Herzlichen Glückwunsch!

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfons Nossol wird 85
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© privat

Die Katholisch-Theologische Fakultät Münster gratuliert ihrem Ehrendoktor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Alfons Nossol herzlich zum 85. Geburtstag.
Nossol wurde am 17. Januar 1991 die Ehrendoktorwürde der Katholisch-Theologischen Fakultät verliehen um seine außergewöhnlichen Bemühungen um Versöhnung und Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen in Verbindung mit einer ökumenisch orientierten Theologie aus dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils heraus zu würdigen.

Akademischer Direktor a.D. Heribert Woestmann zum 75. Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch!
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© privat

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem Akademischen Direktor i. R. Heribert Woestmann zu seinem 75. Geburtstag. Woestmann arbeitete mit außerordentlichem Engagement bis zu seinem Ruhestand 2007 in 40 Dienstjahren an der Fakultät und brachte sein Wissen zum Nutzen und Wohle der Fakultät ein. Zu seinem 75. Geburtstag wünschen wir dem Jubilar weiterhin alles Gute und Gottes Segen.
Ad multos annos!

Herzlichen Glückwunsch, Prof. em. Dr. Werbick!

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© Katholisch-Theologische Fakultät / Haverkamp

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem emeritierten Professor Dr. Jürgen Werbick zu seinem 70. Geburtstag.
Werbick war von 1994 bis zu seiner Emeritierung 2011 Professor für Fundamentaltheologie an unserer Fakultät.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Baus!

Hier lädt ein Bild von Herrn AOR Baus.
© privat

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem Akademischen Oberrat i. R. Karl Heinz Baus zu seinem 75. Geburtstag.
Baus war von 1973 bis zu seinem Ruhestand im Juli 2006 zunächst als Akademischer Rat, seit 1977 als Akademischer Oberrat an unserer Fakultät tätig.

Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Reinhard Feiter

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Am vergangenen Freitag, 15.04.2016, fand im Fakultätsgebäude in der Johannisstraße ein Symposium anlässlich des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Reinhard Feiter statt. Rund 100 Gäste aus dem Familien-, Bekannten- und Kollegenkreis, sowie Mitglieder der Fakultät und (ehemalige) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen an der Veranstaltung im KTh I teil. Der Jubilar wurde von einer Festgabe aus dem Kreise seiner Doktorandinnen und Doktoranden überrascht: Ein viertelstündiger Film, der die Perspektiven einiger Weggefährten von Reinhard Feiter auf ihn selbst einfing und wiedergab.

Herzlichen Glückwunsch!

Studienprofessorin Maria Kassel wird 85
Maria Kassel

Maria Kassel war ab 1964 an der Katholisch-Theologischen Fakultät zunächst als Studienrätin und ab 1970 als Studienprofessorin mit dem Lehrgebiet: „Religionspädagogik mit dem Schwerpunkt Lehrer_in-Ausbildung“ tätig.
Studienprofessorin Maria Kassel hat der Universität den Maria-Kassel-Preis gestiftet, der für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich tiefenpsychologische Exegese sowie in Praktischer Theologie mit tiefenpsychologischem Schwerpunkt vergeben wird und mit 1.000€ dotiert ist.
Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert herzlich.

Festschrift für Prof. Klaus Müller

Überraschungs-Festakt zum 60. Geburtstag
Überreichung der Festschrift

Am Freitag, den 26. Juni 2015 überraschten die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Philosophische Grundfragen der Theologie Fana Schiefen, M.A., Prof. Dr. Saskia Wendel und Prof. DDr. Thomas Schärtl Prof. Dr. Dr. habil. Klaus Müller zu seinem 60. Geburtstag mit einem Festakt. Rund 80 Gäste, darunter Professor_innen, Kolleg_innen, Habilitand_innen, Doktorand_innen, Studierende und Emeriti, feierten den Jubilar. Der Geehrte zeigte sich gerührt und freute sich sehr.

Herzlichen Glückwunsch!

