Arbeitsstelle für Christliche Bildtheorie, Theologische Ästhetik und Bilddidaktik

Giovanni Anselmo: Verkürzter Himmel, skulptur projekte, 1987, rostfreier Stahl und eingravierte Schrift, 140 x 10 x 10 cm, Münster.
© Stephan Kube | Courtesy Archivio Anselmo

Willkommen bei der ACHRIBI!

Für die Entfaltung und die Entwicklung des Glaubens haben Bilder und ästhetische Vorstellungen wenigstens ebenso große Bedeutung wie theologische Abhandlungen. Aus einer christlich geprägten Kulturgeschichte sind sie nicht wegzudenken. Als Quellen und auch als methodische Leitlinien kann deshalb die theologische Reflexion nicht auf sie verzichten.

Fragen nach Bildern und ästhetischen Vorstellungen sind in allen theologischen Disziplinen zu Hause. Die Auseinandersetzung mit ihnen bildet einen Querschnittbereich innerhalb der Theologie. Darüber hinaus steht sie im interdisziplinären Austausch mit Kunst- und Kulturwissenschaften.

An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität widmet sich die Arbeitsstelle für christliche Bildtheorie, theologische Ästhetik und Bilddidaktik den Aufgaben dieses Themenfeldes in Lehre und Forschung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der digitalen Vermittlung christlichen Kulturerbes, sakralen Architekturen und zeitgenössischer Kunst. An der Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Gegenwart vermisst die ACHRIBI ganz im Sinne von Giovanni Anselmos Plastik "Verkürzter Himmel" (skulptur projekte 1987 [de]) vor dem Fakultätsgebäude interdisziplinäre Fragen der Bildtheologie: Was bleibt vom Himmel, wenn man ihn kürzt? Das Werk und sein Titel implizieren eine Aufgabe und Herausforderung, indem der Künstler demonstrativ die Trennlinie zwischen Begrenztem und Unbegrenztem markiert, an der sich grundlegende theologische und anthropologische Fragestellungen kristallisieren.


© Carolin Stadtbäumer

Think Tank
"Christliches Kulturerbe digital"

Mit der Angliederung an das Seminar für Historische Theologie und ihre Didaktik erhält die ACHRIBI einen neuen inhaltlichen Schwerpunktbereich: Die digitale Vermittlung christlichen Kulturerbes. TheologInnen der WWU Münster, MitarbeiterInnen des Bibelmuseums, der Abteilung Kunst und Kultur des Bistums Münster sowie der Medienagentur kampanile trafen sich zu einem ganztägigen Think Tank im Verlagshaus des Dialogverlags, um unter der Leitung von Prof. Norbert Köster Perspektiven für die Umsetzung eines solchen Projekts im Raum Westfalen zu erarbeiten. Dabei wurden insbesondere Dimensionen der Digitalisierung von materiellem Kulturerbe und deren didaktische Möglichkeiten in den Blick genommen.

© C. Stadtbäumer

In eigener Sache: Abschied der ACHRIBI von ihrem Gründer Reinhard Hoeps

Die Arbeitsstelle für Christliche Bildtheorie, Theologische Ästhetik und Bilddidaktik (ACHRIBI) verabschiedet zum 01.10.2020 ihren aktuellen Leiter und Gründer Prof. Dr. Reinhard Hoeps in den Ruhestand. Seit 1994 hat er an der offiziell 1998 eingerichteten Arbeitsstelle zahlreiche Forschungsprojekte betreut, unter anderem die Herausgabe des Handbuchs der Bildtheologie (gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung), Ausstellungsprojekte wie „Arnulf Rainer. Auslöschung und Inkarnation“ (gefördert durch den „Verein Ausstellungshaus für christliche Kunst“, 2003-2004) und „Bilder der Wunde – die Wunde als Bild“ (Projekt des Exzellenzclusters „Religion und Politik“, 2011-2014) sowie die die bildtheologische Begleitung von „Meine Schulbibel. Für 7- bis 12-Jährige“ im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz (2000-2003). Reinhard Hoeps lehrte auf der Professur für Systematische Theologie und ihre Didaktik an der Katholisch-Theologischen Fakultät zu christlichen Bildkonzepten und ihrer Geschichte, zur Theorie des Kirchenraums und Kirchenraumpädagogik, zur Theologie in ihren Beziehungen zur Kunst der Moderne, zur Ästhetik und Kunsttheorie sowie zu theologischer Bilddidaktik. Das Team der ACHRIBI verabschiedete ihren Gründer bei einem gemeinsamen Ausflug zum Museum Insel Hombroich.

