Mein Alltag an der Deutschen Schule Seoul beginnt früh und ist meist sehr lebendig.
Ich arbeite im Kindergarten, in dem Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren in zwei Gruppen betreut werden. Daran angebunden ist die Vorschule. Kindergarten und Schule sind miteinander verbunden und teilen sich den Schulhof. Besonders prägend ist die sprachliche Diversität. Einige Kinder sprechen zu Hause Deutsch, andere Koreanisch. Viele wachsen mindestens zweisprachig auf und wechseln ganz selbstverständlich zwischen den Sprachen. Es ist faszinierend zu beobachten, wie flexibel die Kinder mit Sprache umgehen und wie selbstverständlich ein Satz auf Deutsch beginnt und auf Koreanisch endet. Im Kindergartenalltag wird zwar überwiegend Deutsch gesprochen, doch koreanische Wörter, Lieder oder Ausdrücke fließen immer wieder ein. Für mich ist es spannend zu sehen, wie Sprache hier nicht trennt, sondern verbindet.
Beim Mittagessen sitzen alle Kinder gemeinsam am Tisch und essen zusammen. In der deutschen Schule gibt es natürlich auch einen deutschen Catering-Service, der uns mit Essen beliefert. Das Besondere ist, dass das Essen jeden Tag zwischen deutscher und koreanischer Küche wechselt. Alle Kinder waren sich einig, dass das Kimchi suuuuuper lecker ist (und das stimmt auch).Als Praktikantin war ich sehr aktiv in den Alltag eingebunden. Ich habe beim Anziehen geholfen, habe Spielphasen begleitet und habe bei kreativen Angeboten unterstützt. Auch in der Vorschule und in den DAZ-Kursen konnte ich mein Wissen einbringen. Mein Praktikumsalltag im Kindergarten der Deutschen Schule Seoul zeigt mir jeden Tag, wie bereichernd kulturelle Vielfalt sein kann. Zwischen Bauklötzen, Bilderbüchern und vielen Kulturen konnte nicht nur ich, sondern wir alle täglich voneinander lernen. Zu meinen persönlichen Highlights zählten vor allem das Feiern traditioneller deutscher Bräuche wie St. Martin in Korea und das Kennenlernen und Feiern traditioneller koreanischer Bräuche wie Chuseok. Genau diese Momente haben den Ort und mein Praktikum so besonders gemacht! 🙂







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