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Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für Katholische Theologie und ihre Didaktik mit dem Schwerpunkt: Systematische Theologie unter besonderer Berücksichtigung der Theologischen Anthropologie, Prof. i. R. William J. Hoye, zu seinem 75. Geburtstag.
Prof. Hoye lehrte von 1980 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2005 an unserer Fakultät.

Herzlichen Glückwunsch!

Prof. em. Dr. Harald Holz feiert seinen 85. Geburtstag
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Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für philosophische Grundfragen der Theologie, Prof. em. Dr. Harald Holz, zu seinem 85. Geburtstag am 14.5.2015.
Prof. Holz lehrte von 1976 bis zu seiner Emeritierung 1995 an unserer Fakultät.

Herzlichen Glückwunsch!

Prof. em. Dr. Dr. h. c. Richter feiert seinen 75. Geburtstag
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Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für Liturgiewissenschaft, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Klemens Richter, zu seinem 75. Geburtstag am 3.5.2015.
Prof. Richter war über zwanzig Jahre an unserer Fakultät tätig.

Herzlichen Glückwunsch!

Khoury

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für Allgemeine Religionswissenschaft, Prof. i.R. Dr. Adel Theodor Khoury, zu seinem 85. Geburtstag.
Prof. Khoury lehrte viele Jahre an unserer Fakultät.

Herzlichen Glückwunsch!

Collet

Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für Missionswissenschaft, Prof. i. R. Dr. Giancarlo Collet, zu seinem 70. Geburtstag.
Prof. Collet lehrte von 1988 bis 2010 an unserer Fakultät.

Herzlichen Glückwunsch!

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Die Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert ihrem ehemaligen Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte, Prof. em. Dr. Dr. h.c. Arnold Angenendt zu seinem 80. Geburtstag.
Prof. Angenendt lehrte von 1981 bis 1999 an unserer Fakultät, zunächst übernahm er den Lehrstuhl für Liturgiewissenschaft, dem ab 1983 der Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte folgte.

100-Jahre Institut für Missionswissenschaft

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In diesem Jahr feiert das Institut für Missionswissenschaft und außereuropäische Theologien das 100-jährige Bestehen des Instituts für Missionswissenschaft an der Universität Münster.
Vom 3.-5.12. 2014 findet daher ein Internationales Theologisches Kolloquium "Missio inter gentes: The Future of Christian Mission in Asia" statt. Abgerundet werden die Feierlichkeiten mit der Antrittsvorlesung von Prof. Hintersteiner zum Thema "Missio inter gentes: Ein asiatischer Beitrag zu einer engagierten interkulturellen und komparativen Theologie" am 5.12.2014 von 11-12 Uhr im KTh I.

Prof. em. Dr. Harald Wagner vollendet sein 70. Lebensjahr.

Harald Wagner

Prof. em. Dr. Harald Wagner vollendet sein 70. Lebensjahr. Wagner wurde 1944 in Benisch (Mährisch-Schlesien) geboren und war von 1994 bis 2009 Professor an unserer Fakultät und Direktor des Seminars für Dogmatik und Dogmengeschichte sowie von 1996 bis 2009 Schriftleiter der Theologischen Revue. 1972 war er aufgrund einer Dissertation über die Ortsbestimmung des Katholizismus im älteren Luthertum mit dem Titel „An den Ursprüngen des frühkatholischen Problems“ in Rom promoviert worden. Nach weiteren Studien in München bei Heinrich Fries habilitierte er sich 1976 mit einer Arbeit über Johann Adam Möhler: „Die eine Kirche und die vielen Kirchen. Ekklesiologie und Symbolik beim jungen Möhler“. Vor seiner Münsteraner Zeit war er Professor in Schwäbisch Gmünd und Marburg gewesen. Neben seinen Beiträgen zur Fundamentaltheologie, Dogmatik und Ökumenischen Theologie hat er sich insbesondere auch mit Fragen einer ars moriendi und des Verhältnisses von Heil und Heilung bzw. Pflege auseinandergesetzt. Die Fakultät gratuliert Harald Wagner zu seinem Geburtstag herzlich.

