Als ich in Irland angekommen bin, ist mir direkt aufgefallen wie freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit die Menschen dort sind. Es ist ganz normal auch fremde Leute in beispielsweise Pubs anzusprechen und sich auch im weiteren Verlauf des Abends weiter zu unterhalten. Auch der Smalltalk hat, anders als hier in Deutschland, einen sehr hohen Stellenwert und er begegnet einem in fast jeder Interaktion mit anderen Menschen.
Auch der Umgang mit Zeit ist im Allgemeinen sehr entspannt in Irland. Vorgegebene Zeiten sind nur Richtlinien, an die sich aber nicht genau gehalten werden muss. Dies habe ich vor allem auch in der Schule stark wahrgenommen. Als die Glocke den Beginn der nächsten Stunde angekündigt hat, ist niemand direkt aufgestanden und in die Klasse gegangen, sondern es wurde sich noch ganz entspannt weiter unterhalten und etwa 5-10 Minuten nach dem Klingen haben sich alle Lehrkräfte dann langsam auf den Weg in den Klassenraum begeben.
Ein weiterer Unterschied ist der Umgang mit Arbeit und dem Fehlen von “Feierabend” und “Ruhetag”. In Irland wird auch nach dem Feierabend noch weitergearbeitet. Ein richtiges Ende des Arbeitstages gibt es gar nicht wirklich. Die habe ich auch selber gemerkt, wenn Kollegen an der Schule mir noch um elf Uhr abends Nachrichten geschrieben haben, in denen es um schulische Dinge ging. Auch das Fehlen des Ruhetags ist mir stark aufgefallen. Sonntage sind eigentlich die Tage, an denen alles andere neben der Arbeit erledigt wird.




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