Die Leitung der Arbeitsstelle wird übernommen von Prof. Dr. Norbert Köster. Damit ist die ACHRIBI zukünftig am Seminar für Historische Theologie und ihre Didaktik angesiedelt. Prof. Dr. Norbert Köster war von 2010 bis 2016 Mitarbeiter des Seminars für Mittlere und neuere Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät und von 2016 bis 2018 Generalvikar des Bistums Münster (2016-2018). Seit 2019 forscht und lehrt er auf der neu eingerichteten Professur für Historische Theologie und ihre Didaktik. Ein neuer Schwerpunkt der ACHRIBI wird auf der digitalen Erfassung und Vermittlung Christlichen Kulturerbes liegen, im Rahmen dessen mit einem Forschungsprojekt zu Objekten in Westfalen konkrete Wege der Umsetzung erarbeitet werden sollen.

© WWU - FB02

Eine virtuelle Rom-Exkursion: Raumerfahrungen sakraler Architektur

Reinhard Hoeps und Carolin Stadtbäumer im Interview mit Ludger Hiepel

Hier finden Sie den Link zum Podcast [de]

© C. Stadtbäumer

Räume der Imagination - Barocke Sakralarchitektur in Rom

Für das Hauptseminar "Räume der Imagination - Barocke Sakralarchitektur in Rom" hatten Reinhard Hoeps und Carolin Stadtbäumer mit Masterstudierenden eine Exkursion nach Italien in der Pfingstwoche 2020 geplant. Aufgrund der globalen Situation mussten die Dozierenden der ACHRIBI kreativ werden: Die Exkursion fand virtuell statt. Kirchenräume digital erfahrbar machen - zur Frage, ob und wie das funktionieren kann, experimentierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In Teil 6 der aktuellen Serie "Einblicke in das Digital-Semester an der WWU" berichtete die Pressestelle darüber: https://www.uni-muenster.de/lehre/einblicke.html [de]

© WWU

Museen Gottes? Kirchliche Kunstsammlungen und ihre Präsentationskonzepte - Ein Exkursionsbericht zum Hauptseminar der ACHRIBI im Wintersemester 2019/2020

Lange Zeit spielten Diözesanmuseen im Konzert moderner Museumskonzepte nur eine untergeordnete Rolle. Meist erwartete man von diesen Museen in kirchlicher Hand kaum mehr als die Verwahrung und konservatorische Betreuung von Bildwerken, die in den Kirchen eines Bistums nicht mehr erwünscht waren oder sachgerecht präsentiert werden konnten. Solche Vorurteile sind spätestens seit der Neueröffnung des erzbischöflichen Kunstmuseums in Köln (2007) gründlich widerlegt: Neue Bauten werden für die Sammlungen geschaffen, nach neuen Präsentationsformen im Unterschied zu profanen Ausstellungshäusern wird gesucht. Damit tritt ins öffentliche Bewusstsein, dass viele der kirchlichen Museen nicht nur Kirchenschätze behüten, sondern auch Werke zeitgenössischer Kunst sammeln. Wie werden solche Sammlungen gezeigt? Wie zeigt sich Gott im Museum? Das eigenständige Profil der Diözesanmuseen mit seinen ganz eigenen Herausforderungen in der immer differenzierter werdenden Museumslandschaft zeigt sich in den kürzlich eröffneten Häusern in Wien und Graz, welche die Fragen nach den spezifischen Aufgaben solcher Museen in kirchlicher Trägerschaft neu zur Debatte stellen. Das Seminar der Arbeitsstelle für Christliche Bildtheorie befasste sich in diesem Wintersemester auf exemplarische Weise mit diesen Auseinandersetzungen. Zum Bericht [de]

© Achribi

Räume der Imagination - Barocke Sakralarchitektur in Rom

Termine und Anmeldung

Vorbereitung: 22. April und 06. Mai 2020, jeweils 18:00 Uhr
Nachbereitung: 17. Juni und 24. Juni 2020, jeweils 18:00 Uhr
Exkursion nach Rom: 02. - 06. Juni 2020
Weitere Informationen finden Sie hier! [de]

© Achribi

Museen Gottes?

Termine und Anmeldung

Vorbereitungstermine: 09. und 22.10.2019   
Nachbereitungstermin: 19.11.2019
Exkursion nach Graz und Wien: 30.10. - 03.11.2019
Exkursion nach Köln: 14.01.2020
Weitere Informationen finden Sie hier! [de]


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