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20 Jahre Lizentiat im Kanonisches Recht und 70 Jahre Prof. Lüdicke

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Studiengangs Lizentiat im Kanonischen Recht in Münster und des 70. Geburtstags des langjährigen Direktors des Instituts für Kanonisches Recht, Prof. Dr. Klaus Lüdicke, fand vom 23.5.-25.5.2014 im Franz-Hitze-Haus Münster eine kanonistische Fachtagung statt.

Nach Fachvorträgen zu den verschiedensten kirchenrechtlichen Themen überreichten als Herausgeber Prof. Dr. Thomas Schüller und Dr. Martin Zumbült dem Jubilar als Ausdruck ihrer Wertschätzung eine Festschrift.

Aus ganz Deutschland und den benachbarten Ländern reisten ehemalige Absolventinnen und Absolventen dieses Studienganges an, die als kirchliche Richter, Anwälte, Ehebandverteidiger, Kirchenanwälte, Verwaltungskanonisten und Wissenschaftler aktiv sind. Insgesamt erwarben 176 Absolventen und Absolventinnen ihr Lizentiat. Die Fachvorträge kreisten um verfassungsrechtliche Fragestellungen wie der Zukunft der Bischofssynode, prozessrechtliche Fragen nach der Strafzuweisung in Strafprozessen bei sexuellem Missbrauch, hin zur Möglichkeit des Frauendiakonates aus kirchenrechtlicher Perspektive sowie rechtstheoretischen und theologischen Überlegungen zu den Grundlagen des Rechts in der Kirche und einem Vortrag des Münchener Ordinarius für Kirchenrecht am Klaus Mörsdorf Institut für Kanonistik P. Stephan Haering OSB, zu ersten kirchenrechtlichen Tendenzen im Pontifikat  Papst Franziskus'.

Am Samstag wurden in einem Festakt die Verdienste von Klaus Lüdicke gewürdigt. Der stellvertretende Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Jochen Reidegeld, würdigte die loyale und zugleich kritische kirchenrechtliche Kommentierung von Klaus Lüdicke, der seit vier Jahrzehnten Richter am Bischöflichen Offizialat Münster ist. Dekan Reinhard Feiter von der Katholisch-Theologischen Fakultät hob die besonderen Verdienste des Jubilars für die Fakultät hervor, während Prof. Thomas Schüller als amtierender Direktor des Instituts die herausragende Lebensleistung von Klaus Lüdicke für die Errichtung und Durchführung des Studienganges in seiner Laudatio unterstrich. Als Frucht des Studiengangs können sowohl die zahlreichen aus ihm hervorgegangenen Lehrbücher, der weltweit einzigartige Münsterische Kommentar zum Codex Iuris Canonici in der Form einer Loseblattsammlung wie auch mittlerweile acht Professorinnen und Professoren des Kirchenrechts angesehen werden. Verdienste, die ohne den langjährigen Institutsdirektor nicht denkbar wären. An diesem Festakt nahmen auch viele ehemalige und aktive Professorinnen und Professoren der Münsteraner Fakultät teil und dokumentierten somit ihre Verbundenheit mit ihrem Kollegen Klaus Lüdicke. Als Ausdruck der Wertschätzung überreichten als Herausgeber Dr. Martin Zumbült, ein Schüler von Klaus Lüdicke, und Prof. Thomas Schüller eine Klaus Lüdicke zum 70. Geburtstag gewidmete Festschrift mit dem Titel „Iustitia est constans et perpetua voluntas ius suum cuique tribuendi“, der als 70. Band der Beihefte zum Münsterischen Kommentar erschienen ist. Musikalisch wurde der Festakt durch Margarete Möllers (Gesang) und Frank Bennemann (Klavier) begleitet. Nach der Feier der Hl. Messe trafen sich alle Anwesenden zum festlichen Abendessen im Hitzehaus und ließen den Abend lange ausklingen.

