• Menu
  • Menu

Mein Arbeitsalltag in der Deutschen Botschaft Santo Domingo

Im Zuge meines Politik- und Wirtschaftsstudiums musste ich ein Praktikum absolvieren, welches ich an der Deutschen Botschaft Santo Domingo machen durfte. Hier war ich der Kultur- und Presseabteilung zugeteilt. Meine Aufgaben in diesem Bereich waren sehr vielfältig und abwechslungsreich. Sie reichten von der Erstellung von Social Media Beiträgen, über Recherchen bis hin zum Entwurf einer Kommunikationsstrategie. Wöchentlich haben wir uns im Team der Presse- und Kulturabteilung getroffen und die anstehende Woche besprochen. So hatte ich die Möglichkeit die volle Aufgabenbandbreite mitzubekommen und Fragen zu stellen. Ich war auch an der Organisation und Unterstützung von Veranstaltungen in der Residenz der Botschafterin beteiligt. Zunächst habe ich Einladungen verschickt und die Gästeliste vorbereitet. Während der Veranstaltung habe ich Gäste begrüßt und flexibel unterstützt. Bei solchen Veranstaltungen ist mir immer wieder aufgefallen, dass es nicht schadet, extrovertiert auf die Gäste zuzugehen. So trifft man interessante Menschen, mit spannenden Lebensgeschichten.

Ich durfte nicht nur organisatorisch an Veranstaltungen teilnehmen, sondern auch die Botschaft bei einigen dieser Veranstaltungen vertreten. Das waren unter anderem Konferenzen, Besprechungen und Abendessen. Auf diese Weise konnte ich sehr spannende Einblicke gewinnen und mehr über die dominikanische und haitianische Politik und Gesellschaft lernen. Anfangs war ich immer sehr aufgeregt, wenn ich die Botschaft vertreten sollte, aber mit der Zeit wurde ich immer sicherer.

Neben meiner Arbeit in der Presse- und Kulturabteilung durfte ich in bei der Entwicklungszusammenarbeit unterstützen. Hier durfte ich über 100 Einreichungen möglicher Projekte prüfen. Anfangs hat dieser Prozess etwas gedauert, weil die Anträge auf Spanisch eingereicht wurden. Je mehr Anträge ich aber bearbeitet habe, desto leichter ist es mir gefallen. Grundsätzlich hatte ich keine großen Probleme Spanisch zu sprechen oder zu verstehen. Anfangs musste ich mich aber erstmal an den lokalen Dialekt gewöhnen. In der Dominikanischen Republik werden einige landesspezifische Wörter verwendet und beim Reden auch gerne mal komplette Wortteile verschluckt. Auch an das überdurchschnittlich schnelle Sprachtempo musste ich mich erstmal anpassen. Je mehr ich aber mit Dominikaner:innen in Kontakt gekommen bin, desto einfacher ist mir das sprachliche, aber auch kulturelle Verständnis gefallen.

Ohne vorherige Sprachkenntnisse hätte ich das Praktikum aber nicht absolvieren können, da alle Veranstaltungen und Besprechungen, die außerhalb der Botschaft geschehen, auf Spanisch sind. So auch mein persönliches Highlight des Praktikums. Ich durfte die Botschafterin auf zwei Dienstreisen an unterschiedliche, doch recht abgelegene, Stellen des Landes begleiten. Anlass der Dienstreisen waren, einmal die Eröffnung eines durch die Botschaft geförderten Kleinstprojektes und ein weiteres Mal die Schließung eines Projektes mit deutscher Beteiligung. Mich persönlich hat es sehr inspiriert wie viel positiven Einfluss Projekte, wie die Förderung eines MINT Labors an einer Schule, auf die lokale Bevölkerung hat. Auch die Motivation, mit der alle an diesen Projekten arbeiten, hat mich sehr inspiriert.

Die Aufgaben, die ich in der Botschaft übernommen habe, waren sehr vielfältig und hier habe ich nur die Möglichkeit einen kleinen Teil dieser abzubilden. Diese Erfahrung hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass ich mir vorstellen könnte, beim Auswärtigen Amt zu arbeiten.

Emma

Ich bin Emma und studiere Politik und Wirtschaft. Im Zuge meines Studiums habe ich ein dreimonatiges Praktikum an der Deutschen Botschaft Santo Domingo absolviert.

Zeige alle Beiträge des Autors / der Autorin

Lassen Sie einen Kommentar da

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert