republik wird sich Zeit gelassen und alles eher langsam angegangen. Es ist keine Seltenheit, dass Veranstaltungen eine Stunde später beginnen als geplant. Für jemanden wie mich, der gerne überpünktlich ist, war es eine große Herausforderung sich an diese Gelassenheit zu gewöhnen. Nach drei Monaten „Dom Rep“ kann ich aber sagen, man gewöhnt sich irgendwann daran.

Es gab grundsätzliche viel, an das ich mich erst gewöhnen musste. Das war mir schon im Vorhinein klar, also bin ich extra eine Woche vor dem Start des Praktikums angereist, um die Zeit zu haben, mich an alles zu gewöhnen. Beispielsweise war das die Hitze. Obwohl ich im „Winter“ da war und das die kühlste und angenehmste Jahreszeit ist, waren es täglich trotzdem etwa 32 Grad inklusive hoher Luftfeuchtigkeit. Zum Glück gibt es in den allermeisten geschlossenen Räumen Klimaanlagen, die das alltägliche Leben deutlich angenehmer machen. Teilweise werden die Räume jedoch sehr stark runtergekühlt, auf 16 Grad, so dass es nie verkehrt ist eine Jacke dabei zu haben. In der Botschaft, meinem Praktikumsort, wurden die Räume glücklicherweise nicht so stark runtergekühlt. Von meiner Arbeit in der Botschaft berichte ich in meinem nächsten Blogbeitrag.

Emma

Ich bin Emma und studiere Politik und Wirtschaft. Im Zuge meines Studiums habe ich ein dreimonatiges Praktikum an der Deutschen Botschaft Santo Domingo absolviert.

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