Relwiss StartJubiläum 100 + 10 gefeiert

Mit indischer Tempelmusik und vielen Gästen aus unterschiedlichen Religionen wurde am 9. November 2012 das Doppeljubiläum des Seminars für Allgemeine Religionswissenschaft gefeiert: Seit 100 Jahren gibt es das Fach an unserer Fakultät, seit zehn Jahren kann man eigene religionswissenschaftliche Studiengänge an der WWU Münster belegen. "Im Moment planen wir einen eigenen Master-Studiengang", blickte Professorin Dr. Annette Wilke voraus. "Das ist eines unserer vielen Projekte."

Annette Wilke, die das Seminar seit 1998 leitet, betonte in ihrer Ansprache den gewaltigen Umbau, den das Fach erfahren hat, seit im Jahr 2002 die religionswissenschaftlichen Studiengänge eingerichtet wurden. "Das war ganz wichtig für den internationalen Diskurs", so Wilke. Gleichzeitig dankte sie den vielen Kooperationspartnern, allen voran dem universitären "Centrum für Religiöse Studien" (CRS), dessen Leiterin, Prof. Dr. Regina Grundmann, auch ein Grußwort sprach. "Wir sind in den vergangenen Jahren konsequent den Weg einer kulturwissenschaftlichen Profilierung gegangen", sagte Annette Wilke. "Bei uns geht es nicht um die Wahrheitsfrage in der Religion, sondern um eine sachgerechte Darstellung und Interpretation der Religionen."

Gleichwohl ist das Seminar weiterhin wichtiger Bestandteil der Katholisch-Theologischen Fakultät, Studierende der Theologie sind in den Veranstaltungen so häufig wie Studierende der Religionswissenschaft. Und so wies Dekan Prof. Dr. Reinhard Feiter in seinem Grußwort darauf hin, dass es "zum Proprium unserer Fakultät gehört, über den eigenen Zaun zu schauen und die Außenperspektive ins Studium einzubeziehen". Dass die Religionswissenschaft an unserer Fakultät in den 100 Jahren ihres Bestehens "von einer historisch arbeitenden Hilfswissenschaft zu einer kulturwissenschaftlich und empirisch arbeitenden selbständigen Disziplin" geworden ist, hob er dabei lobend hervor.

Grußworte kamen außerdem von Dr. Katja Triplett von der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft und von Prof. Dr. Adel Khoury, dem Vorgänger von Annette Wilke und internatioal anerkannten Islam-Experten; seine Worte mussten aus Krankheitsgründen allerdings verlesen werden.

Nach einem Empfang mit einer "Werkschau" aus den letzten zehn Jahren religionswissenschaftlicher Studien gaben drei Alumni des Seminars Einblick in ihre eigenen Forschungen. "Es macht mich schon ein bisschen stolz", so Annette Wilke, "dass einer meiner Absolventen inzwischen schon selbst Professor ist. So wird im Laufe der Zeit die Lehrende zur Studentin der eigenen Schüler!" Den Gastvortrag zum Jubiläum hielt anschließend Prof. Dr. Kim Knott, eine international bekannte Religionswissenschaftlerin, die an der Lancaster University (UK) lehrt. Den Abschluss der Jubiläumsfeiern bildete die Party in den Räumen des Seminars, in dem Studierende, Lehrende, Kooperationspartner, Kolleginnen und Kollegen sowie Freunde und Bekannte noch einmal zusammen fanden.

Anlässlich des Jubiläums hat das Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft eine 130-seitige Broschüre erarbeitet, die die beeindruckende und wechselhafte Geschichte des Seminars nachzeichnet. Archivalische Quellen wurden hierfür vielfach erstmalig aufbereitet. Die Beiträge widmen sich den Gründungsumständen Anfang des 20. Jahrhunderts und den Lehrstuhlinhabern Dölger, Steffes und Antweiler. Darüber hinaus berichten der ehemalige Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Adel Th. Khoury und Prof’.in Dr. Annette Wilke über ihre Tätigkeit am Seminar und die aktuellen Entwicklungen. Die Broschüre bietet somit einen einmaligen Einblick in die Geschichte der Religionswissenschaft in Deutschland. Der Band ist für religionswissenschaftliche Einrichtungen gegen Übernahme der Versandkosten bestellbar unter religionswissenschaft@uni-muenster.de.

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Misswiss100 Jahre Missionswissenschaft

Schon ein Blick in den Tagungssaal zeigte, dass es in der Katholischen Akademie "Franz-Hitze-Haus" um ein globales Thema ging: Europäische, afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Gesichter waren eng zusammen gerückt für die Feier eines dreifachen Jubiläums: Vor 100 Jahren wurden an der Münsteraner Fakultät die ersten Vorlesungen in Missionswissenschaft gehalten, gründete sich hier das "Internationale Institut für missionswissenschaftliche Forschungen" und gleichzeitig die "Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft". All das wurde vom 5.-7. November 2011 mit einem dreitägigen Symposium gefeiert.

Für den Festvortrag war Kardinal Peter Turkson aus Rom angereist. Der Ghanaer, der inzwischen Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ist, sprach über den Zusammenhang von Mission und Gerechtigkeit. Er stellte dabei heraus, dass Gerechtigkeit ein "Herzstück des biblischen Erbes" ist.  Am Beispiel der Afrika-Synoden 1994 und 2009 konnte er zeigen, dass das konkrete Engagement für soziale Gerechtigkeit mittlerweile Kern aller missionarischen Arbeit ist. "Wie der Heilige Vater bei der Eröffnung der Synode sagte, wäre es ideologisch, nur Vorschläge zu machen, ohne zu handeln." Gleichzeitig dürfe man Pastoral nicht mit Politik verwechseln und es sei bedauernswert, wenn Priester ihre Gemeindearbeit aufgeben, um "politische Führer zu werden, weil sie mehr an politische als an pastorale Lösungen für das Elend ihrer Gemeinden glauben". Insofern sei der konsequenten Einsatz für soziale Gerechtigkeit notwendig für jede missionarische Tätigkeit, aber ebenso "ein sehr schwieriges Geschäft und eher ein Seiltanz über einem Feld von politischen und ideologischen Landminen".

Der Münsteraner Bischof Felix Genn erinnerte in seinem Grußwort daran, wie selbstverständlich in seiner Kindheit der Gedanke an Mission war. "Wir haben zuhause Missionszeitschriften gelesen, und Ordensleute waren begeistert davon, in fremden Ländern Christus zu verkünden." Seit den 70er Jahren wurden dagegen eher die Missbräuche, die Gewalt und die Ausbeutung in den Mittelpunkt gestellt und Mission ein Ausdruck für "das intolerante, vereinnahmende Wesen der Kirche". Heute dagegen werde das Wort wieder modern. "Es vergeht kaum eine kirchliche Sitzung, wo nicht über kurz oder lang von ‚missionarischer Kirche’ die Rede ist."

Prodekan Reinhard Feiter betonte für die Katholisch-Theologische Fakultät, dass die Missionswissenschaft "unverzichtbarer Bestandteil der Münsteraner Theologie" sei. Zwar halte die Vakanz seit der Emeritierung des früheren Institutsleiters Giancarlo Collet an, "doch die Hoffnung auch".

Zum Abschluss des Festaktes überreichte Mariano Delgado, Schriftleiter der Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft, die Festschrift zum Thema "Mission und Prophetie". Sehr zufrieden mit dem Buch wie mit dem gesamten Verlauf  des Symposiums zeigte sich Pater Michael Sievernich, der Vorsitzende des IIMF. "Ich habe viele gute Rückmeldungen erhalten. Der Austausch von Experten verschiedener Disziplinen und Kontinente war sehr berreichernd." Aber auch ein Desiderat wurde deutlich: "Die Verankerung von Inkulturalität und Interreligiösität in die Theologenausbildung. Auch nach 100 Jahren ist die Münsteraner Fakultät die einzige in Deutschland mit einem missionswissenschaftlichen Institut. Das ist bei der Bedeutung des Themas viel zu wenig."

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